Wasser.de
Lexikon
Shop
Wasser Forum
   mehr als 6400 Themen und 31100 Antworten
Zurück zur Übersicht! Datenschutz FAQ Hilfe Impressum



 

Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Schlagbrunnen bringt zuwenig Fördermenge
robert sagnix
robert.wistrelainode.at
(Mailadresse bestätigt)

  14.06.2005

Gerschlagen wurde ein Brunnen für eine WP.
Angefangen wurde in 2,4 m tiefe in einen Sickerschacht-nie benutzt.
Geschlagen wurde ein 150 mm Rohr bis 8,2 m Tiefe GOK.
Die ersten 5 m in 1,5 Stunden,danach seeehr langsam-ungefähr 0,8 m in 2 Stunden.
Zuerst stand das Wasser nur 80 cm im Rohr-nach 2 Stunden von selbst bei 2,2 m.
Das Wasser steht jetzt bei 6m Tiefe-von der GOK gemessen.Das Rohr wurde mit Wasser befüllt und mit Luftdruck von einen grossen Kompressor beaufschlagt,
dies wurde mehrmals wiederholt-sollte die Löcher im Rohr reinigen da der Verdacht besteht daß durch den weichen(lehmigen) Boden die Löcher verstpft sind.
Die Fördermenge beträgt jetzt ungefähr 200 l/Stunde-
ist leider nur 7% von dessen was die WP braucht.

Da wir das Haus umbauen,müssen wir sehr bald wissen,
ob genug Wasser für die WP vorhanden ist-sonst muss ich auf Alternativen umplanen.

Fragen:
1)Wurde die Verstopfung durch das weiche Edreich verursacht?

2)Was ist jetzt am sinnvollsten zu machen?

Bitte um Hilfe

Robert




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 9
Gast (Walter Wendtner)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.06.2005

Hallo Robert
Würde den Landesgeologen anrufen der hat sicher einen Sachverständigen der den Bodenaufbau und die GW Tiefe und Strömungsgeschwindigkeit kennt. Die Daten werden ja auch für die Wr-Verhandlung benötigt da eine WP Anzeigepflichtig ist. Wenn dein Schlagbrunnen im Seeton ist wirst du immer Probleme mit der Zulaufmenge haben und die Reinigungsversuche nur kurzfristig mehr Zulauf bringen. Gibt es bei euch kein GIS (geographisches informationssystem)wo alle Brunnen und Quellen mit genauer Lage eingetragen sind damit man nachschauen kann welche Wasserrechte in der Nähe bestehen und man nicht dem Nachbarn das Wasser abgräbt.
Gibt es oberstromig Brunnen würde ich auf alle Fälle mit den Besitzern über Tiefe und Fördermenge sprechen um mich nicht in unnötige Kosten zu stürzen. Im negativen Fall kann man den Schlagbrunnen wenigstens als Nutzwasserbrunnen betreiben.
Gruß
Walter
robert sagnix
robert.wistrelainode.at
(Mailadresse bestätigt)

  21.06.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 20.06.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

danke für die einfachen und tollen Vorschläge.
Muss jetzt arbeiten gehen,obwohl nach deinen Griechenland-link die Motivation am Boden ist.
Danke,melde mich wieder, sobald ich mich für etwas entschlossen habe.


Efkaristo und jamas

Robert

Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  20.06.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von robert sagnix vom 20.06.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Robert,

das ist natürlich schade, wenn man nicht sicher weiss ob da überhaupt genug Wasser vorhanden ist und wie der Schichtaufbau aussieht.

