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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Entionisiertes Wasser Bügeleisen
Gast (Georg)
(Gast - Daten unbestätigt)

  31.07.2005

Hallo !

Ich habe eine Frage bezüglich der Verwendung von entionisiertem Wasser in Dampfbügeleisen. Nachdem mein altes Bügeleisen durch Verkalkung den Geist aufgegeben hat (wir haben sehr hartes Wasser), habe ich mir ein neues Gekauft - und gleich einen Kanister entionisiertes Wasser aus dem Supermarkt dazu. Nun steht in der Bedienungsanleitung, man solle dieses entionisierte Wasser 50:50 mit Leitungswasser verdünnen.

Meine Frage: WARUM ?

Es steht etwas von "organischen Reststoffen bzw. mineralischen Elementen" in der Anleitung - aber gerade die "Mineralischen Elemente" solten ja nun durch die Ionentauscher draußen sein ? Ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Eisen eine gewisse "Resthärte" braucht ?!

Ich habe übrigens das Internet durchsucht und leider bisher keine Antwort auf diese Frage gefunden - daher hoffe ich mal, dass mir hier einer der Fachkundigen helfen kann...

Gruß

Georg



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von H2O vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo H2O,

willkommen in dieser dramatischen Disussion. Ich war schon drauf und dran beim Hersteller Tefal die Hintergründe zu erfragen, aber Konstruktionsfehler, auslaugende Gummidichtungen oder Geiz bei der Alu-Legierung werden die wohl kaum zugeben ;-))
Wenden wir uns also Erquicklicherem zu.

Beste Grüße
Wilfried
H2O
(gute Seele des Forums)

  01.08.2005

Hallo zusammen,

kann es sein dass Bedenken wegen Korrosion bestehen wenn keine Wasserhärte vorhanden ist? Eventuell hat der Bügeleisenhersteller ja am Werkstoff gespart?

Apropos Bügeleisen da hatte ich vor ca. 2 Jahren mal eine ungewöhnliche Anfrage von einem Kollegen im Betrieb (die mail hatte ich noch gespeichert):

ich habe ein Dampfbügeleisen, dem regelmäßig zur Verhinderung von Kalkbildung folgendes zugegeben werden muß:
"Gerbsaures Eisen in einer nicht flüchtigen wässerigen Lösung Ph 10,5"
Können Sie mir sagen, wo man diese Lösung (kostengünstig) kaufen kann, bzw. welcher Ersatzstoff geeignet ist?

Man sieht Bügeln ist ohne chemischen Vorkenntnisse kaum möglich. :-))

Gruß H2O
Gast (Georg)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Banjoman vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

Zunächst einmal VIELEN DANK für die Antworten.

Zur Frage nach der Marke des Bügeleisens: Es ist ein Gerät von TEFAL. Die Anleitungen sind auf der TEFAL Homepage einzusehen - scheint ein Standardtext zu sein.

Zu unserer Wasserhärte: Ich habe keine Zahlen, aber da ich im Raum München wohne, ist der Kalkgehalt hier schon recht hoch - die Alpen lassen grüßen.

Ich denke, ich werde denn auch komplett auf entionisiertes Wasser zurückgreifen. Kann mir nur vorstellen, dass es bei den 50:50 um eine Art "Spartipp" geht, damit man nicht so viel des "teuren" entionisierten Wassers braucht.

Kondenswasser (aus dem Wäschetrockner) habe ich - mangels Trockner - nicht zur Verfügung.

Grüße

Georg
Banjoman
(Mailadresse bestätigt)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

da der Hersteller in diesem Fall wohl keine Angaben über das Mischungsverhältnis gemacht hat gebe ich Dir recht.

Wenn ich mir meine Erklärung dann aber nochmal richtig überlege stellt sich die Frage ob den dann Gummidichtungen wohl die richtige Materialwahl wären.
In diesem Fall liege ich mit meiner Antwort wohl ziemlich daneben. Kategorie "Schnellschuss"
Wir hatten in der Vergangenheit mal Prbleme durch Auslaugeffekte bei Gummidichtungen und Schläuchen in Verbindung mit VE Wasser, da lag mir meine Erklärung nahe.

Gruß

Mike
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Banjoman vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Banjoman,

dann muß man aber von einer echten Fehlkonstruktion ausgehen, die der Hersteller korrigiert, in dem er seinen Kunden indirekt die Verkalkung seiner Geräte empfiehlt. Das wäre böse.
Da gefällt mir der wirtschaftliche Aspekt, ab welchem Kalkgehalt das Beimischen von Destwasser zu einer amortisierbareren Lebensdauer führt, doch viel besser :-))

Beste Grüße
Wilfried
Banjoman
(Mailadresse bestätigt)

  01.08.2005

Hallo,

VE oder entionisiertes Wasser hat die Eigenschaft manche Gummidichtungen auszulaugen. Dies kann zu zu Undichtigkeiten führen.


Gruß

Mike
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

> diese pauschale Aussage des Herstellers war mir ja
> auch unverständlich. Wüßte man die Lebensdauer mit
> Destwasser und eine Verkürzung pro °dH, könnte man
> für verschiedene TSD-Werte das wirtschaftlichste
> Mischungsverhältnis und eine Amortisation für
> Destwasser errechnen - und in einer Grafik
> darstellen, einfach herrlich ;-)))

*g* genau so etwas schwebte mir im Kopf rum ;-)
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Fred vom 01.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Fred,

destilliertes Wasser aus Kondenswassertrocknern ist nicht immer ganz fusselfrei. Also Vorsicht, sonst habt ihr an Stelle einer Kalkverstopfung eine Fusselverstopfung.

Hallo JB,

diese pauschale Aussage des Herstellers war mir ja auch unverständlich. Wüßte man die Lebensdauer mit Destwasser und eine Verkürzung pro °dH, könnte man für verschiedene TSD-Werte das wirtschaftlichste Mischungsverhältnis und eine Amortisation für Destwasser errechnen - und in einer Grafik darstellen, einfach herrlich ;-)))

Beste Grüße
Wilfried
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  01.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilfried vom 31.07.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Wilfried,

> M.E. gibt es keinen vernünftigen Grund dem
> destillierten Wasser wieder Mineralien zuzuführen

Bei dieser pauschalen Mischanleitung 50:50 sehe ich das ähnlich. Generell könnte man allerdings argumentieren, ass bei weichem bis  mittelharten "Leitungswasser" eine 50:50 Mischung ausreichend sein kann (bedenke: Aqua.dest ist nämlich "etwas" teurer als "Leitungswasser") ;-)

Gruss

JB

@Georg: Wenn Ihr hartes Wasser (> 20°dH) habt, würde ich nicht mischen, sondern 100% Aqua.dest nehmen.
Gast (Fred)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.08.2005

Hallo zusammen,

ein Tipp: wir nehmen keodensiertes Wasser aus dem Kondenswassertrockner. Geht wunderbar.

Fred
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  31.07.2005

Hallo Georg,

kannst Du bitte mal die Marke des Bügeleisens nennen?
M.E. gibt es keinen vernünftigen Grund dem destillierten Wasser wieder Mineralien zuzuführen - jedenfalls für den Kunden nicht...

Beste Grüße
Wilfried



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