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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Studie?!
Gast (Christopher Dennl)
(Gast - Daten unbestätigt)

  11.10.2005

Weiß jemand was dass für eine Studie (die vom Hydrologen Professor Louis-Claude Vincent) ist, welche immer als Argumentation für mineralarmes Wasser angeführt wird?
Ich konnte bisher noch nichts dazu finden.
Brauche da Infos bezüglich meiner Facharbeit über reines Wasser, Homöopathie usw.

Danke sehr

MfG

Christopher Dennl



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 9
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  15.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klaus vom 15.05.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Klaus,

hast du mal geschaut, wie alt der Beitrag ist ? Wirst kaum von dem einen Beitrag erwarten können.

Das Them selbst ist auch weitgehend uninteressant oder durch den Mißbrauch fast ein Tabuthema.

Gruß Lothar
Klaus
(Mailadresse bestätigt)

  15.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christopher Dennl vom 11.10.2005!  Zum Bezugstext

Hast Du die Elektroden zwischendurch mit Reinigungsvlies und Bohrmaschine gereinigt? Ansonsten kann die Rostschicht, die sich zwischenzeitlich gebildet hat, die Elektrolyseergebnisse verfälschen.

Und ja, die einzige Aussage des Elektrolysetests besteht darin, dass man die mit einem TDS-Tester ermittelten Messwerte noch einmal durch Verfärbung ein wenig anschaulicher demonstrieren kann. Ein Rückschluss darauf, um was für gelöste Stoffe es sich handelt, ist damit jedoch kaum möglich, schon gar nicht, wie schädlich diese ggf. sind.

Der Sinn der Elektrolyse (wie der des Leitfähigkeitstestes) besteht ausschließlich darin, seinem Publikum durch Vergleichstests mit ungefiltertem und gefiltertem Wasser zu zeigen, inwieweit dessen Filtersystem in der Lage ist, dissoziierte (gelöste) Stoffe, also Salze, Säuren oder Laugen (und somit wahrscheinlich auch andere, höhermolekulare Verbindungen) zu entfernen.

Leider stellen einige Vertreter von Umkehrosmosesystemen die Verfärbungen rechtswidrig falsch dar, indem sie behaupten, das Wasser sei schadstoffbelastet, was zwar nicht auszuschließen, durch dieses Verfahren jedoch nicht nachzuweisen ist. Nur dadurch ist der Elektrolysetest in Verruf geraten.
Gast (Peter Fröhlich)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.10.2005

Hier gibt es ein interesantes Buch:
Bioelektronik nach Vincent

und in dem Buch: In 90 Tagen gesunde Prostata

wird auch recht gut dieser Zusammenhang erläutert.
Viel Erfolg!
H2O
(gute Seele des Forums)

  13.10.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christopher Dennl vom 12.10.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Christopher,

wie JayBee schon erwähnt hat halte ich das für auch für einen Fehler in der Versuchsdurchführung. Es gibt zwar auch Eisenverbindungen die kaum gefärbt sind z.B. Phosphate diese sollten aber nicht in nennenswerter Menge im Mineralwasser vorhanden sein.
Ich gehe davon aus, dass Du die Elektrolysebedingungen konstant hälts. Ich nehme mal an, am Gerät kann eine Spannung vorgegeben werden. Je nach Leitfähigkeit des Wassers resultiert dann eine Stromdichte an den Elektroden die die Effekte bewirken. Unterschiedliche Einstellung -> unterschiedliche Effekte. Also Versuch nochmal wiederholen auch die Leitfähigkeit nochmal überprüfen. Weiter nehme ich an, dass Du nur stille Wässer elektrolisierst, weil mehr oder weniger gelöstes CO2 die Leitfähigkeit und damit auch das Elektrolyseergebnis beeinflusst.

