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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Chlordioxidanlage in 2-Familienhaus mit Zahnarztpraxis
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  13.11.2008

Hallo allerseits,

welche Chlordioxidanlage ist für ein 2-Familienhaus mit einer Zahnarztpraxis zu empfehlen?
Anlage die ClO2 selber produziert oder eine Anlage, die ClO2 über 2-Komponenten bereitstellt?

Besten Dank
Henck



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 31
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  27.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Aquarius vom 26.11.2008!  Zum Bezugstext

@ Ulrich Pfeffer

ich habe Ihnen eine Email geschickt, vielen Dank im voraus

@ Aquarius

vielen Dank für die aufmunternde Schützenhilfe.
Kristina Jähn
(Mailadresse bestätigt)

  27.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 26.11.2008!  Zum Bezugstext

Für die ClO2-Dosierung über Kontaktwasserzähler bzw. Mess- und Regelanlage und Dosierpumpe greift man tatsächlich auf die bewährte Technik von Dosiertechnikherstellern zurück, wobei die ClO2-Verträglichkeit der eingesetzten Materialen (Schläuche, Dosierventile, Pumpenkopf usw.) zu beachten ist, um ein zuverlässiges Arbeiten der Dosiertechnik über viele Jahre zu gewährleisten. Hinsichtlich der ClO2-Erzeugung gibt es verschiedene Verfahren, die z.T. auch patentrechtlich geschützt sind.
Ulrich Pfeffer
pfefferpfeffer-filtertechnik.de
(Mailadresse bestätigt)

  26.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 26.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Henk

leider ist Ihre mailadresse nicht hinterlegt, wie soll man Sie mit konkreten Infos erreichen? Sicher ist Ihnen schon aufgefallen das   konkrete Nennung von Firmen oder Produkten hier im Forum nicht erwünscht ist.

Grüße

Uli
Gast (Aquarius)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.11.2008

Hallo Freunde des Wassers,

schade, dass Standards aus anderen Medizinbereichen (wie Dialyse) bei den Herstellern der Behandlungseinheiten derart verpätet umgesetzt werden z.B. die Materialauswahl -Silikonschläuche (würg). Jetzt darf der Zahnarzt diese Versäumnisse ausbaden.

-Eignung von Chlordosierung?
Zum Einen zur "Nicht möglichen" Regeltechnik: Bei der Dosierpumpe kann die zugegebene Menge ausreichend genau eingestellt und ausgelitert werden. Eine Fehldosierung halte ich für unwahrscheinlich, sie kann aber anhand des Verbrauchs laufend kontrolliert werden. Halte ich neben anderen Maßnahmen (s. Unten) führ eine gute Unterstützung.

-Anonyme Probenhame möglich?
Ja, wenn das Wasser aus der Behandlugseinheit beprobt wird. Bei uns in der Region lassen neuerdings zahlreiche Zahnärzte untersuchen, mit oft schlimmen Ergebnissen. Keine Schließung durch das GA.
Da die Behandlungseinheiten Medizinprodukte sind, handelt es sich nicht um Trinkwasser, sondern ebenfalls um ein Medizinprodukt (Zudem deckt sich die Anwendung nicht mit in der Trinkwasserverordnung angegebenen Begriffsbestimmungen). Das Gesundheitsamt ist für Wasser aus Behandlungseinheiten daher nicht zuständig, sondern die Bezirksregierung (Medizinprodukte), und da gibt es nach meinem Wissen keine Meldepflicht. Ich denke, nicht mal die Grenzwerte für ClO2 gelten für Behandlungseinheiten! Aber wichtig: Da das Medizinprodukt nicht verändert werden darf, sind die Herstellerangaben zu beachten (Anforderungen an Einspeisewasser).

-Chlorung nur in Ausnahmefällen erlaubt?
Wir haben hier einen Ausnahmefall, nämlich eine Anwendung, die sich ohne ausreichende Desinfektion möglicherweise nicht hygienisch sicher betreiben läßt. Der Schaden??? durch Chlor??? ist sicher geringer einzustufen als die Gefahr der Legionellose und Entzündungserscheinungen / verschlechtertes Abheilverhalten/ Verbreitung übertragbarer Krankheiten durch retrograde Kontamination.

-Dringend zu empfehlen:
RKI-Richtlinie "Infektionsprävention in der Zahnheilkunde", Punkt 5. Unter www.RKI.de.
Praktische Tipps zur verbesserung der Wasserqualität in der Behandlungseinheit.

-Im Kaltwasserbereich müssen schon grobe Verstöße gegen die Regeln der Technik vorkommen, damit erheblich erhöhte Keimzahlen auftauchen - die lassen sich in den seltenen Fällen dann auch beseitigen.

-Und stellt euch nicht so wegen Chlor an, in der Hausinstallation sicher überflüssig, ist es für einige Anwendungen sehr nützlich (Tankfahrzeuge zur Flugzeugbetankung-Sinnvoller Dauereinsatz von Chlor)!

Grüße von Aquarius
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  26.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Kristina Jähn vom 25.11.2008!  Zum Bezugstext

Sehr geehrte Frau Jähn,

wie sähe denn eine Anlage in Ihrem Sinne aus? Sicherlich sind alle benötigten Bauteile bekannt bzw. erprobt, es kommt halt darauf an, wie die Hersteller diese kombinieren. Ich gehe mal davon aus, daß die wenigsten Hersteller eigene Pumpen herstellen lassen, sondern auf vorhandene Technik zurückgreifen und kombinieren. Nach meinem jetztigen Kenntnisstand sind auch die verwendeten Ausgangschemikalien kein Geheimnis und werden, je nach Firma, anders benannt und verpackt.
Wäre nett, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mitteilen würden.

Christian Henck
Gast (Kristina Jähn)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 13.11.2008!  Zum Bezugstext

Zur Frage: "Eine Dosierpumpe zum Anschluß in die Hausinstallation gibt es mit Durchflußmengenzähler schon für ca. 800 Euro (Primus 208 Unidos) und ein Vorratsbehälter kostet bestimmt auch nicht die Welt.
Wo liegt denn hier der Knusus Knacksus (Denkfehler).
Welche preiswerte Lösung können denn die Profis empfehlen?"

