Wasser.de
Lexikon
Shop
Wasser Forum
   mehr als 6400 Themen und 31200 Antworten
Zurück zur Übersicht! Datenschutz FAQ Hilfe Impressum



 

Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Mein Brunnen fördert zu viel grauen Schlamm
rpp
(Mailadresse bestätigt)

  27.04.2007

Vor ca. 4 Wochen habe ich einen neuen Brunnen bohren lassen. Das Bohrloch ist ca. 50 Meter tief. Ich habe entsprechend viel Wasser. Leider aber fördert die Pumpe ca. 1% (= 10 Liter Schlamm pro Kubikmeter Wasser) lehmigen tonhaltigen Schlamm. Das Wasser ist grau. Wenn ich meinen Garten bewässere werden alle Blätter und der Rasen grau. Ich befürchte zudem eine Versiegelung des Bodens, da der Schlamm nahezu wasserundurchlässig ist.

Wer kann mir einen Tipp geben? Wie bekomme ich schönes klares Wasser? Gibt es evtl. eine einfache Filterlösung?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Gast (horst)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.05.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von rpp vom 04.05.2007!  Zum Bezugstext

Du hast nen wirklich scheiß Loch.
Prinzipiell müßtest du relativ sauberes Wasser haben, zumindest ohne Schlamm!
Da hat dich dein Brunnenbauer ganz schön gelinkt.
Hast du noch "Gewährleistung"? Kannst du ihn noch belangen?.
Das hört sich ganz danach an, dass du mitten in einer Tonschicht bist und nicht genügend Wasser zu verfügung hast! Normalerweise drückt das Wasser sofort nach und dein Wasser dürfte gar nicht soweit absacken. Nach einer Standzeit auf 25m. Viel zu tief. Wie hoch ist euer Grundwasserspiegel?!
Ich denke das Wasser müßte so bei rund 4m stehen. Beim Pumpen so an die 6m runtergehen, je nach Pumpe. Aber niemals bis unter 30m!!!
Wo wohnst du denn?

Hol dir den Brunnenbauer ran und sag ihm, er solle ein neues Loch bohren, oder vielleicht tiefer gehen und durch die Tonschicht bohren. Dann müßtest du genügend sauberes Wasser kriegen.

Gruß
horst
Gast (Fred)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.05.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von rpp vom 04.05.2007!  Zum Bezugstext

Hallo,

ich würde mich dann aber nicht von der Gemeinde erwischen lassen, wenn du das in die Kanalisation laufen lässten  einerseits die Frage der Kanalgebühren - anderseits was passiert im Kanal / in der Kläranlage mit dem Zeug? wird das evtl. trocken und fest? Dann besteht doch das Risiko der Kanalverstopfung.

Grüsse und weiterhin viel Erfolg

Fred  
rpp
(Mailadresse bestätigt)

  04.05.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 28.04.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

vielen Dank für deinen Kommentar.
Deine Antwort zeugt von wirklicher Erfahrung auf diesem Gebiet.
Fast alles, was Du vorschlägst habe ich bereits versucht:

Zur Reinigung des Bohrlochs lasse ich jede Stunde für 15 Minuten (mittels Schaltuhr) das Wasser in die örtliche Kanalisation laufen. So sind bereits ca. 300 Kubikmeter graue Brühe durchgelaufen. Eine Besserung ist jedoch bisher nicht erkennbar. Auch eine Veränderung von Beginn bis zum Ende einer Pumpperiode ist nicht feststellbar.

Wir haben kein Gutachten zum Untergrund gemacht. Wie hätten wir das machen sollen und welches Ergebnis hätten wir damit bekommen. Wie hätte das Ergebnis unser Verhalten beim bohren beeinflussen können.

Da ich das Wasser wirklich benötige, habe ich mir so eine Art Sandfilter gebaut. Eine Regentonne habe ich zur Hälfte mit Sand gefüllt und ich lasse so das Wasser durch die Tonne und den Sand in einen 3 Kubikmeter Tank laufen. Das ist aber sehr mühsam, weil man immer nach ca. 300–500 Litern den Schlamm vom Sand kratzen muss. Sonst geht nichts mehr durch. Außerdem ist das Wasser danach immer noch nicht klar. Erst nachdem sich nach ca. 5 Tagen die Partikel gesenkt haben kann ich das Wasser von oben abpumpen und nutzen. Langfristig ist das keine gute Lösung.

Wenn ich jetzt das Wasser ungefiltert in den Tank laufen lasse, dann füllt sich langsam der gesamte Tank mit Schlamm. Hier stellt sich für mich das Entsorgungs- und das regelmäßige Reinigungsproblem.

Am liebsten wäre mir wenn ohne viel Aufwand und Arbeit einfach klares Wasser aus meinem Bohrloch käme. Würde es evtl. helfen, wenn ich die Pumpe etwas höher ziehe. Das Bohrloch ist wie gesagt ca. 50 Meter tief. Nach einer Ruhezeit steigt der Pegel nur sehr langsam auf ca. 25 Meter.

Für jeden Tipp bin ich sehr dankbar. Ich bin nicht besonders glücklich mit meiner Situation.

Viele Grüße

Rolf
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  28.04.2007

Hallo,

nicht ganz banal die Frage.Wieviel Kubikmeter sind denn seit Inbetriebnahme gepumpt worden ? Das sollte normalerweise weniger werden.
Ansonsten klingt das fast nach einer durchbohrten Lehmschicht, welche womöglich zwei wasserführende Schichten trennte. Wurde da einfach drauf los gebohrt, oder gibt es so was wie ein Gutachten zum Untergrund ?

Ist die Trübung gleichmässig von Beginn an des Pumpens oder verändert sich das ?
Ein Filter empfiehlt sich eigentlich nicht bei 10 ltr.Rückstand  pro Kubik .
Wenn die Möglichkeit besteht, die Brühe ohne Ärger weglaufen zu lassen, würde ich versuchen mal mehrere Tage zyklisch abzupumpen und prüfen ob es weniger wird.

( vielleicht Nachbars Pool kostenlos füllen, smile)

Eine Möglichkeit an klares Wasser zu kommen wäre ein grosser Tank als Absetzbehälter und eine Förderpumpe, welche nicht unten sondern etwa einen halben Meter oberhalb ansaugt. Sollte aber mindestens 2000 Liter, besser mehr fassen.Auch wäre davor zu prüfen, wie lange so ein Klärvorgang dauert. Danach könnte man per Zeituhr pumpen und den Tank nachts füllen.

LG aus GR

Lothar



Werbung (3/3)
Laboruntersuchung für Ihr Brunnenwasser


Zurück zu Wasser.de
© 1999 - 2018 by Fa. A.Klaas