Wenn die Löcher im Lehm stecken nützt dir das Freimachen selbiger wenig.
Was mir so als Idee noch einfällt, wäre eine mechanisch erzeugte Schockwelle. Damit könntest du Impulse mit sehr hohen Drücken auf die Löcher bringen.
Ich denke da an ein dünneres ( 1" nahtlos ) Rohr, welches mit einem Kolben mit O-Ringen oder anderem Dichtsystem versehen wird und mit einem Flansch auf deinem 150er Rohr sitzt.
Jetzt müsste das bis oben mit Wasser voll sein vielleicht mit zulaufendem Wasser, welches abgesperrt wird, wenn der Kolben eingeführt ist. Luft sollte keine darin sein. Nun kommt das hau den Lukas Spiel. Aber pass auf dass der Vorschlaghammer nicht am Schienbein landet!  Da müsste ein guter Schlag schon fast reichen.

Variante 2 und ich denke mal überhaupt die beste Lösung wäre einen Kärcher zu adaptieren und dann kannst du am Manometer ( wenn er einen hat ) sehen wie hoch sich der Druck aufbaut und ob er niedriger wird, wenn hypothetisch Löcher frei werden. Ich hatte in D einen mittelgrossen und gegen Druck machen die so etwa 190 bar.

Deine Frage bezüglich Griechenland: Strava gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Loutraki/ Perachora. Liegt etwa  20 km von Loutraki entfernt im Golf Alkionides. Ich schaue auf die Inseln herunter. Kannst ja mal selber in meinem web  schauen unter www.alkionides.info

Lebe hier seit 4 Jahren und ich mag es ohne Schnee zu schaufeln, smile.

Gruss Lothar
robert sagnix
robert.wistrelainode.at
(Mailadresse bestätigt)

  20.06.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 20.06.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar und Wilfried,


danke vorab für die Infos.
Die Kamera war dafür gedacht um zu unterscheiden ob die Löcher verstopft sind(also noch Hoffnung besteht)
oder eben nicht verstopft sind(da gibts anscheinend nur noch kleine Hoffnung?)
Momentan ist am oberen Ende ein Flansch aufgeklemmt-
im inneren des Rohres(150mm) ist ein 50mm Rohr bis 10 cm vor den grossen Rohrende.
Weiters ist ein Druckluftschlauch am Flansch angeschlossen.
Dies ist der derzeitige Zustand-wurde von der Bohrfirma als kostenlose Draufgabe nach den schlechten Förderergebniss montiert.
Dann wurde das Rohr mit Wasser gefüllt bis GOK,
das kleine Rohr mit Absperrhahn geschlossen und mit einen Baukompressor(baue jetzt gerade)über die Druckluftleitung Druck auf das Bohrloch gegeben.
Dann wurde das Ventil geöffnet um eine schnelle Druckabsenkung zu erreichen und gleichzeitig das grosse Rohr mit Luft zu füllen bzw. zu entleeren.
Probiert wurde dies 3x wobei sich die Fördermenge im Bereich 100 bis 200 l/Std bewegte.
Deswegen wurde von der Firma und mir vereinbart dies öfters durchzuführen(von mir) um die Kosten nicht unnötig zu erhöhen.
Dies war aber nur mehr als "Hoffnungsversuch" einzuordnen.
Deswegen wollten wir Gewissheit ob die Löcher verstopft sind oder einfach nur zuwenig Wasser vorhanden ist.
Wir dachten,das dies der geringste Aufwand ist :-((
Leider ist dies nicht wirklich so-ich probiere gerade eine Webcam mit Beleuchtung zu versehen und dann die Löcher im Rohr zu inspizieren.
Falls die Löcher zu sind gibts folgende Ideen
1)Weiters probieren wie beschrieben
2)Mit Ultraschallgenerator(2kW Stabförmig) die Löcher zu öffnen(woher? leihweise)
3)Das Rohr mit Hilfe aufblasbarer Bälge nach oben und unten Druckdicht zu machen und dazwischen mit Wasserdruck und -menge die Löcher zu öffen.
Das Ganze wird dann von unten nach oben Abschnittsweise verschoben.Theoretisch fertig,praktisch noch nicht :-(
4)Ähnlich wie oben beschrieben,jedoch nur mit Frischwasser statt Luft von Kompressor spülen.

