Wasser.de
Lexikon
Shop
Wasser Forum
   mehr als 6400 Themen und 31000 Antworten
Zurück zur Übersicht!
Kategorie verlassen!
Datenschutz FAQ Hilfe Impressum



 

Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Orpu SK32 - Dauerbetrieb schädlich?
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  04.06.2020

Hallo zusammen,
in meinem Garten nutze ich eine Orpu SK32 Wasserpumpe in Verbindung mit einem Kessel.
Nun habe ich seit dieser Saison für die Bewässerung meiner Hecke einen Tropfschlauch angebaut. Seitdem habe ich das "Problem" (wenn es überhaupt eines ist?), dass die Pumpe im Dauerbetrieb läuft, solange ich die Hecke mit dem Tropfschlauch bewässere. Erst wenn ich denn Wasserhahn schließe, schaltet sich die Pumpe kurze Zeit später (ca. 3 Sek) ab. Soweit ich das einschätzen kann, läuft die Orpu rund und ohne wahrzunehmende Nebengeräusche.

1.) Ist es für die Pumpe "schädlich", wenn sie im Dauerbetrieb läuft oder spielt das keine große Rolle?

2.) Außerdem habe ich nach der Winterpause das Gefühl, dass die Pumpe zu häufig anspringt. Also die Zyklen waren meiner Meinung nach vorher größer. D.h. ich konnte mehr Wasser entnehmen, ohne das die Orpu wieder ansprang. Mein Gedanke wäre das Wasser-Luft-Verhältnis. Aber wie geht man am besten vor, um das "Maximum" herauszukitzeln?

3.) Darüber hinaus bin ich mir fast sicher, dass der Wasserdruck in den letzten Jahren auch größer war, wenn ich bspw. einen gewöhnlichen Gartensprenger angeschlossen hatte.

Aktuelle Einstellung des Druckschalters --> Einschaltdruck: ca. 2.2 bar ### Ausschaltdruck: ca. 3.5 bar

Über ein paar Tipps, Links bzw. Ansätze/Anregungen wäre ich sehr dankbar.

DANKE sagt Gregor



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 15
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  17.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 17.06.2020!  Zum Bezugstext

Vielen lieben Dank für den Support & weiter so...
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  17.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gregor80 vom 17.06.2020!  Zum Bezugstext

Hört sich alles gut an. Vermutlich schafft die Orpu altersbedingt die maximalen 4 Bar nicht mehr. Von daher hast du alles richtig gemacht. Jetzt noch Luft pumpen und dann weiter beobachten.

Wenn du irgendwann mal vor der Wahl einer neuen Pumpe stehst, nimm aber eine SK32-3. Das ist komfortabler.
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  17.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gregor80 vom 04.06.2020!  Zum Bezugstext

Hallo geschätzter Brunnenbaumeister,
ich war gestern vor Ort & konnte weitere Messungen/Tests machen.

1.) Wasserentnahme pro Stunde mit Kessel:
=========================================
Dazu entnahm ich das Wasser direkt über den Gartenwasserhahn. Meine ORPU fördert pro Stunde ca. 1100 Liter. Die ursprüngliche Annahme von "30l in 3 Minuten sind 600l pro Stunde" war ein kleines Missverständnis.

Dabei schaltete die Pumpe bei 2.2 bar AN. Das Manometer stieg dann problemlos und konstant auf 3.2 bar. Von 3.2 bar bis 3.4 bar musste sich die ORPU schon "quälen". Die letzten 0.1 bar bis zur Abschaltung entscheiden dann über AUS oder Durchlauf.

2.) Wasserentnahme pro Stunde ohne Kessel:
=========================================
Nun hatte ich deinen nächsten Vorschlag auf der Agenda. Ich testete die Fördermenge ohne Kessel, demnach ca. 1900 - 2000 Liter/h direkt gefördert wurden.

a. Diesen Wert finde ich jetzt gar nicht so schlecht oder?
b. Demzufolge sollte die ORPU in Ordnung sein, oder?

