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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Frage aus Zypern wegen altem Brunnen
die7
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2015

Erkläre kurz unsere Brunnensituation und weise gleich darauf hin, dass hier auf Zypern nicht nach den in D üblichen Methoden gebaut worden. Beim Einzug vor 4 Jahren haben wir auf unserem Grundstück einen Brunnen mit übernommen. Alter unbekannt, mindestens 80 Jahre. Lieferte wohl täglich ca 1/2 Tonne Wasser. Auch bei uns tat er das. Daher haben wir mittlereile einen Garten und 30 Obstbäume. Nutzen ihn also seit 4 Jahren und alles funktionierte - bis vorgestern. Man kann den Wasserspiegel von oben sehen u. daher ungefähr abschätzen wie lange die Pumpe laufen kann. Natürlich ist jetz im August weiger Wasser, reichte aber immer locker für Gemüse u. Bäume. Seit 3 Tagen füllt sich der Brunnen nur noch unwesentlich, reicht kaum noch für's Gemüse. Es ist -wie gesagt- ein alter von Hand gegrabener Brunnen von ca 11m Tiefe, Keinerlei Betonringe o. ä.
Warum zieht er so plötzlich kein Wasser mehr nach? Idee??



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 6
die7
(Mailadresse bestätigt)

  23.08.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 17.08.2015!  Zum Bezugstext

Keinerlei Baumaßnahmen weit und breit! Haben vor 3 Tagen Brunnen komplett leer gepumpt, jetzt zieht er wieder ordentlich, Gott sei Dank.
Danke für die Tipps.
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  19.08.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von die7 vom 18.08.2015!  Zum Bezugstext

Hallo,

auch zum Gelände wäre da interesant zu wissen, ob ihr da Hanglage habt.500 ltr. ist vermutlich eine Art Sickerwasser und kein rechter Grundwasserleiter.

So einen Brunnen hatte ich in Griechenland und der schwankte saisonal stark in der möglichen Fördermenge. Nach einem nassen Winter kam das aber zurück.
Manchmal waren wir froh 200 ltr pro Tag pumpen zu können. Das war eine 100m tiefe Bohrung durch mehrere Gesteinsschichten. Der Versuch das auf 140m Tiefe auszuweiten scheiterte daran, dass wir eine trockene Kaverne angebohrt haben und das bischen Wasser das sich sammelte nach unten weg lief. Ich habe die Bohrung dann bei 100 m zugesprengt und mit Lehm abgedichtet. Dann habe ich die Tiefpumpe über eine Zeituhr 24 Stunden alle 2 Stunden kurz ca 30 ltr in einen 2000 ltr Tank fördern lassen und von dort mit einem Hauswasserwerk ans Netz gehängt. In dem Tank war dann ein Schwimmerschalter, der die Tiefpumpe unterbrochen hat wenn er voll ist. So lief das zuverlässig und hat auch für unseren Bedarf gereicht.

Ich stelle mir das so vor,dass das vom Berg kommende Wasser durchaus "allmählich austrocknet" und dann im Extremfall gar kein Wasser mehr kommen kann.Das entspräche so einer Art wandernden Zone welche dann auch ziemlich kurzfristig ihren Betrieb einstellen würde wenn das Höhenprofil durchschritten wird. Im Flachland kann man das vielleicht ähnlich sehen; zumindest ist vielleicht die Idee rund um die Uhr in Intervallen kleine Mengen zu fördern hilfreich.

LG Lothar
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  18.08.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von die7 vom 18.08.2015!  Zum Bezugstext

Hallo,

wenn es von einem Tag auf den anderen schlagartig weniger geworden ist, so hat das nichts mit Brunnenalterung zu tun.
Außer, er ist unten zusammengefallen, aber selbst da würde sich das vermutlich nicht so drastisch äußern… denn das eingebrochene Material würde den Brunnen ja nicht unten komplett abdichten.

Deshalb folge ich da Lothars Vermutungen.
Der Brunnen wird nicht mehr wie früher gespeist.

Mögliche Ursachen:
- zu wenig Grundwasserneubildung
- begrenzter Grundwasserleiter der nur unzureichenden Zufluss hat und jetzt sein Limit erreicht hat
- bauliche Maßnahmen, in Abhängigkeit der Art und Ausbildung des Grundwasserleiters kann das auch in größerer Entfernung möglich sein und die können auch schon etwas zurück liegen
- ebenfalls erhöhte Entnahme an einem anderen Brunnen oder ein neuer/ wieder in Betrieb genommener  Brunnen, wenn im Grundwasseranstrom so kann auch das in größerer Entfernung Wirkung haben.
Wenn es sich um Kluftgrundwasser handelt oder der Grundwasserleiter gespannt ist, so ist das nicht ungewöhnlich.
- Erdbeben und damit einhergehende tektonische Veränderungen – muss nicht stark gewesen sein
- Bau eines Rückhaltebeckens, welches Einfluss auf die Speisung des Grundwasserleiters hat

… und es gibt noch viele weitere Gründe.

Was fehlt ist die Kenntnis der Lage des Brunnens (Ort, Ebene, Hanglage, Gebirge, Gebirgsrand usw.), Angaben zur örtlichen Geologie und den Grundwasserleitern.

Ist der Brunnen im Festgestein?

Regenerieren würde ich nach den gemachten Angaben nicht als zielführend ansehen, da die Ursache woanders zu suchen ist.

Die Brunnentiefe vergrößern wäre auf alle Fälle eine Option, muss aber nicht unbedingt zum Erfolg führen.

Irgend jemand in der Nähe, der auch einen Brunnen hat und den man befragen kann, wie es um seinen Brunnen derzeit bestellt ist und wenn er noch ausreichend Wasser hat, wie tief der Brunnen ist.

Testet mal, ob in den späten Abend od. Nachtstunden der Brunnen ebenfalls so schnell leer ist.

Habt ihr bisher nur max. 500 Liter am Tag unter normalen Umständen entnehmen können? Wenn ja, wie lange hat es gedauert, bis das Wasser dann wieder den ursprünglichen Stand erreicht hatte.

Gruß
die7
(Mailadresse bestätigt)

  18.08.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 17.08.2015!  Zum Bezugstext

Also weit und breit wird nix gebaut, keinerlei Nachbarn im Umkreis von ca 500m, auch dahinter is erstmal  nichts.
Könnte tatsächlich sein, dass ein 90 Jahre alter Brunnen von heute auf morgen kein Wasser mehr nachzieht? Muß / Kann man da reinigen / regenieren? Ist es sicher, dass mit etwas tiefer bohren das Problem gelöst wäre?
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  17.08.2015

Hallo,


Warum zieht er so plötzlich kein Wasser mehr nach? Idee??"

wenn ein Brunnen wie du sagst:
plötzlich kein Wasser mehr nachzieht, könnte das auch an Baumaßnahmen in der Nachbarschaft liegen.
Im einfachsten Fall ein Brunnen, der mithilft euren Wasserspiegel abzusenken. Das müßte mehr oder weniger Nachbarschaft sein. Auch könnte weiter weg euer Grundwasserleiter ein Stück weit angeschnitten sein und das Wasser davonlaufen. Auch könnte falls unsachgemäß gebohrt ein neuer Brunnen das Wasser nach unten weg laufen lassen.

Liebe Grüße und kali Nichta Lothar
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2015

Hallo "die7"!
bei uns half ein tiefergaben des 23 m tiefen  Schachtbrunnens um  2 Meter und wir hatten wieder genug Wasser was auch nach 3o Jahren immer noch der Fall ist . Allgemein ist so Wasserstand beim  Älterwerden  des Brunnens absinkt



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