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Kategorie: > Wissenschaft > Physik / Chemie
Wärmeleitfähigkeit der Luft
Gast (Hans Nefzger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.03.2011

Verehrte Forumsteilnehmer,

folgende Streitfrage mit einem Bekannten :
Ich behaupte, dass frische Luft (würde ich definieren mit einem höheren Sauerstoffanteil) eine bessere Wärmeleitfähigkeit hat, als eine verbrauchte, abgestandene Luft (mit einem geringeren Sauerstoffanteil).
Mein Gegenüber vertritt die Auffassung, prozentualer Sauerstoffgehalt (respektive CO2-Gehalt in %) spiele keine Rolle. Ausschalggebend sei die rel. Luftfeuchte in %! Was trifft Eurer Meinung nach zu?

Viele Grüße

Hans Nefzger



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Gast (Bernhard Janßen)
(Gast - Daten unbestätigt)

  19.03.2011

Es gibt da so eine Redensart: "Verbrauchte Luft wird niemals warm". Die bezieht sich aber wohl eher auf die "innere Verbrennung". Der Mensch benötigt für den inneren Verbrennungsvorgang natürlich Sauerstoff. Wenn der Sauerstoffgehalt der Luft zu niedrig ist, fröstelt man vermutlich eher. Auch denkt es sich bei frischer Luft leichter, da dann mehr Sauerstoff ins Gehirn kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  18.03.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hans Nefzger vom 18.03.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Hans,

nein auch dieses Statement ist nicht haltbar. Du kannst eigentlich davon ausgehen, das sich die Luft egal in welchem Zustand der üblichen Zusammensetzungen, wenn man es nicht homeopathisch betrachten will, gleich verhält.

Einzig die Frage, wo bleibt sie denn die warme Luft ist da interessant. Erwärmte Luft dehnt sich aus und wird dementsprechend leichter und sammelt sich zunächst unter der Decke. Die Decke in Räumen sind dummerweise der am wenigsten begangene Bereich und man braucht sich von daher auch nicht über kalte Füße zu wundern.
Die Decke im Bett dagegen, zusammen mit leitfähigeren Gasanteilen dann eine sogenannte "Furzmolle" bildend ist rascher erwärmt. (aus der man bei dem derzeitigen Wetter gar nicht aussteigen mag.)In beiden Deckenarten sind Löcher kontraproduktiv, da die warme Luft immer nach oben strebt. Früher hat man allerdings in den Küchenräumen Öffnungen zur zweiten Etage vorgefunden, um die Räume darüber mitzuheizen.

Was nun das Wärmen der Luft anbelangt, so ist da die Größe der warmen Oberfläche wesentlich. Wenn man die angewärmte Luft ins Freie lässt, sollte man versuchen die Wärme dazu zu nutzen die frische Luft von draussen damit vorzuwärmen. (Kreuzrippenwärmetauscher oder so ähnlich)
Was fällt mir da noch zu ein? Ja natürlich der Heissluftballon.
Also pass auf: Ein Mann in einem Heißluftballon hat sich verfahren:

Er geht tiefer und sichtet einen Mann am Boden. Er sinkt noch weiter ab und ruft:
"Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiß nicht, wo ich bin." Der Mann am Boden antwortet: "Sie sind in einem Heißluftballon in ungefähr 10 m Höhe über dem Boden. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite und zwischen 59 und 60 Grad westlicher Länge."
"Sie müssen Ingenieur sein" sagt der Ballonfahrer. "Bin ich", antwortet dieser, "woher wussten sie das?" "Nun," sagt der Ballonfahrer," alles was sie mir sagten, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit ihren Informationen anfangen soll, unnd ich weiß immer noch nicht, wo ich bin. Offen gesagt waren Sie keine große Hilfe. Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert."
Der Ingenieur antwortet: "Sie müssen im Management tätig sein." "Ja," antwortet der Ballonfahrer, "aber woher wussten sie das?"
"Nun," sagt der Ingenieur, "sie wissen weder wo sie sind, noch wohin sie fahren. Sie sind aufgrund einer großen Menge heißer Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie sie es einhalten können und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass sie Ihre Probleme lösen. Tatsache ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt bin irgendwie ich schuld!"

(gesehen auf lustich.de)

Schönen Abend

Lothar
Gast (Hans Nefzger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.03.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 18.03.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Wäre dann die Behauptung: "Trockene und sauerstoffreiche Luft erwärmt sich schneller!"
eigentlich haltbar?

Gruß

Hans
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  18.03.2011

Hallo Hans,

Zitat:************************************************
Ich behaupte, dass frische Luft (würde ich definieren mit einem höheren Sauerstoffanteil) eine bessere Wärmeleitfähigkeit hat, als eine verbrauchte, abgestandene Luft (mit einem geringeren Sauerstoffanteil).
Mein Gegenüber vertritt die Auffassung, prozentualer Sauerstoffgehalt (respektive CO2-Gehalt in %) spiele keine Rolle. Ausschalggebend sei die rel. Luftfeuchte in %! Was trifft Eurer Meinung nach zu?
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Hallo Hans,

wenn ihr zwei aufhört zu "furzen" dann habt ihr kein Problem. Wasserstoff und Wasserstoffverbindungen liegen als einzige um eine knappe Zehnerdekade über den restlichen Gasanteilen der Luft und wären ein Grund für bessere Wärmeleitung. Alles andere liegt so nahe beieinander,dass es keinen signifikanten Einfluss haben kann. Selbst Wasserdampf liegt in dem Bereich. Das meiste geht auch hier über "empfundene" Wärme oder Kälte die in erster Linie vom Feuchtegehalt der Haut als Sensor und Bewegung der Luft abhängig sein sollte.Also reine Psychologie, wenn man von den wasserstoffhaltigen abgelassenen Winden mal absieht. Und so hat eher dein Freund recht wenn man die Luftfeuchte aussen vor lässt. Wenn du meinst Edelgase zu erzeugen, so wäre dort das Helium von etwa der besseren Wärmeleitung wie Wasserstoff. ( sind aber selbst bei Königen profanere Gasverbindungen und keineswegs edel)

Soll aber kein Grund sein nicht mehr zu lüften !

( clever googeln: Wärmeleitfähigkeit Gase )

Gruß aus dem Rupertiwinkel

Lothar



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