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Kategorie: > Verordnungen / Richtlinien / Satzungen
Hilfe meine Wasseruhr zeigt einen völlig irren Wert
navacelles
(Mailadresse bestätigt)

  24.12.2013

Hallo Leute, ich bin neu hier und habe ein Problem. Wir haben 2006 ein Haus neu gebaut und seither immer einen zwar steigenden, aber irgendwie noch plausiblen Wasserverbrauch an unserer Wasseruhr abgelesen. Dieser bewegte sich mit steigender Tendenz von 200 cbm auf letztes Jahr über 300 cbm. Bei einem 5 Personen Haushalt wohl nicht Ungewöhnliches, auch wenn wir eine Regenwasseranlage für die Toilettenspülung und den Garten haben. 2012 hatten wir noch einen kleinen aufblasbaren Pool, auf den wir dann 2013 verzichtet haben. Eigentlich habe ich mit einem sinkenden Verbrauch gerechnet, aber tatsächlich zeigt unsere Wasseruhr jetzt an, dass wir die unglaubliche Zahl von 1300 cbm Wasser in 2013 verbraucht haben sollen (in Worten: dreizehn Millionen Liter!!!)

Nun habe ich mich mit den Stadtwerken und einem Installateur in Verbindung gestzt. Der Installateur hat keine Lecks oder Unregelmäßigkeiten finden können und das Stadtwerk sagt, dass sie gerne die Uhr prüfen lassen, aber wenn sie sich als korrekt funktionierend erweist, sollen wir die Untersuchung und die zu erwartende Rechnung bezahlen.

Wichtig ist auch noch, dass die Uhr nur bis 2012 geeicht war und die Stadtwerke erklären, das sei in Ordnung, da Stichproben gemacht werden und dass -wenn bei diesen Stichproben nichts herauskommt- die ganze Serie als geeicht gilt, obwohl das Eichsiegel ausweist, dass die Eichung abgelaufen ist.

Ich habe jetzt folgende Anliegen:

Hat jemand Erfahrungen mit einem solchen Vorgang? Dass wir das Wasser "im normalen Betrieb" verbraucht haben, ist ausgeschlossen.

Ein technischer Defekt war nicht zu finden. Unser Hauswasserwerk speist zwar (wenn der Regenwassertank leer ist) mit Trinkwasser nach, aber der Überlauf geht über einen Ablauf in unserem Technikraum und es wäre uns sicher nicht entgangen, wenn hier das Wasser tagelang in den Abfluss gerauscht wäre. Wir waren auch nur eine Woche am Jahresanfang und eine Woche im Sommer im Urlaub und in dieser Zeit hat ein Nachbar nach dem Rechten geschaut. Ihm wäre es sicher aufgefallen, wenn da in dieser Art etwas vorgekommen wäre.

Bleibt wohl nur eine Fehlmessung. Interessant ist aber, dass die Uhr seit der Ablesung (vor zwei Wochen) völlig plausible Werte anzeigt. Wenn die Uhr jetzt ausgebaut und überprüft wird, rechne ich damit, dass ein Defekt vielleicht nicht gefunden wird. Welche Arten der Überprüfung gibt es und lohnt es sich, hier die Überprüfung selbst in die Hand zu nehmen (selbständiges Beweiserfahren § 485 ff ZPO)?

Hat jemand Erfahrungen, mit welchem Nachdruck die Stadtwerke solche "unplausiblen Verbräuche" einfordern oder gibt es zu diesem speziellen Problem Rechtsprechung?

Stimmt die Aussage mit der fehlenden Eichung, die trotzdem gültig sein soll?

Ich bin selbst Anwalt, habe aber bis jetzt noch nichts gefunden, was mir wirklich weitergeholfen hätte. Insbesondere die fehlende Eichung scheint ja kein Problem zu sein, wenn die Uhr später durch das Eichamt überprüft wird.

Bin für jeden Hinweis dankbar!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  27.12.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernhard Janßen vom 27.12.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Bernhard,

ja das ist schon ein entsetzlicher Vorgang und ich habe mich auch schon näher damit beschäftigt. Die Nummer ist leider stimmig. Das Zählrollenwerk hat insgesamt Spiel und es darf angenommen werden, daß sich das Spiel unter gewissen Umständen mal aufteilt und so ein Weiterdrehen von einzelnen Rollen ohne einen Verbrauch stattgefunden hat.

Aus der Betrachtung heraus kann man nicht genug darauf hinweisen, wenigstens einmal im Monat die Meßwerte der ganzen Zähler Strom, Wasser und falls vorhanden Gas zu notieren und auf Plausibilität zu kontrollieren.

Es ist dann leichter, einen solchen "Rollensprung" zu erkennen und zu reklamieren.

LG Lothar
Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  27.12.2013

Hallo navacelles,

das klingt ja fast so, als ob irgendjemand eine andere Wasseruhr eingebaut hat. Ist die Plombe denn unversehrt und stimmt die Zählernummer mit der Nummer in der letzten Rechnung überein?

Gruß Bernhard
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  26.12.2013

Hallo navacelles ein    200 Liter Blechfass   mit     Wasser füllen wen dieses randvoll gefüllt wird müsste der Wasserzähler  einen    Verbrauch   von etwa 210  Liter anzeigen   bei kleineren Gefäßen ist der Messfehler  zu groß ,ein  wiegen wäre am besten .
Wir 4 Personen- Haushalt  verbrauchen  etwa  75 m³im Jahr. Sind wahrscheinlich ziemliche  Schmutzfinken
mfg Sepp
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  24.12.2013

Hallo,

da steht als erstes an, einige Aufnahmen von dem Einbauort und im Detail eine Nahaufnahme des Zifferblattes zu erstellen. Aus den Zahlen der Bedruckung kann man den Hersteller des Meßeinsatzes erkennen und ich selbst kenne dann die Bauart und ob da solche Fehler bekannt sind.
Das mit der Nachprüfung und der "Flottenfreigabe" ist an sich korrekt, nur sollte der Versorger eine entsprechende Urkunde haben. Dahingesagt ist so etwas schnell.
Eine spezielle Überprüfung auf Spiel zwischen den Zahlenrollen des Meßwerkes, kann über die vermutete Fehlermöglichkeit Hinweis geben. Dazu können sie mich gerne mal anrufen Vorwahl Teisendorf Nummer 2288014. Als erstes aber das Zifferblatt ! Fotos per email an erfinderlein(ät)t-online.de Bin auch während der Feiertage ansprechbar.

Frohe Feiertage !

Lothar



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