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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Kleine weiße KlümpchenKrümel im Leitungswasser
Gast (Mira Weiß)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.09.2007

Hallo,

das Wasser in meiner Gegend (Leipzig) ist zwar sehr kalkhaltig. Aber ob es sich bei Folgendem um Kalk handelt, weiß ich nicht. Und zwar habe ich seit zwei Tagen sonderbare kleine weißliche Krümelchen im Leitungswasser - genug, um das Wasser in einer 1,5l-Flasche als trüb erscheinen zu lassen.

Nun habe ich die Befürchtung, das es sich um Kalk handelt oder aber noch schlimmer - irgendwelche Keim-Ansammlungen. Ich hätte da gern irgendwie Gewissheit, weil ich eigentlich immer Leitungswasser trinke.

Hat jemand schon von solchen Krümelchen gehört oder kann die sich erklären oder hat Tipps für mich?

Vielen Dank schonmal,
Mira



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 9
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  08.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hartmut Schmitt vom 08.09.2007!  Zum Bezugstext

Zitat - Hartmut Schmitt stellte sich vor 4 Wochen im Forum so vor:

"Liebe Forumsnutzer/innen,

ich bin seit über 20 Jahren in der Trinkwasserüberwachung tätig. Ich glaube daher, dass ich mich auf dem Trinkwassersektor vermutlich durch die dort gemachten beruflichen Erfahrungen besser auskenne als meine meisten Mitbüger/innen. Dies denke ich vor allem bei vielen in diesem Forum genannten Tipps zur Trinkwasserproblemlösung. Die Tipps sind sicherlich alle gut gemeint, aber in vielen Fällen fachlich falsch oder in schlimmen Fällen für die Trinkwassernutzer/innen sogar schädlich."
Zitat Ende

Lieber Herr Schmitt, dass Ihr letzter Tipp unschädlich war - nach Blahblahbla mit Wassermeister YX - ist doch wohl reiner Zufall und zum Glück war Ihr Thema nicht Arsen oder ein schlimmeres Gift ...

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Hartmut Schmitt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 07.09.2007!  Zum Bezugstext

Sehr geehrter Wulf,

Sie haben Recht. Als ich meinen Beitrag schrieb, rief gerade ein befreundeter Wassermeister an und wir unterhielten uns u.a. über Zinn. In meinem Beitrag an Frau Weiß meinte ich eigentlich Nickel. Ich bitte das Forum und Frau Weiß um Entschuldigung. Ich war mit meinen Gedanken wohl noch wo anders. Ich bin leider oder Gott sei Dank auch nicht perfekt.

Danke für die Nachfrage.

Hartmut Schmitt
Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  07.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hartmut Schmitt vom 07.09.2007!  Zum Bezugstext

Sehr geehrter Herr Schmitt,

welche "gesundheitlichen Konsequenzen" kann Zinn im Trinkwasser haben?
Ab welchem Wert sehen Sie den Zinngehalt als erhöht an?
Welchen Wert würden Sie als Grenzwert heranziehen?

Weder in der alten (TrinkwV 1990) noch in der derzeitig aktuellen Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) wird Zinn als Parameter aufgeführt. Bei den vorherigen Verordnungen bin ich mir nicht sicher, aber ich meine auch in denen wäre Zinn bisher noch nie aufgeführt worden.
Daraus lässt sich schließen, dass Zinn für den Verordnungsgeber und die beteiligten Fachkreise als irrelevant im Trinkwasser angesehen wird.

Gruß
Wulf
Gast (Hartmut Schmitt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mira Weiß vom 07.09.2007!  Zum Bezugstext

Sehr geehrte Frau Weiß,

gemäß § 21 der Trinkwasserverordnung müssen die öffentlichen Wasserversorger ihre Verbraucher über die Wasserqualität informieren. Diese tun dies in der Regel auch über die Presse, Mitteilungsblätter oder im Internet. In Ihrem Fall scheint es sich um ein Mehrfamilienhaus zu handeln. In solchen Fällen ist Ihr Hauseigentümer bzw. die Hausverwaltung für die Information der Verbraucher zuständig. Wenn in Ihrem Haus die Wasserqualität nicht verändert wird (z.B. durch Aufbereitungs- oder Nachbehandlungsanlagen), reicht es, wenn die Hausverwaltung die Informationen des öffentlichen Wasserversorgers an Sie weitergibt (z.B. Aushang am schwarzen Brett). Wenn in Ihrem Haus die Wasserzusammensetzung verändert wird, muss Ihnen die Hausverwaltung mitteilen, wie und in welchen Stoffkonzentrationen.