Eine kleine Dosierpumpe, die über einen Kontaktwasserzähler angesteuert wird, ist tatsächlich vollkommen ausreichend und wird schon in einer Vielzahl von Kliniken, Pflegeheimen usw. in dieser Form zum Einsatz gebracht. Die Kosten für ClO2 (z.B. Herstellung nach dem Chlorit-Persulfat-Verfahren durch einfaches Mischen 2er Komponenten) belaufen sich auf ca. 0,15 € pro m^3 Trinkwasser.
Gast (Ernster Regulator)
(Gast - Daten unbestätigt)

  19.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 18.11.2008!  Zum Bezugstext

Guten Morgen!

Vieles kommt ja in der Zwischenzeit in die richtigen Bahnen, anderes wiederum nicht.

Es bleibt dabei: Dauerhafte Desinfektion widerspricht dem Minimierungsgebot der Trinkwasserverordnung. Und sie widerspricht den Vorgaben der einschlägigen allgemein anerkannten Regeln der Technik. Zu denen steht schon einiges weiter unten.

Ohne Frage ist eine Behandlungseinheit eines Zahnarztes ein kritisches Bauteil und dazu noch eines, wo der Kunde gerne möglichst Keimfrei behandelt werden möchte. Das ist der eine Punkt. Das ist mit dem Betrieb nach Herstellervorschrift sicher relativ gut zu gewährleisten.

Ganz ohne Frage ist die Flüssigkeit in einem solchen Gerät eine Flüssigkeit der Kategorie 5 nach EN 1717. Damit ist eine solche Behandlungseinheit durch einen freien Auslauf in einen Vorratsbehälter von der Installation zu trennen.

Soweit ist das wohl nicht allzu kompliziert, aber das ist ja auch nicht das Problem von Christian Henck.

Ob jetzt die Belagbildung aus einer falsch abgesicherten Behandlungseinheit, einer nicht regelgerecht geplanten Installation oder aber durch Fehler im Betrieb verursacht wird, bekommt man nur vopr Otrt mit geeigneten Untersuchungen heraus.

Und dann muss man eben entsprechende Maßnahmen ergreifen. Man lasse sich mal den Satz des Herstellers zur erlaubten Konzentration der Desinfektionsmittel auf der Zunge zergehen. Genau hier wird es im Betrieb der Desinfektionsanlagen sehr peinlich. Ich wiederhole mich mal:

Es gibt keine zuverlässige und weitgehend wartungsfreie Messtechnik für diese Oxidationsmittel. Genaue Ergebnisse liefern nur chemische Analyseverfahren, die nicht online durchführbar sind. Alles andere führt zu unklaren Betriebsbedingungen und zu falschen Konzentrationen der Chemie. Und eine regelmäßig dann auftretende Überdosierung hat dann dramatische Effekte auf die Werkstoffe.

Hier ist der entscheidende Punkt, der gegen solche Geräte spricht. Und damit komme ich auf mein etwas verkürztes Statement vom Beginn des Threads zurück: Eine Anlag mit einem brauchbaren Nutzen für diese Anwendung gibt es nicht.

E. Regulator
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  19.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ulrich Pfeffer vom 19.11.2008!  Zum Bezugstext

"was ich allerdings erstaunlich finde, ist das du in deiner" Referenzliste" sehr viele Referenzen nennst die auch von der von dir im Eingang genannten Firma genannt werden welche ein Konkurrenzprodukt zu Chlordioxid anbietet."

Uppps, da ist wahrscheinlich mir der Fehler passiert. In besagter Fortbildung war in der anschließenden Diskussion auch in Bezug auf Ecasol immer von Chlordioxid die Rede. War deshalb der Meinung, das dieses Gerät auch nur ClO2 produziere, habe aber gerade nochmal nachgeschaut, in den Wirksamkeitsvergleichstabellen (was ein Wort) werden Ecasol und ClO2 getrennt aufgeführt. Scheint also tatsächlich etwas anderes zu sein.

Henck
Ulrich Pfeffer
pfefferpfeffer-filtertechnik.de
(Mailadresse bestätigt)

  19.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 18.11.2008!  Zum Bezugstext

hallo Christian  

ich beschäftige mich seit zwei Jahren mit der Desinfektion von Zahnarztstühlen. Ein schwieriges Problem! Weder die Stühle von Firma K.. noch von Firma Si.. können mit Chlordioxid -zentral dosiert- vernünftig und unter Einhaltung der Höchstmengen desinfiziert werden. Die Mengen von 70-100 ml Durchfluss pro Minute und Werkzeug (manchmal auch weniger) sind einfach nicht ausreichend um genügend Wirkstoff (Chlor u.a.) vom Keller (?) durch die extrem dünnen und verzweigten Leitungen und Ventile zu bringen um eine effektive Biofilm - Elimination und Desinfektion zu gewährleisten. weiterhin sind Stillstandszeiten ein großes Problem, wie du vollkommen richtig bemerkt hast.
Eventuell schafft man es noch, das die Speibecken - Spülung halbwegs in Ordnung ist, schon bei der Spülglasfüllung ist aber in der Regel ein kleiner Boiler dazwischen um das Wasser anzuwärmen, der als Bakterienbrutstätte nicht kontrollierbar ist. Vom Sprühnebel beim bohren reden wir mal gar nicht. Das ist natürlich immer bezogen auf die zulässige Höchstmenge der Trinkwasser Verordnung von 0,3 mg/l.
auch hier gilt: viel hilft viel!(und macht unter Umständen einiges kaputt )

Nach unseren Messungen und Analysen kommt das Problem auch nicht aus den Hausinstallationen, das heißt bis Eingang Stuhl, sondern fängt eigentlich erst nach dem Eckventil am Stuhl an. Durch die warme Umgebung, zum Teil transparente, wasserführende Schläuche,Stagnation, wärmt sich das Wasser in den flexiblen Leitungen auf und der Biofilm fängt an zu wachsen.

