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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Minimierung des Eisenbestandteils im Brunnenwasser
Gast (Christian Marsig)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.10.2004

Sehr geehrte Damen und Herren,
es würde mich sehr interessieren, ob es einfache und kostengünstige Möglichkeiten gibt den Eisenanteil im Wasser (zb. Brunnenwasser / Hauswasserförderanlage)zu minimieren.
Laut Trinkwasserverordnung ist ein max.- Wert von 0,5mg/Liter bei Anlagen > 1M förderleistung / Jahr erlaubt.
Wir erreichen derzeit einen gemessenen wert von 0,6mg/Liter und sind damit 1/10tel darüber.
Welche Massnahmen reichen aus diesen Wert um ca. 2/10tel zu reduzieren?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Information
Gr.
Christian Marsig



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
Gast (Christian Marsig)
(Gast - Daten unbestätigt)

  15.10.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Herbert Schremmer vom 13.10.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Herbert,
Danke für Deine Unterstützung.
Du bist anscheinend der Einzige, der etwas zu diesem Thema weiss und sagen kann.
Es würde mich weiter interessieren, ob es bei so einer Sachlage eine rechtliche Grundlage oder schon bereits bekannte Ausnahmegenehmigungen gibt, die man bei einem Anschreiben an die Behörde mitverwenden kann.
Mit der Bitte um Anregungen.
Vielen Dank
Christian
Gast (Herbert Schremmer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.10.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christian Marsig vom 13.10.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Christian,
unter Beachtung aller Faktoren halte ich die Forderung ihres Amtes schlichtweg für eine Erpressung. Man muss schließlich berücksichtigen, dass es sich beim Eisen nicht um einen gesundheitsschädlichen Stoff handelt, ganz im Gegenteil. Eisen ist in geringen Konzentrationen ein essentielles, d.h. lebensnotwendiges Element. Es spielt für verschiedene gesundheitliche Funktionen eine sehr wichtige Rolle. Es lässt sich nachweisen, dass selbst bei einer vielfachen Überschreitung des Grenzwertes gemäß Trinkwasserverordnung keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu besorgen sind.
Wenn auch eine geringfügige Konzentrationserhöhung keine direkte gesundheitliche Bedeutung hat, so ist diese doch in der öffentlichen Trinkwasserversorgung unerwünscht. Abgesehen von nachteiligen Auswirkungen auf das Rohrnetz infolge von Ablagerungen, können Wassertrübungen auftreten, wobei Eisenausfällungen sichtbar werden (z. B. Wäsche). Ein getrübtes Leitungswasser sieht natürlich unappetitlich aus und vermittelt den Eindruck einer "Verschmutzung". (Der einzuhaltene Grenzwert ist deshalb in erster Linie für die Wasserversorgungsunternehmen gedacht.)
Ich würde mich schon mal bei Fachfirmen (über Google) erkundigen, was für ihre Verhältnisse eine Anlage für die Enteisenung kosten würde (zwecks Argumentation).
Der Behörde würde ich sinngemäß mitteilen: Aufgrund der Tatsache, dass der Eisengehalt in meinem Wasser nur sehr geringfügig den gemäß Verordnung zulässigen Wert von 0,5 mg/l überschreitet und zudem dieser Stoff bekanntlich keine gesundheitliche Gefährdung bedeutet (ganz im Gegenteil), bitte ich in Anlehnung an 9 der Trinkwasserverordnung davon abzusehen, dass ich für meine Einzelversorgung eine aufwändige Aufbereitungsanlage vorhalten muss.

MfG    Herbert
Gast (Christian Marsig)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.10.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Herbert Schremmer vom 13.10.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Herbert,
erstmal vielen Dank für Deine Info.
Nun sieht es leider so aus, daß wir ein schreiben vom AMT erhalten haben, welches uns zwingt, entweder ans Stattwassernetz zu gehen(Kostenaufwand ca.2K) oder alternativ eine entsprechende Filteranlage zu installieren. Im Vorwege wurde das Wasser der eigenen Brunnenbohrung vom Amt auf Schadstoffe untersucht.
Hiebei vielen nur 2 Werte aus dem Ramen einmal der Wert des Eisengehaltes mit 0,6mg/ Liter und ein Manganwert mit 0,12mg/Liter (Maxwert hier darf sein 0,2mg/Liter, somit in der Toleranz).Der Maxwert des Eisens ist max 0,5mg/Liter. Auflage ist es dieses zu reduzieren
Gast (Herbert Schremmer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.10.2004

Hallo Christian,
wegen des leicht erhöhten Eisengehaltes von 0,6 mg/l würde ich mir keine Gedanken machen. Der Aufwand für eine Enteisenung steht in keinem Verhältnis zum Nutzeffekt.
Schließlich ist ein erhöhter Eisengehalt nicht gesundheitsschädlich, ganz im Gegenteil: eisenhaltige Heilquellen (!).
Allerdings soll für die Speisung städt. Wasserrohrnetze das Wasser praktisch eisenfrei sein, weil das Eisen zu Rohrverkrustungen und insbesondere zu Wassertrübungen führen kann.
MfG    Herbert



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