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Kategorie: > Wissenschaft > Hydrologie / Analytik
Probennahme Trinkwassersystem
Schnu
(Mailadresse bestätigt)

  11.12.2007

Hallo.
Ich will für den internen Gebrauch hier in unserer Firma eine Arbeitsanweisung verfassen, die die Vorbereitung einer Probennahme aus unserem Trinkwassersystem beinhaltet.
Mit der Entnahme der Proben wollen wir ausschließen, dass eine Verunreinigung des Trinkwassers durch unser System (Trinkwasserbehälter, Kupferrohre, Schläuche, Ventile, Kupplungen, etc.) auftritt.
Wann wird solch eine Probe am Besten entnommen. In der Praxis wird der Trinkwasserbehälter in der Regel jeden oder jeden zweiten Tag befüllt und gespült.
Ich hatte mir gedacht das System einen Tag vor der Probennahme zu entleeren, zu spülen, vollständig zu befüllen und stehen zu lassen.
Ist das praktikabel und sinnvoll?
Des Weiteren bräucht ich ein paar Anhaltspunkte, welche Parameter getestet werden sollten. In jedem Fall wollen wir die mikrobiologischen Werte überprüfen lassen. Welche sind noch sinnvoll? Zum Wassertank ist zu sagen, dass er je nach Ausführung aus einem anderen Material besteht(Kupfer, PE, Edelstahl).



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 20
Schnu
(Mailadresse bestätigt)

  04.01.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hartmut Schmitt vom 23.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Hartmut.
Danke für deine Vorschläge zu den Desinfektionsmitteln und den Maßnahmen
Ich werde das berücksichtigen.
Wir können leider nur vorschlagen, welche Mittel der Betreiber benutzen soll. In der Regel benutzt er das, was er immer benutzt. Meistens ist dies Wasserstoffperoxid, weil es kostengünstig und leicht zu handhaben ist.
Danke !
SCHNU
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  04.01.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ulrich Pfeffer vom 04.01.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Pfeffer,

wer wird denn gleich mit der Tür ins Haus fallen...
Es ist Sinn dieses Forums Fachprobleme öffentlich zu lösen oder zu diskutieren. Sie benutzten es nun wiederholt zum direkten "Kundenfang". Wir alle würden gern mehr über Ihre spezielle Lösung erfahren.

Beste Grüße
Wilfried

Ein Nachtrag noch:
Die Schnu angebotenen Unterlagen sind rein wissenschaftlicher Art...

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Ulrich Pfeffer
pfefferpfeffer-filtertechnik.de
(Mailadresse bestätigt)

  04.01.2008

hallo "Schnu"
wir haben das Problem bei einer großen nationalen Eisenbahngesellschaft (EU) schon mal mit Erfolg gelöst.
mail mich bei Interesse mal direkt an.

Uli  

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  03.01.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Schnu vom 03.01.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Schnu,

die UVC-Strahler werden wie eine Lampe möglichst zentrisch in den Tank gehängt. Dazu wird ein Einbauloch 40 mm in die Tankdecke geschnitten. Das System wird dann in einem Einbauring eingeführt und kann durch diesen zur Wartung entnommen werden. Bis zu 1000 l reicht ein System, sonst entsprechend mehrere.

Bei schwarzem PE ist die UV-Stabilität kein Problem, weil es quasi kaum eine Eindringtiefe gibt. Transparentes PE sollte >5 mm Wandstärke haben, dann hält das schon einige Jahre. Dünnwandige Wasserkanister zerbröseln nach ca. 2 Jahren.

Wenn Du möchtest kann ich Dir gern nähere Unterlagen senden. Es gibt auch eine Diplomarbeit zum Thema.

Beste Grüße
Wilfried
Schnu
(Mailadresse bestätigt)

  03.01.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klaus J. Nick vom 18.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo und Frohes Neues Jahr.

Gibt es denn UV-Desinfektionssysteme, die sich einfach in einen Frischwassertank einbauen lassen ? Die Tanks sind grundsätzlich Spezialanfertigungen mit Volumina > 150 Liter. Auch verfügen die Tanks nur über eine klein Inspektionsöffnung. Jede Wartung oder Umbau müsste durch diese Öffnung geschehen.
Gibt es bei UV-Anlagen nicht eventuell auch Probleme wenn sie in PE-Tanks eingebaut werden. PE ist nicht UV-Stabil. Oder sehe ich das falsch?