Das Problem ist auch, dass Chlordioxid eine relativ schlechte biofilmlösende Wirkung hat, jedenfalls in den zulässigen Konzentrationen. Darüber hinaus wird es dann aber auch schnell problematisch, ich Verweise auf Einwände meiner Vorredner bezüglich Korrosion.

Ich würde empfehlen, die Desinfektionslösungen der Stuhlhersteller konsequent einzusetzen, eine bessere und zulässige Lösung ist im Moment fast nicht am Markt verfügbar.

eine rechtliche Einschränkung: Wasser das mit den üblichen herstellerspezifischen Desinfektionsmitteln behandelt ist, darf nicht im System sein wenn Patienten behandelt werden. Eine gründliche Spülung (komplette Ausspülung)der silberdotierten u.a. Lösungen ist vorgeschrieben.
die Firma Si... schreibt in ihrer Betriebsanleitung, das so genannte Biofilmremoval maximal zweimal jährlich durchzuführen. Das hängt wohl auch mit der Materialbeständigkeit zusammen. bei K.. wird es ähnlich sein.

Es gibt einige günstige, volumenproportional arbeitende Dosierersysteme für Chlordioxid, die ich jedoch hier nicht nennen will ( ist hier nicht gern gesehen)
Die meisten ( nicht alle )dieser Systeme haben das Problem, dass sie nicht effektiv überwacht werden und nicht sehr genau arbeiten. Und das was du erreichen, willst, schaffst du unter Einhaltung der Grenzwerte sowieso nicht.
diese Hoffnung muss ich dir leider nehmen.  Für weitere Infos kannst du mich mal direkt anschreiben wenn du Lust hast.

was ich allerdings erstaunlich finde, ist das du in deiner" Referenzliste" sehr viele Referenzen nennst die auch von der von dir im Eingang genannten Firma genannt werden welche ein Konkurrenzprodukt zu Chlordioxid anbietet.

Grüße

Uli
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  18.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von KIM ALEXANDER vom 18.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Kim Alexander,

sollte nach "Sanierung" der Installation, also der Veränderung der drei Blindrohre, Bedarf für eine dauerhafte Desinfektion bestehen, werde ich dieses selbstverständlich den Patienten mitteilen. Sogar unaufgefordert und groß angeschlagen, ich sehe das eher als Marketingfaktor.
Die Fragestellung mag einen provokanten Wink enthalten, aber genau so sollen es die Patienten verstehen. Nämlich, das ich das Problem erkenne und Ernst nehme und etwas dagegen tue. Sicherlich nicht die erwartete Antwort, aber ehrlich. Die Desinfektionsanlage der Einheitenhersteller arbeiten mit H2O2-Lösungen. Für die regelmäßige Desinfektion bekomme ich dort sogar ein Zertifikat zum aushängen.
Auch ich käme gerne um Desinfektion herum, aber ich muß garantieren, daß das Wasser unbedenklich ist - ein "müsste unbedenlich sein" reicht da nicht.
Ich kann weder am Wochenende, Feiertags oder während der Urlaubszeit jemanden einstellen, der an jeder(!) Wasserentnahmestelle zig Liter Wasser durchlaufen läßt, wäre schön, geht aber nicht.
Da ich in Erinnerung an unseren letzen Spanienurlaub das Wasser aus dem Hahn auch nicht getrunken habe, habe ich mir bei Google zwei deutsche Zahnärzte in Spanien rausgesucht und diese per Email kontaktiert (einmal Festland, einmal Mallorca). Dort stehen deutsche Einheiten und diese sind an die normale Wasserleitung angeschlossen (das Wasser, was wir nicht trinken sollen). Ein Schulkamerad in Amerika sagt, das Wasser in den USA riecht deutlich nach Chlor und behauptet, der Amerikaner (da sind wir wieder bei den verallgemeinernden Vorurteilen) trinkt kein Wasser, das nicht nach Chlor riecht.
Ein Anruf bei der Firma KAVO ergab, es gäbe keine Einschränkungen bezügl. Korrosion bei der Grenzwerteinhaltung nach Trinkwasserverordnung.
Die Sorge um Rosenbohrer und sonstige rotierenden Instrumente haben ich ohnehin nicht, da diese nach jedem Patienten sterilisiert werden, somit einer wesentlich höheren Belastung durch Temperatur ausgesetzt sind und zudem "fast" Einmalartikel sind, zumindest in unserer Praxis, da ich die Hygienevorschriften gem. Medizinprodukte-Betreiberverordnung sehr streng umsetze.
Die folgenden Kliniken desinfizieren ihr Trinkwasser mit ClO2:
Dental Hospital in Dublin
Mery Hospital, Cork, Ireland
Universitätsklinik Groningen, Holland
Waterland Hospital, Pumerend, Holland
Krankenhaus Bad Doberan
ZZN Dental Clinic, Zürich
Dubai Dental Clinic
(mehr als 20 weitere größere Kliniken, hab aber keine Lust mehr abzuschreiben)
Zudem halten sogar Hygieneinstitute die dauernde Desinfektion mittels ClO2 für empfehlenswert. Dieses sind im besonderen das UKM Münster/Inst. f. Hygiene (Prof. Mathys) und Uni Bonn, Hygiene-Institut (Prof. Exner).

Daher nochmal zum Ausgangspunkt der Diskussion. Kann jemand Geräte empfehlen, die mittels ClO2 (2-Komponenten-System) geeignet sind, Trinkwasser in den kleinen Wasserverbrauchsmengen eines Zweifamilienhauses zu desinfizieren?