Anschließend dann das Elektrolysedingens einmotten. Für die eine ernsthafte Darstellung sind die Ergebnisse nicht verwertbar. Selbst die Erwähnung in Deiner Facharbeit ist nicht empfehlenswert, weil Du Dich damit nur blamieren kannst. Google doch mal mit den Suchbegriffen Wasserqualität und Elektrolyseversuch, dann wirst Du verstehen was gemeint ist. Auch hier im Forum sind wir schon mehrfach auf diese Methode eingegangen.

Gruß
H2O
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  12.10.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christopher Dennl vom 12.10.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Christopher,

die einfachste Erklärung:

<Ironie> Wer viel misst, misst Mist <Ironie/>

Hoffe Du verstehst Spass ;-)

JB
Gast (Christopher Dennl)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.10.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von H2O vom 12.10.2005!  Zum Bezugstext

Okay erscheint logisch. Dann nur noch eine Sache:

Der Abstand zwischen den Elektroden bleibt derselbe; beim letzten Mineralwasser fällt wie gesagt nichts aus. habe heute noch Osmosewasser (35µS) und dimineralisertes Wasser (7µS) spaßeshalber ausprobiert. Beim Osmosewasser, ist allerdings was ausgefallen und beim dimineralsiertem Wasser nicht, bei letzterem auch nicht verwunderlich. Daher warum fällt bei Osmosewasser noch ganz geringfügig was an Eisen aus allerdings bei dem Mineralwasser mit 190µS garnichts?
H2O
(gute Seele des Forums)

  12.10.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christopher Dennl vom 11.10.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Christopher,

das experimentieren mit der Elektrolyse kannst Du Dir eigentlich sparen. Die Leitfähigkeit sagt Dir schon von vorneherein wie das Ergebnis aufallen wird. Der Wert für die Leitfähigkeit sagt Dir auch warum sich Dein Wasser mit der niedrigen Leitfähigkeit nicht verfärbt hat. Die Leitfähigkeit wird z.B. von Deinem Messgerät in µS/cm angezeigt. Man beachte das "/cm". Da die Leitfähigkeit der Kehrwert des Widerstands ist, kann man durch Ändern des Elektrodenabstands den Widerstand beliebig vergrößern oder verringen. Entsprechend sieht dann das Ergebnis aus. Dadurch kann diese "Apparatur" sogar auf verschiedene Wassser-Leitfähigkeiten kalibriert werden. Dein Gerät ist wohl eher für einem Umkehrosmose-Vertreter kalibriert worden, der seiner Gerätschaft nicht allzuviel zutraut. :-)

Gruß
H2O

PS: Die Art des Niederschlag ist auch wesentlich vom pH-Wert des Wassers abhängig weil die erzeugten Eisenhydroxide mit zunehmendem pH-Wert unlöslicher werden.
Gast (Christopher Dennl)
(Gast - Daten unbestätigt)

  11.10.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 11.10.2005!  Zum Bezugstext

danke für die info, konnte die eben auch nicht dokumentiert finden.

Dann hab ich noch die Elektrolyse durchgeführt (dieser Taschenspielertrick), das sich fe2+ und evtl 3+ abscheiden ist logisch. bei leitungswasser (540µS)wurde es braun und dann hab ich noch 4 mineralwässer probiert, eines (1040µS) wurde grünbräunlich (fe2+/3+) mit schwarzem niederschlag (andere enthaltene teilchen?!) / relativ hohe wärmeentwicklung, 3:30 min laufzeit, dann eines (2000+µS) türkis mit weiß/grünblauem niederschlag/sehr schnelle hohe wärme entwicklung; 1:00 min laufzeit, das nächste mit knapp 600µS fiel Zitronengelb aus und wurde kaum noch warm 5:00 min laufzeit und das letzte (190µS) zeigte überraschender weise überhaupt keine Wärmeentwicklung oder Verfärbung oder Niederschlag / 5:00 min laufzeit, gut die unterschiedliche Wärmeentwicklung lässt sich noch auf den Unterschiedlichen Mineralgehalt und die Leitfähigkeit zurückführen; allerdings ist mir noch keine Erklärung eingefallen warum sich in den letzten beiden Mineralwässer an der Oberfläche (zur Luft) kein brauner Niederschlag gebildet hat (was bei den ersten 2 Wässern der Fall war nach eingier Zeit, Oxidation von fe3+ zu fe2+ teilchen/ restlicher niederschlag wurde allerdings beibehalten) bzw das sich beim letzten wässerchen NICHTS verfärbt und auch nichts abgeschieden hat, war danach so klar wie davor. hat dafür jemand eine erklärung, denn eigentlich müsste sich ja zumindest das eisen weiterhin abscheiden bzw das wasser verfärben?

