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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Reaktivierung eines Bohrbrunnens
Manfred Weber
m.weberlow-tech.de
(Mailadresse bestätigt)

  07.07.2006

Liebe Mitglieder des Forums

Nachdem ich verschiedene Verzeichnisse dieses Forums nach einem ähnlichem Problem durchforstet habe, bin ich der Lösung meines Brunnenproblems nicht wirklich näher gekommen und möchte es hier beschreiben, in der Hoffnung einige Denkanstösse zu bekommen.

Ich habe einen alten Bohrbrunnen unbekannten Baujahrs in meinem Garten entdeckt, der seit ca. 15 Jahren nicht mehr benutzt wurde und zunächst erfolgreich in Betrieb genommen. Er ist erstellt aus einem 1 1/4" Eisenrohr, ist ca. 12m tief und Wasser steht bei 5m. Der sonstige Aufbau und der zum Einsatz kommende Filter sind völlig unklar. Mit einer geliehenen Saugpumpe habe ich den ersten Versuch gewagt und sofort klares Wasser in ausreichender Menge (ca. 15 - 17 l/min) gefördert. Über drei Tage habe ich den Testbetrieb verfolgt und Fördermenge, sowie Qualität für gut befunden, so dass ich mir eine tragbare Jetpumpe plus Vorfilter zugelegt habe. Von vornherein sollte auch eine Handschwengelpumpe angeschlossen werden und ich habe die Installation mit einem Rückschlagventil, sowie zwei Kugelventilen zum umstellen von Hand- auf Elektropumpe versehen. Saugseitig war alles dicht und das Ventil hat die Wassersäule zuverlässig im Rohr gehalten.

Auf die Handschwengelpumpe musste ich einige Tage warten und war entsetzt als sich bei ihrem ersten Einsatz eine sandige Brühe in den Eimer ergoss.

Pro 10 Liter Wasser förderte ich eine Hand voll feinsten Sandes zu Tage. In einigen Beiträgen wurde immer wieder erwähnt, dass ein neu erstellter Brunnen zunächst klargespült werden muss. Bei meiner Konstruktion sehe ich allerdings keine Möglichkeit dies auszuprobieren. Vielleicht ist auch der Filter beschädigt, denn ich bekomme nun auch ein wenig Sand in den Vorfilter, wenn ich mit der Elektropumpe fördere, jedoch nur bei entsprechender Durchflussmenge. Bei geringer Entnahme und entsprechend geringer Saugleistung sehe ich keinen Sand im Vorfilter.

Hier nun meine Fragen: Kann ich den Brunnen, er dient ausschließlich der Gartenbewässerung , überhaupt sinnvoll betreiben? Muss ich auf die Handschwengelpumpe verzichten? Kann ich auf einfache Weise feststellen ob das Filterrohr defekt ist? Gibt es bei dem geringen Durchmesser des Brunnenrohres (1 1/4") eine Möglichkeit es trotzdem irgendwie zu sanieren?

MfG - Manfred Weber



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  16.07.2006

Hallo Manfred,
der Durchmesser klingt nach einem Rammfilter. Wenn ich mal behaupte, das Teil ist unten teilweise verrottet und der Filter ist teilweise nicht mehr vorhanden...ich denk mal, es wird niemand wiedersprechen. Vielleicht ist der aber auch schon beim Einschlagen im Bereich des Filters beschädigt worden.
Meine Empfehlung - setz einen neuen. Bei der Tiefe des "Alten" und des Wasserstandes kann das eigentlich nicht so schwer sein. Nimm aber einen, wo das Filtergewebe innen liegt, damit es geschützt ist - und natürlich das Vorbohren nicht vergessen.

Viel Erfolg!
Edwin Walter
wesermaler_edwin_waltert-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  15.07.2006

Hallo Manfred Weber,

nach so langer Ruhezeit Deines Brunnens wirst Du nicht umhin kommen ihn wieder freizuspülen.Wenn Du die Mmöglichkeit hast nimm eine alte ,leistungsstarke Motorpumpe (ohne irgendwelche Filtervorbauten) welche nicht mehr gebraucht wird und lass sie eine Weile Wasser hochfördern und eine Menge Sand mit herausspülen. Dadurch entsteht unten ein Hohlraum im Sand und bei Anschluss einer guten Pumpe ist der Anteil der Sandförderung soweit reduziert daß es kaum noch zu Sandausspülungen kommt. Es sei denn Du installierst eine Pumpe mit einer erheblich grösseren Leistung als die hatte welche zum Ausspülen genommen wurde. Die Filter solltest Du anschließend so anbringen daß Du sie problemlos beobachten und händeln kannst. Wenn Deine Filter wieder zusitzen sollten sie sofort gereinigt werden denn sonst kann es Dir wieder passieren daß dir die Pumpe den Filter zerlegt.

Gruss Edwin Walter
 †
Edwin Walter
wesermaler_edwin_waltert-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  15.07.2006

Hallo Manfred Weber,

nach so langer Ruhezeit Deines Brunnens wirst Du nicht umhin kommen ihn wieder freizuspülen.Wenn Du die Mmöglichkeit hast nimm eine alte ,leistungsstarke Motorpumpe (ohne irgendwelche Filtervorbauten) welche nicht mehr gebraucht wird und lass sie eine Weile Wasser hochfördern und eine Menge Sand mit herausspülen. Dadurch entsteht unten ein Hohlraum im Sand und bei Anschluss einer guten Pumpe ist der Anteil der Sandförderung soweit reduziert daß es kaum noch zu Sandausspülungen kommt. Es sei denn Du installierst eine Pumpe mit einer erheblich grösseren Leistung als die hatte welche zum Ausspülen genommen wurde. Die Filter solltest Du anschließend so anbringen daß Du sie problemlos beobachten und händeln kannst.
 
Gast (sepp s)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.07.2006

Hallo Manfred
Warum kannst Du Deine Anlage nicht so weit zerlegen, dass Du einen Schlauch in das Brunnenrohr bis nach unten schieben kannst und dann Wasser hineinpumpst bis der Sand heausgespült ist.Icht würde ich dies sicher  noch versuchen .MfG Sepp



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