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Kategorie: > Wissenschaft > Biologie / Gesundheit / Medizin
Warum sollen Aquarien-Fische kein hartes Wasser bekommen?
Gast (Heiner Grimm)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.12.2004

Hallo alle zusammen,

zum wiederholten Male lese ich im Forum die Frage eines Aquarienbesitzers, bei der es darum geht, das Wasser für ein Aquarium zu enthärten.

Wozu soll das eigentlich gut sein? Vertragen die Fische (bestimmte Fischarten???) das Calcium nicht (In freier Wildbahn vertragen sie es offenbar, sonst gäbe es dort vielerorts keine) oder geht es womöglich gar nicht um die Fische?

Bin auf eure Hinweise gespannt.

Grüße Heiner


http://www.wissenschaft-technik-ethik.de



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 18
Gast (Anika)
(Gast - Daten unbestätigt)

  18.01.2006

Hallo,

viele Zierfische stammen aus Gebietenmit SEHR weichem Wasser (wie zB den Regenwäldern). Sie sind an diese Umwelt physiologisch angepasst. Hält man sie nun in zu hartem Wasser (andere Leitfähigkeit, Keimdichte, ...) sinkt die Lebenserwartung der Tiere rapiede ab.
Es hängt also von der Art der Fische und ihrem Herkunftsgebiet ab. Welche Wasserwerte von den einzelnen Arten präferiert werden, lässt sich im Internet oder entsprechender Literatur nachschlagen...

Ciao
Anika
Gast (Schorschel)
(Gast - Daten unbestätigt)

  11.01.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Eva vom 07.01.2005!  Zum Bezugstext

Meine Erfahrung sieht anders aus. Bei einer Wasserhärte von ca 40 habe ich mich auch für afrikanische Buntbarsche entschieden. Das liegt aber eher daran, dass ich die etwas interessanter finde als ein Gesellschaftsbecken.
Vorher hatte ich ein solches, und hatte weder Probleme mit Guppies, die im Alter an einer Rückgradverkrümmung noch mit Neons Probleme, die aufgrund des hohen Kalkgehaltes frühablebten. Ich denke, wenn die anderen Wasserwerte in Ordnung sind, ist der Kalk auch kein Problem.
Man sollte auch immer schauen, von wem die Antikalkpropaganda kommt, meist sind es doch Firmen, die uns irgendwelche Mittelchen aufschwatzen wollen.
Also ich sehe mich nicht als bösen Fischquäler
Gast (Heiner Grimm)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.01.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Eva vom 07.01.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Eva,

das hört sich ja ganz plausibel an. Hätte ich auch beinahe selbst drauf kommen können. Das Einfachste wäre es demnach, einfach die zum Wasser passenden Fische zu kaufen. Andersherum kann es kompliziert werden, denn wenn man gerade zufällig ein paar "harte" und ein paar "weiche" Fische erstanden hat und dann erst anfängt zu überlegen, welches Wasser man nehmen soll, bräuchte man eigentlich ein zweites Aquarium.

Gruß und Danke für die Aufklärung
Heiner
Gast (Eva)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.01.2005

Hallo

Die meisten Fische vertragen Wasser von 3 bis 10 dGH recht gut. Manche Fische, z.B. die meisten Südamerikanischen Barsche (Diskus) und Salmler vertragen kein hartes Wasser. Bei Neons kann zu hartes Wasser zum Tod führen (auch bei Diskussen) und die Fische fühlen sich generell unwohl. Andere Fische, z.B. die Malawi-und Tanganjikabarsche, aber auch Segelkärpflinge oder manche Regenbogenfische leben in sehr hartem Wasser und fühlen sich auch nur dann wohl. Nicht alle Fische vertragen jedes Wasser, das hängt eben von dem Biotop ab, das sie in freier Wildbahn bewohnen. Deshalb sollte man sich beim Kauf von Fischen immer erkundigen, ob die auch für das vorherrschende Wasser geeignet sind. Ich wohne in Mainz und habe (leider) eine Härte von 26 dGH, daher halte ich Lebendgebärende und die meisten Aquarianer hier halten entweder afrikanische Barsche oder aber sie haben eine Osmoseanlage mit der man das Wasser entsalzen kann und mischen das Leitungswasser dann mit dem entsaltzten Wasser.
Also, die Härte ist nicht egal und wer so denkt tut seinen Fischen nichts gutes!