Vielen Dank

Christian Henck
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  18.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von KIM ALEXANDER vom 18.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Kim Alexander,

"@Lothar

Jetzt bin ich aber überrascht! "

Warum ich aus Griechenland etwas in deinem Beitrag gelöscht habe ?
Ganz einfach, weil das mein Hauptwohnsitz ist beziehungsweise noch ist.
Nächstes Jahr werde ich samt meinen beiden Labors wieder in Deutschland sein und von dort aus löschen, was das Zeug hält,wenn Beleidigungen auftauchen. Es tut mir Leid, dass ich den Beitrag nicht komplett gelöscht habe. Dann wären keine Streitereien über die gelöschte Passage nötig.
So habe ich eben versucht, den Aussageteil stehen zu lassen und nur die pauschalen Beleidigungen gelöscht.

Werde das auch nicht weiter vertiefen und schon gar nicht nachträglich ergänzen.
Wenn es dich stört, mit dem Vermerk, dass ich da war, kann ich das gerne herausnehmen oder den ganzen Restbeitrag zu den Fischen schicken und auch diesen Beitrag wieder löschen.
Ganz wie es beliebt.

LG aus GR

Lothar

( dienstälteste "Seele" )

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Gast (KIM ALEXANDER)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von KIM ALEXANDER vom 15.11.2008!  Zum Bezugstext

@Lothar

Jetzt bin ich aber überrascht!

Warum löscht Du aus Griechenland meinen Beitrag, der nicht im Entferntesten beleidigend war, sondern der nur auf unsere TRINKWASSERVERORDNUNG aufmerksam machte. In Deutschland ist eine Dauerdesinfektion in Hausinstallationen nicht erlaubt (der Ernste Regulator hatte schon in seiner ersten Anwort v. 13.11. das ganz deutlich ausgesprochen).

Ich hatte Henck lediglich darauf aufmerksam gemacht, wenn er TROTZDEM eine Dauerdesinfektion bevorzugt(was ich natürlich nicht von Ärzten erwarte), sollte er wenigstens seine Patienten davon in Kenntnis setzen. Das ist keine Beleidigung, sondern der Verbraucher (also auch der Patient) hat nach § 21 TrinkwV 2001 ein Recht darauf.

Lothar, ich würde Dich also bitten, meinen Beitrag wieder zu vervollständigen.



@ Henck

Du solltest Dir Deine Ausführungen vom 13.11. anschauen, ich sehe dort nur Vorurteile:

Zahnärzte -------------->alle Multimillionäre

kein Multimillionär ---->also kein typischer Zahnarzt


Und Du willst mir vorwerfen, ich hätte Vorurteile ;-)

Henck, ich betone, ich liebe Zahnärzte, nur sie sollten natürlich auch die Trinkwasserverordnung beachten.


Gruß

KIM ALEXANDER
Gast (KIM ALEXANDER)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 17.11.2008!  Zum Bezugstext


Wulf, dann kannst Du uns sicherlich hierzu etwas sagen!

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/931/122763


KIM ALEXANDER

Gast (Bernd Gräwinger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 17.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Wulf,

alleine die Tatsache, dass ich Kenntnis darüber habe, dass von einer Trinkwasserinstallation evtl. gesundheitliche Gefahren ausgehen und eine oder mehrere Personen geschädigt werden, so bin ich dafür haftbar. Da hilft mir auch keine Haftpflichtversicherung, weder privat noch betrieblich.
Deshalb bitte nicht mit diesem Thema all zu sorglos umgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Gräwinger

Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  17.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 16.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Henck,

vermutlich wird da die Meldepflicht der Legionellose verwechselt. Die Legionellenerkrankung ist beim Personen auf Grund des IfSG durch den feststellenden Arzt meldepflichtig beim Gesundheitsamt.
Für den Wasserbereich gibt es so etwas nicht!
Insofern kannst Du dich bedenkenlos an ein zugelassenes Trinkwasserlabor wenden. Adressen nennt Dir das Gesundheitsamt.

Gruß
Wulf
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  16.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 16.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Wulf,

ich denke (die Vorredner haben es zumindest so beschrieben), wenn mein Wasser bedenklich bis kritisch getestet würde (Legionellennachweis), würde, da meldepflichtig, an das Ordnungsamt gemeldet. Daraus ergäbe sich von Ärger bis Schließung viele unangenehme Folgen.
Falls positiv getestet würde, würde ich auf alle Fälle schnellstmöglich diesen Mangel beseitigen, könnte bis dahin aber "normal" weiterarbeiten, so wie ich es seit 2001 schon mache oder alle anderen Kollegen, die bis heute vielleicht gar nichts von dieser Problematik wissen (wollen).
Ich selber habe ja bis vor 2 Wochen auch nicht geahnt, was sich in meinen Wasserleitungen so alles tummeln kann.
Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  16.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 15.11.2008!  Zum Bezugstext

hallo Henck,

warum willst Du das Wasser anonym untersuchen lassen?
Beauftrage ein zugelassenes Trinkwasserlabor mit der Untersuchung und nur Du erhälst die Befunde.
Das Labor wird die Ergebnisse nur in deinem Auftrag an Dritte weitergeben.

Gruß
Wulf
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  16.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernd Gräwinger vom 16.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Bernd Gräwinger,

ich werde also ersteinmal das Gespräch mit dem Installateur abwarten.
Der Vergleich mit dem vereiterten Zahn wurde ja im Thread schon mal bemüht, ohne das ich darauf eingegangen bin. Auch im Zahn habe ich es ja mit einem Kanalsystem zu tun. Schmerzausschaltung ist auf Dauer keine Lösung (Betäubung bzw. Schmerztablette). Ernster Regulator hielt das Antibiotikum ja auch für besser als die Schmerztablette. Aber auch das hilft nur kurzfristig. Bei der Wurzelbehandlung wird der Kanal ersteinmal desinfiziert, ein Antibiotikum wirkt nicht IM Zahn. Vergleich hinkt daher. Schmerztablette wäre etwa mit dem Erschlagen des Ordnungsamtskontrolleurs vergleichbar. Desinfektion mit der ClO2-Anlage. Und am Menschen haben wir ein selbstheilendes System, was ich meiner Hauswasserinstallation nicht unterstelle.

Besten Dank bis hier, ich melde mich wieder nach dem Gespräch.