Parallel dazu änderte ich etwas die Einstellung des Druckschalters. Nun springt die Pumpe bei ca. 1.9 bar AN und läuft für ca. 1 Minute, um bei 3.2 bar für 2 Minuten (Tropfschlauch) auf AUS zu schalten.

c. Der Zyklus hört sich doch jetzt gar nicht so schlecht an, oder?

Es können zwar nur 15 Liter Wasser pro Zyklus entnommen werden, was aber am Wasser-Luft-Verhältnis liegt. Nach dem Fördertest ohne Kessel hatte ich noch keinen Druck mit dem Kompressor auf das System gegeben. Wird das nächste Mal nachgeholt und optimiert!

Was sagt denn nun der Experte zum aktuellen Stand der Dinge?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  11.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gregor80 vom 11.06.2020!  Zum Bezugstext

Die Orpu kannst du nicht ohne Kessel betreiben. Generell erfordert ein Druckschalter immer einen Kessel.

230V Pumpen könnte man auch mittels elektronischen Druckschalter(Presscontrol) betreiben. Da kann man den Kessel dann auch weglassen.

Grundsätzlich ist die Orpu SK32 aber eine wirklich sehr gute Pumpe alter Schule. Sehr gutes Saugverhalten durch Seitenkanalbauart und noch einigermaßen leise.
Wenn sie nichts zu saugen bekommt, läuft sie aber natürlich auch nicht richtig. Dann kann man nur eine U-Pumpe verwenden, wenn der Brunnen passt.
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  11.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 11.06.2020!  Zum Bezugstext

Brunnenbaumeister, du bist KLASSE!!!

1.) "Die SK32-2 macht natürlich nur 4 Bar, aber auch nur wenn alles 100%ig ist.
Den Druckschalter auf 2-3,2 Bar einzustellen kann schon Sinn machen." --> Auch das werde ich testen.

2.) "Die einzige Möglichkeit die Pumpe wirklich zu testen, ist ein Betrieb mit dickem Schlauch(1") ohne Kessel. Dann siehst du was sie wirklich noch kann. Und dann kann man schauen warum es eventuell Probleme gibt." --> Wäre möglich. Wenn alles andere nichts bringt, werde ich auch das mal checken.

Dein Vorschlag bringt mich auf einen Gedanken. Wäre es nicht generell sinnvoller, das System ohne Kessel zu betreiben? Ein eventueller Umbau wäre doch gar nicht so kompliziert.

1. Was ist besser, mit oder ohne Kessel?
2. Wäre meine ORPU für das "neue" (ohne Kessel) überhaupt geeignet?. Die Ansprüche sind nicht sehr groß, Hauptsache die Anlage läuft fehlerfrei.
3. Welche Pumpe wäre denn für meine Zwecke als Alternative denkbar, falls die ORPU nicht dafür ausgelegt wäre?

DAAANKE!!!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  11.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gregor80 vom 11.06.2020!  Zum Bezugstext

Die SK32-2 macht natürlich nur 4 Bar, aber auch nur wenn alles 100%ig ist.
Den Druckschalter auf 2-3,2 Bar einzustellen kann schon Sinn machen.

Die einzige Möglichkeit die Pumpe wirklich zu testen, ist ein Betrieb mit dickem Schlauch(1") ohne Kessel. Dann siehst du was sie wirklich noch kann. Und dann kann man schauen warum es eventuell Probleme gibt.
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  11.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 10.06.2020!  Zum Bezugstext

Vielen Dank für den großartigen Support.

1.) "30l in 3 Minuten sind 600l pro Stunde. Das muss die Orpu locker machen. Wenn sie manchmal abschaltet und manchmal nicht, ist irgendwas faul. Die Entnahme bleibt ja konstant.
Mit welchem Druck läuft die Pumpe denn durch (Tropfschlauch)?"

--> Werde ich in der nächsten Woche checken & anschließend berichten.

2.) Ich habe eine regenerierte SK32-2.

Kann es sein, das irgendwo im System Nebenluft gezogen wird? ICH (absoluter Laie) könnte mir auch einen gesunkenen Grundwasserspiegel als Ursache vorstellen. Mein Gartennachbar hatte damit im letzten Jahr große Probleme...

