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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Arte-Bericht und offene Fragen
querdenker
(Mailadresse bestätigt)

  09.02.2013

hallo an die, die sich mit wasseraufbereitung auskennen.
da gabs dieser tage einen bericht auf arte, thema chemie im wasser - umwelthormone
http://videos.arte.tv/de/videos/chemie-im-wasser--7297210.html
ist zwar alles nicht neu, aber mich plagt jetzt sowas wie entsetzen, und ich möchte gern wissen, wie ich mit einer hausanlage, umkehrosmose bzw. destillation sauberes trinkwasser, ohne medikamentencocktail bekommen kann.

so wirklich glaube ich noch nicht, daß durch eine membran in der umkehrosmose keine medis durchkommen. kann mir das bitte jemand plausibel erklären - oder ist destillation sowieso besser?
letztendlich ist das ganze auch eine kostenfrage, nicht  in erster linie die anschaffung, die folgekosten sind ja auch nicht unerheblich.
lieben dank schon mal
vom querdenker



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 15
Libelle
christian.korpiunt-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  21.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 21.02.2013!  Zum Bezugstext


Also der Schweinefisch ist ein genialer Kommentar zur Verbraucherpolitik Berliner Machart.
Es ist schon einige Zeit her, da war ich Mitglied im Aufsichtsgremium eines kommunalen Strom- Gas- und Wasserversorgers. Sowohl ich als auch die anderen Angehörigen des Gremiums waren als Ratsmitglieder in dieses Amt gewählt worden. Pro Sitzung gab es 15 D-Mark Aufwandsentschädigung. Bei 18 Kilometern Anfahrt und entsprechender Rückfahrt war es immerhin ein besseres Kilometergeld.
Die Festlegung der einzelnen Gebühren geschah auf der Grundlage der Aufwandsberechnung für die Leistung. Hätte jemand für mehr plädiert, wäre er am nächsten Tag durch die Lokalzeitung gezogen worden. So war es gar nicht einfach, beispielsweise für Investitionen in die damals ganz neuen Blockheizkraftwerke zur dezentralen Energieerzeugung einzutreten, denn das kostete zunächst einmal Geld, das in die Gebühren einging. Aber gerade solche Aktivitäten und ihr Erfolg lassen mich noch heute die Arbeit da als sinnvoll betrachten.
Die Rechtsform war ein Kommunaler Eigenbetrieb. Überschüsse, wenn tatsächlich welche da waren, gingen in die Stadtkasse. Aber wegen der überschaubaren Struktur fielen die, wenn überhaupt, sehr bescheiden an. Andererseits haftete die Stadt für Kredite, was die deutlich billiger machte.
Wo die Städte ihre Betriebe noch nicht verkauft oder in eine GmbH und Co KG umgewandelt haben, sind diese Verhältnisse auch weiterhin am Leben. Ich schlage deshalb vor, einen Akassierverdacht gegenüber kommunalen Versorgern etwas differenzierter zu durchdenken. Alternativ zu privaten Gesellschaften halte ich sie weitaus für akzeptabler.
Christian
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  21.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 21.02.2013!  Zum Bezugstext

Grüß dich Walter,

das ist aber kein "Saubarsch" wie ich ihn derzeit jage oder?

Gruß zu dir rüber

Lothar
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  21.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Libelle vom 21.02.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Christian
Den Reibach machen auch jetzt schon die öffentlichen Versorger, aber da bleibt die Kohle wenigstens im Dorf.
Das Problem der Privaten Genossenschaften ist nur das der Vorstand Haftet und immer weniger Leutchen für Gottes Lohn die Arbeit übernimmt und sich von den Mitgliedern ansudern läst, wenn nicht mitten in der Nacht im Winter sofort ein Rohrbruch behoben wird.
Jetzt wird gegen Konzerne, EU usw.am Biertisch laut gemosert. Redet man aber diese Personen an und sagt sie sollen ein Amterl bei der Genossenschaft übernehmen dann heistes nach dem Florianiprinzip "Warum ich". Und genau mit dieser Einstellung wollen die Konzerne Geld machen.
Was Kleinräumig beginnt endet im Großen. Siehe Pferdefleischskandal. Koche ich mein Zeug selbst kann ich zumindest zwischen Rindfleisch und Pferdefleisch selbst entscheiden. Mache ich das nicht muss ich blauäugig an die Inhaltsangaben div. Produkte glauben.
Anbei ein entsprechendes Beispiel.
Lg. Walter


