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Kategorie: > Umwelt
Wie wenig an hormonellen Substanzen ist zu viel?
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  10.04.2009

Unter dem nachfolgenden Link gibt es einen sehr informativen Artikel zu diesem Thema

http://www.faz.net/s/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/Doc~EE6930FC5B89A4B90BC2A02564DA4D77D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Gruß

Rainer Kluth



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  12.04.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ulrich Pfeffer vom 11.04.2009!  Zum Bezugstext

Hallo,

Meine persönliche Meinung dazu:

wie man deutlich sieht, sorgt die Medienlandschaft wieder mal für genug Verwirrung. Bei den zitierten Untersuchungen handelt es sich keineswegs um Endergebnisse mit Fakten sondern um Gegacker um neuartige Erkenntnisse in der Forschung und neue Wege um indirekt Auswirkungen nachzuweisen und von da aus ohne direkte Messung mathematisch auf äquivalente Nanogramm hochzurechnen.

So sprechen wir da auch gar nicht von Hormonen sondern von deren Botenstoffen, welche bei einer Hefe ähnliche Wirkungen hervorrufen, wie an ähnlichen menschlichen Andockstellen.

Es hat nun den Anschein, dass aus Kunststoffen Botenstoffe dieser Art freigesetzt werden, welche eben bei diesen Hefen das selbe Verhalten wie Botenstoffe aus Hormonen zeigen und daher den Stoffen hormonellen Ursprunges zunächst gleichgestellt werden.

Dass diese indirekt erfassten analytisch ausserhalb der normalen Messtechnik liegenden Mengen auf diesen Wegen Wirkungen auslösen, ist zwar interessant, aber vermutlich kaum exakt reproduzierbar. Beobachtenswert aber alle mal.Sitzt der auslösende Kunststoff schon in der Messapparatur?

Zusammenfassend würde ich hier einfach sagen wollen, wer viel misst misst Mist. Und erst mal kein Grund zur Beunruhigung. Man stelle sich nur vor, die kämen auf die Idee ein natürlich hergestelltes Bier in ihre Betrachtungen einzubeziehen. Prost.

Gruß Lothar
Ulrich Pfeffer
pfefferpfeffer-filtertechnik.de
(Mailadresse bestätigt)

  11.04.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von KIM ALEXANDER vom 11.04.2009!  Zum Bezugstext

hallo K.A.

ich bin ganz und gar nicht der Meinung, dass Journalisten wegschauen sollten wenn es tatsächlich etwas handfestes zu berichten gibt. Es lebe die freie Presse! Das hat aber mit undifferenzierter Panikmache absolut nichts zu tun.
Verbraucherschutz und Vorsorgeprinzip hat allerdings mit dieser Art von Berichterstattung wenig Gemeinsamkeit.
"75 Nanogramm hormoneller Substanz" - ohne weitere Angabe über Zusammensetzung, Herkunft oder potentielle Gegenmaßnahme. Welche konkrete Maßnahme lässt sich daraus für mich ableiten?  KEINE ! Soll ich jetzt ab morgen nichts mehr trinken? Ich nenne das eine absolut wertlose Information! Was soll ich damit anfangen? Kann ich als Laie überhaupt bewerten, ob dies für mich von irgendeiner Bedeutung ist? Wenn ich lese, welche Hormonmengen eine Frau vorsätzlich und freiwillig täglich zur hormonellen Verhütung zu sich nimmt, sind 75 Nanogramm von " ich weiß nicht was - vielleicht ist es ja ein Hormon" doch absolut lächerlich!

Die Menschen in Deutschland erfreuten sich 2008 erneut einer Steigerung der statistischen Lebenserwartung von weiteren drei Monaten! Es geht stramm auf die 90 zu. Niemals und nirgends in der Geschichte lebten die Menschen länger gesünder! Was will ich mehr? Was kümmern mich in der Praxis solche Meldungen?


" .. werden Mineralwässern die Qualität von Klärabwässer bescheinigt"  - wow, was für ein medienwirksames Statement!

welche Parameter stehen zur Debatte?
Welche Grenzwerte wurden überschritten?

Trink doch besser Wasser aus dem nächsten Fluss, in den sich andere vorher erleichtert haben! Das ist wenigstens natürlich!

Leute, wo bleibt denn da noch die Vernunft, die Verhältnismäßigkeit?  Wie viele Leute werden den tatsächlich von abgefülltem "Mineralwasser" konkret geschädigt? In anderen Ländern sollte man sich mit Leitungswasser nicht mal die Zähne putzen, Wasser aus Flaschen ist sogar dafür ausdrücklich empfohlen-von trinken gar nicht zu reden.

Das BFR meldet:" wir diskutieren dies schon länger" . Was bitte soll das BFR bei so einer  "Wischi Waschi- Meldung" sonst sagen? Macht "Butter bei die Fische" dann gibt es auch eine konkrete Aussage vom BfR oder anderen Stellen, mit konkretem Nutzwert, gegebenenfalls Verordnungen und konkreten Maßnahmen.
Die Aussage ".....Vorsorgeprinzip und Verbraucherschutz scheinen nicht mehr zu existieren" finde ich, mit Verlaub, ein starkes Stück.

