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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Brunnen von Hand gegraben was nun
Kameltreiber
(Mailadresse bestätigt)

  01.08.2006

Hallo zusammen,
bevor ich aus Ratlosigkeit mein schönes Loch wieder zuschütte:
Ich habe nur so, um mal zu sehen wie das ist, einen Brunnen gegraben. Ich wohne in einem kleinen Tal, im Talgrund. Der "Brunnen" hat einen Durchmesser von ca. 1m.
Nach einer ca. 1,50m dicken Lehmschicht (grau und etwas sandig) bin ich auf eine Schicht mit einer Kies, Sand, Lehmmischung gestoßen. Nachdem ich ca. 20cm in diese Schicht gegraben hatte, sickerte das erste Wasser. Diese Schicht ist ca. 40cm stark. Jetzt bin ich auf feinen "Flusssand" gestoßen. Diese Schicht ist wohl so ca. 30cm stark. Dann kommt wieder Lehm (oder Ton, weil er diesmal eher rot ist). In diese Schicht habe ich nicht gegraben. Das Wasser läuft sehr zögerlich nach.
Nun meine Fragen:
Kann sich an der Zuflussmenge im Lauf der Zeit noch was ändern?
Im Loch riecht es etwas muffig. Wir haben hier eine etwas marode Kanalisation, die ungefähr auf der gleichen Höhe verläuft wie meine Wasserschicht, kann es sein, dass ich da die Fäkalien der Kanalisation im Wasser habe?
Falls ich den Brunnen ausschachte, wie kann ich vorgehen?
Ich dachte an folgendes (Schachtringe aus Beton, 100cm Druchmesser):
Einen 25er Ring oben auf das Loch legen. Diesen Ring untergraben, so dass er weiter in das Loch rutscht, bis die Oberkante des Ringes ebenerdig ist. Dann Abstandshalter (so dass Wasser einsickern kann) und den nächsten Ring auflegen. so würde ich 3 25er Ringe versenken, dann mit 50er Ringen weitermachen, bis alle Ringe im Boden sind. Am Brunnenboden würde ich den Sand ausschöpfen und durch Kies ersetzen. Theoretisch sollte das mit den Ringen funktionieren. Die sind so schwer, dass sie doch locker in die Erde rutschen müssten, oder?
Das Wasser möcht ich zum Gießen, für einen Teich und einen Bachlauf verwenden. Teich und Bachlauf möchte ich nur mit Lehm anlegen, weshalb ich mit Wasserverlusten rechne und mir das Brunnewasser ganz recht wäre. Vielleicht reinigt es sich ja auch im Bachlauf und dem Teich
Ich um jede Antwort dankbar.
Grüße
Thomas



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 8
sepp Schick
josef.schick.senioraon.at
(Mailadresse bestätigt)

  25.02.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rolandoz vom 25.02.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Rolandoz wen das Loch schon gegraben ist dann   könnte tatsächlich auch der Traktor  dort versinken . An sich gräbt man ja das Loch    immer nur   Ringhöhe und setzt dan  wieder einen  Ring darauf , welcher  dann beim weiteregraben  nachrutscht. Dadurch kann man  auch mit dem Frontlader dort  hantieren. Wen schon gegraben  dann lass dir die Ringe mit einem   größeren LKW bringen welcher die Ringe gleich setzen kann und infolge seiner grossen  Reichweite nicht direkt zum Loch fahren muss.Geeignet wäre auch ein  Traktor mit Holzkran  o.ä.
mfg sepp
Gast (Rolandoz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.02.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp Schick vom 22.02.2011!  Zum Bezugstext

Servus Sepp!

Vielen Dank für die Info! Ein Bekannter hat mir auch davon abgeraten, die Betonringe mit dem Frontlader hineinzuheben - es kann nämlich leicht passieren dass der Traktor dann im Loch liegt *g*
Welches Material nimmt man am Besten um am Boden und seitlich aussen aufzufüllen, also zur Wasserfilterung?
Schotter? Split?
Geht Mineralbeton auch oder verdichtet der zu stark?
sepp Schick
josef.schick.senioraon.at
(Mailadresse bestätigt)

  22.02.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rolandoz vom 22.02.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Rolandoz einen   Brunnen   zu graben ohne gleichzeitig immer wieder Ringe nachzusetzen ist Selbstmord noch dazu in  Sandboden.  Also immer wieder einen Ring setzen und diesen untergraben so dass dieser nachrutschen  kann. Wen das  Waser nur  Knöcheltief ist   weitergraben  ein halber  Meter Waserstand  ist  wohl unbedingt  nötig.  Um einigermaßen im trocknen  graben zu können benötigst du eine Pumpe welche auch Schmutzwasser /Sand  verträgt.Wie stark der Zufluss  ist siehst du beim graben.BeimBruinnengraben hatman  früher so lange gegraben   bis das Verhätnis zwei bis 3 Eimer Wasser ein Einmer Sand war .
Gast (Rolandoz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  22.02.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Sepp s vom 01.08.2006!  Zum Bezugstext

Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Sepp s vom 01.08.2006!  

