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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Umkehr Osmose ohne Vordruck
Gast (Steffan Hermann)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.02.2010

Kann mir bitte jemand helfen eine Osmose Anlage fürs Camping zu finden ?
Mein Problem ist, das ich dort keinen Wasseranschluss habe , also keinen Vordruck.
Lediglich eine Tonne bzw behälter der wenn er verbraucht ist wieder gefüllt wird.
Dieser Behälter fasst 200l.

Gibt es eine UO Anlage mit eingebauter Pumpe , so das ich einfach einen Schlauch in den Vorratsbehälter legen kann das Wasser wird in die UO Anlage gepumpt und kommt im Anderen Behälter an.

Welche Pumpe hält soetwas aus? am besten wäre wohl ein Druck von 4-5 bar habe ich gehört.
Da ich das ganze nicht ewig laufen lassen möchte sollten die Anlage min 50l am Tag schaffen.

220V Strom ist vorhanden.

Grüße



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 8
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  10.02.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Steffan Hermann vom 10.02.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Steffan,

offenbar kann ich Dich nicht davon abhalten ;-))
Also, bei ebay gibt es Anbieter, welche auch entsprechend kleine Pumpen haben. Eine weitere Einkaufsquelle sind Zubehörläden für Caravan und Camping.

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Steffan Hermann)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.02.2010

Danke allen für die Antworten!

mein Problem ist jedoch nicht wie viel Abwasser entsteht oder ob die Anlage keimt...

ich suche nach einer Lösung in Bezug auf die Pumpe.
Das Problem ist das die normalen Tauchpumpen zwar den Druck erzeugen können, jedoch auch meistens einige Tausend Liter Durchfluss pro Stunde haben.
Dies würde bedeuten das die Pumpe auf enormen Gegendruck arbeiten muss da die Osmose Anlage pro Stunde nur einige wenige Liter durchlässt.
Hat hierfür jemand einen Tipp für mich oder Erfahrungen mit Pumpen die das auf Dauer aushalten ?

Vielen Dank allen an der Diskussion beteiligten.
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  09.02.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner Grimm vom 09.02.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Heiner,

es ist nicht nur eine Frage des Preises, da wird die falsche Technologie an unbedarfte Kunden verscherbelt, häufig von trickreichen ML-Vertretern, welche meist noch andere esoterische "Fachartikel" oder gar  Zeitschriften vertreiben.

Laien sind mit der fachgerechten Wartung überfordert und eine sichere Trinkwasserversorgung hat man damit keineswegs.
1. Um damit durch Umkehrosmose einen Liter Trinkwasser(Permeat) zu erhalten, entstehen ca. 15 Liter Abwasser (Retentat). Das belastet die Abwasser- und Kläranlagen und verschwendet enorme Wassermengen. In einigen Ländern wurden diese Anlagen deshalb schon verboten.
2. Das diese Apparate verkeimen, ist erwiesen, auch wenn bei einigen eine kleine UVLampe integriert ist. Ein gefährlicher Biorasen bildet sich dort in Kunststoffschläuchen und vor allem im Druckgefäß, mit seiner Kunststoff- oder Gummimembran.
3. Die Wartung ist für Laien zu kompliziert. Die notwendige Membranpflege, das Wechseln der Vor- und Nachfilter, das regelmäßige Reinigen und Desinfizieren werden darum oft vernachlässigt. Dann aber wird die Situation gefährlicher als je zuvor, gefährlicher als ganz ohne Aufbereitung!

Hier und in allen anderen Aufbereitungsanlagen auch, werden Keime nicht kontinuierlich abgegeben, sondern es lösen sich plötzlich große Flächen Biorasen und wenn der dann pathogene Keime enthält...
Erst vor kurzem hatte ich eine Zertifizierung mit einem Gerät, welches wir über Wochen am Ausgang einer Kläranlage betrieben. Da zeigte sich dieser Effekt ganz deutlich.

