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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Kalkstein oder Dolomitkalk?
Gast (Michael Thierfelder)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.06.2010

Ich habe saures Brunnewasser, das wir für alles nutzen. Seit Jahren lasse ich es durch 2-4mm Kalkstein laufen, um es zu entsäuern. Doch der Erfolg ist mäßg. Soll ich meine Röhren, die bis jetzt mit Kalkstein gefüllt sind, in Zukunft mit Dolomitkalk bestücken? Geht jeglicher Dolomitkalk, oder was muss ich beachten....?
Vielen Dank! Michael



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 20
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  04.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 04.08.2010!  Zum Bezugstext

Tssss, nach fast zwei Monaten lesen wir nun was der gute Carsten vor hatte. Schade um die verlorene Zeit :-(
Und das mit dem "spitzen Bleistift" scheint er auch nicht verstanden zu haben, das ist eine Redewendung, wenn jemand etwas sehr genau berechnet.
So genau das ist aber in der Praxis der Aufhärtung gar nicht immer möglich, denn es gibt viele Unwägbarkeiten - wie auch in diesem Fall. So kann doch z.B. die Temperatur im Jahresverlauf erheblichen Schwankungen unterliegen.

Man braucht also Erfahrungswerte von den verschiedenen Materialien und Körnungen.

Beste Grüße
Wilfried
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  04.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 03.08.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

derjenige, der mal wieder mit spitzer Feder schreibt, bist Du, aber egal, darauf gehe ich nicht weiter ein.

Meine Idee war, bevor die Wasserdaten gepostet wurden, wenn ks4,3> 1,0 mmol, Ca> 20mg und kH>= 2,8 dH hätte das Wasser vielleicht auch physikalisch entsäuert werden können... Diesbezüglich war meine Antwort auf Lothars Anmerkung, was ich mit den Daten bezwecken wolle, die Auslegung und Berechnung einer Anlage, nicht mehr und nicht weniger.

Materialien gibt es viele, gilt halt nur, das Optimum herauszufinden, ob nun dichtes oder poröses CaCO3, Hydrolit-Ca, Hydro-Calcit, Hydro-Karbonat, Juraperle, Dolomit, Magnodol oder was auch immer; es funktioniert halt nicht immer mit jedem Mittelchen.

Bei der geringen Menge pro Tag wäre evtl. auch eine Dosierung von Alkalien möglich (die einzelnen Mittelchen liste ich jetzt nicht auf), oder was auch immer...

Also mit diesen Schätzungen der Temperatur etc. kann ich nicht, das ist nicht mein Ding. Ich weiß nicht, ob Michael das eine Hilfe ist, wenn man schreibt, bau Dir einen Kessel mit ca. 200 - 300 l und kippe da ca. 150 l irgendwas rein, wird schon irgendwie funktionieren...

PS: Spar Dir Deine Antwort, ich werde die eh nicht lesen!

bb

Gast (Michael Thierfelder)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 03.08.2010!  Zum Bezugstext

Ihr lieben Herren! Ich bin ja erstaunt, was Ihr so alles wisst. Ich hatte gedacht, mit der Frage Kalkstein oder Dolomitkalk wäre ich schon auf die gangbarste Variante gekommen. Doch vielleicht stelle ich die Frage mal ganz anders: Was sollte ich den tun, um mein Wasser zu entsäuern? Ich mische auch gerne mit einer Dosierpumpe was zu oder, oder... Ich einem Pufferspeicher habe ich dem sauren Wasser Natronlauge zugegeben, weil das Wasser mir die Schlange zerfressen hatte. - Sicher gibt es da auch eine Idee fürs Trinkwasser? Bin gespannt!
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  03.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 03.08.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Carsten,

da fehlte für den spitzen Bleistift eigentlich nur noch KB 8,2. Da aber KS 4,3 schon mit 0,2 im Keller liegt, werden die paar mmol von KB 8,3 kaum erheblich sein, zumal die Temperatur im Jahresverlauf stark schwankt, schätze zwischen 8 - 15 C.

Spätestens da kannst Du doch den spitzen Bleistift wieder weglegen und sagen, das wird ein Filterkesser 200 Liter bis 300 Liter mit ca. 150 Liter xy drin, pH am Ausgang durchscnittlich 7,5, Standzeit ca. 8 - 12 Monate.
Das XY ist nämlich interessant, von Dir vorgeschlagen als Alternative zu gewöhnlichem Kalk oder zu Dolomit.

Gruß
Wilried
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  03.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 02.08.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

steht weiter unten schon geschrieben.
Welche Daten benötigt werden solltest Du aber eigentlich wissen, oder?


