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Kategorie: > Technik
Kuperoxidation
Gast (Hans)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.08.2010

Hallo,

kann mir einer sagen, wie Kupfer auf VE-Wasser im allgemeinen reagiert bzw. oxidiert.
Ich hatte gelesen, dass VE-Wasser, wenns steht, seinen PH-Wert sehr schnell verändert. Kann diese Veränderung auch einen Einfluss auf die Reaktionszeit haben?

Ich wäre sehr dankbar für eure Hilfe?

Schöne Grüße und Danke



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Gast (Hans)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von tröpfchen vom 21.08.2010!  Zum Bezugstext

Wir kommen die Sache immer näher und bin sehr dankbar für die sehr gute Hilfe.

Der Leitwert ist laut Messung der Anlage bei 0,2µs und mit einem mobilen Messgerät bei 0,5 im letzten saubersten Becken. Bei Verschleppung und daraus folgende Verunreinigung varieren die Werte bis 2µS. Wenn der Wert 2µS übersteigt, wird die Harzpatrone getauscht.  Die braunen Verfärbung sind aber in diesem Fall stärker und viel auffälliger, wenn der Leitwert niedriger ist und das Wasser optisch sehr sauber aussieht, z.B. bei Neuauffülung der Becken, ist das sehr stark.
In diesem Fall gehts um eine Reinigung von Halbleitern was mit Kolophonium (Flussmittel) behaftet ist und entfernt werden soll. Der Reiniger hat auch viel Anteil von Kohlenwasserstoff, was durch verunreinigung den Prozess der Korrision verhinderen kann oder stimmt diese Aussage nicht? Nur das Problem ist, dass ab einer bestimmten Menge Verunreingung das Reinigungsergebniss überhaupt nicht zufriedenstellend ist.

So ist das Schema der Reinigungsanlage:
http://www.axarel.eu/tech-docs/Reinigung-DCB.pdf

Danke und Gruß
Gast (tröpfchen)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf einen gelöschten Beitrag vom 21.08.2010!  Bezugstext gelöscht

Hallo Hans,

pH 5,6 ist für ein VE-Wasser in einem von dir beschriebenen System nicht ungewöhnlich. Obwohl die Messung - aufgrund der geringen elektr. Leitfähigkeit des Mediums - zweckmäigerweise mit Spezialelektroden erfolgen sollte.

Was die braunen Flecken verursacht, lässt sich in Ferndiagnose leider nicht beantworten. Da ihr Auftreten aber erst bei längerer Kontaktzeit eintritt, hier einmal zwei Möglichkeiten, die mir spontan einfallen:

1. Werkstoffangriff durch saures "VE"-Wasser.
D.h. je länger das VE-Wasser Luftkontakt hat, um so mehr (saure) Luftbestandteile lösen sich und um so weiter entfernt sich die Qualität dieser "Brühe" von der von sauberem VE-Wasser. Messe doch einmal die elektr. Leitfähigkeit von dem Wasser, bei dem alles glatt läuft und von dem, bei dem es die braunen Flecken gibt. Wenn o.g. Vermutung die Ursache ist, müssten die Flecken im "schmutzigeren" VE-Wasser auftreten. Dann wäre die Problemlösung klar: Mehr Durchsatz oder die Becken möglichst luftdicht abdecken.

2. Werkstoffangriff durch Mikrobiologie oder mikrobiologische Ablagerungen.
Durch den Luftkontakt kommen sowohl Mikroorganismen als auch Nährstoffe ins Wasser,die sich dort vermehren können. Obwohl manche Mikroorganismen wahre Asketen sind und sich auch in leicht verschmutztem VE-Wasser vermehren, halte ich dies in eurem Fall für wenig wahrscheinlich, da Kupfer(oberflächen) in der Regel biozid wirken. Dennoch wäre es nicht falsch einmal ein Labor (z. B. euren Trinkwasserlieferant) mit einer mikrobiologischen Kontrolle der Kreislaufwässer zu beauftragen, wobei die Bestimmung der Gesamtkeimzahl (relativ einfach und preiswert) ausreichen sollte. Wenn das Wasser verkeimt ist, wäre der Zusatz eines Biozids (Achtung: Mögliche Auswirkungen auf die Platten prüfen) oder der Einsatz von UV-Licht (beispielsweise Tauchlampe, Niederdruckstrahler, 254 nm Wellenlänge) ein Lösungsansatz.

Gruß aus der Pfalz
Tröpfchen
Gast (Hans)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von tröpfchen vom 21.08.2010!  Zum Bezugstext

Vielen Dank für diese Antwort. Ich hatte mal den PH-Wert gemessen (mobiles Messgerät) und liegen bei ca. 5,6 - 5,7. Mit einer Anlage werden kleine mit Kupfer beschichtete Platten abgespült. In 3 hintereinander geteilte Becken (Kaskaden) mit jeweils 3 Düsenstöcken. Jedes Becken fasst ca. 100l was im Kreislauf umgepumpt und draufgepüht wird. Das letzte Becken wird dann mit Kohle und Harz umgewälzt und ca 60l/h kommt frisches VE-Wasser hinzu. Teilweise haben die dann vereinzelnd braune Verfärbungen und wissen nicht die Ursache. Wenn ein oder zwei Becken nicht sprühen bzw. die Kontaktzeit verringert wird, ist alles verschwunden und optisch sauber. Wasser- und Umgebungstemperatur liegen bei 25-30°C.

Hoffe du wüsstest dort auch eine Antwort.

Schöne Grüße

Gast (tröpfchen)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.08.2010

Hallo Hans,

aus technischer Sicht ist Kupfer gegenüber VE-Wasser beständig. Wenn du allerdings VE-Wasser über Kupferleitungen verteilst, wird ein Labor mit entsprechender Messtechnik dann im Wasser Kupferspuren analysieren können. Ist also die Frage, auf was es dir ankommt.

Noch etwas zu deiner Aussage "dass VE-Wasser, wenns steht, seinen PH-Wert sehr schnell verändert". VE-Wasser ist ein völlig ungepuffertes Medium und wird durch die Aufnahme von den überwiegend sauren Luftbestandteilen ebenfalls sauer. Dann hat man aber kein VE-Wasser mehr vorliegen, sondern eine - wenn auch sehr verdünnte - Säure mit völlig anderen Eigenschaften. D.h. dies wäre das Ergebnis eines mangelhaften Umgangs mit dem VE-Wasser.

Gruß aus der Pfalz
Tröpfchen



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