Henck
Gast (Bernd Gräwinger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  16.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 16.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Henck,

ich freue mich, dass ich Ihnen weiter helfen konnte, auch wenn das Problem als solches noch nicht aus der Welt ist.

Im 3. Abschnitt der Trinkwasserverordnung § 11
"Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren"
wird beschrieben in welchen Verzeichnissen die einzelnen Stoffe zur Aufbereitung und Desinfizierung zu finden sind.
Eine Desinfektion kommt nur im Außnahmefall in Frage und nach Möglichkeit nur kurzfristig.

Die Wasserversorger liefern ihnen Trinkwasser in hoher Qualität ins Haus und achten auch darauf, dass die Qualität auch bei Ihnen erhalten bleibt, leider sorgen mangelhafte Hausinstallationen dafür, dass die Qualität des Trinkwassers negativ beeinflusst wird. Leider betrifft dieser Umstand auch Neubauten weil diese, im letzten Post genannten Regelwerke nicht beachtet wurden und immer noch werden.

Ich erlaube mir noch einen Vergleich:
Wenn ein Patient mit einer vereiterten Zahnwurzel zu ihnen kommt, so gehe ich davon aus, dass Sie das Problem im wahrsten Sinne des Wortes an der Wurzel packen würden. Eine ständige Betäubung des Infektionsherdes ist auf Dauer nicht hilfreich.;-)

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Gräwinger
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  16.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Bernd Gräwinger vom 16.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Gräwinger,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe befürchtet, daß es einem sehr schwer gemacht wird. Vielleicht ist das der Grund, warum sich so viele Kollegen nach der Vogel Strauß Politik ersteinmal gar nicht darum kümmern wollen (können).
Um den Bedarf zu klären, wäre das Probenergebnis notwendig. Ist dieses positiv, hat man den Salat und der Laden wird erstmal dichtgemacht, von der Publicity ganz zu schweigen - dabei wollte man eigentlich was Gutes tun.
Gott sei Dank regnet es, ich werde mir die Liste der Dokumente einmal im Netz sammeln um vorbereitet ins Gespräch mit dem Installateur zu gehen.

Doch noch mal zu Hotels. Dort wird das Wasser definitiv mit ClO2 behandelt. Ich habe es mir selber zeigen lassen - kein Geheimnis, man scheint sogar stolz darauf zu sein. Ein Zertifikat wurde mir ohne Nachfrage gezeigt. Ist die Behandlung von Trinkwasser nach der TrinkwV nun erlaubt oder nicht? Vorausgesetzt, man hält sich an die dort vorgegebenen Höchstgrenzen!

Besten Dank

Henck
Gast (Bernd Gräwinger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  16.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 15.11.2008!  Zum Bezugstext

Guten Morgen Herr Henck,

eine Beprobung ihres Trinkwassers ist anonym nicht möglich.

Das Trinkwasser, welches auf mikrobiologische Kontamination untersucht werden soll kann nur nach einem bestimmten Verfahren ihrer Trinkwasseranlage entnommen werden. Dies geschieht durch einen speziell geschulten Probennehmer, der zu dem auch noch amtlich zugelassen sein muß. Diese Probe werden schnellstmöglich einem zugelassenen Labor zur Untersuchung übergeben. Sollten diese Proben belastet sein und das Labor hält die Ergebnisse zurück oder teilt sie diese nur ihnen mit(ohne das Gesundheitsamt zu informiere), so macht sich das Labor und auch Sie strafbar.

Wenn ihr Installateur zu ihnen kommt, um ihre Anlage zu untersuchen, so vergewissern Sie sich, das er folgende Verordnungen und Regelwerke, jeweils in ihrer gültigen Fassung, kennt.
AVBWasserV
Trinkwasserverordnung 2001
Infektionsschutzgesetz
DIN 1988
EN 1717
VDI 6023
DVGW Arbeitsblätter W 551 und W553
Fachinformationen und Merkblätter des ZVSHK
- Betriebsanleitung "Trinkwasserinstallation"
- Merkblatt "Dichtheitsprüfungen von Trinkwasserinstallationen mit Druckluft, Inertgas oder Wasser"
- Merkblatt "Spülen, Desinfizieren und Inbetriebnahme von Trinkwasserinstallationen"
- Fachinformation "Technische Maßnahmen zur Einhaltung der Trinkwasserhygiene-Verminderung des Legionellen- und Pseudomonaswachstums"
- Fachinformation "Sanierung kontaminierter Trinkwasserinstallationen.

Fragen Sie ihren Installateur ob ihm diese Regelwerke bekannt sind und ob er auch den Inhalt kennt.
An sonsten währe die Überprüfung und Begutachtung durch ihren Installateur nicht wirklich hilfreich.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Gräwinger
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  15.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von KIM ALEXANDER vom 15.11.2008!  Zum Bezugstext

@ Tim Alexander - suuuuper Beitrag, ich kann ihn zwar nicht in Gänze nachlesen, aber Vorurteile (die Zahnärzte...) und vermeintliches Allwissen in Kombination senken die Qualität von Beiträgen unter Niveau.

Also, ich habe nächste Woche ersteinmal einen Termin mit der Installationsfirma, die die Installation im Jahre 2001 errichtet hat. Die drei vorsorglich gezogenen, aber noch nicht benutzten Stränge, werden wohl mittels Hahn direkt hinter der Abzweigung nochmals abgesichert.

Und um den Ist-Zustand ersteinmal zu dokumentieren, wäre eine Wasseranalyse vielleicht doch hilfreich.

Geht sowas auch anonym ?

Was sicherlich schwer möglich ist, ist der Vorschlag, wenig benutze Entnahmestellen zu verändern. Am Wochenende ist die Praxis geschlossen, da kann keiner Wasser verbrauchen.

In Hotels ist aufgrund der wechselnden Auslastung das Wasser ja auch häufig bedenklich, dort wird das Wasser auch behandelt (Hab ich mir in zwei Hotels zeigen lassen). Wie verhält es sich mit dem Minimierungsgebot dort, bzw. greift dort §5 Abs. 4 der TrinkwV.