Ich verstehe auch nicht ganz genau, was die ( evtl. qualitativ schlechte ) Beschichtung von Rohrleitungen mit der Qualität von Mineralwasser in Flaschen tun hat.
Da ich diesen Sachverhalt überhaupt nicht beurteilen kann, möchte ich mich dazu auch nicht weiter äußern.

Der genannte Umweltqualitätsnormenvorschlag bezieht sich auf Oberflächengewässer und auf die definierte Substanz Bisphenol A.
Meiner Erfahrung nach werden Mineralwässer gemäß Mineralwasserverordnung nicht aus Oberflächengewässern
gewonnen, die meisten Tafelwässer bestehen aus aufbereitetem Trinkwasser.

grundsätzlich stimme ich durchaus überein, dass Hormone oder ähnliche Substanzen in Trink-, Tafel- oder Mineralwässern nichts verloren haben.

Solange die Forscher nicht mal wissen, was sie da eigentlich gefunden haben, sollte man erstmal nachprüfen, ob es sich bei 10.000 Jahre alten Tiefenwasser abgefüllt in einer Glasflasche nicht um einen Messfehler handelt.

Gruß

Uli
Gast (KIM ALEXANDER)
(Gast - Daten unbestätigt)

  11.04.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ulrich Pfeffer vom 11.04.2009!  Zum Bezugstext

>"Auch wenn er in der FAZ steht, auf diese Art von >Journalismus kann ich gerne verzichten!"

Na ja, Uli,

Du vielleicht, ich nicht!

Die Journalisten sollen Deiner Meinung nach also schweigen und wegschauen, so wie das Bundesinstitut für Risikobewertung. Dort scheinen die Wörter "Vorsorgeprinzip" und "Verbraucherschutz" nicht mehr zu existieren.


>"nur - eine echte verwertbare Aussage habe ich in >dem ganzen Artikel leider nicht gefunden."

Na ja, Uli,

ich habe einige verwertbare Aussagen gefunden, z. B.

>"Bis zu 75 Nanogramm pro Liter hormoneller Substanz >konnten die Forscher nachweisen"

Zur Bewertung von Befunden in Oberflächengewässern können auch Umweltqualitätsnormvorschläge herangezogen werden, lt. UBA-FB 205 24 205 - Veröffentlichungsdatum März 2007 - wurde für Bisphenol A ein Umweltqualitätsnormvorschlag von 0,8 ng/l abgeleitet.

Uli, jetzt kannst Du darüber nachdenken, ob 75 ng/l hormoneller Substanz in Mineralwässern angemessen sind.


ABER: In Köln wurden in Wohnhäusern, deren Trinkwasserleitungen mit Epoxidharz (...-System) beschichtet wurden, sogar im Trinkwasser 280 µg/l Bisphenol A nachgewiesen.

Unglaubliche Ergebnisse, die den Anwohnern, den Medien und der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt werden.

Das Umweltbundesamt vertuscht diese Ergebnisse und spricht nicht die notwendigen Warnungen aus.

Es ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten, genau dieses Harz steht in Anlage 5 der UBA-Beschichtungsleitlinie, obwohl es nie die Anforderungen dieser Leitlinie erfüllt hat.



KIM ALEXANDER
Ulrich Pfeffer
pfefferpfeffer-filtertechnik.de
(Mailadresse bestätigt)

  11.04.2009

hallo Herr Kluth

Das ist Information, wie ich sie liebe!

Sie hilft Journalisten die Zeitung zu füllen.
Sie hilft Verlegern ihre Zeitung zu verkaufen
Sie hilft Verbrauchern, in Panik zu geraten..
Sie hilft redlichen und um Qualität bemühten Mineralwasserherstellern die Bilanz zu verhageln. (nichts ist in diesem Sektor wirtschaftlich verheerender als eine schlechte Presse )
Sie hilft, unnütze ( in aller Regel)endständige Filter und Umkehrosmoseanlagen zum verkaufen, die dann bakteriell total versauen weil niemand danach schaut.
Sie hilft, dieses Forum zu füllen mit Fragen von verängstigten Leuten, die überhaupt nicht mehr wissen was sie den noch trinken sollen.

nur - eine echte verwertbare Aussage habe ich in dem ganzen Artikel leider nicht gefunden.

man hat was gefunden, weiß aber nicht mal genau Was!
Ist es ein Einzelstoff, ist eine Mischung?
Ist es überhaupt ein Hormon das auf Menschen wirkt?
Ist es überhaupt relevant?
Wo kommt es her?
Ist im Essen nicht zwangsläufig die vielfache Menge davon?

Für Hypochonder ist der Artikel sicherlich sehr interessant, für vernünftige Leute steht nichts drin was diese irgendwie weiter bringt.

Hör auf zu essen, zu trinken und zu atmen, dann stirbst Du wenigstens gesund!

Auch wenn er in der FAZ steht, auf diese Art von Journalismus kann ich gerne verzichten!

Grüße

Uli

PS: ich wünsche allen ein schönes Osterfest!



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