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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Algen-Eintrag im Schluckbrunnen
wilhelm erkens
(Mailadresse bestätigt)

  30.07.2010

Wir können Grundwasser in 30m Tiefe für eine Wärmepumpe nutzen und
betrachten derzeit zwei Möglichkeiten der Rückführung des Grundwassers in einem Schluckbrunnen.

Die klassische Variante ist die Rückführung in einem PE-Rohr bis in den Schluckbrunnen hinein. Das Grundwasser wird damit unverändert zurückgeführt, d.h. ohne Sauerstoff-Eintrag. Dadurch werden Algenbildung und die etwaige Oxidation von im Wasser gelöstem Eisen oder Mangan vermieden, was sukzessive zur Verstopfung des Schluckbrunnens führen kann. Soweit der Stand unseres Wissens.  

In unserem Fall befindet sich zwischen den beiden geplanten Rohrbrunnen ein Seerosen-Teich mit rund 25 cbm Wasserinhalt.  Nach Nutzung des Wärmeinhalts in der Wärmepumpe wäre es uns sehr angenehm den Wasser-Rücklauf mit rund 5°C in den Teich einzuleiten und dann dessen Überlauf grob gefiltert in den Schluckbrunnen abzuführen.
Eisen und Mangan haben wir nicht, auch keine Fadenalgen. Lediglich eine leichte natürliche, bräunliche Wassertrübung im Winter und in der warmen Jahreszeit eine mal mehr, mal weniger grünliche Wassertrübung, jedoch keine Fadenalgen.  Wenn wir den Teichüberlauf in der Heizperiode in den Schluckbrunnen einbringen haben wir lediglich diesen leichten bräunlichen Algeneintrag.

Die Vorteile klingen verlockend:
- der Teich wird im Winter keine Eisdecke mehr bilden, denn je kälter die Außentemperatur wird, desto länger arbeitet die wärmespendende Brunnenpumpe;
- kein 30m langes PE-Rohr zwischen den beiden Rohrbrunnen;
- kein Graben zwischen den beiden Rohrbrunnen;
- konstantes Niveau im Teichwasser;

Frage: Gibt es ein Argument uns von diesem Vorhaben abzuhalten und uns der oben erwähnten klassischen Variante zuzuwenden?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 8
wilhelm erkens
(Mailadresse bestätigt)

  01.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 31.07.2010!  Zum Bezugstext

o.k., wir haben verstanden. Keiner der bisherigen Beiträge hat unseren Gedanken unterstützt. Brunnenbohren ist teuer und wir wollen selbstverständlich nicht riskieren den Schluckbrunnen alsbald wieder zu verlieren; obwohl wir nicht die  Scenarien in unserem Teich vorfinden, wie in diversen Beiträgen angenommen wurde.
Einem sehr sachlichen Argument können wir uns jedoch nicht verschliessen, dass nämlich der Teich mit seinen 25cbm Wasserinhalt täglich mit etwa dem doppelten Volumen an Grundwasser gespült würde. Dabei wird sich ein Biotop verändern und ggf. seiner Nahrungsgrundlage beraubt. Das gilt es selbstverständlich zu vermeiden.

Noch im Planungsstadium, also rechtzeitig, haben uns die Beiträge im Forum geholfen die richtige Entscheidung zu finden. Wir danken vielmals.

Wilhelm

Gast (Striehl Brunnenbaumeister)
(Gast - Daten unbestätigt)

  31.07.2010

Ja das ist der fall.
Der Schluckbrunnen wir Ihnen nicht mal ein Jahr freude machen.
Wir haben schon 2 solcher Brunnen gereinigt und in dem einen Brunnen war ein totaler verwuchs in den Filterschlitzen ( wurzelbildung ) dann kam noch dazu das der Brunnen voller Frösche war 4 Stück haben gelebt und 3 Stück waren auf dem Boden des Brunnens.
Die lebenden haben wir mit einem Luftballon gerettet.
Ich gebe Ihnen wirklich den guten rat das nicht zu machen. Der teich muss ja nicht versäucht sein die Bakterien langen um Grundwasser ungeniesbar zu mahen. odr wollten Sie Ihr Teichwasser Trinken ??????? :-)
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaßßßßß mit Ihrem Teich.