Besten Dank
Gast (KIM ALEXANDER)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 14.11.2008!  Zum Bezugstext

Wulf, nach Trinkwasserverordnung ist eine Menge nicht zulässig, aber wie Du ja weißt, scheint das einige - und jetzt sogar auch die Zahnärzte - nicht sonderlich zu interessieren.

(teilweise zensiert, jawohl anstatt den ganzen Beitrag zu löschen, was ich zunächst vorhatte. Wir wollen doch nicht unnütz Beleidigungen austeilen, oder? (Lothar was here))

KIM ALEXANDER


Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  14.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 13.11.2008!  Zum Bezugstext

hallo Henck,

du schreibst: "... da selbst in den häufig benutzten Wasserhähnen die Perlatoren verschleimen."
Handelt es sich dabei vielleicht eher um Schimmel? s. http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/trinkwasser-raetselhafter-schimmel_aid_340378.html
Vielleicht solltest Du dich mal an das Wasserlabor des Wasserversorgers wenden.
Übrigens nicht jedes Trinkwasser wird vom Wasserversorger desinfiziert, auch die im o. g. Artikel genannte RheinEnergie verzichtet auf eine Desinfektion.

Ansonsten schließe ich mich den Antworten von E.R. an.
Insbesondere nochmals den Hinweis: Eine generelle Desinfektion ist nach TrinkwasserVO nicht zulässig!

Gruß
Wulf
Gast (Ernster Regulator)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 13.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo, Henck,

Ad 1:
"Es gibt keine Anlage mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis."

- Das glaube ich nicht.

Das bedeutet: Das, was Du erreichen willst, können derartige Anlagen nicht sicher gewährleisten. Also sind sie in jedem Fall eine unnütze Geldausgabe. Die Anlage aus der Werbeveranstaltung für 10.000 Euro ist auf jeden Fall erheblich zu teuer.

Ad 2:
- Wenn ich die Zugabe im Rahmen der Trinkwasserverordnung gestalte, bleibt es doch Trinkwasser, oder?? Was anderes benutzt das Wasserwerk ja auch nicht. So, wie ich es verstanden habe, verbraucht sich ClO2 ja bei der Desinfektion. Je näher man am Wasserwerk wohnt, desto höher müßte ja auch die Konzentration sein. In den Dentaleinheiten wird schließlich Wasserstoffperoxid benutzt. Dieses ist aber im langfristigen Abbau des Biofilms nicht so wirksam.

Es ist ein Unterschied, ob im Netz unter sehr gut kontrollierbaren Bedingungen desinfiziert wird, oft wird dies übrigens nicht getan, oder unter unklaren Bedingungen in der Hausinstallation. Die Messtechnik, um die Konzentrationen sicher und Wartungsfrei zu ermitteln ist nicht vorhanden, also besteht das Risiko, dass die Geräte aus dem Ruder laufen. Und das tun Sie dann auch.

Ad 3:
"Solche Desinfektionsanlagen schaffen Probleme statt welche zu lösen."
- Warum gibt es sie denn dann ?

Gute Frage. Es gibt Menschen, die verkaufen Magnete, die dem Kalk etwas erzählen sollen. warum gibt es die?
Fakt ist: Die dauerhafte Desinfektion in der Hausinstallation verstößt gegen die Trinkwasserverordnung.

Ad 4:
"...und lass Deine Installation in Ordnung bringen."
- Was soll das heißen, alle Rohre raus und neue rein? Einmalig gegen Biofilm vorgehen und dann auf neuen warten? Gibt es eine Installation, die Biofilm verhindert?

Der Biofilm als solcher ist ubiqitär und erst einmal nichts negatives. Was Du beschreibst mit toten Stichleitungen "auf Vorrat" und selten genutzten Zapfstellen ist typisch für problematische Installationen. Tote Leitungen müssen raus. Wasser muss fließen, das Bedeutet, dass selten genutzte Zapfstellen regelmäßig gespült werden müssen. Über Querschnitte und Leitungsführungen muss man nachdenken. Mir scheint, dass, zumindest nach Deinen Schilderungen, mit der Installation in Deiner Praxis nicht alles zum Besten steht. Und ich bin recht sicher, dass die beobachteten übermäßigen Biofilme daher stammen. Oder möglicherweise von nicht richtig abgesicherten Stühlen. Hier ist wohl ein freier Auslauf notwendig.

Ad 5:
Das war aber alles in Allem nicht meine Frage. Ich möchte nur gerne Fachleute fragen, ob es für meinen Einsatzzweck ein geeignetes, preiswertes Gerät zur Desinfektion des Trinkwassers mittels ClO2 im Haus gibt.
Auch wenn es nicht Ihre Meinung ist. Unser Installateur vor Ort hat sich das ganze schon mal angeschaut, weiß aber auch keinen Rat, da selbst in den häufig benutzten Wasserhähnen die Perlatoren verschleimen. Vielleicht liegt es ja auch an der Tatsache, daß wir am Ende der Straße wohnen und der Wasserdurchfluß hier nicht mehr so hoch ist??

Die richtige Antwort gefällt dir ja nicht. Sie ist: Nein, so etwas ist nicht zulässig, weil es gegen alle allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie die Vorgaben der Trinkwasserverordnung verstößt. Und dass dann auch die häufig benutzten Entnahmestellen betroffen sind, liegt eben daran, dass die Biologie fröhlich wächst.

Ich würde nochmals vorschlagen:

- Absicherung der Behandlungseinheiten überprüfen
- Stagnierende Leitungsabschnitte entfernen
- Dämmung der Leitungen überprüfen
- Temperaturen in Kalt- und Warmwasser überprüfen
- möglicherweise eine einmalige Stoßdesinfektion nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen

Und dann das Wasser nicht lange stagnieren lassen. Sind Zapfstellen, die kaum genutzt werden, wirklich nötig?

