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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Lochfrass in Sanco Kupferrohren
hotti
(Mailadresse bestätigt)

  12.01.2014

Ich habe innerhalb eines knappen Jahres schon den 3. Wasserschaden durch Lochfrass in einer Steigleitung im Kaltwasserbereich Die Installation ist von 2002/2003, alle Verbindungen sind gepresst und die Anlage wurde laut Installateur nach Abschluss der Arbeiten gespült.
Trotzden sind in dem 3/4 Zoll-Rohr der Firma KMD (Sanco)
Löcher und Grünspanbeläge "ohne Ende"! Eine Untersuchung des Trinkwassers durch ein Hygieneinstitut ergab keine Auffälligkeiten. Momentan sieht es so aus, als wäre nur dieses 3/4" Rohr betroffen. Hat vielleicht noch Jemand negative Erfahrungen mit Sanco-Rohren gemacht?
Laut KMD gibt es keine Auffälligkeiten die Rückschlüsse auf einen Produktionsfehler zulassen.

MfG Gerd



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 7
H2O
(gute Seele des Forums)

  17.01.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von hotti vom 14.01.2014!  Zum Bezugstext

Obwohl das keine Hilfe sein wird ein paar Worte zum Verhalten und zur Lochkorrosion von Werkstoffen.

Lochkorrosion ist bei insbesondere bei edlen Werkstoffen und Werkstoffen die oxidische Passivschichten ausbilden wie z.B. Kupfer, Aluminium und "Edelstahl" ein lokales Problem das eben durch einen lokalen Fehler begünstigt wird. Z.B. ein Feststoffpartikel, Schmiermittelrückstand, lokale Oxidbelegung usw. Das kann zu Belüftungselementen oder Lokalelementen führen die eben an dieser Stelle die Lochkorrosion begünstigen.

Solche Fehler können herstellungsbedingt sein, können bei der Installation verursacht worden sein oder durch Bedingungen bei der Nutzung entstehen. Das hinterher aufzuklären ist oft schwierig bis kaum möglich wenn nicht eindeutige Indizien vorliegen.

Ein Wort noch zum "Grünspan". Die Bildung grüner Beläge in Kupferrohren ist erwünscht und völlig normal. Es handelt sich dabei um ein Reaktionsprodukt des Kupfers mit der Karbonathärte des Wassers. Diese basischen Kupfercarbonate ermöglichen erst den Einsatz von Kupferrohren im Trinkwasserbereich. Durch die Bildung solcher Deckschichten wird das Kupfer gegen den korrosiven Angriff des Trinkwassers geschützt. Ideal ist daher die Ausbildung einer gleichmäßigen Deckschicht ohne die oben angesprochenen Fehlereinflüsse die eben zur ungleichmäßigen Ausbildung der Deckschichtbildung führen. Geschieht das lokal kann wie beschrieben die Lochkorrosion begünstigt werden.

Grünspan ist übrigens die Trivial-Bezeichnung für giftiges, lösliches Kupferacetat. Mit den Belägen in den Kupferrohren hat das nichts gemeinsam. Malachit ist ein Mineral das eine ähnliche Zusammensetzung / Konstitution wie die Deckschicht-Beläge aufzeigt.

Gruß
H2O
hotti
(Mailadresse bestätigt)

  14.01.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 14.01.2014!  Zum Bezugstext

Laut Analyse spricht nichts gegen Kupferverrohrung in unserer Region.
In unserer Strasse sind 2 Doppelhäuser ca. 2002 erstellt worden und ein Doppelhaus, ein 3 Familienreihenhaus und ein 6 Familienhaus in 2003. Von Schäden in den anderen Objekten ist uns nichts bekannt.

MfG Gerd
hotti
(Mailadresse bestätigt)

  14.01.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christoph Weidner vom 14.01.2014!  Zum Bezugstext

Wurde auch dem Hersteller eine defekte Rohrprobe zur Analyse zugeschickt? Wenn ja, gleiche Antwort:
"Fertigungsfehler prinzipiell möglich, aber keine Anzeichen dafür"?

MfG Gerd
Christoph Weidner
(Mailadresse bestätigt)

  14.01.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von hotti vom 14.01.2014!  Zum Bezugstext

Jepp gleicher Hersteller!
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  14.01.2014

Hallo Gerd,

losgelöst von der Frage, wieso bei anderen Rohren nichts passiert, würde mich interessieren wie weit das Wasser aus dem Netz für eine Kupferverrohrung günstig ist? Beziehungsweise auch ob das Originalwasser durch das Rohr fließt oder eine "besondere" Filterung vorgenommen wird ?

LG Lothar
hotti
(Mailadresse bestätigt)

  14.01.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christoph Weidner vom 13.01.2014!  Zum Bezugstext

Hallo, danke für die Antwort.

Handelte es sich dabei auch um Rohre der Firma KMD?

MfG Gerd
Christoph Weidner
(Mailadresse bestätigt)

  13.01.2014

Ähnliches war/ist bei einem Bekannten von mir der Fall, der wiederum zwei weitere Fälle aus den Jahren 2000- 2003 kennt.
Eventuell doch ein Zusammenhang? Sein 3/4" Hauptvertilerrohr vom 1. Stockwerk besteht bis jetzt mehr aus Muffen, als aus Rohr... Beim nächsten Mal wird das Rohr ersetzt.

Bei ihm wird es auf Hartlotverbindungen im Keller geschoben, die wohl bis zu einer Größe von 3/4" oder 1" Korrosion begünstigen können.



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