Libelle
christian.korpiunt-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  21.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 21.02.2013!  Zum Bezugstext

Guten morgen, Walter.
Sollte in Österreich die Wasserversorgung tatsächlich genossenschaftlich organisiert sein, ist es ein Land der Glücklichen, und die Beschreibung hinsichtlich der Gewinnorientierung trifft zu. Die Mitglieder in den Genossenschaften sind meist die versorgten Gemeinden.
Die Brüsseler Pläne sehen indes etwas ganz anderes vor. Hier ist nicht an privatrechtliche Zusammenschlüsse der Verbraucher gedacht, sondern schlicht an private Investoren, die Wasserversorgungssysteme aufkaufen, um damit Gewinne zu erzielen. Sonst hätten sie ja überhaupt kein Interesse an der Investition.
Hinter der ganzen Aktion steht die Erwartung, dass mit steigender Schmutzbelastung des Grundwassers über die Abwässer das Trinkwasser immer kostbarer werden wird. Und aus dieser erwartbaren Verknappung lässt sich dann ein kräftiger Reibach machen.
Christian
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  21.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 20.02.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar
Bei uns in Österreich ist es jedoch so (allein im Land Salzburg gibt es hunderte) das ein großer Teil der Wasserversorger bereits jetzt in privater Hand, sprich Wassergenossenschaft, sich befinden.
Diese arbeiten sicher preisgünstiger als öffentliche Versorger da sie nicht Gewinnorientiert ihre Preisgestaltung machen dürfen. Es können nur Rücklagen für Leitungsbau oder div. Erneuerungen gebildet werde. Dagegen wird bei öffentlichen Anlagen der Gewinn dem Gemeindebudget zugeführt und Erneuerungen nur im Anlaßfall und nicht Vorausschauend getätigt.
Das heist aber auch das öffentliche Betreiber auch nicht das gelbe vom Ei sind!
Lg.
Walter
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  20.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Renrew vom 20.02.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Werner,

danke für den Hinweis. Das heisst im Klartext, jeder der das liest, möchte bitte die Gelegenheit nutzen dabei abzustimmen/protestieren.

Es sind zwar einige Minuten Arbeit das zusätzlich an Freunde und Bekannte zu mailen. Aber ich denke, das es lohnende Minuten sind.

Mit den wärmsten Empfehlungen

Lothar
Renrew
(Mailadresse bestätigt)

  20.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 16.02.2013!  Zum Bezugstext

Gut gebrüllt Herr Gutjahr,

eine neue EU-Richtlinie soll die Privatisierung kommunaler Wasserversorger erleichtern. Info und Gelegenheit zu intervenieren siehe unten

https://www.campact.de/wasser/

Grüsse aus Berlin,
Renrew
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  16.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Libelle vom 16.02.2013!  Zum Bezugstext

Guten Tag Herr Kropiun, tag Libelle,

danke für ihre Zeilen. Mir bleibt dem Aufruf nur noch hinzuzufügen. Wehrt euch gegen den Verkauf von euren regionalen Wasserversorgern. Wehret den Anfängen !

Einen schönen Sonntag allen !

Lothar
Libelle
christian.korpiunt-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  16.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Renrew vom 11.02.2013!  Zum Bezugstext

