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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Brunnenwasseraufbereitung aber wie?
Ren Stieler
renestielerhotpop.com
(Mailadresse bestätigt)

  22.03.2005

Liebe Damen und Herren,
Wir haben aus verschiedenen Gründen keinen Anschluß an die öffentliche Trinkwasserversorgung, sondern einen eigenen Brunnen. Nun gibt es aber folgende Probleme:
1. Das Wasser ist zu salzig (Na: 564mg/l, Chlorid: 350 mg/l), damit verbunden eine hohe Leitfähigkeit.
2. Zu viel Ammonium: 1,34 mg/l. Sonst ist es ok, geruchlos und klar etc.
Wie kann ich dieses Brunnenwasser für ein Mehrfamilienhaus günstig aufbereiten/filtern ohne vielleicht teure UO-Anlagen anschaffen zu müssen?
Hinzu kommt ein zweites Problem innerhalb der Hausanlage: Das entnommene Wasser stinkt, schmeckt ekelhaft und ist trübe. Ein Test mit einem Aktivkohlefilter am Wasserhahn ergab gutes, klares, geruchloses Wasser, beim Aufkochen dieses gefilterten Wassers jedoch stank dieses jedoch wieder...???!!! Was ist das?
Ein Firmenvertreter rät zu einem Grobfilter gegen Trübstoffe etc., Spülung oder evtl. Ersatz des Kessels   und zu einer UO-Anlage zur Entsalzung. Gibt es Meinungen und Tipps hierzu? Vielen Dank



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  30.03.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ren Stieler vom 29.03.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Stieler,

es wäre doch hilfreich mal die komplette Analyse anzusehen. Gerade für die Auslegung einer UO ist dies nötig.
Wobei wir auch schon beim Thema wären.
Es läuft wohl alles auf eine UO hinaus wobei es aber nicht nur bei der UO bleiben wird.


Ich sehe zur Zeit folgende (optimale)Kombination:
- Feinfilter zur Entfernung von Tübstoffen (Schutz der UO)
- Umkehrosmose mit 50 - 100 l /h
- Aufhärtung / pH-Anhebung (dolomitsches Gestein)
- Puffertank (ca. 500 - 1000 Liter)
- Desinfektion (UV oder Chlordioxid)
- Druckerhöhungspumpe

Die Desinfektion des Wassers ist hierbei ebenso ein MUSS wie die Aufhärtung. Die beiden Möglichkeiten sind hier UV-Licht (preiswert zu realisieren abder keine Puferwirkung) oder eben ClO2 (aus dem Kanister mengenproportional dosiert)

Die Auflistung lässt ja schon vermuten das die Angelegenheit recht umfangreich und damit auch nicht ganz billig ist. Ich schätze mal einen Kostenrahmen zwischen 5000 und 6000 €.

Damit ist mal ein Lösungsvorschlag zur Diskussion gestellt. Für Anregungen und Verbesserungsvorschläge (solche die auch praktisch durchführbar sind) ist ja hier im Forum Platz genug.

Gruß aus Bonn

Rainer Kluth



Ren Stieler
renestielerhotpop.com
(Mailadresse bestätigt)

  29.03.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Schmidt vom 24.03.2005!  Zum Bezugstext

Ok, also noch ein paar Infos. Ich wollte ja nicht die gesamte Wasseranalyse hier reinstellen... Es handelt sich, wie bereits gesagt, um zwei völlig unabhängige Probleme. Konzentrieren wir uns zunächst also nur auf Problem 1 - das Brunnenwasser. Ein Anschluß an das öffentliche Netz kommt nicht in Frage, die Entfernung ist zu groß. Auch die benachbarten Häuser haben deshalb eigene Brunnen, nicht alle haben Probleme. Einige haben aber ähnliche Probleme. Die Investition in den Brunnen war nun getätigt, leider stimmen aber ein paar Parameter nicht. Also, das Wasser ist sonst ok, kein Nitrit/Nitrat, keine sonstigen chemischen oder mikrobiologischen Belastungen, der pH-Wert ist ok, superweiches Wasser, nur zuviel Salz und Ammonium. Wo das herkommt, weiß ich nicht. Ich vermute das kommt aus der Landwirtschaft. Warum das Wasser so salzig ist, ist rätselhaft. Die Familien hier im Haus sind gleichberechtigte Mitbesitzer/Mitverantwortliche und wollen deshalb keinen Eigenbau hierhinpfuschen, sondern natürlich eine Firma beauftragen, die die Anlage verantwortet. Deshalb frage ich ja hier um Rat, damit ich weiß, ob mir ein Firmenvertreter ein seriöses Angebot macht oder mir was aufschwatzen will, was ich nicht brauche... Vielleicht habe ich zur Verwirrung beigetragen. 1000 Dank trotzdem für für die Hilfe. Bleibt die Frage: Ionenaustausch oder UO oder oder...?
Gruß Rene
Neat Genius
neatgeniusyahoo.co.uk
(Mailadresse bestätigt)

