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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Verbessern UO-Anlagen die Wasserqualität?
aussieman
(Mailadresse bestätigt)

  08.03.2012

Hallo zusammen,

vor etwa zwei Jahren habe ich eine Wohnung gekauft, in die bereits eine Umkehrosmoseanlage eingebaut war, leider nur ohne ausreichende Doku, wie ich diese zu warten und zu reinigen habe. Ersatzfilter sind noch zu hauf vorhanden, nur weiß ich leider nicht, welche ich wo und wie wechseln muß. Vielleicht kann mir hier ja jemand helfen.

Grundsätzlich habe ich mich in der letzten Zeit überhaupt erst in das Thema Trinkwasser eingearbeitet, auch auf Grund der Situation des Wohngebäudes.

Es hat in dem Mehrfamilienhaus (BJ 2003) bereits großen Aufruhr gegeben, weil "zufällig" bei einer Wasserprobe aufgefallen war, daß die Werte für Cu, Ni und Pb leicht oberhalb des Grenzwertes der neuen TVO liegen aber noch innerhalb derer der alten Verordnung. Leider ist nicht 100%ig geklärt worden, woher die Belastungen stammen, es hat Untersuchungen gegeben, die nahe legen, daß die Verunreinigungen aus den Eckverbindungen und der Wasseruhr stammen könnten, aber mit absoluter Sicherheit konnte man das nicht feststellen.
Das Gesundheitsamt hat die Werte (die einmal im Sommer einmal im Winter gemessen wurden....) für unbedenklich erachtet, wobei sich mir dann die Sinnfrage von Grenzwerten stellt, und schließlich die Empfehlung ausgesprochen, das Wasser einige Minuten vor Entnahme laufen zu lassen, da das Wasser in den Steigleitungen des Gebäudes die erhöhten Werte nicht aufwies.

Nichts desto trotz haben sich die damaligen Eigentümer der Wohnung dazu entschlossen, eine UO-Anlage einbauen zu lassen, dessen Sinn ich jedoch auch hinterfrage.

Das Thema Trinkwasser schein nach allem, was ich bisher gelesen und gehört habe, ein sehr hitzig Diskutiertes zu sein. Wobei ich als Laie denke, daß man das Wasser doch einfach nur analysieren muß, feststellt, was drin ist und davon ausgehend bewerten kann, inwiefern das Wasser gesundheitlich unbedenklich ist.

Mir scheint nur, daß nach allem, was ich bisher dazu gefunden habe, es leider keinen "Trinkwasser TÜV" für Endverbraucher gibt. Kennt hier vielleicht jemand eine Institution, die Wasseranalysen für Privatkunden durchführt, zu der man lediglich eine selbst entnommene Wasserprobe hinschicken kann? Ich möchte nicht den Aufwand betreiben, die Hauswasserleitung für mind. 4 Stunden abzuschalten, zig Proben super sicher zu verpacken und dann hunderte von Euronen für eine Untersuchung ausgeben müssen.

Die Anbieter, die ich bisher im Netz gefunden habe, sind entweder die lokalen Wasserwerke, die zumindest im Raum Köln sich nicht vom berüchtigten kölschen Knüngel freisprechen können und zufällig zu der Gesellschaft gehören, die meine Wohnung gebaut haben. Oder es sind Anbieter, die einem direkt im Anschluß eine UO-Anlage verkaufen möchten, so daß ich mir auch von diesen keine unabhängige Bewertung verspreche.

Vergangenen Dienstag lief in der ZDF Sendung Frontal21 ein Bericht zur Trinkwasserqualität in Deutschland. In diesem Bericht haben mehrere Experten (u.a. Prof. Exner, Vorsitzender der Trinkwasserkommission in Deutschland) ausgesagt, die WHO sei der Meinung, unsere TVO sei verbesserungswürdig, weil unser Trinkwasser nur auf einige wenige Keime untersucht werden würde.  Prof. Tietmann von der Uni Bremen sagte dazu, daß eine "unglaubliche Anzahl" von Mikroschadstoffen durch unsere Wasseraufbereitungsanlagen bei den meisten Versorgern einfach "durchrauschten" und forderte einen radikalen Umbau unserer Wasseraufbereitung und Einschluß von Ultra-/Nanofiltration.

Grundsätzlich würde ich diejenigen im Forum, die sich professionell mit Trinkwasser auskennen über eine Meinung zu diesen Äußerungen bitten. In wie fern können UO-Anlagen in der Küche dazu beitragen, Bakterien, Viren und Medikamentenrückstände aus dem Trinkwasser zu entfernen? Habe ich als Laie überhaupt eine praxistaugliche Möglichkeit eine solche Anlage so zu betreiben, daß sich nicht noch mehr Erreger, mit denen ein gesunder Körper nicht klar kommt, durch längere Standzeiten des Wassers in der UO-Anlage erst bilden?

Oder sollten wir alle jetzt nach Aachen ziehen, wo anscheinend das einzige Wasserwerk mit Ultra- und Nanofiltration die Aachener mit Wasser versorgt?

