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Kategorie: > Wissenschaft > Biologie / Gesundheit / Medizin
HydrogencarbonationSäure-Base-Haushalt
Gast (Steffen Neumeier)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.08.2005

Um einer Übersäuerung des Körpers entgegenzuwirken, wird empfohlen Mineralwässer mit einem hohen Hydrogencarbonation-Anteil zu konsumieren. Meine Frage: Kann sich das Hydrogencarbonation positv auf den ganzen Haushalt auswirken? Wird das Hydrogencarbonat nicht einfach im Magen durch die Magensäure neutralisiert? So daß ich nur der pH-Wert im Magen verschiebt?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 7
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  04.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner Grimm vom 03.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Heiner,

natürlich hast Du Recht. Ich habe micht gerade eben noch mal im Netz umgeschaut ... und bin bass erstaunt, wie stark der pseudowissenschaftliche Ansatz von transparenten, übergreifenden Puffern, die sich direkt bedingen und für eine Unzahl von Krankheiten verantwortlich gemacht werden, grasiert.
Naturheilkundler, die nach "Try and Error" mit den wildesten Ansätzen herumexperimentieren und "Ärzte" die gerne etwas dazuverdienen wollen, sei es über Pülverchen oder Gefälligkeitsgutachten /-aufsätzen für die Pülverchenhersteller, liefern die Vorlagen und Medien und der Zeitgeist schreien "so isses !".
So wird die Evolution samt ihres fein ausgeklügelten Systems der Verdauung hinterfragt.
Eine Erklärung für dieses Phänomen muss man wohl eher bei den Psychologen suchen - wenn ein System zu kompliziert und abstrakt ist (das sind die SB-Puffer idT), macht man sich nicht die Mühe es zu verstehen, sondern hinterfragt, kritisiert und manipuliert erst ein mal wild drauf los.
Ist ja auch einfach ... Schuld daran, dass man Gelenkbeschwerden in den Knien hat, ist nicht die mangelnde Bewegung und das (auch daraus resultierende) Übergewicht sondern eine abstrakte "Übersäuerung" - und da uns ja seit zwei Jahrzenten eingetrichtert wird, das alles was mit Fett und Kohlenhydraten zu tun hat schädlich ist, schliesst sich der pseudowissenschaftlich Kreis und alle plappern´s nach *kopfschüttel*

Mal sehen, wann die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird ;-)

Gruss

JB

p.s.: für alle, die sich ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen wollen, sei folgender Link empfohlen:
http://www.uni-koeln.de/med-fak/biochemie/biomed/wisspro/corinna_bernard.html

 
Heiner Grimm
(gute Seele des Forums)

  03.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 02.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo alle zusammen,

ich hatte mich anlässlich eines früheren Threads schon mal halbwegs gründlich mit dieser Frage auseinandergesetzt.

Wenn HCO3(-) aufgenommen wird, vernichtet dies tatsächlich H(+) im Magen (CO2 entweicht). Dadurch muss beim Übergang in den Darm weniger Säure neutralisiert werden und es bleibt somit mehr "Basisches" im Blut, oder wo das Zeug evtl. sonst so zwischengelagert wird, übrig.

Was macht nun der Körper? Er scheidet entsprechend den Erfordernissen weniger H(+) aus, was wohl zwangsläufig den Harn-pH beeinflussen dürfte. (Ich habe das mal nachgelesen: Eine von mehreren Methoden des Körpers, den Blut-pH konstant zu halten ist es, überschüssige Säure ggfs. einfach mit dem Harn auszuschleusen. Warum sollte er's denn auch kompliziert machen, wenn es doch so einfach geht.)

Somit ist ein schwankender Urin-pH einfach ein Zeichen dafür, dass der Körper seinen Job tut.