Ich weiß wohl, dass es womöglich billiger ist, einfach Gift zu streuen. Dennoch ist ein Bewuchs, wie von Dir beschrieben nicht normal und darf in einer korrekt installierten und betriebenen Installation auch bei einer Zahnarztpraxis nicht vorkommen. Du gibst dem Patienten bei einer Wurzelvereiterung doch auch ein Antibiotikum und nicht nur ein Schmerzmittel. Das entspricht aber grob der Vorgehensweise, die Du mit der Installation vor hast.

Infos gibt es z.B. hier:

https://www.fh-muenster.de/fb4/aktuelles/2008/sanitaer.php

Und nochmal die Warnung: Die ständige Zugabe von Oxidationsmittel kann die Werkstoffe in der Installation dauerhaft schädigen.

Das Thema ist nicht ganz so einfach zu erschlagen.

E. Regulator
Gast (Bernd Gräwinger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 13.11.2008!  Zum Bezugstext

Guten Abend Herr Henck,

haben Sie ihr Trinkwasser in ihrer Praxis durch ein akrediertes Untersuchungslabor auf mikobiologische Belastung untersuchen lassen? Es ist richtig, man kann von einer mikobiologischen Kontamination des Trinkwassers ausgehen, wenn die Kaltwasserleitungen sich über Nacht auf mehr als 20°C erwärmen, bzw. Warmwasser (Speicher-Wassererwärmer) unter 60°C und das zurückströmende Zirkulatinswasser 55° C unterschreitet, die Rohrleitungen zu groß Ausgelegt (geringe Strömungsgeschwindigkeit) und vor allen Dingen Leitungen die nicht oder nur selten genutzt werden (Stagnationswasser). Nicht genutzte Leitungsteile entfernen. Hier kommt auch so schnell kein Desinfektionsmittel dran, trotz Desinfektion wächst hier fröhlich der Biofilm und gelangt immer wieder in die genutzten Leitungsteile. Der Biofilm bietet den Keimen sogar einen gewissen Schutz vor dem Desinfektionsmittel. In keinem Fall ersetzt eine Desinfektion eine Sanierung von maroden Installationsanlagen. Siehe Ratgeber vom Umweltbundesamt "Trink was- Trinkwasser aus dem Hahn" Gesundheitliche Aspekte der Trikwasserinstallation. Kann man kostenlos anfordern oder im Internet nachlesen.
www.umweltbundesamt.de
In einer Sache gebe ich ihnen Recht, Sie sind einer der sehr wenigen Zahnärzte die sich mit diesem Thema beschäftigen. Mein Tip: Lassen Sie ihre Trinkwasseranlage durch einen speziell geschulten Installateuer in Sachen Trikwasserhygiene überprüfen, der kann ihnen sagen wo die Knackpunkte liegen und welche Maßnahmen ggf. nötig sind. Das Labor sollten Sie noch nicht zu einer Untersuchung einladen, denn ist ihr Trinkwasser belastet kann es unter umständen zur Schließung ihrer Praxis kommen(Das währe der schlimmste Fall), also erst mal die Technik abklopfen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Gräwinger
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  13.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ernster Regulator vom 13.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Regulator,

folgende Anmerkungen/Fragen hab ich:

"Es gibt keine Anlage mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis."

- Das glaube ich nicht.

"Und einfach aggressive Chemie ins Wasser vor dem Behandlungsstuhl, da würde ich mal mit dem Hersteller Kontakt aufnehmen, ob das denn überhaupt Schadlos möglich ist."

- Wenn ich die Zugabe im Rahmen der Trinkwasserverordnung gestalte, bleibt es doch Trinkwasser, oder?? Was anderes benutzt das Wasserwerk ja auch nicht. So, wie ich es verstanden habe, verbraucht sich ClO2 ja bei der Desinfektion. Je näher man am Wasserwerk wohnt, desto höher müßte ja auch die Konzentration sein. In den Dentaleinheiten wird schließlich Wasserstoffperoxid benutzt. Dieses ist aber im langfristigen Abbau des Biofilms nicht so wirksam.

"Solche Desinfektionsanlagen schaffen Probleme statt welche zu lösen."
- Warum gibt es sie denn dann ?

"...und lass Deine Installation in Ordnung bringen."
- Was soll das heißen, alle Rohre raus und neue rein? Einmalig gegen Biofilm vorgehen und dann auf neuen warten? Gibt es eine Installation, die Biofilm verhindert?

"Und Du und Deine Mitarbeiter arbeiten ständig in einem Aerosol."
- Deswegen bin ich vielleicht einer der ersten ZÄ, die sich diesem Thema widmen.


Das war aber alles in Allem nicht meine Frage. Ich möchte nur gerne Fachleute fragen, ob es für meinen Einsatzzweck ein geeignetes, preiswertes Gerät zur Desinfektion des Trinkwassers mittels ClO2 im Haus gibt.
Auch wenn es nicht Ihre Meinung ist. Unser Installateur vor Ort hat sich das ganze schon mal angeschaut, weiß aber auch keinen Rat, da selbst in den häufig benutzten Wasserhähnen die Perlatoren verschleimen. Vielleicht liegt es ja auch an der Tatsache, daß wir am Ende der Straße wohnen und der Wasserdurchfluß hier nicht mehr so hoch ist??

Besten Dank

Henck
Gast (Ernster Regulator)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 13.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo!

Ich habe es vielleicht nicht so deutlich gemacht, dass Du es gleich erkennst. Es gibt keine Anlage mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Die von Dir beschriebenen Phänomene weisen auf Probleme hin, die Du nicht lösen wirst, wenn du einfach ein Oxidationsmittel zusetzt. Und einfach aggressive Chemie ins Wasser vor dem Behandlungsstuhl, da würde ich mal mit dem Hersteller Kontakt aufnehmen, ob das denn überhaupt Schadlos möglich ist. Bei den ganzen Teilen aus nichtrostenden Stahl an Bohrer und Co würde ich Probleme erwarten.