danke

mfg

christopher dennl
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  11.10.2005

Hallo Christopher,

diese Studie ist idT ein Phänomen, da sie zwar immer wieder von bestimmten Leuten zitiert wird, sie aber anscheinend nirgends dokumentiert ist.

Honi soit qui malle y pense ;-)

Ich hatte diese "Studie" schon in einem anderen Thread aufgrund der Schilderungen ihres Inhaltes kommentiert:

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... nur die Sache mit Vincents Statisitken kann und will ich so nicht stehen lassen. Anscheinend haben Sie kein Grundwissen über das Erstellen und Auswerten von Statistiken, denn die Aussagekraft einer Statistik hat mit Art und Form der Frage und der Antwort so ziemlich nichts zu tun.
Ein paar Kritikpunkte, die leider nur allgemein formuliert sein können, da ich weder die Daten noch die Studie als solche vorliegen habe:
- Es wurden keine anderen Faktoren, die für Krankheitshäufigkeit und Lebenserwartung relevant sind mit einbezogen, z.B. Industrieansiedlung, demographische Faktoren.
- Fehlerursachen können z.B. sein: Vichy liegt weder im Kohlegebiet noch im Industriegürtel, ferner ist das Hochplateu wahrscheinlich nicht sonderlich für ext. Landwirtschaft eignet.
- Ergo; die Einwohner hatten wahrscheinlich weniger katastrophale Arbeitsbedingungen (Wir sprechen ja vom frühen letzten Jahrhundert)und einen höheren gesellschaftl. Stand und somit bessere med. Versorgung.
- Umweltverschmutzungen waren damals ein bedeutender Grund für frühzeitiges Ableben, eine Stadt in der keine Schwerindustrie beheimatet ist, hat da natürlich weniger Probleme.
- So viel ich weiss wollte der Forscher mit dieser Statistik seine Theorien beweisen, bei sowas ist immer die Möglichkeit einer willfährigen bis bewusst falschen Auslegung der Daten möglich.
- Eine Folge-/oder Vergleichsstudie existiert nicht. In Deutschland müsste wahrscheinlich Braunschweig (wird seit vielen Jahrzehnten nahezu komplett mit mineralienarmen Oberflächenwasser aus Harzer Stauseen versorgt) eine gesteigerte Lebenserwartung haben, dies ist aber statistisch nicht belegbar.
- Selbst wenn die Datenreihen eine Signifikanz haben heisst das nicht, dass man daraus eine Kausalität erheben kann. Beispiel: In den 60er und 70er Jahren war die Zahl der Störche in Deutschland mit der Geburtenrate korrelierend (beide nahmen ab), glauben Sie etwa das der Storch die Babys bringt ;-)
- Und da wären wir beim Kern der Kritik: Wenn die Kausalität seitens fast aller Naturwissenschaftler angezweifelt wird, reicht die schwache Signifikanz von Vincents Erhebungen NICHT aus um seine Thesen zu beweisen. Vincents Theorien sind nicht die ersten, die im Mülleimer der Wissenschaft gelandet sind, nur passen sie anscheinend heutzutage einigen Homöpathen und Geschätemachern gut ins Konzept.
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In diesem Sinne

Gruss JB



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