Liebe Grüße,
Eva.
Gast (H2O)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Schorschel vom 14.12.2004!  Zum Bezugstext

Da der Sulfatwert ebenfals recht hoch ist, verkürzt das wenigstens die Verweilzeit im Darm - lol
Gast (Schorschel)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 13.12.2004!  Zum Bezugstext

Meines Wissens sind Nierensteine keine Kalkablagerungen sondern irgendwelcher anderer Schmodder, der sich da absetzt.
von 3dH träumen wir hier. Bei uns liegt die Wasserhärte zwischen 30 und 42dH. Mit Gegenionen entspricht das ca 1 g Mineralien/Liter, habe ich mal gehört. Bin jetzt aber zu faul nachzurechnen.
Leider sind die Nitratwerte hier auch ein bisschen hoch; der Dickdarmkrebs lässt grüßen.

http://www.wvv.de/twv/wasserwerte/twanalysen/91,200.html
Gast (Lothar Gutjahr)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JayBee vom 13.12.2004!  Zum Bezugstext

Heya JayBee,

pro cm natürlich! Und ich meine auch so ein bischen Salzgeschmack zu schmecken.
Lustig sieht das aus, wenn man mal einen Kochtopf mit Wasser verdunsten lässt. Hat dann neben dem typischen Kalkbelag auch kleine glitzernde Kristalle.
Taugt eigentlich nicht einmal zum putzen. Wenn man nicht alle Böden ( Marmor) immer mit so einer Gummilippe trocken zieht, kriegst du Ratz Batz die ersten Ansätze zu einer Tropfsteinhöhle.
Natürlich auch unter tropfenden Wasserhähnen.

Gruss Lothar
Gast (JayBee)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 13.12.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

was meinst Du eigentlich mit 2,6 Millisiemens ?
Wenn Du die geläufige Einheit mS/m nimmst, kannst Du mit Deinen Wasser als Reinwasser an die griechische Pharmaindustrie verhökern ;-)
Wenn Du allerdings 2,6 mS/cm meinst bräuchtest Du Deine Fischsuppe nicht mehr zu salzen - hätte auch was für sich ;-)

Hach ich liebe diesen Einheitenwirrwarr *g*
Gast (Josef Egger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.12.2004

Hallo,

ich hatte mal ein Aquarium, ein kleines für die Kinder.
Im Wasser hatte ich Guppies und einige andere pflegeleichten Arten. Bei den Guppies stellte ich fest, dass alle ab einem bestimmten Alter ein stark verkrümmtes Rückgrat hatten. Ein Zoohändler sagte dazu, dass das vom harten Wasser kommt.

On das wirklich stimmt, möchte ich nicht behaupten, aber es hört sich für mich ganz vernünftig an.
Gast (Lothar Gutjahr)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Schorschel vom 13.12.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Schorschel,

das ist ja mal eine interessante Aussage. Wie sieht es mit Steinen aus ? Verwendet ihr noch Splitt für den Strassenbau oder schon Nierensteine; wenn man so den Verfechtern von destilliertem Wasser zuhört, wäre das naheliegend. Smile. Mich würde mal die Zusammensetzung interessieren. Vielleicht hast du einen Link zu eurem Wasserversorger zur Hand ? Die veröffentlichen so was üblicherweise im Internet.
Hier variiert der Mineraliengehalt des Wassers alle paar Kilometer vom einen Extrem ins andere. Wir haben nun mal gerade einen Leitwert 2,6 Millisiemens aus der Wasserleitung und da holen wir unser Trinkwasser lieber im Nachbardorf mit 0,4 mS. ( oder direkt von der Brauerei, smile) Ich nehme mal an, dass unser Leitwert wegen zusätzlichem Natriumchlorid so hoch liegt. Der Tiefbrunnen liegt unter dem Meeresspiegel etwa 1 km vom Meer entfernt.

Grüsse aus Griechenland

Lothar
Gast (Herbert Schremmer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Heiner Grimm vom 12.12.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Heiner,
ich denke, "die Aquarianer sind allgemein der Meinung" dass weiches Wasser den Zierfischen deswegen besser zukommt, weil es nun mal der Wasserqualität ihrer "Kinderstuben" entspricht.
Gruß Herbert
Gast (Schorschel)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Schmidt vom 09.12.2004!  Zum Bezugstext

