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Kategorie: > Technik > Wasserverbrauch / Zähler / Rohrbruch
Beitrag zum Thema falsche Messwerte bei Wasserzählern
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  15.02.2013

Hallo Wasserverbraucher mit Mengenproblemen,

unter dem link:

http://gffstream-6.vo.llnwd.net/c1/m/1360948978/radio/westblick/wdr5_westblick_20130215_1800.mp3

ist ein Beitrag zum Thema Wasserzähler mit überspringender Zählrolle im Rundfunk WDR5 gesendet worden.

Ein weiterer Beitrag wurde in Lokalzeit Siegen im Fernsehen ausgestrahlt.:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2013/02/15/lokalzeit_suedwestfalen.xml

Beide Beiträge machen Verwendung meiner 2011 durchgeführten Tiefenprüfung an einem von einer Prüfstelle als gut befundenen Wasserzähler.

Da ich nicht weiß, wie lange diese Konserven in der Mediathek des Senders vorgehalten werden, empfiehlt es sich, das bald anzuhören/sehen.
Meine Empfehlung, den Wasserzähler so oft wie möglich in einem Kalender zu protokollieren. Dann wird so ein durch Überspringen einer Zählrolle hervorgerufener Fehler früh entdeckt und der herbeizurufende Wasserversorger kann schlecht einen angeblich verschwiegenen Wasserrohrbruch unterstellen.

In den letzten Jahren hielt eine neue Generation Wasserzähler Einzug, welche bei verschmutzem Wasser erstmalig diese Fehlerart erzeugen kann.

Das ist einer Bauart für maschinelle Montage und der in der Kunststoffverarbeitung üblichen Optimierung von Wandstärken zu verdanken.
Mit anderen Worten, der "moderne Zähler" ist im Innenaufbau elastisch genug um bei entsprechendem Schmutzeintrag erstmalig den bei früheren Zählergenerationen unmöglichen Rollenübertrag zuzulassen.
Bei auftauchenden Problemen dieser Art, bin ich für jegliche Information dankbar.

LG Lothar

Edit:08.06.13 Titel geändert

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  12.06.2013

Hallo mit diesem Link geht es zu einem weiteren Artikel zu obigem Thema.

http://www.derwesten.de/staedte/arnsberg/anwalt-rechnung-ueber-hohen-wasserverbrauch-ueberpruefen-id8059091.html

Dabei möchte ich auf die entstehende Fehleinschätzung mit dem Rollenspiel hinweisen, die hier sehr leicht verallgemeinert werden kann. Vom Prinzip her kann so ein Zählwerk nie überspringen. Die Praxis zeigt es für den Einzelfall anders, wenn entsprechende Fehler vorliegen, oder gar zusammenkommen.

LG Lothar
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  08.06.2013

Hallo,

es hat sich mal etwas positives getan.  Ein im Eichamt geprüfter Wasserzähler ist durchgefallen.
Das Rollenzählwerk hatte so viel Spiel, daß ein Weiterdrehen jeder beliebigen Rolle durch Vibrationen möglich wurde. Der Fehler wurde glücklicherweise bei der Prüfung des Innenaufbaus gefunden. Im Fotoanhang ein erster Bericht im Regionalteil.

LG Lothar


Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  12.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 12.04.2013!  Zum Bezugstext

Servus Nachbar Walter,

ja das dürfte einer normalen Qualitätskontrollstatistik entsprechen. Nur gibt es vereinzelt schon mal grenzgängige Fälle, welche durchrutschen und erst beim Kunden Ärger machen. Das kann schon mal die 3 Promillgrenze erreichen. Das ist genau betrachtet auch noch ein guter Wert, wären damit nicht Einzelfall-Dramen mit exorbitanten Verbräuchen gekoppelt, welche manche Haushalte in den Ruin treiben können.

Betrachtet man noch die Tatsache, daß die Steifigkeit bei den heutigen Zählern fehlt, weil alles aus relativ dünnwandigem Kunststoff gefertigt wird,so darf nicht außer acht gelassen werden, daß dann, wenn sich Schmutz in der Wasserleitung befindet, durchaus Rollensprünge vorkommen können.

Die sogenannte Befundprüfung stellt fest, daß sich der Zähler zum Zeitpunkt der Prüfung in einem meßfähigen Zustand befindet und die vorgegebenen Daten eingehalten werden. Einen vorangegangenen Rollensprung nachzuweisen, ist nicht Aufgabenstellung bei der Prüfung. Lediglich eine visuelle Begutachtung des Zählwerkes auf abgebrochene Teile oder ersichtliche Fehler erfolgt im Anschluß an die Befundprüfung.

Es ist daher ein Unding, daß ein Verwaltungsgericht einen Verbraucher auf Grund einer solchen Befundprüfung verurteilt, obwohl selbst der Richter sagt, daß es unwahrscheinlich ist, daß bei dem Verbraucher mal eben 1000 m³ verbraucht wurden.