Guten Abend an alle Wasserfreunde.
Auch wenn ich mich ungern in so eine Diskussion einmische, ist mir die pauschale Aussage zum Wassersparen so quer im Hals stecken geblieben, dass ich doch etwas dagegen einwenden möchte. Der in den vergangenen Jahrzehnten immens angestiegene Wasserverbrauch ist ein Problem, das sich nicht nur mit Kostenargumenten behandeln lässt.
Die angesprochenen teuren Investitionen resultieren auch daraus, dass immer häufiger die früher lokal genutzten Quellen nicht mehr für die Versorgung ausreichten und überregionale Zuleitungen erforderlich wurden. Schon deshalb kostet das Wasser auch „an sich“ eine ganze Menge. Außerdem muss inzwischen Wasser auf Trinkwasserqualität aufbereitet werden, an dessen Nutzung dafür zuvor niemand gedacht hätte. Auch dieses Wasser „an sich“ kostet beträchtliche Sümmchen.
Nun kann man natürlich ganz schlau rechnen, dass ja inzwischen die Investitionen getätigt sind, und das Wasser nicht billiger würde, wenn man beispielsweise die Bodenseewasserleitung trockenlegen und verschrotten wollte. Natürlich müssten dann auch inzwischen stillgelegte lokale Gewinnungsanlagen wieder mit neuen Kosten in Betrieb genommen werden. Abgesehen vom ökologischen Sinn dieses Ziels würden die zukünftigen Bezieher auch besseres Wasser trinken, auch wenn die chemischen Messwerte des Bodenseewassers in Ordnung sind.
Aber am Beginn dieser Entwicklung stand die teilweise völlig unbedachte Explosion des Wasserverbrauchs. Es mutet wie ein schlechter Scherz an, dass Überlegungen zum Wassersparen inzwischen meist von der Höhe der Abwasserrechnung angestoßen werden. Die Aufbereitung der gleichermaßen angestiegenen Abwassermengen ist tatsächlich aufwendiger, als die des Trinkwassers.
Dazu sind in den vergangenen Jahrzehnten Kanalsysteme gebaut worden, deren Dimension Probleme aufwirft, wenn nicht mehr die entsprechenden Mengen an Abwasser durch sie rauschen.
Natürlich muss man dies alles sehen und kommt so nicht auf die Idee, das ließe sich von heute auf morgen korrigieren. Aber längerfristig kann ich nur jeden als Freund im Geiste betrachten, der sich auch individuelle darüber Gedanken macht, wie er dazu beitragen kann, das Weiterdrehen der Schraube zu verlangsamen.
Mit freundlichen Grüßen
Libelle
Renrew
(Mailadresse bestätigt)

  11.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von querdenker vom 11.02.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Querdenker,
du hast recht, eine praktikable Handlungsanweisung für den Einzelnen habe ich nicht parat, dazu sind die örtlichen Gegebenheiten und Rohwasserqualitäten zu unterschiedlich. Zur Entfernung der in dem „arte“ Beitrag angesprochenen Stoffe eignet sich wie gesagt kein herkömmliches Verfahren. Nur Umkehrosmose und bedingt auch die Nanofiltration bilden eine wirksame Barriere zur Entfernung höhermolekularer Stoffe mit denen wir es hier zu tun haben. In den meisten Fällen bedarf es jedoch einer Vorbehandlung (Partikelfilter, Enteisenung, Entmanganung) sowie einer Nachbehandlung. Das Produkt aus der UO Anlage enthält so gut wie keine Mineralien mehr und eignet sich nur noch bedingt als Trinkwasser. Es muß also mit natürlichen Mineralien (besonders Calcium und Magnesium und den dazugehörigen Anionen wie Hydrogencarbonat, Chlorid, Sulfat)  angereichert werden, damit es überhaupt wieder Geschmack bekommt. Die fehlenden Mineralien kann man auch mit einer angepassten Ernährung ausgleichen. Die Destillation, die hier immer mal wieder angesprochen wird liefert ebenfalls salzfreies Wasser, wasserdampfflüchtige Stoffe gehen jedoch ungehindert in das Destillat. Du siehst, einfache Lösungen für den Einzelwasserversorger gibt es nicht.
Noch einmal zum Wassersparen: als individuelle Lösung bringt es sicher eine Kostenersparnis. Bedenken sollte man jedoch, dass das Wasser an sich ja nichts kostet, es muss ja nicht hergestellt werden. Erst das Fördern aus Brunnen, die Aufbereitung und die Verteilung kostet Geld und zwar fast unabhängig vom Gebrauch. Sparen nun alle an Wasser, so muß der Versorger seine Kosten auf alle Nutzer umlegen. Das Rohrnetz, auch das Abwassernetz muß dann auch noch dem geringeren Verbrauch angepasst werden, was wiederum neue Kosten verursacht, eine wahrlich unschöne Konsequenz.
Grüße aus Berlin,
Renrew
querdenker
(Mailadresse bestätigt)

  11.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Renrew vom 10.02.2013!  Zum Bezugstext

lieben dank für deinen post.
das thema geht jetzt allerdings in eine richtung, die nicht mehr meiner fragestellung entspricht, aber sei's drum.
viel wasser zu verbrauchen kann sich doch keiner mehr leisten - es ist nicht der wasserpreis, nein, es sind die dahinter auflaufenden gebühren für's abwasser, zumindest bei uns berechnet nach der wasseruhr, egal ob das wasser in den kanal läuft oder von meinen zimmerpflanzen verdunstet wird.
da müßten sich unsere abwasserwerker erstmal anders organisieren.