Nochmals also der sehr deutliche Rat: Solche Desinfektionsanlagen schaffen Probleme statt welche zu lösen. Suche kompetenten Rat vor Ort und lass Deine Installation in Ordnung bringen. So, wie Du es im Moment darstellst, sind weitergehende Risiken nicht völlig auszuschließen. Und Du und Deine Mitarbeiter arbeiten ständig in einem Aerosol.

E. Regulator
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  13.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ernster Regulator vom 13.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Regulator,

in der Tat, die Einheiten sind mit ihren feinen Leitungen, teilweise Silikonschläuche, das Problem. Bei mehreren Einheiten ist jedoch die Frage, brauche ich dann für jede Einheit ein entsprechendes Gerät. Die Einheiten beziehen ihr Wasser aus räumlichen Gründen aus den nächsten Leitungssträngen, also nicht alle aus einem. Das Zusammenzuführen ergibt eine größere Umbaumaßnahme.
Solange die geforderten Höchstgrenzen nicht überschritten werden, handelt es sich ja immer noch um Trinkwasser. Die Schädigung durch Trinkwasser würde ich ausschließen. Und da Biofilm im ganzen Haus an den Perlatoren der Wasserhähne vorliegt, Teile der Installation (Patienten-WC, Personal-WC) auch seltener benutzt werden, ein Patient aber durchaus von der Arbeit kommend, sich noch schnell ein mal die Zähne putzen möchte, wäre eine Aufbereitung des Wassers, also nicht nur in den Einheiten, durchaus als sinnvoll zu erachten.
Der Keimschutz in den Einheiten läßt sich zwar nachrüsten, die Dentalfirmen verlangen dafür aber sehr viel Geld und sind vielleicht nicht ganz so wirksam, da hier mit dem folgenden Mittel gearbeitet wird: "KaVo setzt deshalb seit 1986 auf Wasserstoffperoxyd, das durch Silberionen synergetisch in seiner Wirkung verstärkt wird ("Oxygenal 6")."
War aber auch alles nicht die Hauptfrage, sondern welche "Kleinanlage" bietet ein gutes Preis-leistungs-Verhältnis?

Besten Dank

Henck
Gast (Ernster Regulator)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Henck vom 13.11.2008!  Zum Bezugstext

Guten Tag!

Welchen Zweck sollte denn so eine Anlage erfüllen? Ein Problem mit Verkeimung in der Hausinstallation existiert in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht. Eine dauerhafte Zugabe von Chemie widerspricht dem Minimierungsgebot der Trinkwasserverordnung, falls man also ein Problem mit übermäßigem Keimwachstum haben sollte, so muss die Installation bzw. die Nutzung derselben so modifiziert werden, dass ein störungsfreier Betrieb gewährleistet ist.

Das Problem in einer Zahnarztpraxis sind die Behandlungseinheiten. Hier wird erwärmtes Wasser, häufig in Bebrütungstemperatur und teilweise zu lange vorgehalten. Wenn man hier die Hausinstallation schützen will, ist es notwendig, die Behandlungseinheiten entsprechend den technischen Regeln abzusichern und gleichzeitig ausreichend zu desinfizieren. Aber eben nur den Stuhl und nicht die gesamte Installation.

Die Informationen aus dieser "Fortbildung" (ich würde das eher Verkaufsveranstaltung nennen) halte ich für irreführende Panikmache.

Dauerhafte Desinfektion in der Hausinstallation ist unnötig, nicht zulässig und schadet zudem häufig den eingebauten Werkstoffen.

E. Regulator
Henck
(Mailadresse bestätigt)

  13.11.2008

Hallo,

vielleicht sollte ich die Frage etwas präzisieren.
Grund der Nachfrage ist eine Fortbildungsveranstaltung in Bonn zum Thema "Wasserqualität in der Zahnarztpraxis". Veranstalter der Fortbildung war die englische Firma TrustWater mit ihrer deutschen Dependance GesundLeben. Es wurde auf die Verkeimung in der hausinstallation hingewiesen, Biofilm und Legionellen, die besondere Verantwortung des Zahnarztes unter Berücksichtigung der Trinkwasserverordnung usw. Gastredner war ein renomierter Standesvertreter, dem man gerne Glauben schenkt;)
Es wurden viele unbestrittene Fakten vermittelt aber auch große Ängste geschürt. Und da Zahnärzte alle Multimillionäre sind, wurde auch gleich das Heilmittel in Form eines Ecasol-Desinfektionsgerätes vermittelt, für ca. 10.000 Euro. Da hörte der Spaß dann für mich auf, zumal nach einiger Internetrecherche feststand, daß die in diesem Vortrag vom Redner als "Bilder aus meiner eigenen Praxis" - einer anderen Internetseite entnommen waren.
Mein Entschluß, nun im Sinne der Gesundheit meiner Patienten etwas gegen Biofilm, Legionellen zu tun, steht fest. Auch vorsorglich gelegte Wasserleitungen (Stichleitung) haben wir im Haus. Eine Anlage fürs ganze Haus beruhigt mich dann auch im Sinne der Familie.

Nun die Frage, ob bei den geringen Verbrauchsmengen unter 1-2 m3/Tag, eine Herstellung von ClO2 im eigenen Hause überhaupt Sinn macht oder ob eine Dosieranlage mit 2-Komponenten Herstellung ausreicht, bzw. was wären die Nachteile einer solchen Anlage.
Da ich zwar Zahnarzt, aber leider kein Multimillionär bin (also kein typischer Zahnarzt), spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle. Für eine Anlage Ecaflow mit 10.000 Euro fehlt das Geld. Ein Alternativangebot der Firma Kewa (2-Komponenten ClO2 und Dosierpumpe) ergab 2400 Euro - besser aber immer noch teuer.
Eine Dosierpumpe zum Anschluß in die Hausinstallation gibt es mit Durchflußmengenzähler schon für ca. 800 Euro (Primus 208 Unidos) und ein Vorratsbehälter kostet bestimmt auch nicht die Welt.
Wo liegt denn hier der Knusus Knacksus (Denkfehler).

Welche preiswerte Lösung können denn die Profis empfehlen?



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