Hallo Zusammen!
Ich versuche einen Brunnen in ähnlicher Weise zu bauen.
Grundwassertiefe ist bei uns nach 2-3 Metern, wir haben reinen Sandboden.
Ich hätte die Grube jetzt per Hand ausgegraben, danach unten eine dünne Schicht Schotter/Kies eingeschüttet und die Betonringe (mit Löchern) mit dem Frontlader / Bagger hinuntergelassen.
Die seitlichen Hohlräume hätte ich ebenfalls mit Schotter bzw. Kies aufgefüllt (zur Reinigung des Wassers).

Jetzt meine Fragen:
1. Wie weit muss man graben? Reicht es wenn man beim Graben knöcheltief im Wasser steht und der Spiegel steigt dann noch?
2. Wie hoch sollte die untere Schotterschicht sein?
3. Was kann beim Graben im schlimmsten Fall passieren?
Das Haus steht ca. 5 Meter vom Brunnen weg (BJ 93, Unterkellerung "weisse Wanne") - kann es passieren das das Haus absackt und Risse bekommt o.ä.?
4. Hat jemand eine Bauanleitung dafür

Bin für jede Antwort Dankbar!
Gast (Rolandoz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  22.02.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Sepp s vom 01.08.2006!  Zum Bezugstext

Hallo Zusammen!
Ich versuche einen Brunnen in ähnlicher Weise zu bauen.
Grundwassertiefe ist bei uns nach 2-3 Metern, wir haben reinen Sandboden.
Ich hätte die Grube jetzt per Hand ausgegraben, danach unten eine dünne Schicht Schotter/Kies eingeschüttet und die Betonringe (mit Löchern) mit dem Frontlader / Bagger hinuntergelassen.
Die seitlichen Hohlräume hätte ich ebenfalls mit Schotter bzw. Kies aufgefüllt (zur Reinigung des Wassers).

Jetzt meine Fragen:
1. Wie weit muss man graben? Reicht es wenn man beim Graben knöcheltief im Wasser steht und der Spiegel steigt dann noch?
2. Wie hoch sollte die untere Schotterschicht sein?
3. Was kann beim Graben im schlimmsten Fall passieren?
Das Haus steht ca. 5 Meter vom Brunnen weg (BJ 93, Unterkellerung "weisse Wanne") - kann es passieren das das Haus absackt und Risse bekommt o.ä.?
4. Hat jemand eine Bauanleitung dafür

Bin für jede Antwort Dankbar!
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.08.2006

Hallo Kameltreiber
Schachtringe mit Abstandhalter könnten Dir beim  versetzen Probleme bereiten verrutschen usw. ich würde eher Löcher bohren oder mit eine Diamantscheibe Schlitze schneiden .Löcher kannst du immer bohren aber den Abstand nicht mehr verändern .Laut einer Anleitung solte die innere "Nase" der Rohre oben sein.vieleicht musst Du noch einiges tiefer graben um besseres Wasser zu erhalten!Wen Du die innere Nase nach dem versetzen an einigen Stellen abschneidest kann auch viel Wasser ohne grobe Sandanteile einfliesen.  MfG Sepp
Gast (Kamelreiter)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.08.2006

Hallo Kameltreiber

Wenn du die stinkende Brühe für dein Teich verwendest wirst du schönes grünes Wasser mit Sichttiefen im Millimeterbereich haben! Ausweg: extrem gute Filter, die wie eine biologische Kläranlage funtionieren.
Gast (Sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.08.2006

Hallo Kameltreiber
Wenn Du  so weitermachst und nicht sofort Schachtringe setzt wirst Du dein eigener Totengräber!!!
Oberflächenwasser ist sehr oft von schlechter Qualität und im Bezug auf Ergiebigkeit sehr schwankend.
Die früheren Schachtbrunnen wurden in Ortbetonbauweise errichtet. Das  heißt man grub etwa einen Halben Meter setzte dann die Schalung ein und füllte dies mit Beton  nachdem dieser abgebunden. also hart war entfernte man die Schalung und grub wieder einen halben Meter dies wiederholte man solange bis man auf standfestes Gebirge (Material) oder ausreichend Wasser  stieß. Eine solche Schalung besteht aus einem konischen Blech-Rohr  Bei einer Höhe von etwa einem halben Meter beträgt der Konus dieser etwa 15cm oder mehr den nur so ist es möglich Beton einzubringen. Eine solche Schalung überlappend geschlitzt und  muss zum Ausbau zusammengezogen werden. Es gibt sicher noch Brunnenbaufirmen welche eine solche Schalung besitzen. Einen solchen Brunnen erkennst Du an  der Stufenförmigkeit der Brunnenwand. Auf diese weise konnten gefahrlos auch sehr tiefe Brunnen errichtet werden .Das setzen von Schachtringen ist ja schon vom Gewicht her auch nicht ganz einfach.
Mit freundlichen Grüßen Sepp





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