Wenn ungewöhnliche Vorgänge mit möglicherweise gesundheitlichen Konsequenzen auf die Trinkwasserqualität (z.B. erhöhte Kupfer-, Blei- oder Zinngehalte)zu befürchten sind, muss die Hausverwaltung sogar gemäß § 16 Trinkwasserverordnung unverzüglich handeln (ggf. sogar seperate Wasseruntersuchungen durchführen lassen). Wenn die Hausverwaltung dies nicht tun sollte, können Sie sich sogar an das Gesundheitsamt (Adresse beim öffentlichen Wasserwerk erfragen) wenden.

Ich hoffe, Sie können mit diesen Informationen etwas anfangen.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Schmitt
Gast (Mira Weiß)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hartmut Schmitt vom 07.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Schmitt,

danke für Ihre Antwort.
bei der Hausverwaltung heißt es, dass es keine Bauarbeiten gab und sich (noch) kein anderer aus dem Haus beschwert hat.

Ich werde mich nachher mal um die Mischbatterie kümmern, denn im Bad gibt es weder weiße Krümel noch grüne Plättchen.

Ach und die Krümel und Plättchen setzen sich nach unten hin ab. Und die grünen lassen sich durch Essig zwar entfärben (von grün auf weiß), aber nicht auflösen.

Danke für den Hinweis mit den Wasserwerken - an die werde ich mich wenden, wenn das Problem nach meiner Mischbatterieuntersuchung nóch immer besteht.

Wissen Sie, wie und zu welchen Bedingungen man bei den Wasserwerken üblicherweise Untersuchungsergebnisse einsehen kann?

Liebe Grüße,
Mira Weiß
otto
(Mailadresse bestätigt)

  07.09.2007

Bitt das Wasser untersuchen lassen, die Trübung dauert ja schon 2 Tage! Nur so ist das genau abklärbar.
Gast (Hartmut Schmitt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mira Weiß vom 07.09.2007!  Zum Bezugstext

Sehr geehrte Frau Weiß,

grünliche Verfärbungen im Trinkwasser stehen häufig im Zusammenhang mit der Korrosion von Kupferleitungen. Wurden im Bereich Ihrer Hausinstallation irgendwelche Veränderungen oder Arbeiten vorgenommen? Haben Sie den von Wulf vorgeschlagenen Versuch schon durchgeführt? Haben Sie schon einmal die Wasseruntersuchungen der öffentlichen Wasserversorgung gesehen?

Vielleicht können Sie uns etwas mehr Details nennen.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Schmitt
Gast (Mira Weiß)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 07.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wulf,

danke für Deine schnelle Antwort. Ich habe den Perlator abgeschraubt - und da kamen weitere Krümelchen, aber auch grünliche, bis zu drei mm große Plattchen zum Vorschein. Wenn ich das Wasser dann ohne Perlator laufen lasse, kommen auch da kleine grüne Plättchen direkt aus der Leitung. Wenn ich diese Plättchen anfasse, zerschmelzen sie quasi.

Nun mache ich mir erst recht Sorgen - weißt Du (oder jemand anderes), was das sein könnte?

Den Essigtest mache ich natürlich trotzdem noch.

Danke schonmal,
Mira
Gast (Wulf)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.09.2007

hallo Mira,

schraub mal deinen Perlator ab und schau mal, ob da noch mehr "Klümpchen" drin sind.
Hast Du Essigessenz zu hause? Schütt mal die Klumpen in ein Glas und ein wenig Essig drüber. Was passiert?
Wenn sie sich auflösen, handelt es sich um Kalkbröckchen.
Weiße Bakterienklumpen habe ich bisher noch nicht gesehen.
Auch wenn meine Kristallkugel meistens trübe ist, würde ich hier mal auf Kalk tippen.

Gruß
Wulf



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