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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Unterirdische Enteisenung Zusatzwissen
helgebernd
(Mailadresse bestätigt)

  03.03.2015

Hallo, ich habe gefühlt jeden Beitrag zur unterirdischen Enteisenung gelesen und das Prinzip auch verstanden und mehr oder weniger erfolgreich nachgebaut. Bevor ich "groß" investiere, wollte ich erst einmal den Brunnen und das Prinzip testen. Vielen dank an alle, die ihren Eigenbau hier publik gemacht haben...es wird ja ein riesen Geheimnis um diese Thema gemacht und nur die Firma "XY" kann es wirklich...

Nun aber zu meinem Problem; ich leite Morgens und Abends 200l belüftetes Wasser in den Brunnen und 30min später habe ich auch schon optisch eisenfreies Wasser. Das ganze funktioniert allerdings nur ca. 4Stunden. Dann wird das Wasser wieder trüber obwohl ich nur minimalste Mengen an Wasser benötige (max 100l). Laut Forenangaben und den Aussagen eines Herstellers, soll man aber im schlechtesten
Fall wenigstens das doppelte der eingeleiteten
Wassermenge wieder entnehmen können. Ich habe das Gefühl, dass sich die Menge an eisenfreiem Wasser welches ich entnehmen kann nicht nach der Menge des zuvor eingeleiteten Wassers richtet sondern nach Zeit. Muss ich das benötigte Wasser Kurz nach der Belüftung in einem Druckkessel (nicht vorhanden) für den Tagesverbrauch "zwischen lagern"? Oder kann es sein, dass meine mit Sauerstoff angereicherte Zone im Erdboden immer wieder weggespült wird? Geht so etwas?
Sollte ich vielleicht die Rückspülmenge erhöhen?

Grüße helgebernd



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 8
Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  09.03.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von helgebernd vom 09.03.2015!  Zum Bezugstext

Nein, übertreiben kann man es nicht, wenn man den Energieverbrauch und den Pumpenverschleiß nicht berücksichtigt. Es reicht aber, das System einen Tag vor der beabsichtigten Wasserentnahme wieder einzuschalten.

Gruß

Bernhard
helgebernd
(Mailadresse bestätigt)

  09.03.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernhard Janßen vom 07.03.2015!  Zum Bezugstext

Hallo,
Ich werde es erst einmal mit mehr Wasser probieren. Kann man es eigentlich auch "übertreiben" mit der Rückspülmenge? Wenn ich das System automatisiert habe, wird ja jeden Tag Wasser zurückgeleitet. Wenn ich dann nicht da bin, wird ja "umsonst" zurück gespült. Das kann durchaus mehrere Wochen lang passieren. Sollte ich für solche Fälle die Rückspülmenge reduzieren oder hat das keinen Einfluss? Aussetzen wie es bei einer kommerziellen Anlage gemacht wird wenn wenig Wasser abgenommen wird, würde ich ungern.Das hat sofort eine Trübung zur Folge.

Grüße
Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  07.03.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 07.03.2015!  Zum Bezugstext

Ja, ich denke auch, dass ein Teil des zurückgeleiteten Wassers gar nicht im Grundwasser ankommt. Besser einmal täglich 400 l Wasser zurückleiten als zweimal täglich 200 l. Eine 500 l Regentonne kostet ca. 60 €.

Wenn öfter braunes Wasser kommt, ist Vorsicht geboten.  Die Schwebteilchen können sich im Filterrohr absetzten, so dass es schwierig werden kann, Wasser zurückzuleiten. Das Ansaugen ist dann aber trotzdem möglich (Ventilwirkung). Ideal wäre es daher, das Wasser mit einem Rohr, das bis ganz nach unten reicht, unterhalb des Filters anzusaugen, damit eventuell ausgefälltes Eisen jedesmal mit abgesaugt wird.