Gehabt euch wohl.
Schnu
Hartmut Schmitt
hartmutschmitthartmutschmitt.de
(Mailadresse bestätigt)

  23.12.2007

Hallo Schnu,

Ihr Problem scheint mir nach der Durchsicht der bisherigen Beiträge sehr komplex zu sein. Ich halte auch die Verkeimung für das größte Problem. Sie haben mit einer Vielzahl von Verkeimungsmöglichkeiten (ungeeignete Tank- und Leitungsmaterialien, ungeeignete Armaturen, unkontrollierbare Tankbefüllungen, sachunkundiges oder unwilliges bzw. uneinsichtiges Personal, sich unhygienisch verhaltende Fahrgäste usw.) zu tun, die Sie mit einem vertretbaren Aufwand nicht unter Kontrolle bekommen können. Deshalb werden Sie das einfachste Desinfektionssystem benötigen, das es gibt. Und das auch bei all diesen Unwägbarkeiten wirkt und auch leicht zu handhaben und kontrollieren ist. Wahrscheinlich ist das nach wie vor die Chlorbleichlauge oder das Calciumhypochlorit in Granulat- oder Tablettenform. Die Arbeitsanweisungen zu dessen Handhabung dürften einfacher sein als die zu den meisten anderen Verfahren. Zudem dürfte dies relativ kostengünstig sein. Es ist allerdings giftig (ein Gefahrstoff), was entsprechend berücksichtigt werden müßte.

Eine statistische Erfassung des Problems durch eine geeignete problemorientierte Probenahme und Untersuchung auf geeignete Parameter (z.B. Koloniezahlen bei 20 bzw. 22 und 36 °C, coliforme Keime, E. coli und Pseudomonas aeruginosa) ist ebenfalls wichtig. Durch die Probenahme sollte unterschieden werden können zwischen Einflüssen der Armaturen an den Zapfhähnen, den Leitungen von den Tanks zu den Zapfhähnen, den Tanks und dem Füllwasser. Dann kann man vielleicht schon eine Auswahl geeigneter Materialien und Armaturenkonstruktionen und Umgebungsluftentkeimungsfiltern treffen. Weiterhin müßte von den Herstellern von Schnelltests einfache Testmethoden im relevanten Konzentrationsbereich für Chlor (0 bis 1,0 mg/l) besorgt werden. Eine Protokollierung ist dann auch erforderlich, wobei die Meßintervalle sich aus den praktischen Erfahrungen ergeben müßten.

Es wird nicht ausbleiben, dass verschiedene Fahrgäste einen Chlorgeruch bemerken. Vielleicht könnte man ihre Bedenken durch geschickte Informationen (Hinweisschlider) zerstreuen. Regelmäßige Kontrollen dürften dann auch selbsverständlich sein und von den Überwachungsbehörden wohl auch gefordert werden.

Vielleicht hilft Ihnen mein Beitrag und gibt Ihnen wenigstens Anregungen für weitere Diskussionen.

Schöne Weihnachten und viel Erfolg bei Ihren Maßnahmen

Hartmut Schmitt
Klaus J. Nick
nickwasser-agentur.de
(Mailadresse bestätigt)

  18.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Schnu vom 18.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Schnu,

"Die UV-Anlagen der Bahn waren nicht in die Tanks, sondern in die Leitungen eingebaut. Da die Tanks in den Zügen nicht gerade zugänglich angebracht sind, wurde das für die Wartung so geregelt."

Dh. keine Entkeimung im Tank.
Dadurch wird natürlich die Möglichkeit nicht genutzt, eine Vermehrung von Keimen schon vom Zeitpunkt der Befüllung an zu verhindern. Die meisten UV-Strahler erzeugen an der Luft, also z.B. bei halbleerem Tank noch etwas Ozon, der bei der Befüllung gegebenenfalls eingetragene organische Bakteriennährstoffe (z.B. TOC) oxidieren würde. (Herabsetzung des Wiederverkeimungspotentials). Außerdem werden dann die Behälterwände ständig bestrahlt und dadurch Biofilm vermieden.
Ist die UV-Bestrahlung in der Leitung und kein Wasser wird entnommen, gibt es natürlich irgendwann ein thermisches Problem. Außerdem werden dann gerade mal die Bakterien inaktiviert, die aus dem Tank kommen. An der Stelle der Entstehung wachsen sie munter weiter, besonders bei halbleerem Tank.