daß diese ganzen filtrationsverfahren konzentrierten  dreck produzieren und viel energie verbrauchen, liegt auf der hand. selbstverständlich geht es drum, die ursprünglichen immissionen zurückzufahren, da bin ich als einzelner aber gnadenlos überfordert - da finde ich nichtmal mitstreiter in meiner umgebung, wo unser so gutes, weil kalkarmes kaffeemaschinenschonendes wasser hochgelobt wird. die medis im wasser sieht man ja net.

nur weil auswirkungen, wie sie bei arte zumindest ansatzweise, benannt wurden, politisch unter der decke gehalten werden, mag ich mich jetzt nicht wieder auf die hängematte zurückziehen. mein "gutes" wasser schmeckt mir einfach nicht mehr, da liegt das problem. ich habe nicht die krankheiten, die mit dem medikamentenmix im trinkwasser behandelbar sind - und will auch keine bekommen.
renrew, hast du denn eine wasseraufbereitungsempfehlung für mich? oder bleibts letztendlich wirklich bei der umkehrosmose mit all ihren nachteilen?
Renrew
(Mailadresse bestätigt)

  10.02.2013

Eben habe ich mir den Beitrag auf „arte“ angesehen. So weit, so schlecht und so richtig. Unser Trinkwasser und die Wirkung auf den Menschen wurde nur am Rande erwähnt, obgleich auch bei uns die Problematik gesehen wird. Den größeren Wasserversorgern ist das Problem natürlich bekannt und es wird eifrig geforscht um Schäden von den Versorgten abzuwenden.
Es ist eine verbreitete Ansicht, dass Wasser sparen gut und richtig sei. Sicher ist dies in Zonen mit wenig Niederschlag eine gute und richtige Verhaltensweise. Hier in Deutschland gibt es jedoch nur wenige Gebiete mit zu geringem Niederschlag. Wasser einsparen bedeutet hier, dass die Wasserwerke Brunnen schließen und Wasserschutzzonen aufgehoben werden, diese stehen dann wieder einer intensiveren Nutzung für Landwirtschaft, Verkehr und Industrie zur Verfügung.
Sicher trägt auch eine Privatisierung öffentlicher Aufgaben nicht zur Verbesserung der Situation bei. An eine langfristige (d.h. auf „ewig“) Sicherung der Qualität des Bodens und der Gewässer zur Sicherung einer guten Trinkwasserqualität braucht ein Wirtschaftsunternehmen nicht notwendig interessiert zu sein. Eine Bevölkerung, die natürlich auch an ihre Nachkommen denkt aber sehr wohl.
Zur Aufbereitung von derart verunreinigten Wässern eignen sich die herkömmlichen Aufbereitungsverfahren nicht. Geeignete Reinigungsverfahren wie Ultrafiltration, Nanofiltration und Umkehrosmose verbrauchen sehr viel Energie und produzieren wiederum große Mengen sehr problematischer Abwässer.
Für eine nachhaltige Entwicklung ist die Reinhaltung des Bodens und der Gewässer, die für die Trinkwassergewinnung benötigt werden, unerlässlich.    
Josef3
(Mailadresse bestätigt)

  09.02.2013

hallo querdenker,
bei der wasseraufbereitung kenne ich mich in der form aus, dass ich einen eigenen Brunnen hab und ständig im streit liege mit dem Gesundheitsamt über sinn und unsinn der Trinkwasserverordnung.
eine erkenntnis von mir zu deiner beruhigung. die überwachung des Trinkwassers erfolgt dergestalt dass nur auf einige wenige stoffe hin untersucht wird. wenn dann irgendwelche auffälligkeiten da sind, dann ist was nicht i.O. und es wird intensiver geforsch. Beispiel:  Es wird auf coliforme keime untersucht, dies sind die häufigsten, aber auch ungefährlichsten krankheitskeime im wasser und wenn davon -Null- vorhanden ist dann ist auch kein anderer Krankheitskeim im wasser.
viel nitrat im wasser besagt, da sind nicht sauber geklärte abwässer/dreckiges Oberflächenwasser in meinen brunnen gekommen, obwohl nitrat in den mengen wie wir es übers trinkwasser aufnehmen völlig ungefährlich ist, gibts Grenzwerte, weil mit dem ungeklärten Wasser ja zufällig auch der beschriebene medikamentenmix mitkommt. Nach meinen erfahrungen wie die trinkwasserversorgung in D  gehandhabt und überwacht wird, kannst du das öffentliche wasser bedenkenlos trinken.
bei meinem grenzwertigen Wasser besteht dass gesundheitsamt aufs abkochen wenn ichs trinke, ich trinks trotzdem nicht.
schlecht an der Trinkwasserverordnung finde ich dass dort auch badewasser und Waschwasser in Trinkwasserqualität vorgeschrieben wird. manche Beamten legen dies sogar so eng aus , dass auch die WC spülung mit sauberstem Wasser erfolgt. Folge: das immer knapper werdende saubere wasser wird zu 95% für untergeordnete zwecke verschwendet. und bald steht für die 5% die wir trinken nur noch versifftes Wasser zur verfügung.
ich kauf mir gutes trinkwasser, ca 1 liter täglich im supermarkt. alles andere mach ich mit regenwasser bzw. grenzwertigem Brunnenwasser. andere Leute brauchen täglich 50 bis 80 liter bestes Trinkwasser, wo kommt das her. klar, die wasserversorger zapfen auch schlechte Quellen wie hier z.B. den bodensee, an, und schon haste deinen medikamentenmix.
Der bericht bei arte erinnert mich ein bisschen an das thema Schweinegrippe, später die ehec-Hysterie. die menschen wurden verrückt gemacht, später stellt sich heraus das jede Grippewelle in D schlimmere Folgen hat.
mfg Josef
querdenker
(Mailadresse bestätigt)

