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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Chlor im Trinkwasser
Wolfgang Geiger
(Mailadresse bestätigt)

  26.02.2013

Hallo!
Die Trinkwasserverordung spricht von 0,1 bis 0,3 mg/l Cl nach der Aufbereitung.

Gilt diese Konzentration für die Übergabestelle Rohrnetz- Hauseingang?

Muss diese Konzentration immer und überall gegeben sein.
Also ein MUSS oder ein KANN?

Gruß
Wolfgang



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  01.03.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von gnagflow vom 28.02.2013!  Zum Bezugstext

Hallo gnagflow, deine Zitierung stimmt genau. Es ist nur auch nötig das beim weitest entfernten Abnehmer die Bakt. in Ordnung ist und das wird mit dem entsprechende Restchlorgehalt sicher gestellt.
Da es bei uns nur eine Hand voll Chlordosieranlagen gibt ist das Haupteinsatzgebiet eine Not oder Stoßchlorung. Dabei muss bei jedem Endstrang so lange das Wasser rinnen bis entsprechend Chlor nachgewiesen wird.
Lg.
Walter
gnagflow
(Mailadresse bestätigt)

  28.02.2013

Hallo Wolfgang,
nachstehend der Abs. 4 von § 1 der Trinkw-Verordnung
(4) In Trinkwasser, das mit Chlor, mit Natrium-, Magnesium- oder Calciumhypochlorit oder mit Chlorkalk desinfiziert wird, muß außerdem nach Abschluß der Aufbereitung ein Restgehalt von mindestens 0,1 mg freiem Chlor je Liter nachweisbar sein und in Trinkwasser, das mit Chlordioxid desinfiziert wird, muß nach Abschluß der Aufbereitung ein Restgehalt von mindestens 0,05 mg Chlordioxid je Liter nachweisbar sein. Wird das Trinkwasser vor Übergabe in das Verteilernetz entchlort, muß der Restgehalt vor der Entchlorung nachweisbar sein. >Die Einwirkungszeit/Abschlß der Aufbereitung war zu meiner Dienstzeit immer ein Zeitraum von 20 - 30 Minuten die das Entkeimungsmittel zur Abtötung von Bakterien/Mikroorganismen benötigte.
Es kann vorkommen, dass ein Wasserabnehmer unmittelbar nach einem Wasserwerk oder Hochbehälter noch einen höheren Chlorwert bis 0,3 mg/l, der am Ende des Versorgungsnetzes liegende Verbraucher aber keien Chlornachweis mehr hatte. Allerdings die Wasserqualität mußte auch hier stimmen. Im Bedarfsfall konnte der Chlorgehalt sogar bis auf 0,6 mgL erhöht werden.
mfg gnagflow
Wolfgang Geiger
(Mailadresse bestätigt)

  27.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 27.02.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Walter!
Ich habe versucht dies im
[urlhttp://www.bmg.gv.at/cms/home/attachments/4/9/6/CH1252/CMS1167207128242/b_1_trinkwasser.pdf[/url]
zu finden.
Ich nehme an, dass es Kapitel 4.10 ist.
Da steht geschrieben:
[Quote]4.10
4.10
Bei einer notwendigen Zugabe von Desinfektionsmittel (Chlorung oder Behandlung
mit Chlordioxid) am Transportweg zur Aufrechterhaltung der einwandfreien mikrobiologischen
Beschaffenheit eines Wassers muss das Desinfektionsmittel so zudosiert
werden, dass es an den Endstellen noch nachweisbar ist. Bei Abgabe an den Abnehmer
bzw. Verbraucher darf die jeweilige zulässige Höchstkonzentration an Desinfektionsmittel
bzw. Desinfektionsmittelnebenprodukten nicht überschritten werden.[/quote]

Das würde doch bedeuten, dass dies nicht generell, sondern nur bei Bedarf erforderlich ist.

Sehe ich das falsch?

Gruß
Wolfgang
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  27.02.2013

Hallo Wolfgang
Sollte eine Chlorung, warum auch immer, notwendig sein ist in Österreich die Regelung eindeutig im Lebensmittel-Codex verankert. Es muss beim Verbraucher = Hausanschluss ein Restchlorgehalt von 0,05mg/l gemessen werden.(Hausanschluss deswegen, der Verbraucher könnte ja 2 Monate Urlaub in Honolulu machen und kein Trinkwasser aus seinem Leitungsnetz entnehmen)
lg.
Walter
Ernster Regulator
(Mailadresse bestätigt)

  27.02.2013

Guten Morgen!

Bei den Konzentrationen, die die TrinkWV angibt, handelt es sich um Maximalwerte. Das bedeutet, mehr darf nicht drin sein, egal, wo das bestimmt wird, wenn das Wasser das Wasserwerk verlassen hat.

Es bedeutet aber nicht, dass Chlor im Trinkwasser sein muss, gerade in Deutschland kommen viele Wasserversorger ohne Desinfektion aus und verteilen ein Trinkwasser ohne Chlor. Das ist in anderen Ländern oft anders, insbesondere, wenn die Durchschnittstemperaturen ansteigen, wenn man also mehr in südlichere Gefilde kommt.

E. Regulator



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