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Kategorie: > Umwelt > Gewässer
Salzbelaastung
Evi Gor
(Mailadresse bestätigt)

  13.08.2008

Hallo alle!! Ich habe Bio als Leistungskurs und habe folgende Frage, die mir vielleicht jemand beim beantworten helfen könnte.
Ein Bach wird am Tag 0 mit Salz verunreinigt. In unterschiedlicher Entfernung von der Einleitungsstelle wird in den Bereichen Ober,- Mittel- und Unterlaufes die Chloridkonzentration gemessen. Das Ergebniss sieht so aus:






Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  19.08.2008

Hallo zusammen,

ich glaube es geht darum, zu erkennen wie sich das gelöste Salz flussabwärts bewegt und die Amplitude durch Zuläufe abnimmt. Unklar ist mir allerdings das erste schnelle Absinken und Wiederansteigen. Da denke ich auch, dass das im Unterricht ein Thema war ;-))

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Walter)
(Gast - Daten unbestätigt)

  19.08.2008

Hallo Evi
Bei Tag 0 und 4000mg Cl/l sind garantiert alle Süßwasserfische hops gegangen. Hatten letzte Woche einen Unfall mit 2000 mg/l Fische waren in weniger als 1/2 Stunde mausetot.Alles andere hat Hartmut schon geschrieben.
lg
Walter
Hartmut Schmitt
hartmutschmitthartmutschmitt.de
(Mailadresse bestätigt)

  14.08.2008

Hallo Evi,

um eine solche Aufgabe zu lösen, müsste man eigentlich wissen, was bezüglich dieser Thematik unterrichtet wurde. Und das kann im Prinzip nur der/die Schüler/in selbst und nicht das Forum. Natürlich sagt die Grafik jedem der Fachleute hier etwas.

Ich vermisse z.B. die Vergleichsmessungen oberhalb der Einleitungsstelle, um die Grundbelastung zu kennen. Aus der Grafik allein würde ich 'mal annehmen, dass der Bach schwankenden Belastungen schon vor dem Zeitpunkt der einen oder mehrerer Einleitungen ausgesetzt war. Denn zum Zeitpunkt 0 schwankte der Chloridgehalt im Mittel- und Unterlauf zwischen etwa 0,5 und 1 g/l (das sind 500 bis 1000 mg/l). Ein weitgehend unbelaster Bach hat in der Regel unter 30 mg/l.

Der Kurvenverlauf zeigt, dass sich der oder die Spitzenstoss oder -stösse im Verlauf der Fliessstrecke in die Länge zieht und dadurch sowie durch Verdünnung (z.B. Einmündung weniger belasteter Nebenbäche, Grundwasserzuflüsse und evtl. sogar Niederschlagsereignisse im betreffenden Zeitraum) in den Messwerten verringert. Vielleicht fällt dem einen oder anderen Forumsteilnehmer auf die Schnelle noch ein anderer Grund für diesen Kurvenverlauf ein. Ich selbst würde zur Klärung des Sachverhaltes noch andere Daten erheben. Z.B. könnte man mit den Entfernungsangaben zwischen der Einleitungsstelle und den Messstellen noch Angaben zur Geschwindigkeit der Salzverteilung machen. Und Wenn man noch die Wasserschüttung hätte, wäre evtl noch eine ungefähre Abschätzung der eingeleiteten Mengen möglich.

Da der Salzgehalt eine wesentliche Rolle bei der Osmoregulation der Gewässerorganismen spielt, werden die Organismen, die sich nicht in das evtl. schützende und in diesem Bach hoffentlich vorhandene Lückensystem (Interstitial) zurückziehen können, je nach Dauer der Salzbelastung und Salztoleranz absterben oder abwandern. Und das hat natürlich Auswirkungen auf das dort vorkommende Artenspektrum.

Aber je nach Unterrichtsstoff kann die gewünschte Antwort vielleicht auch anders ausfallen. Und das kann aber nur der/die jeweilige Schüler/in abschätzen. Deshalb können wir hier nur Denkanstösse geben.

Ich hoffe, Du kannst mit diesem Beitrag etwas anfangen.

Viele Grüße

Hartmut Schmitt



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