Viele Grüße
Stephan



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
Bernhard Schmitt
berndschmitt1aol.com
(Mailadresse bestätigt)

  15.03.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Trinkwasserberater vom 15.03.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Trinkwasserberater,
ich weiß nicht, warum du dir diesen Künstlernamen zugelegt hast, aber mich erinnert das an einen Zwerg, der sich den Namen Muhamad Ali als Pseudonym wählt. Deinem Geschreibsel entnehme ich, dass du von Trinkwasser so wenig weißt, daß du nicht wirklich beraten kannst. Du plapperst da irgendwelche Marketinggeschichten nach. Ich weiß nicht, warum Lothar dir nur die gelbe Karte gezeigt hat statt den Schrott gleich zu löschen. Noch ein Hinweis: Chlor ist keine organische Substanz.
Trinkwasserberater
(Mailadresse bestätigt)

  15.03.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 15.03.2012!  Zum Bezugstext

Lieber Lothar
Du kannst die Energetisch gereinigten Bergkristalle sehr gerne löschen.Es ist nicht meine Absicht hier  Kunden zu finden. Wichtig finde ich nur das die Mineralien im Trinkwasser erhalten bleiben. welche Anlage sich jemand einbaut oder auch nicht bleibt jedem überlassen.
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  15.03.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Trinkwasserberater vom 15.03.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Trinkwasserberater,

du bist hier nicht alleine. Wir schauen schon ein wenig, wer hier was schreibt. Dazu gibt es gleich eine kleine Verwarnung: Noch mehr so Esotricks wie Bergkristall und so weiter, dann kommt die Löschtaste ins Spiel. Ansonst gilt das selbe wie schon weiter unten geschrieben.

Höre also bitte auf, hier indirekt au Kundnefang zu gehen.

Lothar

Trinkwasserberater
(Mailadresse bestätigt)

  15.03.2012

Also meiner Meinung sind UO-Anlagen auf die Dauer mehr Gesundheitsschädlich wie Gesundheitsfördernd. Da dieses Wasser keine Lebenswichtigen Mineralien mehr enthält.Wenn ich hier die genaue Funktion der Umkehr Osmose erklären muss würde das ca 1 Stunde in Anspruch nehmen.Es gibt auf dem Markt sehr wenige Filteranlagen die zu empfehlen sind. Ich habe mich sehr lange über Filteranlagen informiert und kenne sehr viele die sich auf dem Markt befinden. Meiner Meinung sind 4 Filterstufen für ein gesundes Wasser notwendig.
Die Erste Stufe sollte alle Partikel und Sedimente wie z.b. Sand Rost bis zu 5m entnehmen.
Der 2 Filter sollte ein Aktive Blockfilter sein der alle Organischen Stoffe Wie Chlor,Planzenschutzmittel,
Lösungsmittel,Azneimittel-und Antibiotika Rückstände,sowie Schwermetalle (Blei, Kupfer,Quecksilber sowie Partikeln bis 5m
der 3 Filter sollte ein Filter sein der energtisch gereinigte Bergkristalle enthält,
und der 4 Filter sollte ein Michrofiltrationsmembran zu Entnahme von Keimen und Partikeln bis 0,15m
Und es sollten auch Gutachten vorhanden sein die Bestätigen das >99,9% Herausgefiltert wird.
Falls du mehr über solche Filteranlagen gewisse Hersteller wissen möchtest kann ich dich gerne informieren.
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  14.03.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Neptun vom 14.03.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Sven,

wenn du meinst hier Werbung für unbewiesene Dinge machen zu müssen und alles Andere in Bausch und Bogen schlecht machst, bist du auf der falschen Plattform gelandet.

Wie du schon sehen kannst haben ich und einer meiner Kollegen bereits Namen in deinen Beiträgen ausgeixt.

Gerne lasse ich mir die Funktion solcher Gerätchen erklären oder noch besser  zeigen. Doch da ging das Interesse der Anbieter bisher nicht über Lippenbekenntnisse hinaus.

Auch der Placeboeffekt in der Physik ist noch nicht bewiesen.

Gruß Lothar
Neptun
(Mailadresse bestätigt)

  14.03.2012

Hallo Stephan, von einer Umkehrosmoeanlage rate ich ab, das Verfahren reinigt zwar das Wasser, doch leider werden auch alle Mineralien restlos entfernt und dadurch ist das Wasser übersäuert; meistens liegt der pH-Wert nur noch bei ca. 4-5,5! Kaffee, Tee, Nudel, Kartoffeln, etc. haben danach Null Geschmack. Die Verkäufer argumentieren zwar, dass wir ja genügend Mineralien über die Nahrung zu uns nehmen, ist natürlich Blödsinn, denn warum müssen bereits Jugendliche ärztlich verordnet Mineraltabletten schlucken. Selbst die WHO hat schon 1993 offiziell vor demineralisierten Wasser gewarnt, da empirische Test über Jahre eindeutig die krankmachende Wirkung von demineralierten bzw. Osmosewasser bestätigten. Ich selbst nutze seit Jahren ein xxxxxxxstem, welches das Wasser exzellent reinigt und sogar noch extra mineralisiert.. super. Per Mail kann ich Dir gern eine Empfehlung geben. Schönen Gruss Sven

Edit: Fabrikat entfernt Lothar

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Jan
(Mailadresse bestätigt)

  09.03.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rainer Kluth vom 08.03.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Rainer
Durch meinen Beitrag wollte ich eigentlich nur darauf hinweisen, dass ich in einem Wohnhaus von dem Betreiben einer solchen Anlage abraten würde, da die nötige Wartung, Untersuchung, Überwachung,... bei UF und UO einfach dazugehört und leider nicht immer durchgeführt wird.