Neben den bereits zitierten Regelwerken sind das Punkte ,die auch bei der Verfahrensanweisung für die Probennahme besonders wichtig wären, denn ich habe das so verstanden, daß die Probennahme die Trinkwasserqualität  bei allen Betriebszuständen dokumentieren soll. Daher muß vom schlimmsten Fall, also stagnierendem Wasser in halbleerem Tank ausgegangen werden, das Ganze bei den im Zug üblichen Temperaturwechseln. Das würde ich bei der Verfahrensanweisung unbedingt berücksichtigen.

Trinkwasserqualität in kleinen Behältern in Fahrzeugen  bereit zu stellen ist eine Herausforderung, die m.E. ohne zusätzliche Entkeimung nicht funktioniert.
Dies auch bei Edelstahlbehältern, besonders bei vorhandenem Entlüftungsstutzen.

Ist das Wasser nicht korrosiv (calsitauflösend), sollte es kein Cu, Ni, Cr, Fe - Problem geben. Man würde es aber nach der Stagnation erkennen.

Gruß,
Klaus
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  18.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Schnu vom 18.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Schnu,

zu warten gibt es an einer UVC-Tankentkeimung nicht, außer vielleicht jährlich mal mit einem Lappen über den Glaszylinder wischen - und alle 8000 Betriebsstunden den Austausch vornehmen.

Und während ich gestern eine E-mail an Wulf tippte, da kam mir noch die Idee das Füllwasser zu ozonisieren. Die Depotwirkung ist nicht sehr lang, reicht aber um das System keimfrei zu halten und auch die Füllarmaturen und den Überlauf zu desinfizieren. Etwas ähnliches habe ich mal gebaut und selbst in angeschlossenen Kunststoffschläuchen keine Probleme.

Beste Grüße
Wilfried
Schnu
(Mailadresse bestätigt)

  18.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 17.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried, hallo Wulf.

Die UV-Anlagen der Bahn waren nicht in die Tanks, sondern in die Leitungen eingebaut. Da die Tanks in den Zügen nicht gerade zugänglich angebracht sind, wurde das für die Wartung so geregelt.

@Wulf - Wünsche werden doch manchmal wahr.

Die Anforderungen der DIN finde ich nicht überzogen, aber ausreichend. Mehr fordern ist natürlich nur sinnvoll, wenn es auch kontrolliert wird.
Ich finde gut, dass hier sehr deutlich wird, welche Zuständigkeiten vorliegen und welche sonstigen Vorschriften gelten.
Das größte Problem bei der Umsetzung sehe ich im Faktor Mensch. Man kann alles noch so genau und präzise reglementieren - wenn die ausführende Hand schludert, hlift das alles nichts. Daher finde ich die Einrichtung eines Betriebsbuches gut. Allerdings machen wir auch immer wieder die Erfahrung, dass solche Anweisungen erst gar nicht gelesen werden. Vom Führen eines Wartungsbuches, in dem Arbeitsschritte protokolliert werden ist aber abzusehen. Papierkrieg gibt es schon genug und die Zeit, die zum Ausfüllen benutzt wird, geht von der Zeit für eine ordentliche Arbeitsweise ab.
Regelmäßige Kontrollen und empfindliche Maßnahmen bei nicht-Einhaltung sind da besser, aber ob das in diese DIN gehört ist zweifelhaft.
Anweisungen, wie "erst prüfen ob sich Stagnationswasser im Schlauch befindet, dann gegebenenfalls spülen (Punkt 6.6.)" empfinde ich als Freibrief nix zu tun. Ein prinzipielles Spülen wäre sinnvoller.
Unter 6.11.1 ist eine tägliche Kontrolle der Restchlorkonzentration vorgesehen. Ist natürlich sehr aufwändig und schreckt wahrscheinlich vor einer Desinfektion ab.

Ich hoffe das reicht erstmal als Stellungnahme.

