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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Hilfe mein Arteser drückt das Wasser seitlich hoch
Minos
(Mailadresse bestätigt)

  23.05.2013

Hallo Leute,
habe einen Arteser im Garten, diesen haben wir bis vor 4 Jahren für unsere Wasserversorgung benutzt und ca. 1000 m³ im Jahr entnommen. Vor 4 Jahren kam dann ganz feiner Sand mit dem Wasser aus der Leitung und haben den seit dem nicht mehr in Betrieb. Der Brunnen soll um die 40 Meter tief sein und wurde vor ca. 35 Jahren gebohrt. Das Rohr was in die Erde geht ist ca. 20 cm dick und es sind am Brunnenkopf seitlich noch 2 Rohre (ca. 7 cm) angebracht um den Druck zu regulieren. Wenn ich die Ventile dieser Rohre schließe dann steht innerhalb von 30 Minuten das Grundstück unter Wasser. Nun habe ich folgendes Problem, das diese 2 Rohre durchgerostet sind und aus diesem Grund das Wasser nicht mehr richtig ablaufen kann und ein Teil davon seitlich aus dem Brunnen hochgedrückt wird, mein Klempner traut sich da nicht ran, weil er Angst hat, dass das dicke Rohr beschädigt wird. Nun bin ich aber überlegen ob ich den Arteser schließen lasse wird aber sicherlich nicht billig sein und ich habe die Befürchtung, dass das Wasser sich dann vielleicht an den Seiten des dicken Rohrs einen weg sucht. Bin für jeden Tipp dankbar.  



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 13
Christoph Weidner
(Mailadresse bestätigt)

  01.06.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 26.05.2013!  Zum Bezugstext

Das wäre glaube ich auch eine gute Möglichkeit. Wenn man da an den falschen gerät, ist das schnell verfuscht, der Typ weg und das Gelände steht unter Wasser. Die Folgeschäden will man ja garnicht erst zusammenreimen....

Allerdings könnte der Sand auch wirklich ein Problem darstellen. Ich meine irgendwoher kommt der ja :/ und die Hohlräume die entstehen sacken sicher irgendwann zusammen. Wenn die Wasserader direkt unterm Haus ist ???

Anwalt wäre jetzt auf jdem Fall sehr wichtig.
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  27.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 26.05.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbaumeister uns wurde durch das hineinpumpen von Beton auch   der  ganze   Ringraum zwischen Bohrung und Brunnenrohr verfüllt . Was wohl kaum ohne perforierung    bei   diesen  alten  Brunnengelingt  gelingt.Ob das  Rohr wirklich durchgeröstete ist bezweifle ich etwas durch den ständigen  artesischen Druck könnte das Wasser auch  selbst einen   Weg nach oben  gespült haben welcher sich ständig erweitert-

Ich  erinnere  mich in diesen Zusammenhang an die seismologischen Arbeiten der RAG welche 30 Tiefe Bohrungengen   gemacht hat wozu im Bohrloch gesprengt wurde .An einer Stelle war der Artesische Durch so groß das man  Mühe hatte das Bohrloch wieder zu verschließen  und und dazu Unmengen an Spezialzement  benötigt hat.
mfg sepp
Minos
(Mailadresse bestätigt)

  26.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 26.05.2013!  Zum Bezugstext

Ich vermute das damals keine richtige Abdichtung vorgenommen wurde. Denn dafür wurden ja die 2 Ablaufrohre angebracht um den Druck zu mindern und die sind immer offen gewesen. sobald diese geschlossen werden, kann man zusehen wie das Grundstück unter Wasser steht.

Was mich im nachhinein auch wundert, dass es keinerlei Unterlagen über den Brunnen gibt, als wenn die Bank die ja  Verkäufer war, Objekt kam aus der Insolvenz) damals was verheimlichen wollte.

Wir hatten keine Ahnung von Brunnen und haben nichts weiter hinterfragt, hinterher ist man immer schlauer.

Der See in dem das Wasser eingeleitet wird, gehört uns.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  26.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 26.05.2013!  Zum Bezugstext

Der Beton kann ja nur im Brunnenrohr abdichten. Das Wasser kommt aber im Ringraum zwischen Bohrung und Brunnenrohr hoch. Womöglich wurde damals keine richtige Abdichtung vorgenommen.

Es kann natürlich auch sein das der Brunnenbauer alles richtig gemacht hat und das Brunnenrohr bei zB. 5m unter Gelände durchgerostet ist. Dann steigt das Wasser im Rohr nach oben und dringt so durch die Rostlöcher nach außen. Dann würde auch eine Auffüllung des Brunnens mit Beton oder ähnlichem funktionieren. Aber wer weiß das schon?

100% Sicherheit hat man nur mit einer Perforation des Ausbaus oder mit einer Überbohrung.
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  26.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 26.05.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbaumeister"   als bei uns der neue Brunne  45m Tief gebohrt wurde wollten wir   unbedingt einen  Abdichtung damit wir nicht wieder  das  eisenhaltige    Wasser  verwenden müssen da wir wussten das unten praktisch eisendfreies Wasser ist.Dazu wurde erst einmal 25 M tief  gebohrt und das Bohrloch verrohrt in diese verrohrung wurde so viel Beton  hineingepumpt bis dieser an der Außenseite des Rohres nach oben kam bzw. austrat dadurch entstand eine wie man sieht eine gute Abdichtung gegen Wasser aus oberen Schichten .
Ob eine derartige Methode bei minos zum Erfolg führen würde weiß ich allerdings nicht. Ei gewaltiger Druck zum  hineinpumpen des Betons wäre sicher nötig.
 mfg sepp
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  26.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Minos vom 26.05.2013!  Zum Bezugstext

Ja man muss mal die Substanz prüfen und dann irgendwas bauen. Dazu wird sicherlich ein abschneiden des alten Brunnenkopfes und aufschweißen eines Neuen nötig. Fachunternehmen sollten sich damit auskennen. Mit den richtigen Pumpen bekommt man das in den Griff.