Ich empfehle das Wasser gut zu filtern, dabei möglichst viele Nährstoffe entfernen und dann das Wasser ganz normal mit einer gut bemessenen UVC-Lampe zu entkeimen. Aber auch diese Methode muss min. jährlich von Fachleuten gewartet werden.

Beste Grüße
Wilfried
Heiner Grimm
(gute Seele des Forums)

  09.02.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 06.02.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

aha! Also alles eine Frage der Billig-(nicht Preiswert-)Produktion.

Aber könnte nicht die besagte Druckerhöhungspumpe (Zubehörteil) ungefähr das sein, was der Steffan sucht?

Grüße
Heiner
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  06.02.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner Grimm vom 06.02.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Heiner,

meine Aussage begründet sich auf den Erfahrungen mit Kleingeräten, wie sie für ca. 200,00 - 500,00 € angeboten werden.
Das Ganze ist ein Problem der Regelung. Um bei diesen Kleingeräten überhaupt eine nennenswerte Leistung zu haben, gibt es als Zubehör kleine Druckerhöhungspumpen, welche den Leitungsdruck auf ca. 8 bar anheben können.
Ob der hohen Wasserverluste sind diese Geräte schon in einigen ariden Ländern verboten, z.B. in Ägypten.

Beste Grüße
Wilfried
Heiner Grimm
(gute Seele des Forums)

  06.02.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 05.02.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

"... Um bei den Drücken 1 Liter Trinkwasser zu haben entstehen ca. 10 - 15 Liter Abwasser. ..."

Das überrascht mich jetzt etwas. Theoretisch sollte es möglich sein, bei 4 bar Druckdifferenz salzhaltiges Wasser so weit aufzukonzentrieren, bis das Konzentrat gegen das "abgereicherte" Produktwasser einen osmotischen Druck von 4 bar aufweist.

Ganz so weit wird es in der Praxis natürlich nicht gehen, aber auch im Praxisbetrieb sollte doch gelten, dass das Verhältnis von Konzentrat zu Produkt vom Anfangs- und vom Endgehalt der im Wasser gelösten Stoffe (Salze) abhängt, d.h. ab einer gewissen Salzkonzentration geht bei 4 bar gar nichts mehr, unterhalb dieser Grenzkonzentration nimmt mit abnehmender Anfangskonzentration das Konzentrat-Produkt-Verhältnis ab. Im Extremfall, wenn man dest. Wasser reintäte, wäre der Konzentratanfall = 0.

Das sehr ungünstige Verhältnis 10...15:1 käme m.E. nur dann zustande, wenn die Salzkonzentration im Ausgangswasser dicht unter der Grenzkonzentration läge. Da über das Ausgangswasser aber keine Informationen vorliegen: Worauf begründet sich Deine Aussage zum Abwasser-Produktwasser-Verhältnis?

Viele Grüße
Heiner
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  05.02.2010

Hallo Stefan,

UO ist für Deinen Zweck wenig sinnvoll. Um bei den Drücken 1 Liter Trinkwasser zu haben entstehen ca. 10 - 15 Liter Abwasser. Für täglich 50 Liter müsste dann Dein 200 Fass 3 Mal Täglich gefüllt werden.

Welche Qualität hat denn das Rohwasser? Eventuell reicht es ja dieses mit einer UVC-Lampe entkeimen?

Beste Grüße
Wilfried
Heiner Grimm
(gute Seele des Forums)

  05.02.2010

Hallo Steffan,

Wasserpumpen für 4-5 bar sollten nicht schwer zu kriegen sein, könnten allerdings ein bisschen was kosten. Notfalls kann man auch 2 billigere Pumpen mit je 2-3 bar hintereinanderschalten. Sofern die Pumpe deutlich mehr Wasser fördert als die UO-Anlage durchlässt, sollte ein Druckbehälter mit Gaspolster und Druckschalter zwischengeschaltet werden, damit die Pumpe nicht ständig auf Volllast arbeitet und dabei unnötig Strom und Lebensdauer verplempert. Bei einigen Pumpenarten muss noch ein Rückschlagventil mit rein.

Grüße
Heiner



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