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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
STARK SCHWANKENDER pH-Wert
waldmoench
(Mailadresse bestätigt)

  29.05.2015

Nachtrag zu: Kann ein Baum einen Brunnen trockenlegen? (Diskussion siehe dort)
Der Baum wurde gefällt. Er war wesentlich größer, als es zunächst den Anschein hatte. Seitdem haben wir trotz geringer Niederschläge einen hohen Pegel wie schon seit Jahren nicht mehr (mehr als 7 m im Vergleich zu 2 -3 m vor der Fällung). Die Wurzeln konnten deshalb noch nicht entfernt werden, weil sie noch unter Wasser sind. Das wird wahrscheinlich im Herbst möglich sein, wenn der Pegel niedriger ist.

Neue Frage: Das Brunnenwasser ist ziemlich sauer, daher läuft die Hausversorgung über eine Entsäuerungsanlage. Allerdings schwanken die pH-Werte sehr (5,7 bis 7,3 wurde vor der Anlage gemessen), so dass die Regulierung schwierig ist: Woran kann dieses Schwanken liegen, gibt es Abhilfe oder muss man damit leben?
(Ich hatte erst die Idee, dass der pH bei Niedrigwasser höher ist, aber das hat sich nicht bestätigt.)



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 1
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  29.05.2015

... der arme Baum - einfach zum Sündenbock erklärt, ohne das wirklich erwiesen war, das er "zu großen" Durst hatte...

Mit dem pH-Wert verhält es sich wie mit dem Wasserstand, ist abhängig von den hydrologischen Gegebenheiten.
Es ist unklar aus welchen Wässern der Brunnen gespeist wurde. Wird er vorwiegend über Grundwasserneubildung gespeist, so können Niederschlagsereignisse auch sehr verzögert Auswirkungen haben.
Möglich wäre, das unterschiedliche wasserführende Bereiche mit dem Brunnen erschlossen wurden, welche einen sich u.a. im pH-Wert unterscheiden.
Denkbares Szenarium z.B.: ist ausreichend Nachfluss über Grundwasserneubildung vorhanden, so versickert das in tieferen Schichten und führt so zu einer Verringerung des pH-Wertes.    
Um der Ursache näher zu kommen bedarf es Messreihen bzgl. Wasserentnahme (Dauer, Förderstrom), sowie des pH-Wertes. Auch Profil-Messungen des pH-Wertes in dem Brunnen zu verschiedenen Zeiten, in Abhängigkeit der gerade auftretenden Werte im geförderten Wasser, könnten zur Klärung beitragen.
Wenn man das aber macht, so sollte gleich die Leitfähigkeit mit ermittelt werden. Anhand dieser lassen sich unterschiedliche Wassereintritte deutlicher erkennen.
Das Thema ist komplex und lässt sich nicht über das Forum abwickeln. Schon gar nicht, wenn die Hinweise ignoriert werden, weil man glaubt es doch besser zu wissen.
Wenn ihr es wissen wollt, so müsst ihr schon mal einen Hydrogeologen / Geologen damit beauftragen, damit die Wasserherkunft und hydrologischen Einflüsse in eurem Brunnen geklärt wird.
Anscheinend ist das einfache und zurückgezogene Leben doch nicht so einfach und ohne Errungenschaften der Neuzeit (Entsäuerungsanlage) möglich.

Und um den Kreis zu schließen - vielleicht hausgemacht?? ... die toten Wurzeln des vom Leben zum Tode beförderten Baumes??



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