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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Abhängigkeit bei UO Ausbeute und Feedhärte
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  27.06.2005

Hallo Forum,
Hallo Rainer ;-)

... ich habe schon wieder eine dieser unmöglichen Fragen, die man eigentlich ohne zusätzliche Infos nicht beantworten kann ;-)
Hast Du einen Erfahrungswert (oder weiss das Deine Software), wieviel Prozent die Permeatquote ,  bei einer UO-Anlage, die auf ca. 250.000 m³/a ausgelegt ist, variiert, von a) einem Wasser das ca. 20°dH hat gegenüber einem Wasser b) mit 2°dH und ansonsten (ich weiss, dass gibt´s nicht) gleichen Zusammensetzungen und bei gleicher Auslegung der Anlage ?

Eine grobe Schätzung würde mir wieder mal reichen ;-)

Schöne Grüsse ins Bundesdorf

JB



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  28.06.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rainer Kluth vom 28.06.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Rainer,

daaaaaaaanke - genau danach habe ich gesucht ;-)

Was Hannover angeht, so kann es wohl mit Bonn vergleichen *g*, bloss das es viel hässlicher ist ;-)
*hoffentlich liest kein Hannoveraner mit*

Gruss

JB
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  28.06.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 28.06.2005!  Zum Bezugstext

Hallo JayBee,

selbstverständlich kann ich Dir auch damit dienen.
Da ich zu sehr in der Praxis lebe, habe ich Deine Fragestellung wohl zuerst nicht ganz gerafft.

Nun für die Theorie: (aber selbst da ist es nicht so einfach wie Du es gerne hättest)

Festgelegt wurde: Druck und Feedmenge und Temperatur

Druck: 8 bar
Ausbeute bei einem TDS von  80 mg/l = 35,26%
Ausbeute bei einem TDS von 600 mg7l = 32,49%
Differenz: 2,77%

Druck: 12 bar
Ausbeute bei einem TDS von  80 mg/l = 51,88%
Ausbeute bei einem TDS von 600 mg7l = 48,55%
Differenz: 3,33%

Druck: 18 bar
Ausbeute bei einem TDS von  80 mg/l = 74,5%
Ausbeute bei einem TDS von 600 mg7l = 70,0%
Differenz: 4,5%

Gruß aus Bonn in die Heimat des bald-Ex-Kanzlers

Rainer


Dann habt Ihr ja nur noch die CEBIT und die Hannover-Messe als Attraktion, dann wirds in Hannover ja noch stiller als es jetzt schon ist ;-)
JayBee
aquagmx.eu
(gute Seele des Forums)

  28.06.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rainer Kluth vom 27.06.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Rainer,

schönen Dank - die Daten und Angaben sind hilfreich und interessant, helfen mir aber bei meiner eigentlichen Frage nicht ;-)
Ich bräuchte den Wert Ausbeute (wenn das der Anteil Permeat/Konzentrat ist, wovon ich ausgehe) als Variable. Also konstanter Druck, bei beiden Anlagen, nur der Feed-TDS ist unterschiedlich - die TDS-Menge im Permeat ist sicher auch von Interesse, aber eher peripher. Es geht weniger darum, eine optimale Fahrweise oder Auslegung zu bestimmen, sondern darum die Abhängigkeit der Ausbeute von der Rohwasserqualität abzuschätzen - Antiscalants und Druckerhöhung wollte ich erst mal ausklammern.
Wäre nett, wenn Du (wenn mal Zeit da ist) das noch mal kurz auf dieser Basis umrechnen könntest.
Schönen Dank für Deine Mühe - hast was gut ;-)

Gruss aus der sonnigen Heimat des bald Ex-Kanzlers

JB

p.s.: Wenn schon TDS, dann nimm bitte 80 bzw. 600 als Äquivalente für 2°dH und 20°dH.
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  27.06.2005

Hallo JayBee,

ich habe ja mal extra mit meiner Antwort ein wenig gewartet um unseren, im Forum so zahlreich vorhandenen, UO-Verkäufern die Chance zu geben, ihr Wissen zum Besten zu geben. Hat aber leider nicht funktioniert.

Nun mal zu den Fakten:

Anlagenauslegung:
Feed:   56 m³/h
Permat: 42 m³/h
Ausbeute 75%
42 Membranen wie folgt augeteilt
Stage 1    4 * 6 Membranen
Stage 2    3 * 6 Membranen

Projekt 1       20 Grad dH
TDS im Feed:    636 mg/l
Pumpendruck:    17,6 bar
TDS im Permeat:  2,4 mg/l

Projekt 2        2 Grad dH
TDS im Feed:    241,1 mg/l
Pumpendruck:    16,1 bar
TDS im Permeat:  1,1 mg/l

Du siehst, bei gleicher Ausbeute sinkt der benötigte Pumpendruck und die Qualität des Permeats verbessert sich. Dies liegt aber weniger an der Härte als solcher sondern am durch die Härte resultierenden TDS-Gehalt.

Da bei einer hohen Härte zudem ein Antiscalant dosiert wird, wird der TDS zusätzlich (wenn auch nur minimalst) erhöht. Dies führt wiederum (theoretisch) zu einer Erhöhung des benötigten Pumpendrucks.

Du siehst das durch eine 10fach höhere Härte sich zwei Sachen ändern:
- die Betriebskosten (durch höheren Strombedarf und Antiscalant)
- Der Leitwert im Permeat wird schlechter.

Eine zu hohe Härte hat dann einen Einfluß wenn sich diese auf der Membrane absetzt. Dadurch resultieren zwei Dinge: Langsamme Verblockung > höherer Druck
und schlechterer TDS im Permeat durch Reduzierung des Rückhalts.

Ich hoffe ich kontte Dir ein wenig weiterhelfen.

Gruß aus dem Bundesdorf in den Norden der Republik

Rainer





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