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Kategorie: > Wissenschaft > Physik / Chemie
Ionenaustauscherharze kontrollieren-auffrischen?
Wassertropfen
(Mailadresse bestätigt)

  19.04.2013

Ich hoffe, dass ich richtig recherchiert habe und die Frage nicht schon einmal beantwortet wurde.
Wenn "Ja" bitte Info wo!
Bei einer Vollentsalzungsanlage (Kationenautauscher/Anionenaustauscher) ist infolge defekter Ventile die Regeneration etwas durcheinandergekommen. Nach dann (Ventile repariert)erneutem,einwandfreiem Regenerationsablauf ist die Ausbeute (entnommene Wassermenge) gesunken und die Leitfähigkeit, welche vorher im Durchschnitt bei 1-5µS lag, liegt jetzt bei 10-15µS.
Trotz mehrfacher Regeneration bessert sich der Wert nicht.
Kann man mittels irgendwelcher Analytik hinter dem Kat. und hinter dem Anionaustauscher feststellen, ob das Harz noch in Ordnung ist?
Die Spülzeiten und die abgesaugte Chemikalienmenge (HCl+NaOH)sind in Ordnung.
Vor längerer Zeit hörte ich mal, dass man die einwandfreie Regeneration (Kat-Säure ausgespült)mit Methylorangeindikator? nachweisen könne.
Desgleichen soll man -falls Kationen auf den Anionenaustauscher gelangt sind-, diesen wieder reinigen/auffrischen können, indem man statt NaOH etwas anderes ansaugt (NaCl oder H2SO4 ?).
Die Hersteller sagen einfach neues Harz einfüllen.
Warum wohl? :)
Jeder der weiß, was 60 Liter Harz kosten, weiß auch warum ich diese Frage stelle.
Gegebenfalls würde mich auch die URL eines Forums interessieren, wo solche Fragen beantwortet werden könnten.
Grüsse von einem Leitfähigkeitsgestörten :)
 



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  24.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernhard Schmitt vom 24.04.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Bernhard,

schön, dich mal wieder zu lesen. Ich habe mich bewußt zurück gehalten, da ich außer einer kleinen Laboranlage die schon einige Jahre außer Betrieb ist, keine Praxis in Sachen Ionenaustauscherharze habe.
Von daher auch ein Dankeschön für deinen Beitrag meinerseits.

LG Lothar
Bernhard Schmitt
berndschmitt1aol.com
(Mailadresse bestätigt)

  24.04.2013

Hallo Wassertropfen,
bisher hat keiner auf deinen Beitrag geantwortet, was wohl daran liegt, dass du ein sehr komplexes Thema ansprichst. Ich habe mir jetzt mal die Zeit genommen, einige Gesichtspunkte zu beleuchten. Ich erhebe nicht den Anspruch, dein Problem aus der Ferne lösen zu können

zu "Bei einer Vollentsalzungsanlage (Kationenautauscher/Anionenaustauscher) ist infolge defekter Ventile die Regeneration etwas durcheinandergekommen."

?? Was ist denn da durcheinander gekommen? Hat die Anlage keine Säure und oder Lauge angesaugt? Oder zu langsam?

Zu "Trotz mehrfacher Regeneration bessert sich der Wert nicht."
?? Hast du mal versucht, zwei Regenerationen direkt nacheinander zu fahren?

Zu "Kann man mittels irgendwelcher Analytik hinter dem Kat. und hinter dem Anionaustauscher feststellen, ob das Harz noch in Ordnung ist?"
!! Das ist nicht wirklich möglich, wenn die Standzeit abnimmt und die Restleitfähigkeit steigt, kann es auch hydraulische Ursachen haben, die nichts mit der Qualität des Harzes zu tun haben.

Zu "Die Spülzeiten und die abgesaugte Chemikalienmenge (HCl+NaOH)sind in Ordnung.
Vor längerer Zeit hörte ich mal, dass man die einwandfreie Regeneration (Kat-Säure ausgespült)mit Methylorangeindikator? nachweisen könne."
!! Nein, Methylorange hat den Umschlagpunkt bei pH = 4,3. Wenn der nach dem Kationenharz überschritten wird, ist das Harz bereits überfahren.

Zu "Desgleichen soll man -falls Kationen auf den Anionenaustauscher gelangt sind-, diesen wieder reinigen/auffrischen können, indem man statt NaOH etwas anderes ansaugt (NaCl oder H2SO4 ?)."

!! Nein, das Anionenharz tauscht Anionen wie Chlorid gegen OH, welche Kationen vorhanden sind, ist dem egal. Eine „Überkreuzregeneration“ macht dann Sinn, wenn das Harz verkeimt ist.

ZU "Die Hersteller sagen einfach neues Harz einfüllen. Warum wohl?"

!!Macht nur dann Sinn, wenn die hydraulischen Gegebenheiten stimmen und die Anlage trotzdem zu wenig Wasser oder solches mit schlechter Qualität liefert.

Ich empfehle in solchen Fällen immer, den Hersteller der Anlage oder einen versierten Wasseraufbereiter mit einer Wartung zu beauftragen, bei der auch das Regenerationsverhalten kontrolliert und ggf. optimiert wird. Das ist sicher nicht billig, führt aber eher zum Erfolg als mehr oder weniger blind im Heuhaufen rumzustochern.



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