Wie du ja auch schon geschrieben hast werden NF/UO im Teilstrom betrieben was die ganze Betriebsweise ja nicht gerade einfacher macht.
Das Permeat wäre dann zwar (nahezu) Keimfrei aber es wird ja nunmal wieder dem Hauptstrom zugemsicht.





Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  08.03.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Jan vom 08.03.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Jan,

so hochkomplex ist das aber dann doch nicht. In der Industrie sind dies Standardanlagen.

Die UF ist noch eine klassische Partikelfiltration ohne Ionenrückhalt. Das Wasser wird hier quasi "nur" von Feststoffen ab einer definierten Größe befreit.
Allerdings ist die UF schon eine wirksamme Sperre gegen Baktereien, Keime und Vieren. Die Wasserqualität wird hier nicht "korrosionstechnisch" verändert da alle Ionen im Wasser bleiben.

Die NF (Nanofiltration) hält dagegen zwei- und mehrwertige Ionen zurück und verändert daher auch die Zusammensetzung des Wassers.
Allerding ist hier darauf hinzuweisen das die Definition der NF von Hersteller zu hersteller unterschiedlich. Was bei dem einem noch eine UF mit scharfer Trenngrenze ist, ist beim nächsten Hersteller scho eine NF.

Eine Vorbehandlung ist bei der Trinkwasserbehandlung übrigens nicht grundsätzlich nötig. Lediglich bei der Aufbereitung von Flusswasser mittels UF (hier als Vorstufe einer UO) wird oft vor der Membrane geflockt.

Gruß

Rainer
Jan
(Mailadresse bestätigt)

  08.03.2012

Hallo!
UO und NF sind hochkomplexe Aufbereitungsmethoden und erstrecht keine Wundermittel die gegen alle Arten von Verunreinigungen, Keimen oder Wasserinhaltsstoffen helfen! Zu einer funktionierenden UO /NF gehören so gut wie immer eine Vorbehandlung und auch eine Permeatnachbehandlung.
Die natürliche Zusammensetzung des Wassers wird gewaltig verändert was bei falscher nachbehandlung schwerwiegende Folgen haben kann, z.B. Korrosion metallischer Rohrleitungswerkstoffe.
Grüße

aussieman
(Mailadresse bestätigt)

  08.03.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rainer Kluth vom 08.03.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Rainer,

vielen Dank für Deine Antwort, habe ich jetzt erst gesehen.

Ich würde gerne auf Dein Angebot einer Zusammenfassung per Mail zurückkommen. Ich finde mich hier im Forum nicht richtig zurecht (hoffe mal nicht, daß das am verunreinigten UO-Wasser liegt ;-)).

In irgendeinem Thread habe ich was von FAQs zu UO-Anlagen gelesen, aber nichts gefunden, kannst Du mir den Link dazu mal posten?

Vielen Dank
Stephan
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  08.03.2012

Hallo Stephan,

mit dem nach Aachen ziehen solltest Du es mal nicht überstürzen.
Richtig ist das in Aachen und nicht nur dort, UF-Anlagen in der Trinkwassergewinnung eingesetzt werden. Gerade bei der Verwednung von Oberflächenwasser (Stausse) hat die UF große Vorteile gegenüber einer konventionellen Aufbereitung. Allerdings sind zwischen der Wasseraufbereitung und dem Wasserhahn in der Wohnung noch einige Meter Rohrleitung vorhanden. Zu Verkeimungen kommt es leider gerade auf dieser Strecke und nicht an der Einspeisung des Trinkwassers durch den Versorger.

Zum Thema UO ist eigentlich schon alle hier im Forum gesagt worden, einfach mal die Forenhilfe benutzen.
Dort findest Du auch was zum sicheren betrieb der Anlagen. Ich kann Dir aber auch gerne eine Zusammenfassung der Beiträge per mail senden.

Damit stellt sich die Frage ob eine UF nicht als Keimschutz am heimischen Wasseranschluss sicherer ist. Allerding treten hier die selben Problemstellungen wie bei der UO auf da diese Anlagen nie kontunierlich betrieben werdenund damit das Verkeimungsrisiko ansteigt.

Du siehst es ist schwer eine vernünftige und auch realisierbare Lösung zu finden.

Abschlissend noch der Hinweis das der Versorger verpflichtet ist Dir an der Übergabestelle zum Hausanschluss Trinkwasser nach TVO zu liefern.
In der Regel ist das wohl auch so. Ansonsten sind die meisten Versorger bei Problemen und entsprechenden Untersuchungen sehr kulant und entgegenkommend.

Gruß

Rainer



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