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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Trinkwasser in Waldbrandgebieten Griechenlands
Gast (Hartmut Schmitt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.09.2007

Sehr geehrter Herr Gutjahr,

aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen mit Brandfällen in Trinkwassereinzugsgebieten würde es mich einmal interessieren, ob die flächendeckenden Waldbrände in Griechenland einen Einfluss auf die Trinkwasserversorgung in den betreffenden Regionen hatten. Wenn ja, wie gehen die Leute damit um? Wissen Sie aufgrund Ihrer Nähe zu Griechenland etwas Näheres? Oder kennt sich jemand anderes damit aus?

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Schmitt



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  06.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Fred vom 05.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Fred,

ja man gewöhnt sich schon an alles mögliche, wenn man in der Fremde ist. Mit den Bränden hatten wir noch mal Glück. Bei uns und im Umkreis von etwa 30 km hat nichts gebrannt.
Jetzt kommt auch die feuchtere Jahreszeit, wo die Gefahr deutlich absinkt.

LG aus GR

Lothar
Gast (Fred)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 05.09.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

" ...von dem in Sixpaks zu 1,5ltr PET-Flaschen angebotenen Loutrakiwasser à 1,06 bis 3 Euro pro Pack ..."
das sind ja umgerechnet für 9 Liter 1,06 € bzw. 117,78 € für einen cbm.
Und dann beschwert man sich hier über Preis von 1,06 € je cbm für Trinkwasser. Wie verwöhnt wir Deutsche doch sind ;-))

Grüsse nach GR hoffentlich ohne Brandschäden.

Fred
Gast (Hartmut Schmitt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.09.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 05.09.2007!  Zum Bezugstext

Sehr geehrter Herr Gutjahr,

vielen Dank für die schnelle, für mich sehr detaillierte und informative Antwort. Ich sehe schon, dass man in trockeneren Regionen noch sehr viel "Hirnschmalz" benötigen wird, um ausreichend Brauch- und Trinkwasser zur Verfügung stellen zu können.

Viele Grüße nach GR

Hartmut Schmitt
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  05.09.2007

Hallo Herr Schmidt,

tut mir Leid, von flächendeckenden Waldbränden höre ich das erste mal und wir wohnen vom nächsten Brandherd etwa 40 km Luftlinie weg. Gutes Trinkwasser finden sie auf diesen Dörfern nur in Ausnahmefällen. Meist als vor dem Ort liegende Zapfstelle, wo eine Leitung vom Berg oder einem Unterzentrum kommt.
Die meisten privat betriebenen Leitungssysteme führen nur Brauchwasser mit meist bis zu 800 mg/ltr und mehr an Salzen und Leitwerten von weit über 2000 µS/cm. Als Trinkwasser holt man sich mittels mehreren Kanistern Vorräte von besgten Zapfstellen oder wie in unserem Fall beim Einkaufen in der Stadt Loutraki. Das Loutraki wasser wird übrigens auch per Tankwagen zu Abonenten in Korinth gebracht, welche ihre Kanister am entsprechenden Tag auf den Gehsteig stellen. Viele Häuser haben auch Zisternen, welche per Tankfahrzeug gefüllt werden. Ebenfalls herscht ein reger Betrieb an sich selbst an Zapfstellen in Loutraki versorgenden Korinthern, welche die Qualität des bis nach Nordafrika verkauften Loutrakiwassers schätzen. Zusätzlich kauft hier fast jeder reichlich von dem in Sixpaks zu 1,5ltr PET-Flaschen angebotenen Loutrakiwasser à 1,06 bis 3 Euro pro Pack, je nach dem ,wo man es kauft.

So jetzt tropft wohl jedem der Zahn nach Loutrakiwasser,smile.

Wie weit bei den erwähnten Bränden Trinkwassereinzugsgebiete betroffen sind kann ich leider nicht beantworten. Eines ist sicherlich der Fall, dass die Böden das Regenwasser des kommenden Winters ableiten anstatt es  zu schlucken und der ohnehin knappen Wasserversorgungsbilanz damit böse mitgespielt wird.

Man wird daher ungenutzte Resourcen wie unterirdisch ins Meer fliessende Süsswasserströme nutzen und entsprechende Technologien dafür entwickeln müssen.

Soviel dazu LG aus GR

Lothar



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