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Kategorie: > Umwelt > Gewässer
Gewässergüte
Gast (Christoph Schneider)
(Gast - Daten unbestätigt)

  06.11.2007

Wie kann ich in einem Gewässer die Güte feststellen ? Brauch ich dort ein spezielles Gerät oder kann man dies auch mit "Haushaltsgegenständen" erarbeiten.


Danke für eure Mühe.

Gruß,

Christoph



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Gast (Hartmut Schmitt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.11.2007

Sehr geehrter Herr Schneider,

zur Bestimmung der biologischen Gewässergüte gibt es die DIN 38410. Hierzu sollten Sie sich vielleicht einmal die folgende PDF-Datei anschauen:

http://www.gdch.de/strukturen/fg/wasser/publikat/vali/vdok_m1.pdf

Eine einfachere Anleitung gibt es in dem Buch "Gewässergüte bestimmen" von W. Baur, das gerne von Angelverenen und deren Gewässerwarten benutzt wird.

Weiterhin geben die einzelnen Bundesländer regelmäßig Gewässergütekarten mit biologischen und chemischen Aspekten heraus. Vielleicht ist ja das Sie persönlich interessierende Gewässer in einer solchen Überwachung enthalten. Dazu wäre es sinnvoll, einmal mit der jeweiligen Umweltbehörde Kontakt aufzunehmen.

Wer die Gewässergüte selbst bestimmen will und keine Erfahrung damit hat, wird sie wahrscheinlich erst einmal falsch bestimmen, auch wenn das Sammeln von Erfahrungen sehr interessant sein dürfte. Vor allem sollte man dann keine kostspieligen Maßnahmen in die Wege leiten. Das klingt jetzt vielleicht frustrierend. Wer aber erst einmal Interesse an der Gewässergüte bekommen hat, sollte auch dann an der Thematik bleiben, wenn es kompliziert werden sollte. Die Gewässerbiologie ist nämlich eine schöne und interessante Disziplin. Lassen Sie sich durch diese Worte also nicht abschrecken, hier weiterzumachen.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Schmitt
Gast (Hans-J.Sobotta)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.11.2007

Hallo, die Wassergüte läßt sich sowohl mit chemischen Methoden der Wasseranalytik bestimmen als auch über so genannte Bioidikatoren. Schwierig wird nur die anschließende Interpretation der Messergebnisse, vor allem auch deshalb, weil die erhaltene Zahl, z.B. pH 4,  für sich allein gesehen, nichts als nur ein weiterer Indikator ist. Hält man Fische, so wäre ein pH von 4, verursacht durch Salz- oder Schwefelsäure für diese gefährlich und auch tödlich. Der gleiche pH-Wert, verursacht durch Humusäure (Torf) kann sogar von Vorteil sein. Also: Die rein quantitavie Zuordnung ist irreführend, ergibt kein brauchbares Ergebnis und verhindert oft genug die notwendige Umsicht, die bei sich anbahnenden Katastrophen angebracht wären.
Und sollten die Fische (noch) leben, ist dies auch keinesfalls eine Bestätigung der Gewässergüte. Vielmehr haben sich diese an die sich in der Regel langsam schlechter werdende Qualitiät bis zu einem gewissen Grad zwar gewöhnt, werden dann aber, geht es so weiter, plötzlich recht makaber aus den Schuppen schauen. Also besser, die Gewässergüte aus bestimmten Blickwinkeln, also auch die so genannten Bioindikatoren beobachten und vielleicht ein paar brauchbare Bücher zu Rate ziehen, wenn keine Experten greifbar sind.  
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  06.11.2007

Hallo Christoph,

um die Gewässergüte zu beurteilen reicht nicht EIN Parameter, also auch nicht EIN Messgerät oder nur EIN Test. Es gibt überdies viele natürlich Hinweise, welche auch mit einfachen Mitteln, wie z.B. einer Lupe auszuwerten sind. Ein aussagekräftig sind z.B. Wasserflöhe. Bei Interesse einfach mal "Daphnientest" als Suchwort eingeben.

Beste Grüße
Wilfried



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