Lothar, für deinen Vorschlag müsste ich eine (Saug)Pumpe kaufen und auch Schwimmerschalter installieren-
soll ja automatisch laufen-damit ich inzwischen Geld für den Hausbau verdienen kann;-)
Ich weiß jetzt noch nicht, wievielen € ich da als Invest ansetzen muss und die Pumpe muss eventuell ja auch Schmutz vertragen.
Weist Du mehr,bzw. wie siehst Du denn die Erfolgsaussicht?

Zu den Bodenaufbau weis ich nichts wirklich.
Das grosse Rohr steckt ungf. 30 cm im Lehm(laut Bohrfirma)oberhalb ist kein? Sand sondern "gemischter" Boden-mehr wissen Sie auch nicht.
In der Nähe gibt es angeblich 2 Brunnen,auch die Trinkwasserversorgung unserer Stadt(Klagenfurt) ist in 300m Luftlinie(Von dort habe ich über mehrere Jahre die Pegelwerte und Temperaturen).

Momentan bin ich ich in Zeitnot,weil die Heizungsfrage ohne Grundwasser anders gelöst werden muss,und ich den Installateur nichts konkretes sagen kann und auch das Bauvorhaben natürlich davon betroffen ist.
Alternativ überlege ich mir wie für diese Überlegung Zeit gewinnen kann um nichts zun überstürzen.

Technisch kann ich fast alles machen,die Frage ist "nur" was????

Danke nochmals für die Infos und Vorschläge.

Lothar, wo bist Du den in Griechenland,und lebst Du dort?
War schon oft "unten", träume von einen angenehme Leben dort....


Robert
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  20.06.2005

Hallo Robert,

eine Methode um den Brunnen gängiger zu machen, ist das kontinuierliche Abpumpen. Das hilft, die eventuell voll Sediment sitzenden wasserführenden Kanäle zu befreien.

Wenn man davon ausgeht, dass die Pumpe mit einigermassen konstanter Menge fördert, beobachtet man die Förderdauer bis der Brunnen leer ist und misst die Pausenzeit, bis der obere Wasserspiegel wieder erreicht ist.
Am besten von Anfang an aufschreiben und in ein einfaches Zeit / Mengendiagramm einzeichnen.
Wenn du das mal ein paar Stunden zyklisch machst, kannst du leicht erkennen, ob eine Zunahme stattfindet oder nicht.

Wieviel weisst du über den Untergrund ? Ist das vorwiegend Kies, was ihr durchdrungen habt ? Gibt es in der Nähe gut funktionierende Brunnen ?

Grüsse aus Griechenland

Lothar
Wilfried
wilfried.rosendahlrsdsolar.de
(gute Seele des Forums)

  20.06.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von robert sagnix vom 19.06.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Häuslbauer,

ich glaube kaum, daß es da mit einer Kamera zu Erkenntnissen kommen kann. Die Löcher werden vielleicht verstopft sein, aber das hat dann was mit dem umgebenden Erdreich zu tun. Die Höffigkeit von Brunnen in bindigem Boden ist normaler Weise nicht so gut wie in Sand oder Kies. Wenn solch eine Schicht nicht zu finden ist, siehts düster aus.

Beste Grüße
Wilfried
robert sagnix
robert.wistrelainode.at
(Mailadresse bestätigt)

  19.06.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von robert sagnix vom 15.06.2005!  Zum Bezugstext

Bitte um Hilfe oder Tipps

Danke

Robert
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  15.06.2005

Hallo Robert,

hab einfach noch was Geduld. Scheint noch keiner der Brunnenexperten online gewesen zu sein.

Gruß aus Bonn

Rainer Kluth
robert sagnix
robert.wistrelainode.at
(Mailadresse bestätigt)

  15.06.2005

Hallochen,

kann denn niemand helfen?

Robert



Werbung (2/3)
Laboruntersuchung für Ihr Trinkwasser


Zurück zu Wasser.de
© 1999 - 2018 by Fa. A.Klaas