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Kategorie: > Technik > Wasserkraft
Wasserradgeschwindigkeit immer konstant?
Gast (Stefan Demmei)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.06.2007


Guten Tag,

schreib gerade Facharbeit und bin irgendwie zu dem Entschluss gerade gekommen, aus überlegungen (die ich gleich darlegen werden), dass ein oberschächtiges Wasserrad immer eine konstante Geschwindigkeit besitzt, egal wieviel Wasser vom Oberschacht kommt. Stimmt das?

Denn, das Wasser, das vom Oberschacht durch ein Geringe auf das Wasserrad trifft, hat die Energie E=m*g*h, => Die Geschwindigket des Wassers ist, laut dem Energiesatz: E(pot)=E(kin) => m*g*h=1/2*m*v^2 => unabhängig von der masse des wassers, also unabhängig von der Menge des Wassers. Und die Geschwindigkeit des Wassers v="wurzel aus 2*g*h" ist gleich der Geschwindigkeit des Wasserrades oder?

=> Wenn die Höhe des Geringens immer gleich bleibt (ist ja auch so) bleibt die Geschwindigkeit des Rades auch immer gleich, egal, wieviel Wasser fließt? hää

Oder bin ich falsch?

Mit freundlichen Grüßen

Stefan



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 6
Gast (walter wied)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.06.2007

Hallo Stefan!

Einige Einflußgrößen und Kräfte an einem Wasserrad hast du ja nun bereits gehört. Um nun deine Frage zu beantworten: NJEIN!!

Zur Erklärung: Wenn du eine Grenzbetrachtung machst und mit einem sich von Null steigernden Wasserangebot ausgehst, so wird sich das Wasserrad zunächst immer schneller drehen. Grund: die Wasserkammern werden immer mehr gefüllt. Die wirksame Kraft steigt, bei nahezu gleichbleibender Reibung.

Ist das Wasserangebot so groß, dass immer alle in Fallrichtung zeigende Wasserkammern voll sind, wirkt die maximal mögliche Kraft (Drehmoment) auf das Rad. Es stellt sich somit auch die maximal mögliche Geschwindigkeit ein. Ein mehr an Wasser kann das Rad (d. h. seine Wasserkammern) nicht aufnehmen.

Viele Grüße vom Rhein, an dem Wasserräder mehr als rar sind.
Walter
Wilm T. Klaas
wilmwasser.de
(Administrator)

  05.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stefan Demmei vom 02.06.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Demmei,

wie Wilfried bereits schrieb, wirken die potentielle Energie des Wassers (also die "Schwehrkraft" / das "Gewicht") und die kinetische Energie (also der "Schwunk").

Gruß Wilm T. Klaas
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  03.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stefan Demmei vom 02.06.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Steffan,

es wirken die dynamische Energie beim Eintrömen und die Schwerkraft des Wassers in den Schaufeln.

Beste Grüße
Wilfried
Gast (Stefan Demmei)
(Gast - Daten unbestätigt)

  02.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stefan Demmei vom 01.06.2007!  Zum Bezugstext

Vielen Dank Herr Wilm T. Klaas!

Ich hätte da noch eine Frage, inwieweit ist die Wasserradgeschwindigkeit, Energie und Kraft abhängig, mit welcher das Wasser auf das Wasserrad läuft.

Letztendlich ist es ja die potentielle Energie des Wassers in den Schaufeln, dass das rad hinunterdrückt und zum drehen angereegt wird, oder?

MfG

Stefan
Wilm T. Klaas
wilmwasser.de
(Administrator)

  01.06.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stefan Demmei vom 01.06.2007!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Demmei,

nein, die Geschwindigkeit des Wasserrades ist nicht gleich der des (ungebremst fallenden Wassers), denn zum einen besitzt das Wasserrad eine Massenträgheit, aber die ist in der stationären Betrachtung nicht interessant, aber vor allem anderen treten Reibungsverluste an den Lagern des Rades auf und ein Wasserrad ist ja auch eigentlich dafür da, um die Kraft des Wassers zu nutzen, also wird dem ganzen weitere Energie entzogen, die in der Energiebilanz betrachtet werden müssen.

Aber man kann es noch deutlicher sagen, wenn die Wassermende keinen Einfluss haben würde, müsste es auch mit der Wassermenge 0l/min (also auch ohne Wasser) die gleiche Geschwindigkeit haben. Und dem ist leider nicht so.

Würde man jedoch ein Wasserrad entwicken, welches keiner Reibung ausgesetzt ist (Reibungsfreie Lager) im gasfreien Raum, und welches nicht durch angekoppelte Teile gebremst wird. Würde es sich auch nach versiegen des Wassers mit gleicher Geschwindigkeit weiter drehen.

Gruß Wilm T. Klaas
Gast (Stefan Demmei)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.06.2007

ah ne, die geschwindigkeit des Wasserrads is ja abhängig wieviel wasser in den schaufeln is oder? Aber wie kann man das berechnen?

MfG

Stefan



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