Wenn der Betonschacht um den Brunnen herum soweit ganz gut ausschaut könntest du zB. auch einfach ein Abflussrohr DN150 oder DN200 vom Schacht zum See legen und den Schacht dann fluten. Das wäre sicherlich am billigsten und schnellsten. Wobei die Sandförderung mit den Jahren vieleicht Probleme bringen könnte. Und schlecht ist auch das der Brunnen mit dieser Variante im Notfall nicht geschlossen werden kann.

Du könntest dir vieleicht auch einen schönen Bach bauen. Vom Brunnen zum See. Vieleicht mit Granitsteinen oder sonstigem. (Ich weiß natürlich nicht wie weit der See entfernt ist und wie dein Grundstück aussieht)
Die Frage ist auch ob du das Wasser überhaupt einleiten darfst.

Einen Anwalt würde ich auf jeden Fall kontaktieren.
Minos
(Mailadresse bestätigt)

  26.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 26.05.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenmeister, wie lange hält denn so ein Brunnenkopf, der ist ja auch irgendwann durchgerostet, oder? und wie sieht es mir dem Sand aus, der  mit hoch gedrückt wird? ca. 1-2 Kubikmeter im Jahr. Hätte uns der Verkäufer (eine Bank) nicht darauf hinweisen müssen, dass der Brunnen nicht dicht ist? werde mich mal bei einem Anwalt schlau machen, ist aber sicherlich schon verjährt :-(
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  26.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Minos vom 25.05.2013!  Zum Bezugstext

Hab ich mir schon gedacht.
Und da dein Arteser ja nicht nicht ist und das Wasser an der Seite rausdrückt ist es auch nicht mit einer einfachen verfüllung des Brunnens mit Beton, Ton oder Sonstigem getan. Denn dann ist der Brunnen zwar dicht, aber das Wasser drückt an der Seite trotzdem noch hoch.
Da müssten die Brunnenrohre peforiert werden(Sprengung) und dann mit hohem Druck eine Zement- oder Ton-Zement-Suspension reingepresst werden. Nur so bekommt man das in den Griff.
Das alles kostet wirklich viele tausende Euro.

Von daher würde ich versuchen die Ableitung in den See neu zu machen. Vieleicht auch eine Nummer größe, damit es mehr Entlastung gibt.
Minos
(Mailadresse bestätigt)

  25.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 25.05.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbaumeister, ja, das sind Ablaufleitungen die das Wasser zum einen See leiten. Die wurden schon bei der Errichtung des Brunnens (vor ca. 35 Jahren) angebracht, da der Brunnen zu viel Druck hatte und das Wasser von Anfang an seitlich hochdrückte und das Flurstück auf dem der Brunnen steht unter Wasser stand. Ich habe das Grundstück vor 10 Jahren gekauft und habe diese Informationen von Leuten die angeblich bei der Bohrung dabei waren. Der Voreigentümer hat mir dazu keine Informationen gegeben. Das obere Rohr führte früher ins Haus, jetzt hängt dort ein Gartenschlauch dran, da kommt aber nur Wasser raus wenn ich die beiden Seitenrohre zu drehe.


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  25.05.2013

Je nachdem wo der Arteser ist, kann er bei Auswilderung Schäden in millionenhöhe erzeugen. Ich habe schon hunderte Quadratmeter große Parkflächen absacken gesehen.

Ich verstehe aber nicht wie du das mit den zwei kleinen Rohren am Brunnenkopf meinst. Wie regulierst du damit die Wassermenge? Sind das Ablaufleitungen die in den Abfluss gehen? Fotos wären vieleicht hilfreich.
HeinzM
(Mailadresse bestätigt)

  25.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Minos vom 25.05.2013!  Zum Bezugstext

Hallo,
hoffe der Brunnenbauer hat auch darauf hingewiesen, das ein Weiterbetreiben des Artesers gefährlich ist. Aufgrund der Sandförderung kann es zu Setzungserscheinungen im Umfeld des Brunnen kommen.

Gehe einmal davon aus, dass der Arteser in Lockergestein abgeteuft wurde und nunmehr "verwildert" ist!
Minos
(Mailadresse bestätigt)

  25.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 24.05.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp-s, habe gestern mit einem Brunnenbauer telefoniert, er meint ein Rückbau kann bis zu 250.000 EUR kosten und eine Verschließung bis zu 50.000 EUR, hab erstmal einen Schock bekommen :-( bin jetzt am überlegen ob wir uns eine größeren Springbrunnen bauen der auf einem größeren Teich stehen würde. Das Wasser zieht wie gesagt ganz feinen Sand mit hoch und um das Wasser anderweitig zu verwenden müsste man den Brunnen sanieren, was sicherlich auch teuer wird.
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  24.05.2013

Hallo Minos der Arteser müsste unten geschlossen  werden  das Aussenrohr dürfte wirklich durchgerostet sein .Eigenich ist es  schade wen man so etwas nicht nutzt.Kannst du das Wasser nicht anderweitig nutzen,Prima  Fischteich oder gäbe es einen Abnehmer dafür Wasserversorger wären oft heilfroh wen sie Wasser bekommen könnten ,welches nicht einmal  aus der  Erde gepumpt werden  müsste.
mfg sepp
Das verschließen  wäre wahrscheinlich mit Fertigbeton möglich  einfach ins Bohrloch   einfüllen.Ich würde davor aber abraten  schließlich ist der Brunnen dann für immer verloren .



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