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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Filtersack über Pumpe?
Gast (Stefan H.)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.01.2009

Unsere Grundwasserwärmepumpe läuft seit genau einem Jahr. Wir haben ständig Probleme, dass sehr viel Sand gefördert wird und der Spülfilter maximal 2 bis 3 Tage das Wasser durchlässt und dann verstopft. Der Spülfilter hat eine Maschenweite von 0,5mm.
Unser Brunnen wurde im Trockenbohrverfahren hergestellt, dass heißt, es wurde ein 6m tiefes Loch gebohrt. Die Filterrohre (2m lang, Schlitzweite 0,5mm) wurden eingebracht und mit Resterde verfüllt. Es wurde kein Filterkies verwendet, da der Brunnenbohrer dieses Brunnenbohrverfahren nicht anwendet (Brunnenbohrer wurde über Heizungsbauer bestellt). Beim Bohren wurde schon festgestellt, dass es sandig ist. Die Pumpe sitzt ca. 30cm über den Grund. Der Brunnen wurde drei Tage lang ein Leistungspumpen durchgeführt. Nun hat mir der Brunnenbohrer vorgeschlagen, dass er über die Pumpe einen Filtersack ziehen möchte. Der Sand bleibt dann im Brunnen, der dann ausgepumpt werden muss. Soll ich den Vorschlag akzeptieren oder kann ich den Brunnenbohrer zu Verantwortung ziehen, weil die erbrachte Leistung nicht in Ordnung war? Wer hat Erfahrung damit?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Gast (w. schwarz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.01.2009

Stefan, ich vergaß noch zu sagen: Falls der Grundwasserstand und die Absenkung es zulassen, sollte man die Pumpe nicht im Filterbereich hängen lassen sondern dadrüber montieren. Hängt sie im Filterbereich, wird ein Abschnitt des Filters besonders stark angeströmt: Ergebnis kann eine erhöhte Sandfracht sein, also vielleicht auch mal prüfen ob man das ändern kann, ist eigentlich im Brunnenbau auch so üblich. Gruss Wulf
Gast (w. schwarz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.01.2009

Hallo Stefan, bevor ihr Filterlösungen sucht würde ich noch einmal versuchen eine Schockentsandung durchzuführen. Dadrunter versteht man das Abpumpen des Brunnens bis zur Belastungsgrenze (Absenkung bis Pumpe kein Wasser mehr zieht, aber nur kurzzeitig!), dann Pumpstopp bis das Wasser wieder angestiegen ist. Dieses Wechselspiel häufig wiederholen und beobachten ob mit jedem erneuten Pumpstart die Sandfracht geringer wird. Wenn ja das ganze geduldig wiederholen bis die Sandfracht auf ein geringeres Mass zurückgeführt ist. Evtl. könnte man auch die Dauerentnahme noch etwas reduzieren? Einen Versuch wäre es meiner Ansicht wert, zumal Filter oftmals auch Probleme machen wenn die Befrachtung zu hoch ist. Gruss Wulf
Gast (Gast)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.01.2009

Hallo, Die Pumpe wird nicht in den Filter gehangen, da sie bei jedem anschalten Sand hineinzieht. Hängt sie über die Filter falls es der Wasserstand zulässt dann solltet ihr Ruhe haben. ansonsten neu und tiefer bohren.
MH
Ulrich Pfeffer
pfefferpfeffer-filtertechnik.de
(Mailadresse bestätigt)

  16.01.2009

hallo Stefan

der Sack wird verstopfen und die Pumpe wird massiv an Leistung verlieren und evtl sogar kavitieren.
Bau nach de Pumpe einen Hydrozyklon  - Filter (Sandabscheider)ein, dieser scheidet den Sand über Zentrifugalkräfte ab in einen Sammeltank und kann nicht verstopfen  Den Tank muss man ab und zu entleeren, sonst funktionierts natürlich nicht. Danach einen Feinfilter, der verschmutzt dann viel weniger und nach und nach lässt die Sandbelastung von alleine nach.
Der Hydrozyklon ist ein Standardverfahren  sollte aber von der Größe her  auf die Pumpe abgestimmt sein.
Gruß

Uli
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  16.01.2009

Hallo Stefan,

ich meine die Idee hat was für sich, aber weniger wegen der Filterwirkung. Durch den Filtersack vergrößert sich ringsum die Ansaugfläche und die Anströmgeschwindigkeit wird sinken, der Sand bleibt liegen.

Viel Erfolg!
Wilfried



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