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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Wie tief sollte nach Grundwasser gebohrt werden?
Müller
muellerbaumgertelweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  24.06.2008

Wir haben schon einen Brunnen für die Grundwasserversorgung, der wurde 9,5 m tief gebohrt. Leider ist es sehr eisenhaltiges Wasser. Wir haben uns beraten lassen. Uns wurde gesagt, dass das Oberflächenwasser viel sauberer ist und es besser ist nicht zu tief zu bohren, sondern ca. 5 - 6 m. Nun haben wir einen neue Bohrung gemacht: 6,5 m tief, das Wasser sieht überhaupt nicht besser aus. Ziemlich braun und flockig.
2 Fragen: Was ist besser, tiefer bohren oder nicht so tief? Kann ich mit solchem eisenhaltigen Wasser eine Bewässerungsanlage betreiben ohne dass die Düsen verstopfen? Was kann ich machen?
Vielen Dank, warte auf schnelle Rückmeldung.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Gast (Aquarius)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.06.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp s vom 26.06.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,

natürlich kann ein Wasser auf 50m "besser" als auf 100m sein, bei extrem tiefen Bohrungen kann in einigen Regionen sogar unbrauchbares Solewasser vorkommen.

Hier ging es aber um die Frage, ob weniger als 6,5m tief gebohrt werden sollte. Da muss ich eindeutig abraten.

Was mich wurmt ist die dauernde Aussage Eisen=schlecht, kein Eisen= super Wasser.

Eisenhaltiges Wasser ist eher ein Qualitätszeichen als ein Mangel. Bei uns in der Gegend haben alle öffentlichen Wasserversorger eisenhaltiges Wasser, das dann vom Eisen und Geruch befreit wird, ebenso wie beim lokalen Mineralwasserproduzenten.

Einige Hausbrunnenbesitzer hingegen treffen bei Neuborungen Eisen an, und nutzen dann lieber den alten, verkeimten, Nitrathaltigen Schachtbrunnen, weil sie nicht wissen, dass nach Installation einer Enteisenung mit dem Tiefenwasser ein wesentlich sichereres und qualitativ hochwertigeres Wasser vorliegt. Der Ärgerm mit dem Gesundheitsamt folgt stante pedes.

Im übrigen spielt der Untergrund eine wesentliche Rolle. Bei Kluftgrundwasserleitern kenne ich Beispiele, wo noch in 80m Tiefe Coliforme Keime gefördert werden, beim durchteufen einer Lehm- oder Mergelschicht hingegen kann schon nach wenigen Metern einwandfreies Wasser vorkommen.

Da das Brunnenumfeld von Kleinanlagen meist unzureichend geschützt ist (kein Wasserschutzgebiet) währe mir eine Brunnentiefe sehr wichtig, die altes, gut gefiltertes Wasser ermöglicht, welcher Eigenversorger macht schon Analysen auf Pflanzenschutzmittel, die trinkt man ja sonst womöglich sein Leben lang...

Ein hoher Eisengehalt entsteht durch den anaeroben (unter Sauerstoffarmut) Abbau von Wasserinhaltsstoffen wie Nitrat. Einige unerwünschte Inhaltsstoffe lassen sich nun mal nur anaerob abbauen. Ich vertraue daher einem Wasser erst, wenn es dem oberflächennahen aeroben Abbau sowie dem in der Tiefe vorkommenden anaeroben Abbau unterzogen wurde.

Schönen Gruß

Aquarius
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.06.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Aquarius vom 25.06.2008!  Zum Bezugstext

Hallo  Aquarius Möglichst tief bohren da sprichst du den Brunnebohrenn aus der Seele. Ich erinere mich an einen Fall wo berichet wurde dass ein hundert Meter tiefer Brunnen  derart eisenhältiges Wasser lieferte dass dieses unbraucbar war ,ich weis nicht   ob man dan eine neuen mit 50 m gebohrt hat oder den Tiefbrummen auf  50 m verfüllt  hat jedenfalls war das Wasser aus 50 m wesentlich brauchbarer  besser ziemlich eisenfrei. mfg sepp
Gast (Aquarius)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.06.2008

Falls das Wasser als Trinkwasser genutzt werden soll, würde ich das eisenhaltige Tiefenwasser vorziehen, da oberflächennahes Wasser oft mit Keimen, PSM, Nitrat etc. kontaminiert ist. Dann lieber möglichst tief bohren und eine Enteisenungsanlage kaufen. Für Gartenwasser sollte der Eisengehalt jedoch nicht allzusehr schaden.

Gruß
Aquarius
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  24.06.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp s vom 24.06.2008!  Zum Bezugstext

In der Regel sagt man, dass je tiefer man bohrt, das Wasser eisenhaltiger wird. Aber der Unterschied zwischen 6m und 9,6m ist zu gering, als das diese Regel gelten würde.
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  24.06.2008

Hallo Müller das mit eisenhältigen Wasser  stimmt nicht unbedingt,in jener tiefe wie du schreibst gibt es bei und überhaupt kein Wasser bei 14 m nicht allzuviel und noch dazu eisenhältig zwar nicht so  stark wie bei dir. Der neue Brunnen 45 m  tief liefert eisenfreies Wasser in noch grösserer Tefe 100m ist man bei uns  wieder auf  sehr stark eisenhältiges Wasser gestossen so das mann sogar eine Enteisnungsanlage einbauen musste weil die Wäsche braun wurde.  



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