Mein interessantester Fall war ein Mehrverbrauch bei einem Hauptzähler einer Wohnungsverwaltungsgesellschaft von 10 000 m³. Der Zähler liegt nach wie vor bei mir und ich konnte dabei die Spuren eines Rollensprungs mit dem Mikroskop nachweisen.

Wann schaust mal vorbei ?

Gruß aus Teisendorf nach Salzburg

Lothar
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  12.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 12.04.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar hatten vor 14 Tagen einen Wasserwartekurs bei dem ein Hersteller und Prüfer von Wasseruhren da war.
Habe bei ihm angefragt wie oft es zu Problemen mit Zähler kommt. Klare Antwort war er habe bei ca. 1,1 Mio Zähler 3 Stück gehabt, wobei es immer ein Produktionsfehler war und das der Genossenschaft oder Betreiber nachweislich mitgeteilt wurde.
Lg.
Walter
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  12.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Steuerzahler vom 11.04.2013!  Zum Bezugstext

Hallo,

ob ich tatsächlich helfen kann, weiß ich noch nicht. Aber maile mir bitte mal Fotos von dem Wasserzähler. Einmal vom Zifferblatt und einmal den eingebauten Zähler als ganzes. Ebenso mal stichwortartig den bisherigen Ablauf des gesamten Vorganges. Telefonnnummer wäre auch schön.

LG Lothar
Steuerzahler
(Mailadresse bestätigt)

  11.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 17.03.2013!  Zum Bezugstext

Ja Hallo zusammen,
auch ich habe ein kleines Wasserproplem von 1600 m³ und ein Wasserversorger der sich sicher ist das seine Wasseruhren eine Prüfmuster änlich eines Atomkraftwerkes unterlaufen.
Im WDR-Fernsehn kam vor kurzen ein Beitrag der genau mein Proplem vortrug. Leider ist dieser nichtmer in der Mediathek vorhanden. Wer kann mir weiterhelfen, und wie soll ich mich gegeüber mein Wasserversorger verhalten.

Der Steuerzahler
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  17.03.2013

In der Sendung Escher des MDR wird auch auf fehlerhafte Wasserzähler eingegangen:

http://www.mdr.de/mediathek/index.html

Im Beitrag 14.3.etwa 22.ste Minute

Gruß Lothar

Nachtrag:

http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/escher104_letter-E_zc-80da7807_zs-dea15b49.html
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  17.03.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 17.02.2013!  Zum Bezugstext

Einen schönen Sonntag in die Runde !

ich will hier nur kurz berichten, daß sich die Fälle mit typischen Rollensprüngen, die statistisch zwar vernachlässigbar sind, doch als bekannt werdende Einzelfälle deutlich häufen. Das mag an der Popularität durch Veröffentlichungen seitens der Medien liegen, daß betroffene Bürger sich jetzt in solchen Fällen melden, anstatt solche Kröten zu schlucken.
Was die unterschiedlichen Hersteller von Wasserzählern anbelangt, scheint sich das auch zu verteilen.

Leider ist es so, daß bei der sogenannten Befundprüfung lediglich die Meßeigenschaft des Zählers im Hinblick auf Genauigkeit überprüft wird.

Eine Sichtprüfung des Innenlebens der Wasseruhr findet zwar statt, kann aber nicht wirklich aussagekräftig herangezogen werden, daß ein Rollensprung stattgefunden hat oder nicht. Lediglich abgebrochene oder fehlende Teile als einer von drei Gründen für den Rollensprung sind so feststellbar. In den allermeisten Fällen wird dem Wasserzähler dann ein einwandfreier Zustand bescheinigt, der aber am eigentlichen Problem tüchtig vorbei geht.
Ich bin daher zu der Meinung gekommen, daß immer dann, wenn es von der Plausibilität her naheliegend ist, ein Wasserversorger so fair sein sollte, diesem Umstand Rechnung zu tragen und nicht versuchen sollte wie ich es in den letzten Fällen beobachten konnte, mit Biegen und Brechen dem Kunden alles mögliche zu unterstellen.

So hat es mich geschockt, daß der Geschäftsführer der Stadtwerke eines betroffenen Forenmitgliedes schriftlich den Anwalt des Kunden belügt, um nach meiner Intervention tags drauf zurückzurudern, was mir wiederum schriftlich vorliegt.

Auch ist man sogar so weit gegangen unsachliche Vermutungen eines Mitarbeiters zu angeblichen Fakten umzumünzen und an die Presse zu geben. So soll der überproportionale Verbrauch von im Mittelwert 3000 ltr pro Tag über die Heizung des Verbrauchers verschwunden sein, ohne daß dort ein zusätzlicher Energieverbrauch stattfand. Also immer erst ein wenig das Gehirn einschalten, bevor man so etwas auf seine Homepage stellt und an die Presse gibt.