Ich komme aus der Gemeinde mit dem härtesten Wasser der Republik. Bei uns rasselts, wenn man den Hahn aufdreht. Meine Fische müssen da durch. Soll ich mich hinstellen und hunderte Liter Wasser mit Britta abfiltern? Ich kriege auch nicht immer meinen Willen. Aber es gibt wohl Arten, die eher weiches Wasser bevorzugen, das ist schon richtig.
Der Nachteil bei hartem Wasser ist wirklich nur, dass man ständig überall Kalkflecken hat. Egal ob am Aquarium, dem  Waschbecken oder auf den gespülten Gläsern. Man lebt hier damit und muss sich auch nicht schämen, weil das jeder hat (mit der Nachbarin klappts also trotzdem.
Hartes Wasser hat auch seine Vorteile, so haben wir hier die Bundesweit niedrigste Rate an Gefäßkrankheiten und Kalziummangel ist ein Fremdwort.
Gast (Heiner Grimm)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Herbert Schremmer vom 10.12.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Herbert,

so ähnlich habe ich mir das vorgestellt: "die Aquarianer sind allgemein der Meinung ..." Aber ob das auch stimmt, weiß auch hier wieder mal keiner?

Könnte es sein, dass das mit dem weichen Aquarienwasser auch nur so eine Geschichte ist, ähnlich wie die mit dem vielzitierten angeblichen Bauchweh durch Genuss von frischem Brot oder von Wasser nach Kirschen?

Gruß Heiner
Gast (Heiner Grimm)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 10.12.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,

wie soll ich das jetzt verstehen? Du kochst im Aquarium Fischsuppe mit hartem Wasser aus der durchgegangenen Heizung???

"... und was machst du ..."
Ich denke, ich würde noch etwas Knofi reintun und mir die leckere Fischsuppe genehmigen. ;-)

Gruß Heiner

Gast (Herbert Schremmer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.12.2004

Hallo Heiner,
nach der Antwort von Michael weiß ich gar nicht, ob ich ernsthaft antworten soll. Ich tue es aber: Die Aquarianer sind allgemein der Meinung, dass die Härte im Bereich von 3 - 10 dGH liegen sollte, wobei eine gewisse Abhängigkeit zu der Fischart besteht.
Wenn man berücksichtigt, dass viele Zierfische in ihrer Heimat in einem "sehr weichen" Wasser leben, ist eine entsprechende Härte in der neuen Umgebung durchaus gerechtfertigt. Sie werden sich aber sicherlich an hartes bis sehr hartes Wasser gewöhnen (müssen). Dieses stellt sich allein schon aus der Tatsache ein, dass vielfach Wasserverluste im Aquarium mit Leitungswasser ausgeglichen werden.
MfG   Herbert

Gast (Lothar Gutjahr)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.12.2004

Hallo Heiner,

würdest du zur Fischsuppe hartes Wasser nehmen ?

Oder was würdest du machen wenn die Heizung durchgeht?

Gutes Nächtle

Lothar
Gast (Heiner Grimm)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.12.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Schmidt vom 09.12.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Michael,

danke schon mal für den Tipp.

"hat's eigentlich schon ordentlich Schnee bei euch?"
Nee, bloß noch kümmerliche Reste. Aber wir arbeiten dran. ;-)

Grüße Heiner
Gast (Michael Schmidt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.12.2004

Hallo Heiner,
so kurz vor Mitternacht noch aktiv, durchkämme ich gerade mal wieder das Forum und lasse hie und da ein Bröckchen fallen. Vielleicht hängt das mit dem harten bzw. weichen oder enthärteten Wasser bei den Aquarianern ja mal wieder mit dem Kalk (auch so ein Lieblingsthema von mir) zusammen, weil es beim Verdunsten des Wassers häßliche Kalkränder am Glas gibt und man dort ja nicht mit Zitronen- oder Essigsäure ran kann. Kann aber auch sein, dass manche Pflanzen, so man welche im Aquarium hat, den Kalk nicht mögen. Gibt solche kalkophoben Pflanzen ja auch im Trockenen.
Vielleicht gibt es ja aber doch auch Fische, bei denen hartes Wasser durch Kalkablagerungen zum brüchigwerden der Gräten führt (ähnlich wie die Verkalkung beim Menschen ;-) durch zu hartes Wasser- weshalb wir ja auch nur vollentsalztes Wasser trinken sollen!) und man nimmt deshalb enthärtetes oder weiches Wasser.
Bestimmt gibt es aber auch so kleine Magnetringlein o.ä., die das mit dem Kalk regeln können.
Okay -War ja nur so'ne Idee.
Grüße nach CLZ (hat's eigentlich schon ordentlich Schnee bei euch?).
Michael



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