Grüße.
Schnu
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  17.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 17.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wulf, hallo Schnu,

den Gesamtprozess zu optimieren ist sicher eine wichtige Maßnahme. Ob da die Installation nun aus Kupfer oder Edelstahl erfolgt scheint mir weniger wichtig. Ein offener Überlauf ist hingegen schon kritischer zu betrachten, kenne allerdings die Konstruktion nicht. Nach meiner Erfahrung ist auch eine Tankbelüftung vakant für Verkeimung.

Die Befüllungsanlagen sollten bei ordentlicher Wartung keine Gefahr darstellen und die Qualität des Füllwassers soll doch wohl der TrinkwV 2001 entsprechen. Möglicher Weise kann hier systemstützend auch noch Chlor nachdosiert werden.

Der Sinn "meiner" UVC-Tankentkeimung ist vorerst allein den Tank frei von biologischem Bewuchs zu halten, eine entkeimende Wirkung für das Ausgangswasser muss ich nicht nachweisen, wenn das Füllwasser keimfrei ist und sonstige Verkeimungsgefahren ausgeschaltet sind. So könnte z.B. die Tankbelüftung über Feinfilter erfolgen.

Da meine Favoriten nicht in Deutschland eingesetzt werden, erfolgt die Funktionskontrolle der UVC-Strahler nur mit Fototransistor, könnte aber auch selektiv auf 254 nm reagieren - kostet etwas mehr...

Wie ich schon vorschlug, kann ergänzend ozonisiert und/oder bei den Wartungen eine andere Desinfektion durchgeführt werden. Da es ja nicht nur um eine Einzelanlage geht, wird es sich lohnen eine entsprechende Entwicklung als System gemäß TrinkwV bzw. UBA-Liste prüfen zu lassen.

Beste Grüße
Wilfried
Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  17.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 17.12.2007!  Zum Bezugstext

hallo Wilfried, hallo Schnu,

die Desinfektion ist meiner Meinung nach nur das letzte Glied in der Kette.
Es müssen alle vorherigen Schritte im Gesamtprozess betrachtet werden; angefangen bei der Materialauswahl über Installation und Handhabung.
Und ich denke da liegt vermutlich das Problem:
- Zustand der Befüllungsanlagen
- Qualität des Füllwassers
- Umgang bei der Befüllung und bei Wartung
Außerdem stellt möglicherweise der Überlauf ein gravierendes Problem dar.
Aber das ist natürlich alles Ferndiagnose.

@ Wilfried:
entsprechen die von dir favorisierten UVC-Anlagen den Anforderungen der TrinkwV / UBA-Liste?
ich bin in jedem Falle an Infos zu den Anlagen interessiert - gerne per Mail

@ Schnu:
kannst Du mir den Weihnachtswunsch erfüllen? (s. Mail)
vielen Dank im Voraus

wie siehst Du die Forderungen an die Befüllungsanlage innerhalb des Entwurfs der DIN 2001 Teil 2? Ist das realistisch oder sollte man da mehr / weniger fordern?

Gruß
Wulf
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  17.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Schnu vom 17.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Schnu,

leider habe ich keine Ahnung was da für Systeme bei der Bahn verbaut wurden, aber was normale Energiesparleuchten, Glühbirnen&Co. an Erschütterungen aushalten, das halten die von mir eingesetzten UVC-Systeme locker aus - eher mehr. Undichtigkeiten können gar nicht auftreten, denn die Strahler sitzen ja im Tank selbst. Und Brände gab es noch nie.

Leider kann ich hier nicht näher auf Details eingehen ohne gegen die Forenrichtlinien in Sachen Werbung zu verstoßen. Bei Interesse gebe ich aber gern per E-mail Auskunft.

Beste Grüße
Wilfried
Schnu
(Mailadresse bestätigt)

  17.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 17.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried.
Wir stehen in Kontakt mit der Deutschen Bahn, die die UVC-Anlagen derzeit wieder aus ihren Zügen ausbaut. Es gab zu viele Zwischenfälle, mit Undichtigkeiten, Stromversorgung, Ausfall der Anlage und sogar Brände durch diese Anlagen. In einem Zug ist unter Umständen zu viel Bewegung für solche Systeme.
Daher versuchen wir jetzt auch Abstand davon zu gewinnen und die Wasserqualität anders zu gewährleisten.
MfG
Schnu
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  17.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 17.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wulf, Hallo Schnu,

es ist natürlich auch eine Kostenfrage, aber die Hauptverkeimungsprobleme im Tank lassen sich mit einer UVC-Tankentkeimung lösen - Kosten incl. Installation ca. 200,00 Euro
Und obwohl die Strahlung nicht in die anschließende Rohrleitung reicht, bleibt auch diese lange Zeit frei vom Biofilm, wenn das System im Rahmen der Wartung ca. alle 6 Monate gechlort wird. Das ist meine Erfahrung in wärmeren Ländern. In Deutschland könnte die Desinfektion sicher in größeren Abständen erfolgen, oder man ozonisiert das Tankwasser zusätzlich.