Liebe Grüße aus Mannheim
Kai Striehl
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  31.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von wilhelm erkens vom 31.07.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Wilhelm,

sowie der Teich heute ist, das sagt doch gar nichts über die erwartbaren Veränderungen, wenn da täglich ein mehrfacher Wasserwechsel mit unnatürlich kaltem Wasser erfolgt. Das komplette Biotop könnt Ihr dann vergessen!
25 m³ Wasser, das ist nichts als eine größere Pfütze. Und nun rechne mal aus, wie viel Wasser da täglich eingeleitet wird, wenn die Heizleistung der Wärmepumpe nur 10 kW beträgt. Bei einer Temperaturdifferenz von 5 K fließen da mehr als 40.000 Liter eiskaltes Wasser am Tag durch den Teich, es verändert sich die Wasserchemie und alle organischen Nährstoffe werden fortgespült. Ende, aus - da bleibt nichts mehr wie es war!

Beste Grüße
Wilfried
wilhelm erkens
(Mailadresse bestätigt)

  31.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Striehl Brunnenbaumeister vom 30.07.2010!  Zum Bezugstext

In der Tat, dies stellt ein Risiko dar.
Aber, den Teich pflegen und beobachten wir seit einigen Jahren. Er wird genährt vom Regenwasser des angrenzenden Hausdaches. Fische, Molche, Libellenlarven und Seerosen gedeien darin prächtig, was darauf schliessen lässt, dass eine gute Wasserqualität vorliegt. Auch Fremde haben keinen Zugang zur Teichanlage, so dass ein unbefugter Eingriff mit Beeinträchtigung der Wasserqualität weitesgehend auszuschliessen ist.

Der klassische Weg der Rückführung des Brunnenwassers ist es zwar nicht, aber wir suchen noch die Antwort darauf, ob die durch Algen hervorgerufene leichte Wassertrübung im Laufe der Jahre den Schluckbrunnen verstopfen könnte.
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  31.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von wilhelm erkens vom 31.07.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Willi,

Wenn der Teich mal eine Algenblüte hat, kann das sogar sehr schnell gehen, dass man mit dem organischen Material die Bohrungsfließkanälchen zustopft. Die Algenblüte hat man sogar in Fließgewässern und ist auch nicht zu vermeiden.
Wie aber schon erwähnt, hat diese Suppe aus dem Teich absolut nichts im Grundwasser zu suchen.

Das sind wir dem Lebenselixier Wasser schuldig.

Gruß Lothar
wilhelm erkens
(Mailadresse bestätigt)

  31.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 30.07.2010!  Zum Bezugstext

Ja, wir denken auch, dass der Teich nicht insgesamt an strengen Wintertagen eisfrei bleiben wird, aber immerhin dürfte der Strömungsverlauf des eingebrachten Wassers von der Einleitung bis zum Überlauf eisfrei bleiben.

Unsere Frage bezieht sich aber eher darauf, ob der leichte mikroskopisch feine Algeneintrag über die Jahre vielleicht den Schluckbrunnen dicht machen könnte.
Gast (Striehl Brunnenbaumeister)
(Gast - Daten unbestätigt)

  30.07.2010

Ich gebe Ihnen den tipp das nicht zu machen.
Eine Wärmepumpenamlage sollte immer ein geschlossenes System sein.
Es dürfen keine schadstoffe in das Grundwasser eingetragen werden, das besteht aber wenn Sie das Wasser über den Teich laufen lassen.
Microbakterien usw..
Ich glaube auch nicht das das die Unterwasserbehörde zulassen würde.

Ich hoffe Ich konnte Ihnen helfen mit freundlichen Grüßen
Kai Striehl
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  30.07.2010

Hallo Wilhelm,

ich kann nur zum klassischen Schluckbrunnen raten, denn der kleine Teich geht als Biotop auf jeden Fall verloren, weil die Wassertemperaturen unnatürlich niedrig würden. Und ob der in strengen Wintern nicht doch zufriert, das ist noch gar nicht sicher - zumindest knnen sich da ganz unerwartete Eisgebilde auftürmen.

Beste Grüße
Wilfried



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