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Kategorie: > Technik > Wasserkraft
Rohrturbinen bzw. Pumpen
Gast (Holger Korn)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.02.2005

Hallo,
suche im Zuge eines Projekts Unterstützung. Wir sind angeschlossen an ein Trinkwasser-Transportnetz und müssen den Druck von ca. 6 bar auf 1 bar reduzieren. Zur Zeit geschieht dies via Druckreduzierungsventil. Wir wandeln also die Energie in Lärm und Wärme um. Ich möchte nun gerne klären, ob ich eine Turbine oder rückwärtsdrehende Pumpe einsetzen kann und somit elektr. Strom erzeugen kann. Hat jemand mit solch einer Technik Erfahrungen gesammelt? Gibt es Firmen die das know-how besitzen?  



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Gast (Holger Korn)
(Gast - Daten unbestätigt)

  11.08.2005

Hallo miteinander.
Vielen Dank für ihre Beiträge. Ich habe 2 Anbieter gefunden, welche meine Aufgabenstellung schon mehrfach umgesetzt haben. Die Angebotsphase läuft zwischenzeitlich und ich bin zuversichtlich, daß wir noch im Laufe des Jahres mit der Energierückgewinnung beginnen können.
Gast (lothar Gutjahr)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.02.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wilm T. Klaas vom 03.02.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Klaas,

hätte ich vor dem Abschicken noch mal durchlesen sollen. Sie haben recht ich habe mich da sicher etwas in karnevalistische Gedanken verstrickt ungünstig ausgedrückt.

Aber interessant ist es ja immer wieder, dass die Dinge oft nicht so neu sind wie man denkt.( gilt heute auch für Krawatten smile )

Gruss ins verschneite Sauerland

Lothar




Gast (Wilm T. Klaas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.02.2005

Sehr geehrter Herr Korn,

ich habe gerade mal ein wenig gegooglet, der Fachbegriff lautet "Entspannungsturbine":
http://www.wind-energie.de/zeitschrift/neue-energie/jahr-1999/inhalte/ne9911/november3.htm (letzter Absatz)
http://www.wasserkraft-nrw.de/download/20040108/1530Strom-Trink+Abwasser.pdf
http://www.swm.de/geschaeftskunden/pages/pressemitteilungenportal_17283.htm (Dazu auch der TV-Bericht)

Ich hoffe es hilft ein wenig weiter!

Gruß Wilm T. Klaas
Gast (Wilm T. Klaas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.02.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 03.02.2005!  Zum Bezugstext

Sehr gehrter Herr Gutjahr,

Im Grunde genommen stimme ich Ihnen zu! Lediglich bei der Aussage:
"Eine Turbine in die Leitung zu setzen, hiesse aber der Strömungsgeschwindigkeit Energie entziehen und somit der Pumpe am anderen Ende zusätzliche Arbeit aufzuhalsen."
kann ich Ihnen nicht folgen! Ich sehe keinen Unterschied  darin, ob ich die Energie nun komplett in Wärme umsetze oder einen gewissen Teil in mechanische/elektrische Energie umwandle.

Ich überlege wo solch ein System im Einsatz ist,... vor zwei oder drei Jahren war einmal ein Bericht am Fernsehen über eine solche Anlage, diese wurde in großem Maßstab in der Wasserversorgung eingesetzt.

Gruß Wilm
Gast (Lothar Gutjahr)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.02.2005

Hallo Herr Korn,

um den Druck von einem Rohr zum anderen zu senken nimmt man bei konstantem Verbrauch einen definierten kleineren Querschnitt "eine Düse" und dieser kleine Querschnitt muss sich an den Verbrauch anpassen wenn dieser schwankt.
Das wäre dann das Druckminderventil vereinfacht betrachtet.
Wenn sich Ihre Idee ausschlieslich auf das Leitungsende und konstante Entnahme bezieht, dann mag das ja noch gehen mit der Turbine und deren Delta P.
Eine Turbine in die Leitung zu setzen, hiesse aber der Strömungsgeschwindigkeit Energie entziehen und somit der Pumpe am anderen Ende zusätzliche Arbeit aufzuhalsen. Wenn der Verbrauch zurück geht steigt der Druck, weil die Turbine ja nicht zumacht. Im Prinzip würden sie nichts anderes haben als einen Hydraulikantrieb mit schlechtem Wirkungsgrad. Die Pumpe des Netzes liefert die Energie und ihr "Hydromotor" treibt den Generator an, der ihnen nun einen Teil zurückgibt, wobei wir aber noch keinen konstanten Druck von ein bar haben.
Die Drehzahl einer Turbine regelt man üblicherweise mit einem veränderlichen Querschnitt des Zulaufs. Sie müssten jetzt auch einen veränderbaren Querschnitt "regeln", der mit dem hinter der Turbine gemessenen Druck die Querschnittsveränderung des Zulaufs steuert.

Zusammengefasst: sie haben nach wir vor ein Druckminderventil, was aber bei ordentlichem Verbrauch  mit einer in die Regelstrecke eingebauten Pumpe Energie rückgewinnt.

Die gesamte Anordnung beansprucht für sich, dass sie wie alle anderen Hydraulikkomponenten immer nur für einen Nennweitenbereich gut funktioniert.

Tut mir Leid, ihre Frage nicht komplett zu beantworten, was die Firma anbelangt, die so etwas liefert. Vermutlich muss das erst konstruiert und gebaut werden und wenn der Markt dafür da ist, sollten sie kein Problem haben jemand dafür zu interessieren.

Die Erfindungshöhe haben wir beide hier im Forum gemeinsam ruiniert, in dem wir das öffentlich diskutieren. Das nur zum besseren Verständnis zu Patentwesen. Mit anderen Worten das kann jetzt jeder bauen.

Hoffe ein wenig geholfen zu haben.

Gruss au GR

Lothar



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