Grüße Heiner
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  02.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

Du kennst doch das Paracelsus-Zitat "Alles ist ein Gift, es kommt nur auf die Dosis an" - daher kann man sich natürlich auch mit Natron umbringen -)
Kurz noch mal ein paar Fakten:
Im Körper gibt es verschiedene SB-Puffersysteme, zu denen der Bikarbonatpuffer mit Leber, Lunge und Niere und auch die Blutpuffer über Hämoglobin, Plasmaproteine und Phosphate zählen. Der mengenmässig wichtigste Puffer ist das Abatmen über die Lunge. Der pH-Wert des Urins lässt KEINEN Schluss auf die endogenen Puffersysteme zu !
Der Blut-pH wird von den Puffern zwischen 7,35 und 7,45 gehalten - eine Abweichung ist höchst gefährlich und kann letal sein. Daher ist es nur logisch, das der Körper diesen imens wichtigen Puffer nicht durch externe Faktoren, wie Nahrung beinflussen lässt. Eine manifeste Störung des SB-Status im Blut ist immer Ausdruck einer Extremsituation (z.B. Leistungssport) oder einer Erkrankung (z.B. Lungenfunktionsstörung oder Diabetes). Hierbei (Azidose) ist der Blut-pH Folge der Krankheit und NICHT Ursache. Der naturheilkundliche Ansatz Nahrungsmittel für "Übersäuerung" und (aufgrund von SB-Eigenschaften) Krankheiten verantwortilch zu machen ist schulmedizinisch NICHT nachweisbar und auch nicht theoretisch erklärbar. Bei normaler Ernährung und normaler Gesundheit besteht KEIN Grund bei Ernährungsfragen den SB-Puffer zu beachten. Wer an den naturheilkundlichen Ansatz glaubt kann (wie üblich) durch Placbo-Effekte eine Besserung erzielen - messbar ist dies allerdings nicht. Nur weil die Niere weniger "Säure" ausscheidet, ändert sich der Blut-pH um keinen jota ;-)

Gruss aus dem mittlerweile leicht abgekühlten Niedersachsen ins sicher wärmere GR

JB
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo JayBee,

über Sinn oder Unsinn will ich hier nicht streiten, aber eines steht fest, wenn du regelmässig Natron deinem Trinkwasser zufügst,ändern sich die sauren Werte im Urin, Speichel und im Hautschweiss sehr schnell ins basische und wenn du das länger betreibst, auch im Blut.

Die Aussage, dass der Blut ph-Wert nicht beeinflusst würde ist demnach  mit Vorsicht zu geniesen, oder ?

Grüsse aus dem sommerlichen Griechenland

Lothar
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von kathagen klaus vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Klaus,

die SB-Umgebung im Magen hat aber (zum Glück) nichts mit dem Blut-pH zu tun. Dieser wird in engsten Grenzen geregelt und ist durch externe Faktoren idR nicht beeinflussbar. Daher hat flüssige Nahrung auch nur einen minimalen Effekt auf das SB-Puffersystem des Körpers.

Gruss

JB
Gast (kathagen klaus)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

stimmt
nur schüttet der magen ja nur säure aus um die nahrung aufzuspalten.

nun wenn du also keine nahrung im magen hinein bringst,die durch säure zersetzt wird. wirkt sich das mit sicherheit auf dein säüre-basenhaushalt positiv aus.

klaus
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  01.08.2005

Hallo Steffen,

das von Dir angesprochene Thema ist hier im Forum bereits zu einem regelrechten "Glaubenskrieg" eskaliert ;-)
So wie ich (und die Schulmedizin) das sehe, hast Du mit Deiner Vermutung bzgl. der Magensäure 100% recht - Esoteriker und Anhänger "alternativer" Weltbilder vermischen die SB-Pufferung und den pH von Trinkwasser allerdings mit einem Schuss Übersinnlichkeit und kommen zu anderen Ergenbnissen ;-)

Gruss

JB

Hier noch der Link zum "Glaubenskrieg":
http://www.wasser.de/aktuell/forum/index.pl?job=thema&tnr=100000000002056&seite=1&begriff=basisch&tin=100000005-1122880003&kategorie=



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