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Wulf)
(Gast - Daten unbestätigt)

  17.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Schnu vom 17.12.2007!  Zum Bezugstext

hallo Schnu,

den Überlauf würde ich auf jeden Fall kritisch einstufen. Da wird vermutlich eine Entragsmöglichkeit für Mikroorganismen bestehen.

Ansonsten ist es aus meiner Sicht völlig "normal", dass ihr "negative Rückmeldungen" bekommt. Das das Wasser in den Zügen irgendwannt verkeimt, ist für mich klar.
Es liegt quasi ein "offenes" System vor. Die Züge werden an verschiedenen Stellen mit unterschiedlichen Wasserqualitäten von unterschiedlichen Personen betankt.

Es geht nicht nur darum, denn Tank sondern das gesamte System inclusive aller Rohrleitungen etc. vollständig (!) zu entleeren und zu trocknen. Wenn Restfeuchtigkeit im System bleibt, muss mit einer Biofilmbildung in diesen Bereichen gerechnet werden. Damit ist dann die Quelle für eine Verkeimung des gesamten Systems angelegt.

Auch wenn´s sehr aufwändig ist, würde ich jeweils vor und nach einer Betankung eine Probe des Wassers im Zug und zusätzlich aus der Befüllungsanlage (mit Schlauch und Kupplung) entnehmen bzw. entnehmen lassen.
Die Ergebnisse würden mich in jedem Fall interessieren.

In erster Linie sehe ich bei dieser Thematik ein mikrobiologisches Problem, deshalb bin ich auf die "gestaffelte Stagnationsbeprobung" nicht mehr eingegangen. Diese beschreibt die Beprobung für die Metalle Blei, Kupfer und Nickel. Infos gibt´s hier:
http://www.umweltdaten.de/wasser/themen/trinkwasserkommission/47_s_296-300_uba-empfehlung_probenahme_blei_kupfer_nickel.pdf

Gruß
Wulf
Schnu
(Mailadresse bestätigt)

  17.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 12.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wulf.
Ja, die Dokumente sind uns bekannt und wir halten uns auch dran und Herr Mahnke vom EBA hilft auch immer.
Trotzdem bekommen wir manchmal negative Rückmeldung über die Qualität des Wassers. Genau deswegen wollen wir jetzt das Wasser testen, bevor der Zug in Betrieb geht.
Zusätzlich wollen wir noch ein Jahr lang den Zug "begleiten" und regelmäßig Proben nehmen lassen.
Druckproben werden nicht durchgeführt, da der Trinkwasserbehälter einen Überlauf hat und deswegen quasi immer offen ist. Vielleicht liegt hier auch ein Problem für einen Eintrag von außen.
Der Behälter ist so ausgeführt, dass er restlos entleert werden kann.

Du hast mir noch nicht beantwortet, was eine gestaffelte Stagnationbeprobung ist ?
MfG
Schnu

Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  12.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Schnu vom 12.12.2007!  Zum Bezugstext

hallo Schnu,

im Prinzip hast Du die Fehlerquellen schon aufgelistet:
- Befüllungsanlage
- "Einfüllwasser"
- falsche Materialien im Zug
- falsche Nutzung / Wartung

Ich gehe mal davon aus, dass dir die folgenden Regelwerke vorliegen:
- DIN 2001 Teil 2 (Entwurf)
- Merkblatt EBA Anforderungen an Trinkwasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen in Schienenfahrzeugen im Bereich der Eisenbahnen des Bundes
- UIC 563
- UIC 565

Habt ihr die Anforderungen alle eingehalten?