  27.03.2005

Hallo Ren,
ich habe ein ähnliches Problem gehabt, mit einem viel schlechterem Wasser. Wir leben auf Mallorca, das Brunnenwasser hat deutlich über 1.000 ppm TDS. Mit einem aus Deutschland importierten UO Gerät ist das Problem seit Jahren gelöst. Für 600 Euro für eine 5-600 l/Tag Anlage haben wir mehr Wasser als wir brauchen, sodass auch das Schwimmbecken mit weichem Wasser gespeisst wird. Das UO Gerät war in ein paar Monaten amortiesiert, die Ersatzfilter und Membranen kosten peanuts im Vgl. zu den gesparten Wasserkosten. Die gute Wasserqualität ist ein Geschenk des Himmels, nach den Analysen der hiesigen Apotheke deutlich besser als Flasschenwasser.
Michael Schmidt
(Mailadresse bestätigt)

  24.03.2005

Herr Stieler,
bei allem Wohlwollen und der Liebe zur Technik, die zweifelsohne ein derartiges Wasser zu gutem, einwandfreiem Trinkwasser aufbereiten kann. Ich glaube auf der ISS machen sie schon lange aus Pisse wieder Trinkwasser. Aber so etwas gehört nun wirklich nicht in die Hände des Privatmannes, selbst wenn man (@ Rainer Kluth) die dazugehörige Technik kaufen kann. Wir haben hier ja nur einige dürre Parameter genannt bekommen. Woher stammt denn das Ammonium? Was macht Nitrit, wo liegt der Nitratgehalt? Woher kommt denn der hohe Salzgehalt? Wie sieht es mit der Mikrobiologie aus? Was geschieht denn in den Rohrleitungen (woraus sind die?) und was entsteht da, dass das Wasser so ekelhaft schmeckt und stinkt? Da fehlen einfach sämtliche Informationen, die für eine seriöse Aussage erforderlich sind.

Und H2O erwähnt zu recht die korrosionschemische Seite, wobei hier nicht nur die niedrige Härte von 1,1 °dH eine Rolle spielt, sondern der hohe Neutralsalzgehalt auch zu erhöhter Flächenkorrosion an metallischen Werkstoffen und damit u.a. zur Verkürzung der Betriebszeiten führt. Im Einzelfall werden dann natürlich auch lokale Korrosionsangriffe durch die guten elektrolytischen Eigenschaften noch begünstigt.

Wer da erzählt, dass es hier mit einem Filter getan ist, den zähle ich (fast) schon zu den Scharlatanen oder zu den Gauklern. Und wer überwacht die erforderliche Aufbereitungstechnik? Der Hausherr? Übernimmt er auch das gesundheitliche Risiko für seine Mitbewohner wenn’s schief geht und Probleme gibt? Rechtlich gesehen ist er der Wasserversorger mit allen Rechten und Pflichten. Was sagt eigentlich die zuständige Behörde, sprich das Gesundheitsamt, dazu? Die reagieren doch manchmal schon bei 0,35 mg Fe/L mit “Grenzwertüberschreitung”!

Ich kann ja nachvollziehen, dass es vermeintlich billiger kommt, sein Wasser, wie hier wohl in jedem Fall erforderlich, selbst aufzubereiten. Aber das einzige Argument, dass ich dafür gelten lassen würde, ist die Entfernung und die daraus resultierenden Kosten für die Anschlußleitung bis zum nächsten Anschlußpunkt an die öffentliche Wasserversorgung. Und die liefern mir garantiert gutes, sauberes Trinkwasser für einen vernünftigen Preis.
Also nochmal, die Angelegenheit gehört in die Hände von Fachleuten oder Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung.

@Karsten Zühlke: Wo haben Sie denn die alte Kamelle mit dem Aluminium und Alzheimer her? Ähhh - wie kommen Sie überhaupt auf Aluminium, das Wort habe ich im ganzen Thread nirgends gefunden. Oder meinten wir Ammonium und schrieben Alumi(ni)um??? Na egal, die Aussage ist jedenfalls schon lange überholt! Googeln Sie mal ein bißchen zu dem Thema, aber schauen Sie sich die seriösen Meldungen dazu an (nur wie erkennt man die?).

Frohe Ostern
Michael
Gast (Karsten Zühlke)
(Gast - Daten unbestätigt)

  23.03.2005

Hallo Ren,
ich weiß wirklich nicht, was an dem Wasser noch gut sein soll. Es enthält in hohem Grade schädliche Konzentrationen, fault weil es wohl organisch stark belastet ist und Schwefelwasserstoff enthält.
Das Wasser darf bei dem Gehalt an natrium auf keinen Fall als TW verwednet werden. Alumium führ tübrigens zu Alsheimer - von der Einnahme ist also dringend abzuraten.
Wie ich dem Text entnehme, wird ein Mehrfamilienhaus versorgt - also auch noch andere Menschen als Sie selbst. Sie gefährden deren Gesundheit!