Schönen Gruß

Bernhard Janßen
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  07.03.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von helgebernd vom 05.03.2015!  Zum Bezugstext

... 200 l - nachdem mit dem Wasser das Brunnenvolumen ausgetauscht wurde, wie viel ist noch übrig und wie weit reicht es noch in den Grundwasserleiter hinein, um dort eine Reaktionszone aufzubauen???
Renrew
(Mailadresse bestätigt)

  06.03.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von helgebernd vom 05.03.2015!  Zum Bezugstext

Hallo helgebernd,
ein altes Motto der Selbermacher lautet: „Probieren geht über Studieren“. Hierzu noch einige Fragen und Anregungen. Wie hoch ist die Sauerstoffkonzentration des Wassers, das du wieder versickerst? Mehr als 5mg/L solltest du schon erreichen. Wie hoch ist der Gehalt an Eisen II und an Gesamteisen? Einige Anwender leiten belüftetes Wasser bergauf in einen 2. Brunnen. Dafür bräuchte man aber einigermaßen sichere Kenntnisse über die hydrogeologischen Verhältnisse im Grundwasserleiter wie Fließrichtung, Fließgeschwindigkeit, Volumenstrom und so weiter. Gröbere Hinweise gibt es (auch online) bei den geologischen Landesämtern. Alles etwas komplizierter als bei Fertiganlagen, dafür aber kostengünstiger und meist auch wartungfreundlicher.
Gruß,
renrew
helgebernd
(Mailadresse bestätigt)

  05.03.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Renrew vom 04.03.2015!  Zum Bezugstext

Hallo,
Danke für die Antworten. Die Nachbarn abwärts vom Grundwasserstrom bekommen anscheinend mein schönes Wasser ;)
In vielen Beschreibungen der In-Situ-Enteisenung wird ja Nachts der Prozess gestartet und Tags über soll man dann genügend Wasser zum verbrauchen haben. Das klappt bei mir ja nun nicht. Zur Zeit leite ich Morgens und Abends je 200l angereichertes Wasser in den Brunnen nur um max 100l über den Tag verteilt zu entnehmen. Das ist nicht gerade ein guter Wirkungsgrad.
Sehe ich das richtig,dass ich die Zone im Erdreich mit mehr Wasser vergrößern könnte und somit mehr Zeit zwischen den Rückspülungen erhalte? Oder doch lieber mehrmals am Tag Rückspülen ?

Grüße
Renrew
(Mailadresse bestätigt)

  04.03.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 03.03.2015!  Zum Bezugstext

Hallo helgebernd,
wie sepp-s und auch du richtig vermutest, fließt das belüftete Wasser mit dem Grundwasserstrom weiter und Wasser, das keinen Sauerstoff enthält, fließt in den Brunnenbereich nach. Das „Riesengeheimnis“ besteht nun darin abzuschätzen wie mit belüftetem Wasser eine ausreichend große Zone im Einzugsbereich des Brunnens mit Sauerstoff versorgt werden kann.
Die Umwandlung von gelöstem Eisen-II in schwerlösliche Eisen-III-oxidhydrate und die Festlegung dieser Reaktionprodukte im Boden dauert nur wenige Sekunden. Wenn du also nach kurzer Zeit wieder Eisen im geförderten Wasser hast, ist der benötigte Sauerstoff mit dem Grundwasserstrom weggeflossen.
Wenn du grundwasserstromaufwärts belüftetes Wasser in der richtigen Tiefe und in der richtigen Entfernung einbringen könntest, würdest du sicherlich befriedigendere Ergebnisse bekommen. Das „Geheimnis“ liegt hier aber eben im „richtig“.
Möglicherweise ist die Idee, kurz nach Einbringen des sauerstoffreichen Wassers eisenfreies Wasser zu fördern und dann in einem Behälter zu speichern, ein gangbarer Weg. Wenn du dieses Wasser mit Luftsauerstoff anreicherst, kannst du es auch gleich wieder zur Sauerstoffanreicherung des Brunnen nutzen.  
Viel Erfolg wünscht
renrew
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  03.03.2015

Hallo helgebernd"!
da das Waser im Brunnen immer durchfließt und   nicht in diesen gelagert wird findet immer Wasseraustausch statt.Dazu noch folgendes wen einen  Brunnen ein Zufluss von 40 Liter beträgt dann müsste der Brunnen je nach Tiefe in kurzer Zeit überlaufen wen nichts abfließen würde. Demnach kann in einem Brunnen das eisenfreie Wasser  nur kurz  im Brunnen    zwischengelagert werden.
mfg sepp



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