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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Umkehrosmose FAQ
Oleg Bopp
olegboppmail.ru
(Mailadresse bestätigt)

  03.04.2006

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe viel Fragen und Antworten hier gelesen und mir wurden auch paar Fragen aufgetaucht.


1. Im Grundwasser sind die wichtigen Mineralstoffe, wie z.B. Calcium und Magnesium, aufgenommen. Leider bilden die beiden Kalk. Aber das ist ein Natur-Kalk. In die Kläranlagen kommt das Wasser aus den Abflüssen (schon mehrmals benutztes Wasser). Nicht Grundwasser. Sonst werde das Wasser viel mehr kosten. Um das Calcium und Magnesium zu ersetzen werden die künstlich-chemische Mineralstoffen zugefügt. Also!!!

2. „Deutsche Wasser ist Qualitätswasser.“ Ich habe auch bei Lidl mal Wasser gekauft. Und ist auch das Kalk im Wasserkoch war. Ob das auch ein Trick vom Geldmacher ist? Fliest das gleiche Wasser bei jedem im Haus aus dem Wasserhahn?

3. Laut TV-Werbung  für unsere Spül- und  Waschmaschinen am besten ist „Calgonit“ geeignet. Bei Menschen ist  Venen- und Arterienverkalkung „entdeckt“. Fragen sie ihren Hausarzt. Wo kommen die Nierensteine und Gallensteine her. Was können wir dagegen tun?

4. Lesen Sie noch mahl das Punkt  „Wasserschutz im H“. Jährlich sterben ca. 5,3 Millionen Menschen aus Mangel an sauberem Trinkwasser. Wie sieht das in Deutschland aus? Die Blei- und Kupferröhren werden erst ab Jahr 2012 verboten. Bis dahin sollen wir alle uns vergiften lassen? Sollen wir alle morgens erst das Wasser laufen lassen um das Bleiwerte runter zu setzen? Kostet es auch kein Geld?

5. Viele Wasserwerke schicken allen seinen Kunden Trinkwasserparameter aus. Leider sind das nur:  pH-Wert, Härtegrad, Nitrat, Fluorid, Eisen, Mangan. Woher sollen wir wissen ob Medikamente, Östrogene oder Giften  u.s.w. drin sind?

Wenn ich nicht Recht habe schreiben sie mir ein Antwort.

Wünsche allen ein Gesundes Leben.




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 1
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  03.04.2006

Hallo Oleg,

> 1. Im Grundwasser sind die wichtigen Mineralstoffe,
> wie z.B. Calcium und Magnesium, aufgenommen. Leider
> bilden die beiden Kalk. Aber das ist ein Natur-Kalk.
> In die Kläranlagen kommt das Wasser aus den Abflüssen
> (schon mehrmals benutztes Wasser). Nicht Grundwasser.
> Sonst werde das Wasser viel mehr kosten.

Trinkwasser (Leitungswasser) ist kein geklärtes Abwasser sondern aufbereitetes Grund-, Quell- oder Oberflächenwasser.
Dabei ist es recht günstig. Ein Liter kostet weniger als 0,2 Cent - Mineralwasser ist wesentlich teurer.

> Um das
> Calcium und Magnesium zu ersetzen werden die
> künstlich-chemische Mineralstoffen zugefügt. Also!!!

Künstliche Mineralstoffe werden werde Leitungs- noch Mineralwasser hinzugefügt.

> 2. „Deutsche Wasser ist Qualitätswasser.“ Ich habe
> auch bei Lidl mal Wasser gekauft. Und ist auch das
> Kalk im Wasserkoch war. Ob das auch ein Trick vom
> Geldmacher ist?

Mineralwasser hat wesentlich mehr Calcium als die meisten Leitungswaesser - daher sollte es nicht wundern, dass es Kalk ausfaellt.

> Fliest das gleiche Wasser bei jedem
> im Haus aus dem Wasserhahn?

Nein, dass unterscheidet sich je nach Wasserversorger.

> 3. Laut TV-Werbung  für unsere Spül- und  
> Waschmaschinen am besten ist „Calgonit“ geeignet. Bei
> Menschen ist  Venen- und Arterienverkalkung
> „entdeckt“. Fragen sie ihren Hausarzt. Wo kommen die
> Nierensteine und Gallensteine her. Was können wir
> dagegen tun?

Nieren- und Gallensteine haben nichts mit dem Kalk im Wasser zu tun - und mit Spuelmitteln hat das Ganze schon mal gar nichts zu tun.

> 4. Lesen Sie noch mahl das Punkt  „Wasserschutz im
> H“. Jährlich sterben ca. 5,3 Millionen Menschen aus
> Mangel an sauberem Trinkwasser. Wie sieht das in
> Deutschland aus?

In Deutschland ist in den letzten 50 Jahren meines Wissens niemand an verschmutzten Trinkwasser gestorben.

> Die Blei- und Kupferröhren werden
> erst ab Jahr 2012 verboten. Bis dahin sollen wir alle
> uns vergiften lassen?

Vergiften ist uebertrieben - es sind sehr strenge Grenzwerte, die nochmals verschaerft werden. Eine aktute Gefahr besteht meist nicht.

> Sollen wir alle morgens erst
> das Wasser laufen lassen um das Bleiwerte runter zu
> setzen? Kostet es auch kein Geld?

Wenn man alte Bleirohre hat macht das Sinn - Bleirohre sind relativ selten, also erst mal nachschauen ob man wirklich Bleirohre im Haus hat. Wasserversorger haben keine Bleirohre, so dass es nur auf die Installation ankommt.
Das wenige Wasser, dass man ablaufen laesst faellt finanziell kaum ins Gewicht.

> 5. Viele Wasserwerke schicken allen seinen Kunden
> Trinkwasserparameter aus. Leider sind das nur:  
> pH-Wert, Härtegrad, Nitrat, Fluorid, Eisen, Mangan.

Meist werden mehr Werte als diese angegeben.

> Woher sollen wir wissen ob Medikamente, Östrogene
> oder Giften  u.s.w. drin sind?

Dies ist alles bislang noch nie im Trinkwasser vorgekommen. Ueber Summenparameter werden auch sehr viele andere Stoffe erfasst - die Analyse ist dabei in der Hand von Profis, also kein Grund zur Beunruhigung.

Gruss

JB



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