Wasser.de
Lexikon
Shop
Wasser Forum
   mehr als 6300 Themen und 30800 Antworten
Zurück zur Übersicht! Datenschutz FAQ Hilfe Impressum



 

Kategorie: > Umwelt > Wasserverschmutzung
trübes Wasser aus 40m Tiefbrunnen
Gast (Friedhelm Quaschni)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.08.2007

Hallo zusammen,

seit über 10 Jahren entnehemn wir im bergischen Land kristallklares Wasser aus dem Tiefbrunnen. Nun plötzlich sieht es trüb aus, undurchsichtig graue Farbe. Im Umfeld hat sich nichts soweit nichts geändert, ausser, dass es wie aus Eimern tagelang geregnet hat. Aber der Einlass im oberen Teil des Brunnens ist abgedichtet. Bekannt ist der Eisenanteil, der sich als roter Ansatz im 400Liter Druckbehälter hin und wieder absetzt. Das ist aber nicht das Thema. Nun ist das Wasser einwenig undurchsichtig. Was kann das sein?
Danke für die Anwort.
mfg
Friedhelm



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 7
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  27.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner F vom 27.08.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Heiner F,

Danke für die Richtigstellung. Leider fehlt - wie so oft - nun in der Diskussion die Beteiligung des Fragestellers, damit man mal etwas mehr über die örtliche Situation erfährt und auch was er unternimmt.

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Heiner F)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 26.08.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

" aber was können die tun, außer zu Empfehlen...?"

Eben, empfehlen! Bei den örtlich zuständigen Behörden sitzen Experten, die wissen, was im Einzelfall zu tun ist und die die örtlichen Verhältnisse kennen. Sie können Sofortaßnahmen vorschlagen (und auch anordnen), sie haben Kontakte zu zugelassenen Untersuchungsstellen, vielleicht sogar selbst eine im Haus. Sie beraten auch in Fragen zur Aufbereitungstechnik. Ein Kontakt zu diesen Stellen ist also auf jeden Fall sinnvoll und dringend anzuraten.
Ich würde mich nicht trauen, Friedhelm aufgrund seines Posts hier zu einer bestimmten Maßnahme zu raten.

Im Übrigen ist der Einbau bzw. die Planung einer Aufbereitungsanlage gemäß § 13 TrinkwV 2001 und § 49 LWG NRW anzeigepflichtig. Das LWG gilt allerdings nur für die öffentliche Wasserversorgung. Ob Friedhelm eine öffentliche Wasserversorgung betreibt, weiß ich nicht. Ist aber bereits dann der Fall, wenn ein Mieter mit versorgt wird, oder wenn er ein Fremdenzimmer vermietet.

Deshalb nochmal mein dringender Rat, Gesundheitsamt und Untere Wasserbehörde beteiligen.

Grüße
Heiner
Gast (KIM ALEXANDER Aufmerksamer Gast)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 26.08.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

ob Deine Worte -
"In jedem Fall ist dann zu entscheiden, ob man geduldig wartet oder ob in eine Wasseraufbereitung investiert wird" -
so richtig sind, wage ich zu bezweifeln.

Sofern der Brunnen tatsächlich zur Trinkwassergewinnung genutzt wird, ist der Betreiber verpflichtet - Wulf erwähnte es bereits - das Gesundheitsamt zu informieren. Nach § 25 TrinkwV kann es sich um eine Ordnungswidrigkeit handeln, wenn der Betreiber vorsätzlich oder fahrlässig eine Anzeige nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erstattet.

Wenn das Gesundheitsamt dann informiert ist, wird es m.E. nicht EMPFEHLEN sondern ANORDNEN. Der Betreiber wird sich an diese Anordnungen halten müssen. Denn sonst.....könnte es sich wieder um eine Ordnungswidrigkeit handeln, wenn der Betreiber die vorgeschriebenen Untersuchungen nicht oder nicht richtig durchführen lässt und eine Kopie der Befunde nicht oder nicht rechtzeitig übersendet.

Gruß

KIM ALEXANDER ein "Aufmerksamer Gast"
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  26.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wulf vom 26.08.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Wulf,

ist schon klar, aber was können die tun, außer zu Empfehlen...?