Es mag ja sein, daß auch eine Menge an krimineller Energie aufgewendet wird um Wasserzähler zu beeinflussen. Aber das kann nicht der Anlass sein dafür unbescholtene Bürger zu bestrafen und diese in den Ruin zu treiben, wie es sich in einzelnen Fällen darstellt.

besorgte Sonntagsgrüße

Lothar



Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  17.02.2013

Hallo und guten Abend,

es gibt eine Aussage, aus dem Wasserzählerumfeld, demzufolge hauptsächlich Zähler des Baujahres 2011 die Menge solcher Fehler ausmachen. Danach sind schon bei der Erstprüfung 3 % der neuen Wasserzähler wegen diesem Fehler retourniert worden. Also wer einen 2011.er bei sich findet tut gut daran , den auch bei den ersten noch nicht so sehr zu Buche schlagenden Zählstellen zu beobachten. Noch besser, den Versorger um Austausch gegen einen neueren oder einen Trockenläufer bitten.

Mit einem Teil dieser Serie, soll es sogar ohne zusätzlichen Schmutz zu Rollensprüngen kommen.

LG Lothar



Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  17.02.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Libelle vom 16.02.2013!  Zum Bezugstext

Danke für die Blumen Herr Professor Korpiun,

diesem Verhalten kam ich auf die Spur, weil ich im Wissen, daß es nicht sein kann, daß so ein Rollenzähler überspringt, eine nicht vollständig ausgeformte Zählrolle finden wollte, an der die Sperr-und Weiterschaltrolle versagt. Einen solchen Fehler habe ich vor Jahren in Griechenland an einem italienischen Fabrikat analysiert.

Der Zähler kam von einer Prüfstelle und war als einwandfrei befunden. Was nun, war meine Frage. Da der gesamte Innenaufbau außer den beiden Wellen des Rollenzählers aus recht dünn optimierten Kunststoffteilen bestand, tauchte erstmalig der Verdacht auf, daß das System nachgeben und übersprungen haben könnte.

Der Nachweis konnte dann mit einer vielstündigen akribischen Spurensuche mit dem Mikroskop geführt werden.
Den in einem der Beiträge angeblich von mir erhobenen Vorwurf gegenüber einem Eichamt möchte ich hier entkräften. Ich habe mich sinngemäß dahingehend geäußert, daß eine solche Tiefenprüfung nicht für die zu zahlende Prüfgebühr machbar ist.

Die Begründung des im Fernsehbeitrag zu Wort gekommenen
Wasserversorgers nach dem Motto ein mal ist kein mal, kann ich zwar verstehen. Aber ich kann sie nicht gelten lassen. Meine Untersuchung hat gezeigt, daß so ein Fehler möglich ist.
Die Untersuchung zeigt aber generell auf, daß das heilige Prinzip dieses Zählrollensatzes mit seinem genialen System des gegenseitigen Verriegelns in einer solch labilen Ausführung, spätestens mit verschmutztem Wasser die ihr zugedachte Funktion nicht mehr erfüllt.

Das ist traurig und ruft nach dem baldigen Umbau auf die im Hinblick auf Fernablesung bereits gebauten Trockenzähler, bei denen das gesamte Zählwerk über der mit Magnetkupplung kontaktierten Turbine sitzt.

Für die Übergangszeit empfehle ich allen Verbrauchern die Zählerstände mindestens wöchentlich abzulesen und in einem Kalender zu notieren. Das ist zwar kein Beweis vor Gericht. Aber es erfüllt den Zweck einer eigenen Früherkennung mit der Möglichkeit den Wasserversorger umgehend aufzufordern den Zähler zu tauschen und den Stand ohne den Sprung zu berechnen.

Eine spätere Abrechnung birgt die Gefahr, daß der Versorger Leckagen oder wie auch schon geschehen einen verschwiegenen Wasserrohrbruch unterstellt.

Einen schönen Sonntag allen

Lothar


Libelle
christian.korpiunt-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  16.02.2013

Sehr geehrter Herr Gutjahr,
mit großem Interesse habe ich Ihre Arbeiten zu den systematischen Fehlerquellen in den neuen Wasseruhren gelesen. Ihnen gilt herzlicher Dank dafür, dass Sie einem Problem nachgehen, dem die meisten Betroffenen völlig hilflos gegenüber stehen. Die auf Gewinn getrimmte Wasserlobby bewirkt ja derzeit auch in Brüssel die Realisierung einer Horrorvision. Bei diesen Entwicklungen erstaunt nicht, wenn ein Anwalt in dieser Branche nicht einmal mehr den Eichämtern traut, ohne dass Ihnen jemand „unabhängig“ (tja, von wem eigentlich?) über die Schulter schaut.
Mit freundlichen Grüßen
Korpiun



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