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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Ultraschall Durchflussmengenmesser - dadurch auch Druck mess
Herbert Knase
(Mailadresse bestätigt)

  25.04.2007

Guten Tag,

ich möchte in ein mobiles Durchflussmengenmessgerät investieren, welches sozusagen auf die Rohrleitung "geschnallt" wird und dann via Ultraschall die Durchflussmenge und Fließgeschwindigkeit ermittelt. (Aus dem einfachen Grund, um auf einem alten Gelände die Wasserleitungen zu analysieren, daher muss es auch mobil sein)

Durch das Gerät sind mir ja dann folgende Daten bekannt:
Durchflussmenge, sprich Volumenstrom
Fließgeschwindigkeit
Rohrdurchmesser (der ist ja dann eh bekannt)

Nun die Frage: Kann ich durch diese Daten auch auf den Druck in der Leitung schließen? Falls ja, kann jem. mir als "dummen" genau die Formel darlegen, wie das geht?

Vielen Dank im voraus!




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Gast (SchnippSchnapp)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.04.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von SchnippSchnapp vom 25.04.2007!  Zum Bezugstext

Da ich gerade nix zu tun habe hier nochmal die ausführliche Erklärung:

Der Gesamtdruck P0 in Deiner Rohrleitung ist folgender:

P0 = Pstatisch + Phöhe + Pstau .

Pstatisch + Phöhe ist der Druck, den Du mit nem Manometer misst. Pstau ergibt sich aus: 0,5 x "Dichte von Wasser" x "Strömungsgeschwindigkeit zum Quadrat". Phöhe ist: "Dichte von Wasser" x "Höhe der Wassersäule über der betreffenden Stelle" x "Erdbeschleunigung". Hast Du also Pstatisch und Phöhe an irgendeiner Stelle in Deiner Rohrleitung und zusätzlich die Strömungsgeschwindigkeit an dieser Stelle, so hast Du mit der obigen Formel den Gesamtdruck in der Rohrleitung P0. Zieh einfach von diesem Gesamtdruck den Staudruck Pstau, den Du ja mit Deinem Messgerät rechnerisch bestimmen kannst ab, und Du erhältst unter Vernachlässigung von Druckverlusten aufgrund von Rohrkrümmern usw. den Druck in Deiner Rohrleitung, sprich die Summe aus Pstatisch und Phöhe.

Vielleicht hilft es Dir ja was.
Gast (SchnippSchnapp)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.04.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Herbert Knase vom 25.04.2007!  Zum Bezugstext

Nein, das geht definitiv nicht.

Der Druck innerhalb einer Strömung setzt sich immer aus statischem Druck und Staudruck (Strömungsbedingter Anteil) zusammen. Die Summe von beiden ist der Gesamtdruck. Der Staudruck ist mit den Daten Strömungsgeschwindigkeit und Dichte des Mediums, sowie Volumenstrom rechnerisch zu ermitteln. Für den statischen Druck brauchst Du allerdings den Gesamtdruck. Falls Du an irgendeiner anderen Stelle der Rohrleitung jedoch den Druck abnimmst, kannst Du, sofern Du die Druckverluste in der Rohrleitung vernachlässigst, den statischen Druck, sowie den Gesamtdruck an Deiner gewollten Stelle berechnen.
Herbert Knase
(Mailadresse bestätigt)

  25.04.2007
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von H2O vom 25.04.2007!  Zum Bezugstext

Vielen Dank für die schnellen Antworten.

Das es dort zu Abweichungen/Messungenauigkeiten kommt ist mir schon klar.

Jedoch möchte ich gern wissen, ob es rechnerisch möglich ist. --> sprich von meinen oben genannten Daten auf den "ungefähren" Druck in dem Stück Leitung zu schließen, auf welchem sich mein Messgerät befindet.

Wie genau der Wert wäre sei erstmal dahingestellt...
Gast (Fred)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.04.2007

Hallo Herbert,

macht es da nicht evtl. Sinn, an geeigneten Stellen Anbohrschellen anzubringen und an diesen wiederum Manometer? Das wäre doch dann das genaueste.

Grüsse und viel Erfolg

Fred
Gast (H2O)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.04.2007

Hallo Herr Knase,

zum Thema bin ich eigentlich nicht der Fachmann, kann aber abschätzen das da nicht mit großer Genauigkeit funktionieren kann. Beim Druck spielt der Zustand und damit Widerstand im Rohr eine wesentliche Rolle, noch wesentlicher wirken sich Leitungsverengungen z.B. durch Verbindungsstücke, Ventile und was auch sonst noch so in Leitungen eingebaut ist. Weiter einflußnehmend sind starke Richtungswechsel - Winkel, Bögen- bei der Installation und schließlich auch in den Rohren gebildte Korrosions- oder Kalkschichten.

Gruß
H2O



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