Mir scheint, dass in erster Linie die mikrobiologischen Parameter relevant sind. Insofern sollten die Parameter, die in der DIN bzw. dem EBA-Merkblatt aufgeführt werden, untersucht werden. Die Probenahmebedingungen sind in dem Merkblatt beschrieben.

Habt ihr euch mal mit dem Ersteller des Merkblattes in Verbindung gesetzt?

Wird das Trinkwassersystem in den Zügen VOR Auslieferung durch euch überprüft? Werden Druckproben durchgeführt? wenn ja mit welchem Medium? Wasser?!
Wenn das System mit Wasser befüllt wird, wird es vermutlich nicht vollständig wieder entleert werden können. D. h. Stagnationsbereiche ==> Biofilmbildung ==> anschließende Aufkeimung

Gruß
Wulf
Schnu
(Mailadresse bestätigt)

  12.12.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 11.12.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wulf.
Also das Problem ist folgendes. Wir sollen bzw. wollen sicherstellen, dass in den Zügen Trinkwasser zur Verfügung steht. Untersuchungen haben ergeben, dass das in der Regel nicht der Fall ist.
Jetzt wollen wir wissen woran das liegt.

Fehlerquellen sind :
Das TW-System im Zug
Die Befüllungsanlagen bzw. das Wasser aus selbigen
Nichteinhaltung der Wartungsvorschriften

Mit diesen Tests vor Inbetriebnahme der Züge wollen wir ausschließen, dass der Zug das Problem ist.
Allerdings befinden sich die Züge schon beim Betreiber.
Durchgeführt werden sollen diese Untersuchungen von einem Labor, das nach Trinkwasserverordnung dafür zertifiziert ist.

Was ist eine gestaffelte Stagnationsbeprobung ?

Eine parallele Überprüfung der Wasserparameter der Befüllungsanlagen haben wir vorgesehen.

Vielen Dank.
SCHNU
Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  11.12.2007

hallo Christian,

mir ist noch nicht ganz klar, was und zu welchem Zweck du die Untersuchungen durchführen willst.

Aus deinen bisherigen Beiträgen habe ich entnommen, dass in eurer Firma Trinkwassersysteme für Schienenfahrzeuge hergestellt werden (sollen?).
Willst Du nun das Wasser in eurem Betrieb überprüfen oder sollen die hergestellten Tanks bzw./incl. die Leitungen überprüft werden, quasi als Endkontrolle?

Bezüglich der Parameter stimme ich tröpfchen zu.
Bei den mikrobiologischen Parametern sollten die Koloniezahlen bei 22 °C und 36 °C nach dem Verfahren der Anlage 1 Nr. 5 TrinkwV 1990 untersucht werden. Coliforme Keime und Pseudomonas aeruginosa.

Metalle: Blei, Kupfer, Nickel, ggf. Eisen

Zu dem Probenahmebedingungen möchte ich erst mal nix sagen, wenn ich nicht genau weiss wofür.
In jedem Fall sollten die Metalle im Rahmen einer gestaffelten Stagnationsbeprobung untersucht werden.

Wer soll denn die Probenahmen durchführen???

Gruß
Wulf

Gast (tröpfchen)
(Gast - Daten unbestätigt)

  11.12.2007

Hallo Schnu!

Um zu klären, ob euer System die Trinkwasserqualität beeinflusst, erscheint mir der vorgesehene Probenahmezeitpunktrichtig gewählt.

Bei den zu untersuchenden Parametern würde ich mich zunächst auf die konzentrieren, die sich im System ändern könnten. Dies wären bevorzugt die Mikrobiologie (z. B. Gesamtkeimzahl) und die Systemwerkstoffe (z. B. Kupfer und Eisen). Außerdem würde ich die Summenparameter elektr. Leitfähigkeit und organ. Kohlenstoff (DOC bzw. TOC) kontrollieren, sowie den Sauerstoffgehalt und den pH-Wert. Und immer mit den Daten des frischen Trinkwassers vergleichen. Das heißt, es ist erforderlich, den gleiche Untersuchungsumfang auch bei dem Füllwasser anzuwenden. Auf Angaben des Trinkwasserlieferanten würde ich mich nicht stützen. Diese können gemittelt sein und sich auf eine für euch nichtrelevante Probestelle (z. B. im Wasserwerk) beziehen.

Hoffe, das hilft weiter.

Grüße aus der Pfalz
Tröpfchen



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