Bei dem Wasser keine Aufbereitung sondern schnellstens an das zentrale Trinkwassernetz! Nur so könne Sie verantwortungsvoll gegenüber den Mitmenschen handlen!
Karsten
s. auch www.trinkwasserspezi.de
H2O
(gute Seele des Forums)

  23.03.2005

Hallo Herr Stieler,

ich melde mich einfach mal zu Wort weil mir da etwas ins Auge sticht. Leider hat das mit der Beantwortung zur Aufbereitung wenig zu tun; sofern es sich aber um ein geplantes Projekt handelt, sollten sie unbedingt auch korrossionrelevante Einflüsse mit berücksichtigen. Bei einer Wasserhärte von nur 1,1° dH sind Werkstoffe wie normaler Stahl, verzinkter Stahl und Kupfer korrosionsgefährdet, weil die notwendigen Schutzschichten nicht oder nur ungenügend ausgebildet werden.

mfG
H2O
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  23.03.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rainer Kluth vom 22.03.2005!  Zum Bezugstext

Sorry wenn sich hier jemand auf den Schlips getreten fühlt, aber solche Fragen kann ich nicht verstehen.
Ich will nicht an einen öffentlichen Versorger angeschlossen werden, sondern will meinen eigenen Brunnen, mit allen möglichen Verunreinugungen versehenes Trinkwasser nutzen. Es ist verkleimt, enthält nach der Trinkwasserverordnung nicht zugelassene Inhaltsstoffe (bzw. Grenzwert überschritten, ...) und es soll aufbereitet werden. Da fragt man sich, warum nicht die billigere Variante des Anschlusses an der Versorger gewählt wird! (Genau das wird ja von Herrn Stieler eben nicht erwähnt, nur dass er aus bestimmten Gründen nicht anschließen will!)
Davon mal ab gibts in diesen Foren genug Scharlatane die Ihre sinnlosen Aufbereitungsanlagen an den Mann bringen wollen!
Eine sinnvolle und kostengünstige Aufbereitungsanlage, in diesem Fall ja ggf. mehrere AB´s, gibt es für den kleinen (häuslichen) Gebrauch einfach nicht! Anschaffungskosten, Wartung und Betrieb etc. können nich t billiger sein, wer etwas anders erzählt, sagt nicht die Wahrheit!
Ren Stieler
renestielerhotpop.com
(Mailadresse bestätigt)

  22.03.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rainer Kluth vom 22.03.2005!  Zum Bezugstext

Danke Herr Kluth,
dem Herrn Herguth habe ich gar nicht erst geantwortet...
Wieviel Wasser pro Stunde, fragen sie.
Ich gehe von vier Vier-Personen-Haushalten aus. Der Wasserverbrauch wird wohl bei den einzelnen Haushalten unterschiedlich sein, man kann aber zur Auslegung erstmal irgendeinen Durchschnittswert annehmen, bis ich genaue Zahlen habe (gebe ich dann bekannt). Der maximale Wasserverbrauch pro Stunde ist wohl anzunehmen, wenn alle vier Haushalte gleichzeitig die Badewanne vollaufen lassen, Wäsche waschen, Toilette spülen, Geschirr spülen usw., schwer zu schätzen, also vielleicht 1-2 m³ pro Stunde? Ist das realistisch? Ich bin unsicher... Die Ionenaustauscher würden dann Natrium und Chlorid-Ionen tauschen gegen welche anderen Ionen? Vielleicht Kalzium? Gibts das? Wir haben superweiches Wasser 1,1°dH...
Danke
MfG
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  22.03.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Carsten vom 22.03.2005!  Zum Bezugstext

Das sind genau die Antworten die sich die Fragesteller erhoffen!

Gruß

Rainer
Rainer Kluth
rainer.kluthgmx.net
(gute Seele des Forums)

  22.03.2005

Hallo Herr Stieler

Die Trübung sowie den Geruch kriegen Sie mit der Kombination aus einem Feinfilter (1µm abasolut) sowie einem A-Kohlefilter wohl in den Griff (Solche Anlagen findet man bei vielen Eigenversorgern; Stichwort Trinkwasserhygienisierung). Dabei wird wahrscheinlich auch ein großer Teile des Ammonium entfernt.  

Bei Entfernung des Na und Chlorids gilt das aber nicht.
Hier kommen lediglich zwei Verfahrenin in Frage.
Voll- bzw. Teilentsalzung über einen Ionentauscher (Kationen- und Anoinentauscher) oder aber besagte Umkehrosmose.
Auf eine Feinfiltration vor den Anlagen mit 1µm kann aber auch hier nicht verzichtet werden

Wieviel Liter Wasser werden den maximal in der Stunde benötigt?

Poste mal die Angaben damit wir hier im Forum mal eine Anlagenkombination für Dich entwerfen können die bezahlbar ist.

Gruß aus Bonn

Rainer Kluth
Carsten
(Mailadresse bestätigt)

  22.03.2005

Ganz einfach! Anschluss an die öffentliche Trinkwasserversorgung, dann gibts diese Probleme nicht mehr! Und billiger ist es wahrscheinlich auch! Ihr Versorger liefert Ihnen einwandfreies Wasser, welches auch bestimmt nicht stinkt und ekelhaft schmeckt!



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