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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Wasserdesinfektion mit Natriumhypochlorid
Gast (Kühn Hans)
(Gast - Daten unbestätigt)

  06.06.2000

Ich habe unter dem Thema Chlordioxid zunächst einige Informationen zu den Wirkungsmechanismen von Natriumhypochlorid gefunden.
Mein Problem: Wie hoch dosiere ich Natriumhypochlorid in einem offenen Schwimmbad? Die verfügbare Natriumhypochloridlösung enhält 13% freies Chlor.
Da Natriumhypochlorid alkalisch wirkt, wie groß ist dieser Einfluß und ist er überhaupt relevant?
Faktisch möchte ich wissen, wieviel ml der o.g. Lösung pro 1000 Liter Wasser zugegeben werden müssen.





Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Gast (Jochen Dittler)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.06.2000

Ich gehe davon aus, daß Sie ein privates Schwimmbad haben. Bei einem öffentlichen Bad ist eine automatische Kontrolle und Zugabe (Meß.-und Regeleinheit)erforderlich.

Wenn Sie Ihr Wasser noch nicht gechlort haben, geben Sie 0,2 Liter Chlorlauge(13%)pro 10m Wasser zu. Nach 3-4 Stunden messen Sie den Gehalt an freiem Chlor. Genügt er noch nicht, geben Sie 0,1 Liter pro 10m hinzu und messen wieder nach 2-3 Stunden. So tasten Sie sich an den von Ihnen gewünschten Chlorgehalt heran. Der Verbrauch an Chlor ist von vielen Faktoren abhängig und kann mit Chlorstabilisator verringert werden.

Zur Bestimmung von freiem und gebundenem Chlor gibt es einfache Meßverfahren. Hierbei wird eine Tablette (DPD1)in einem Wasserröhrchen aufgelöst. Die Verfärbung zeigt den Gehalt an freiem Chlor
an.

Bei Verwendung von Chlorlauge ist ein erhöhter Bedarf an pH-regulierender Säure gegeben.

Viel Badespaß!

Jochen Dittler


Gast (Rüdiger Miller)
(Gast - Daten unbestätigt)

  06.06.2000

Natriumhypochloritlösung nach DIN 19608 enthält 150g/l Chlor und und ca. 12 g/l NaOH.In Schwimmbädern (maximale Besucherbelastung) hält man 0,3 mg/l freies Chlor für erforderlich. Die Bindung des Chlors (d.h. freies Chlor wird gebunden und steht zur Desinfektion nicht mehr zur Verfügung) hängt ab von der Anwesenheit organischer N-Verbindungen wie Schweiß- und Urinausscheidungen, die in deinem privaten Pool weniger zum Tragen kommen dürften (Kleinkinder, schweinigelnde Erwachsene?). Die sich daraus bildenden Chlorstickstoffverbindungen (=Chlorzehrung) können starke Reizstoffe für Augen- und Schleimhäute sein und bilden sich bei unzureichender Wasseraufbereitung und erhöhtem pH-Wert der freies Ammonium freisetzt (für Schwimmbäder gültig!).
Auch Algen wirken chlorzehrend ebenso Staub, Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturschwankungen. D.h. bei chlorzehrenden Einflüssen ist eine Erhöhung der Chlormenge erforderlich. Chlorzehrende Einflüsse sind durch Aufbereitung (z.B. Filtration) in Grenzen zu halten. Übrigens: CHlorbleichlauge verliert pro Lagertag (bei sachgem. Lagerung) etwa 1g Chlor/d.

Ich bin kein Poolexperte und kann nur mit diesen Infos dienen, vielleicht kann ein Praktiker hier noch bessere Infos geben. Eine analytische Überwachung wäre sicherlich sinnvoll (nicht dass die Badehose noch ausbleicht).


Gruß

R.

Gast (Rüdiger Miller)
(Gast - Daten unbestätigt)

  06.06.2000

: Ich habe unter dem Thema Chlordioxid zunächst einige Informationen zu den Wirkungsmechanismen von Natriumhypochlorid gefunden.
: Mein Problem: Wie hoch dosiere ich Natriumhypochlorid in einem offenen Schwimmbad? Die verfügbare Natriumhypochloridlösung enhält 13% freies Chlor.
: Da Natriumhypochlorid alkalisch wirkt, wie groß ist dieser Einfluß und ist er überhaupt relevant?
: Faktisch möchte ich wissen, wieviel ml der o.g. Lösung pro 1000 Liter Wasser zugegeben werden müssen.





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