MfG Carsten
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  02.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 02.08.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Carsten,

welche Daten/Parameter exakt brauchst Du, bzw. was fehlt Dir?
Ich denke mal Eisen und andere Schwermetalle sind unwichtig.
Bekannt sind bis jetzt der Leitwert, pH, Nitrit, Nitrat, Mangan, Ks4,3 , Magnesium, Calcium, Natrrium, Clorid und Sulfat.

Beste Grüße
Wilfried





Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  02.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 02.08.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

wenn mir die fehlenden Daten vorliegen, werde ich was dazu schreiben...

MfG Carsten
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  02.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 02.08.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Carsten,

dann wäre doch einmal ein Beispiel von den anderen Methoden interessant, einfach nur mit Beispielswerten.
So schmort der Michael hier nun schon seit 6 Wochen und weiß nicht worauf Du hinaus willst.
Das eigentliche Thema war jedenfalls Kalk (Dolomit) bzw. unterschiedliche Sorten, Körnungen, etc.

Mich interessiert das Thema sehr und ich werde in den nächsten Tagen dazu mal ein paar Experimente machen. Ich erinnere mich an Kunden, die zum Aufhärten in ihre Wasserspeicher einzwei Schaufeln Marmorkies füllten.

Beste Grüße
Wilfried
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  02.08.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 30.07.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

naja, muss denn mit Kalk entsäuert werden?
Es gibt ja auch andere Methoden, aber um das zu berechnen, muss man schon die Analysen haben...
Es geht ja auch um die Optimierung einer solchen Anlage etc.
...dachte halt nur...

MfG Carsten
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  30.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Thierfelder vom 29.07.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Michael,

mit der feineren Körnung wird die Reaktion mit dem Wasser schneller, dafür auch wirkungsvoller arbeiten.

Das heisst dann aber auch unter Umständen alle 6 Monate austauschen. Vielleicht auch nur nachfüllen. Das muß man einfach mal beobachten, wie sich das verhält. Vielleicht ist das ja schon nach einem Viertel Jahr weg.

Die Idee mit dem Nachfüllen ist nicht ganz abwegig, da ja ein echter Verbrauch vorliegt. Ein mal im Jahr ganz tauschen und sauber machen wäre aber aus hygienischen Gründen angesagt.

Gruß Lothar
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  30.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 30.07.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Carsten,

um deine Frage präzise zu beantworten, muß ich sagen, dass ich gar keine Wasseraufbereitungsanlagen auslege.

Ich moderiere hier im Forum seit Jahren und helfe gerne, wenn ich kann.

Um die Frage zu beantworten: Kalkstein oder Dolomitkalk macht es Sinn dem Fragesteller klar zu machen, dass das eine mit dem andern nicht austauschbar ist. Er könnte zwar ein paar Säcke Dolomitkalk in seinen Brunnen kippen aber nicht sinnvoll eine Entsäuerungsanlage damit befüllen. Ich habe auf die Möglichkeit der Effizienzsteigerung durch Erhöhung der spezifischen Oberfläche hingewiesen um eine Hilfestellung zu geben. Zu all diesem bedarf es aber keiner Wasseranalyse. Viel mehr galt es herauszuarbeiten, dass Kalkstein und Dolomitkalk zwei paar Stiefel sind. O.K. ?

Du kannst jetzt mit deinem Beitrag an Hand der Analyse glänzen und mich Lügen strafen. Und da drauf bin ich nach wie vor gespannt. Man will ja auch noch etwas dazu lernen, oder ?

Allen ein schönes Wochenende

Lothar
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  30.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 26.07.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

Du schreibst: "Von daher bin ich gespannt, was Carsten mit der Rohwasseranalyse bezweckt."

Wie legst Du denn Aufbereitungsanlagen aus? Ohne Wasseranalysen? Dann erkläre mir bitte, wie das funktioniert.

MfG Carsten
Gast (Michael Thierfelder)
(Gast - Daten unbestätigt)

  29.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 29.07.2010!  Zum Bezugstext

Lieber Lothar, vielen Dank! Den Kalk ersetze ich jährlich, wobei dann nur noch die Hälfte da ist. Ich werde also beim nächsten Befüllen feineren Kalkstein nehmen und dann sehen wir. Vielen Dank für die Hilfe!!!!!
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  29.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Thierfelder vom 28.07.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Michael,

das mit dem Dolomitkalk wird schon mal gemacht indem man den direkt in den Brunnen kippt. Ich habe damit aber keine Erfahrung und hätte auch Bedenken, dass man sich damit die Wasserdurchlässigkeit reduziert ( versumpfen) Was deinen Kalk anbelangt, so stellt sich die Frage, in welchem Turnus wird der ausgetauscht?
Wenn du bei der nächsten Beladung lauter 2mm und kleinere Körner aussieben könntest vervierfacht sich die aktive Oberfläche. Im Ein-Auslassbereich sprich oben und unten in einem Behälter könnte man eine Schicht des Gröberen legen um die leichteren Partikel vom wegspülen zu halten.
Das wäre meine Empfehlung zu einem Versuch.