Sonnige Grüße
Wilfried
Wulf
beo.wulfweb.de
(gute Seele des Forums)

  26.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 26.08.2007!  Zum Bezugstext

hallo Wilfried,

der Hinweis von Heiner ist schon richtig:
sofern der Brunnen zur Trinkwassergewinnung genutzt wird, ist der Betreiber verpflichtet (!) das Gesundheitsamt zu informieren.
s. § 16 Absatz 1 TrinkwV:
"Besondere Anzeige- und Handlungspflichten

(1) Der Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage im Sinne von § 3 Nr. 2 Buchstabe a oder b haben dem Gesundheitsamt unverzüglich anzuzeigen, ...

Sie haben ferner grobsinnlich wahrnehmbare Veränderungen des Wassers sowie außergewöhnliche Vorkommnisse in der Umgebung des Wasservorkommens oder an der Wasserversorgungsanlage, die Auswirkungen auf die Beschaffenheit des Wassers haben können, dem Gesundheitsamt unverzüglich anzuzeigen."

Die Eintrübung ist eine eindeutige Veränderung der Wasserqualtität.
Wenn der Brunnen zur Trinkwassergewinnung genutzt wird, würde ich kurzfristig ein Labor mit einer mikrobiologischen Untersuchung beauftragen und auf folgende Parameter untersuchen lassen: Koloniezahlen 22 und 36 °C, coliforme Keime, Enterokokken. Und zwar würde ich die coliformen Keime mittels Colilert untersuchen lassen. Das Ergebnis liegt dann bereits nach 18 Stunden vor. Eine Untersuchung mit DipSlides würde mir zu lange dauern.

Meist kommt die Trübung daher, dass Oberflächenwasser in den Brunnen eingedrungen ist. Da aber auch ich die örtlichen Verhältnisse nicht kenne, ist eine Klärung hier im Forum leider nicht möglich.

Gruß
Wulf
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  26.08.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner F vom 26.08.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Heiner F,

"Kontaktiere auf jeden Fall auch das Gesundheitsamt und die Untere Wasserbehörde deines Kreises, die können sicher weiter helfen."

Ich meine die können gar nichts tun, außer zu empfehlen das Wasser nicht mehr zu trinken. Das weiß Friedhelm aber sicher selbst.

Gewissheit schafft da nur ein Labor und ein Fachmann der die Analyse interpretiert. Einen Bakterientest können private Brunnenbesitzer mit Dip Slides auch selbst machen. In jedem Fall ist dann zu entscheiden, ob man geduldig wartet oder ob in eine Wasseraufbereitung investiert wird.

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Heiner F)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.08.2007

Hallo Friedhelm,

Zitat:
Im Umfeld hat sich nichts soweit nichts geändert, ausser, dass es wie aus Eimern tagelang geregnet hat.

Das wird der Grund sein. Auch wenn der Brunnen im oberen Bereich abgedichtet ist, kann es sein, dass sich das Brunnenwasser nach sehr starken Regenfällen eintrübt. Wenn zum Beispiel der Grundwasserspiegel durch den Regen sehr stark steigt, können Feinanteile aus Schichten, die normalerweise über dem Grundwasserspiegel liegen, mobilisiert und in den Brunnen eingeschwemmt werden. Es besteht dabei auch die Möglichkeit, dass dabei Mikroorganismen in das Brunnenwasser gelangen und es ohne weiteres nicht mehr als Trinkwasser zu gebrauchen ist.

Zu speziellen Maßnahmen um das Problem zu beheben, kann ich dir nicht raten, da ich deinen Brunnen und die örtlichen Verhältnisse nicht kenne. Du solltest dich unbedingt an einen Fachmann wenden. Kontaktiere auf jeden Fall auch das Gesundheitsamt und die Untere Wasserbehörde deines Kreises, die können sicher weiter helfen.

Schöne Grüße
Heiner



Werbung (3/3)
Laboruntersuchung für Ihr Brunnenwasser


Zurück zu Wasser.de
© 1999 - 2018 by Fa. A.Klaas