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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Probleme Enteisenungsanlage
Gast (Wilfried Heidhoff)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.04.2008

Hallo, wir haben im Juni letzten Jahres einen neue Enteisenungsanlage mit automatischer Rückspülung installiert bekommen.

Leider arbeitet die Anlage nicht fehlerfrei. Immer wieder ist das Wasser morgens rostig gefärbt.

Dem Lieferanten haben wir dieses wiederholt gesagt.
Aber die Qualität verbessert nicht.

Zuerst sind auf meine Kosten Rohre zwischen Enteisenungsanalge und Wasserdruckbehälter ausgewechselt worden, dann soll es der Druck auf den Leitungen gewesen sein: inzwischen pumpe ich mit dem Kopmpressor regelmäßig (alle 4 Wochen) Druck auf den Wasserboiler,...
-> trotzdem passiert es regelmäßig, dass wir morgens rostiges Wasser haben.

Der Lieferant, den ich aufgefordert habe das zu beheben, hat immer neue Ansätze:
Die Kiesfüllung muß ausgewechselt werden oder ich soll die Leitungen durchspülen lassen oder ich soll einen Monatswartungsvertrag unterschreiben,...; also inzwischen sehr unseriös

Ergebniss: Hier kommen wir auch nicht weiter

Kennt sich jemand in dieser Themenstellung aus?
1. Problemstellung und Behebung
2. Verhalten gegenüber dem Lieferanten?




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Gast (Dr. Tim Koeckritz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.04.2008

Guten Tag Herr Heidhoff,

wenn Sie die Anlage als Privatperson bezogen haben, dann   wenden Sie sich bitte an einen Anwalt oder die nächste Verbraucherschutzinstitution.
Von der chemisch-technischen Seite kann Ihnen ohne Zweifel geholfen werden. Die Frage ist doch nur: Warum hat dies das von Ihnen beauftragte Unternehmen nicht bereits getan? Und: Warum hat das Unternehmen auf Ihre Kosten nachgebessert und Sie nicht vorher über die Notwendigkeit eines Umbaus informiert? Und: Warum wurde es danach nicht besser?

Wie gesagt, als Privatperson haben Sie hier Chancen.

Viel Glück

Tim Koeckritz
Gast (Wilfried)
(Gast - Daten unbestätigt)

  16.04.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von juke vom 15.04.2008!  Zum Bezugstext

Hallo,
es handelt sich umm eine KisfilterEnteisenungsanalge drucklos  mit einer max Leistung von 2-2,5 m≥/h
Enteisenungsanlage ist zwischen Brunnenpumpe und dem Hydrophor. Eine zusätzliche Pumpe zum Druckaufbau ist zwischen Enteisenung und Reinwasserdruckbehälter. Auch diese Pumpe ist neu und soll sehr leistungsstark sein.

1. Filterfüllung: 75 kg Stützkies und 375 kg Filterkies
2. Filterbehälter ist aus PP. Durchmesser 600 mm, Höhe 1800mm
3. Rückspülautomatik mit Digitalschaltuhr
4. Druckspeicher kann ich nicht genau sagen, schätze Höhe etwa 1800mm, durchmesser etwa 600 mm
Gast (juke)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.04.2008

Moin moin Wilfried

Was für ein Enteisenungssystem betreiben sie denn?
Kiesfilter(Druck/Drucklos)? Kompaktfilteranlage (Birm/Greensand)?

Bei einer Kiesfilteranlage mit automatischer Rückspülung ist immer besonders auf das Luftpolster im Druckspeicher zu achten. Da sonst die Spülintervalle zu kurz sind und nicht ausreichend lange Druck vorhanden ist, um den Kies richtig durchzuspülen.
Ist dies nicht gegeben, so kommt es bei diesen Anlagen vor, das das erste Reinwasser oft dreckig ist. Morgens halt, da die Anlage meist Nachts rückspülen wo wenig Wasser gebraucht wird.
Gleichzeitig kontrollieren sie doch die Luftzuführung vor der Filteranlage (z.B. Schnüffelventil oder Injektor) und Funktion des Entlüfters auf der Filteranlage(Druckfilteranlage).
Bei den Kompaktanlagen müssen sie ebenfalls auf das Luftpolster achten(Vorabscheidung vorhandener Eisen und Manganbestandteile) wie auch auf den richtig eingestellten Einschaltdruck, der mind. bei 2,5 bar liegen sollte.

Aber um genauer helfen zu können, wären die Angaben der Filtergrösse, Filtersystem, Druckspeichergrösse, Rohwasserwerte, Pumpenanlage von Bedeutung.

Mfg Juke
Gast (Tröpfchen)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.04.2008

Hallo Herr Heidhoff,

Sie schildern ein Problem, dass viele Ursachen haben kann. Hier nur mal zwei Möglichkeiten:

Die Enteisenungsanlage wird diskontinuierlich betrieben. Dabei ist im ersten Wasser nach Wiederinbetriebnahme in der Regel mit erhöhten Eisenwerten zu rechnen.

Die Enteisenung funktioniert einwandfrei, aber die in der Anlage verwendeten Werkstoffe sind gegenüber dem Wasser nicht korrosionsfest. Das morgens in Erscheinung tretende Eisen stammt ursprünglich nicht aus dem Wasser, sondern ist ein Korrosionsprodukt.

In Ferndiagnose ist Ihr Problem sicher nicht zu lösen. Suchen Sie sich daher in Ihrer Nähe einen Fachbetrieb für Wasseraufbereitung und lassen sich beraten. Gegebenenfalls kann auch das Labor des lokalen Wasserwerkes weiterhelfen (selbst oder durch Nennung von Fachstellen). Sollten Sie auch dort nicht weiter kommen, finden Sie beim DVGW in Karlsruhe sicher kompetente Ansprechpartner. Adresse gibt es im internet.

Viele Grüße aus der Pfalz
Tröpfchen



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