Ich werde kommende Woche deinen Tipp umsetzten und dann die Sache mal erneut testen.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  10.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gregor80 vom 10.06.2020!  Zum Bezugstext

Man sagt ca. 1/3 des Gesamtvolumen sind im Schnitt möglich. Das wären 50l. Allerdings bezieht sich das eher auf Druckdifferenzen von 2 Bar zwischen Einschalt- und Ausschaltdruck.

Die SK32-3 bringt irgendwas zwischen 3000 und 4000 Liter pro Stunde. Je nach Druck.

Deine Pumpe schafft das aber eindeutig nicht.

30l in 3 Minuten sind 600l pro Stunde. Das muss die Orpu locker machen. Wenn sie manchmal abschaltet und manchmal nicht, ist irgendwas faul. Die Entnahme bleibt ja konstant.
Mit welchem Druck läuft die Pumpe denn durch(Tropfschlauch)?

Hast du denn eine SK32-3 oder SK32-2?
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  10.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 04.06.2020!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbaumeister, ich war gestern kurz zum Wässern vor Ort. Leider konnte ich den Praxistipp noch nicht umsetzen, allerdings weitere Tests durchführen.

Test 1 - Wasserentnahme mit Tropfschlauch:
==========================================
Bei "vollem" Kessel tropfte der Schlauch für ca. 3 min bevor die Pumpe wieder ansprangt. Diese lief dann für ca. 6 min bis zum AUS. Die Orpu war dann wieder für ca. 3 min. "ruhig" bevor sie wieder AN ging. Nun schaltete sich die Pumpe nicht mehr aus und ich beendete den Versuch nach 10 min ON-Betrieb. Gleich nachdem ich den Hahn geschlossen hatte, ging auch die Pumpe aus.

Test 2 - Wasserentnahme mit Wasserschlauch:
===========================================
Hier sprang die Pumpe, trotz "größerer" Wasserentnahme (meine Einschätzung), ebenfalls nach 3 min AN. Allerdings lief sie bereits im ersten Durchlauf komplett durch, ohne auf AUS zu schalten.

Test 3 - Wassermenge:
===========================================
Nachdem sich die Pumpe bei 3.5 bar abgeschaltet hatte (voller Kessel) konnte ich lediglich 25-30 Liter Wasser entnehmen, bevor die Pumpe wieder auf ON ging.

A.) Die entnommene Wassermenge halte ich persönlich für viel zu wenig, oder? Müsste hier nicht (bei einem 150 L Kessel) mehr möglich sein?

B.) Mach es vielleicht Sinn, den Abschaltdruck um ein wenig (vllt. 3.3 bar) zu senken?

C.) Trotz desgeschilderten Sachverhaltes habe ich das Gefühl, dass sich die ORPU nicht quält & ziemlich rund läuft.

Vielleicht lässt sich auf Basis meiner Tests etwas für den Profi ableiten!?!?!?.
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  04.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 04.06.2020!  Zum Bezugstext

"Wenn du sagst der Sprenger hat nachgelassen, spricht das auch für Leistungsverlust der Pumpe. Oder sie bekommt nicht genug Wasser, oder, oder." --> Grundwasserspiegel gesunken?

Zumindest habe ich jetzt schon mal eine Anleitung, was ich probieren kann. Melde mich demnächst wieder mit neuen Infos und den angesprochenen Details

DANKE!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  04.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gregor80 vom 04.06.2020!  Zum Bezugstext

Wenn du sagst der Sprenger hat nachgelassen, spricht das auch für Leistungsverlust der Pumpe. Oder sie bekommt nicht genug Wasser, oder, oder.

Ansonsten:
-Pumpe stromlos machen
-Wasserhahn auf
-Kompressor anschließen
-Luft in Kessel pumpen bis der
Wasserstand knapp unter der oberen Messing Armatur ist(Schauglas)
-Wasserhahn schließen
-Weiter Luft pumpen bis 3,5 Bar
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  04.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 04.06.2020!  Zum Bezugstext

Sehr nett, DANKE für die tolle Unterstützung!