Gruß Lothar
Gast (Michael Thierfelder)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 26.07.2010!  Zum Bezugstext

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich hab auch nicht jeden Tag Zeit, ins Internet zu sehen, deshalb, kein Problem, wenn es etwas dauert.
Kalkstein bekomme ich aus unserem Kalkwerk, so wie er gebrochen wird, in 2-4mm Größe, wie ich eingangs schrieb. Zusammensetzung ist mir nicht bekannt, könnte ich aber erfagen, wenn das wichtig ist.
Das Wasser läuft in ca. 2 Minuten durch ca. 50Liter des Kalksteins. Temperatur 6-9C wie es aus der Erde kommt. Täglicher Bedarf ca. 1.000 l.
Ich hatte irgendwo gelesen, dass Dolomitkalk günstig für die Entsäuerung wäre und bin deshalb drauf gekommen.
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  26.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 26.07.2010!  Zum Bezugstext

Ergänzung:

- wieviel Wasser soll eigentlich aufbereitet werden?
- wie groß ist der derzeitige Kessel?
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  26.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Thierfelder vom 25.07.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Michael,

wie sieht es mit der Wassertemperatur und dem Basekapazitätswert (kb 8.2) aus? Die fehlen noch...

MfG Carsten
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  26.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Thierfelder vom 25.07.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Michael,

da Carsten nicht unbedingt täglich hier herein schaut und es unschön ist, wenn man Hausaufgaben gestellt bekommt, diese erledigt und dann warten muß, melde ich mich mal zu Wort.

Grundsätzlich kann dir niemand deine gestellte Frage beantworten ohne zu wissen wie der derzeit verwendete Kalkstein zusammengesetzt ist. Unter Umständen ist dein Gestein wenn man es analysiert ja ein Dolomitstein oder ein dolomitischer Stein. Desweiteren gehe ich davon aus, dass du mit Dolomitkalk Dolomitstein meinst. Der Dolomitkalk ist ein aus Dolomitstein gebrannter Kalk, welcher von der Verwendung her gar nicht mit einem Gestein vergleichbar wäre.

Von daher bin ich gespannt, was Carsten mit der Rohwasseranalyse bezweckt. Das Dolomitgestein ist weitaus härter und spröder als herkömmliches Kalkgestein und von daher schon schlechter für Reaktionen, welche in Sekunden erfolgen sollen.

Was hier viel mehr Einfluss nimmt ist die Korngröße des zum Einsatz kommenden Mediums. Eine Neutralisation, welche bei stehendem Wasser viele Minuten braucht, kann bei einem in wenigen Sekunden durchlaufenen Rohrsystem mit vergleichbarer Oberfläche auch nicht schneller ablaufen.

Du kannst aber mit dem vorhandenen Kalkstein die Wirksamkeit vervielfachen, wenn du die Partikelgröße reduzierst. Das heißt du vergrößerst die spezifische Oberfläche indem du  beispielsweise von cm-Partikeln auf mm-Partikel verkleinerst, schon um Faktor 10. Das bedeutet verfahrenstechnisch soviel wie die Verzehnfachung deines gefüllten Rohrvolumens. Darüber hinaus werden diese Oberflächen im Laufe der Zeit auch passiviert und müssten genau genommen wenn dadurch die Wirkung nachläßt ausgewechselt werden.

Es tut mir Leid, dass ich diese Frage irgendwie überlesen habe und jetzt erst meinen Senf dazu gebe.

Gruß Lothar
Gast (Michael Thierfelder)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.07.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 18.06.2010!  Zum Bezugstext

Hallo, Carsten, nun endlich die Laborwerte. Hoffe, du kannst was damit anfangen.

el. leitfähigk. bei 20C-  386
ph-  5,6
nitrit-  0,025
nitrat-  19,2
mangan-  0,02
Ks4,3-  0,2
ca-  23,7
mg-  6,88
k-  2,3
na-  45,3
chlorid-  84,2
sulfat-  40,9
Rest- kein Ergebnis

Bin gespannt. Vielen Dank! Michael
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  18.06.2010

Hallo Michael,

bitte poste hier mal die komlette Rohwasseranalyse, vorher wirst Du keine dienliche Aussage erhalten.

MfG Carsten



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