  09.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rüdiger Miller vom 09.02.2013!  Zum Bezugstext

lieben dank, rüdiger, für deine einschätzung.
ist schon klar, wasserqualitätsprophylaxe ist ganz wichtig, von mir stammen keine antibiotika usw. im abwasser - aber ich lebe aufm land wo man sich sorgen macht um die demografische entwicklung, also viele ältere leute, mit entsprechendem medikamentenkonsum. das geht dann ins abwasser, der klärschlamm wird von nem bauern abgeholt und auf die äcker verteilt und ein netter kreislauf ist am rotieren. kann sein, daß wir paar medis demnächst zum 2.mal konsumieren, dann übers trinkwasser, denn unser "gutes" wasser kommt aus dorfeigenen brunnen und dort wird u.a. mit ozon gereinigt - und das alles schön innerhalb irgendwelcher willkürlich festgelegter grenzwerte.

das alles ist auch der grund für meine gedanken in richtung wasseraufbereitung im haushalt. ich würde gern  selbst aktiv entscheiden, welche medis ich wann zu mir nehme.
Rüdiger Miller
(Mailadresse bestätigt)

  09.02.2013

Arzneimittel sind vergleichsweise große organische Moleküle, welche durch die Membranen einer UO zurückgehalten werden. Nitrat z. B. ist ein sehr kleines Molekül, welches bei der UO zu einem geringen Teil "durchschlupft", weshalb du mit UO nie Reinstwasser aus Trinkwasser erzeugen kannst.

Im Zuge des www kannst du sehr einfach recherchieren, wie die UO funktioniert. WÄhrend der Schulausbildung/im wissenschaftlichen Studium... wird man sehr oft mit dem "osmotischen Druck" konfrontiert. Bei der UO (UMKEHR Osmose) wendet man Kraft auf, um das Prinzip umzukehren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Umkehrosmose

Leider berücksichtigt die TVO tatsächlich nur einen Teil der Trinkwasserinhaltsstoffe. Von sauberen, absolut reinem Trinkwasser kann auch hier in D nur mancherorts die Rede sein. Es kommt darauf an, ob und in welchem Maß dein Trinkwasser z. B. aus Uferfiltrat und dann aus welchem Fluss mit welcher Qualität usw. gewonnen wird.

WIchtiger als Wasserfilter anzuschaffen ist der Gewässerschutz (das beginnt beim Bürger (welche Produkte kaufe ich ein und wie verwende ich diese), geht über die Landwirtschaft (auch hier wieder der Bürger, wieviel Billigfleisch fresse ich -Stichwort Antibiotikaeinsatz) bis hin zur Industrie (da gibt es strenge gesetzliche Regelung die von den Behörden streng überwacht werden). Auch der Straßenverkehr (Ölverluste, Reifenabrieb, ABgasemissionen...) darf nicht vergessen werden.

Unterm Strich: umweltgerechtes Verhalten ist wichtiger als ein Wasserfilter oder eine teure UO ANlage. Ich würde mich von dem Bericht nicht kirre machen lassen und vor allem auch eines Tun: die Petition gegen die geplante Privatisierung des Trinkwassers auf EU Ebene unterschreiben (denn die macht unsere Trinkwasserqualität nicht nur schlechter, sondern auch teurer).



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