1.) "Hast du denn auch eine Wasserstandsarmatur am Kessel, so wie im Foto links?
Einen Kompressor brauchst du auch." --> Ja, ist vorhanden...

2.) "Entweder der Tropfschlauch ist defekt(würde man sehen?) oder die Pumpe ist stark verschlissen." --> Also defekter Schlauch würde ich zunächst mal ausschließen. Die Pumpe habe ich Anfang letzten Jahres regenerieren lassen.

3.) "Das Durchlaufen hat erstmal nichts mit dem Luftpolster zu tun. Oder da geht doch mehr Wasser durch als man denkt(ca. 1000 l/h?)." --> Eher unwahrscheinlich, würde ich denken.

Bei meinem nächsten Vor-Ort-Besuch werde ich mal weitere (genauere) Messungen vornehmen. Vielleicht lässt sich ja dadurch etwas ableiten.
Kann ich bei meinem Besuch schon etwas testen bzw. prüfen? Gerne würde ich die Tipps & Erfahrungen eines Experten aufgreifen und umsetzen.

Kompressor ist vorhanden.

Vor dem Winter hatte ich die ORPU ausgemacht und sämtliche Leitungen geleert. Nach der Pause die Pumpe wieder auf ON und alles funktionierte soweit. Merkwürdig finde ich nur, dass der Gartensprenger (nicht Tropfschlauch) nicht den gewohnten Druck aufbaut wie im letzten Jahr. Hier habe ich ja einen Vergleich...

In den letzten Jahren hatte sich immer mein Vater um die "Winterfestigkeit" gekümmert. Im Frühjahr fuhr er dann mit einem Kumpel zum Bungalow, um mit dem Kompressor Druck auf den Kessel zu geben. Was die Beiden konkret gemacht haben weiß ich nicht. Leider kann ich meinen Dad nicht mehr fragen.

Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  04.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gregor80 vom 04.06.2020!  Zum Bezugstext

Hast du denn auch eine Wasserstandsarmatur am Kessel, so wie im Foto links?
Einen Kompressor brauchst du auch.

Entweder der Tropfschlauch ist defekt(würde man sehen?) oder die Pumpe ist stark verschlissen.
Das Durchlaufen hat erstmal nichts mit dem Luftpolster zu tun.
Oder da geht doch mehr Wasser durch als man denkt(ca. 1000 l/h?).
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  04.06.2020
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 04.06.2020!  Zum Bezugstext

Vielen Dank für deine Hilfe BRUNNENBAUMEISTER!

1. "Also Dauerbetrieb ist verschleißtechnisch besser als permanentes Takten." --> Das hört sich ja zunächst mal nicht so schlecht an

2. "Das die Pumpe bei Betrieb eines Tropfschlauches durchläuft ist etwas komisch. Geht da soviel Wasser durch?" --> Genau da sehe ich ja das Problem. Wir reden hier von ca. 40m. So viel Wasser läuft da nicht durch. Deshalb meine Aussage hinsichtlich der Zyklen (An/Aus). Meiner Meinung nach stimmt das Verhältnis nicht.

3. "Was für einen Kessel hast du(Foto)? Fehlende Luft ist der Tod einer jeden Pumpe." --> Von meinem System habe ich kein aktuelles Foto. Ich bin relativ selten vor Ort und habe die Anlage noch nicht abgelichtet. Prinzipiell handelt es sich um das abgebildete System, nur das meine Orpu in einem Brunnenschacht steht und der Kessel etwas höher im Keller. Wir reden hier von einem 150L-Kessel.


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  04.06.2020

Also Dauerbetrieb ist verschleißtechnisch besser als permanentes Takten.

Das die Pumpe bei Betrieb eines Tropfschlauches durchläuft ist etwas komisch. Geht da soviel Wasser durch?

Was für einen Kessel hast du(Foto)? Fehlende Luft ist der Tod einer jeden Pumpe.



Werbung (1/3)
Trinkwasser Schnelltests supergŁnstig bei http://shop.wasser.de


Zurück zu Wasser.de
© 1999 - 2018 by Fa. A.Klaas