Wasser.de
Lexikon
Shop
Wasser Forum
   mehr als 6400 Themen und 31100 Antworten
Zurück zur Übersicht! Datenschutz FAQ Hilfe Impressum



 

Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Ablagerung in Rohrleitungen
Gast (dorfer alex)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.06.2004

Hallo,
habe mir eine Entkalkungsanlage(Härtegrad 24) einbauen lassen.
Das Rohrsystem besteht aus Edelstahl in Kombi. mit Messing (Wasseruhr, Abspehrungen usw).
Da ich durch den einbau der Entkalkungsanlage ein Teil der Rohre austauschen musste, stellte ich fest, das bei den Messingstücke der innere Bereich Grün überzogen ist, bei Edelstahl nicht. Was ist das und woran kann sowas entstehen. Dachte eigentlich, daß dies nur bei Kupferleitungen möglich währe?
mfg



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
Gast (Michael Schmidt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.10.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von H2O vom 26.10.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Dihydrogenoxid,
der Hinweis, dass es sich bei der  Patina auf den Daechern nicht um Kupferacetate handelt ist natuerlich absolut richtig. Patina ist ein Gemisch von Verbindungen des Kupfers mit „saurem Regen“  (Cu-carbonate, -sulfate, -chloride, -hydroxide).

Aber wie so oft im Leben liege ich auch nicht ganz falsch. Gruenspan, wie diese gruenen Korrosionsprodukte von „Laien“ faelschlicherweise oft bezeichnet werden, gibt es in Trinkwasser-Leitungsrohren nicht, denn das ist ein Gemisch basischer Kupferacetate. Und Essigsaeure gibt es in den Rohren nicht - ob sie in Abgasen vorkommen kann, weiss ich nicht. Das wollte ich eigentlich nur klarstellen; meinen Ausflug zu den Kupferdaechern haette ich mir sparen koennen.

Fuer meine Umlaute bitte ich um Nachsicht, aber ich bin im Urlaub und habe nur eine italienische Tastatur und die kennt nur ae, oe ue und ss.
Trotzdem freundliche Gruesse
Michael
Gast (H2O)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.10.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Michael Schmidt vom 26.10.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Schmidt,
Spassehalber mal die Frage: Wie kommt denn die Essigsäure aufs Dach ?
Das was Sie meinen, wird als Patina bezeichnet und besteht aus wechselnden Zusammensetzungen basischer Kupfersalze und Karbonate. Je nach Einwirkung der Schadgase kann die Patina unterschiedliche Färbung aufweisen. Bei Schwefeldioxid und nitrosen Gasen ensteht eher blaue Patina, bei Einwirkung von Chlorid z.B in Meeresnähe entseht eher grüne Patina.

Gruß
H2O
Gast (Michael Schmidt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.10.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Robert vom 25.10.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Robert,
nur zur Begriffsdefinition. Das gruene Zeug ist nicht Gruenspan, das ist naemlich Cu-acetat, ist auesserst ungesund und findet sich in Trinkwasserleitungen aus Kupfer oder Messing- und Rotgussbauteilen Gottseidank nicht, sondern allenfalls auf z.B. Kupferdaechern als gruener Belag. Im Wasser handelt es sich ueberwiegend um Malachit, wie H2O schon schreibt und ist gesundheitlich unbedenklich.
Und die blockierten Wasserzaehler (im Warmwasser), da koennte auch Kalkausfall an der Zaehlerachse eine  Ursache sein. Wurde das untersucht?
Gruss
Michael
Gast (H2O)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.10.2004

Es wurde schon richtig erwähnt, dass es sich beim grünen Belag um basisches Kupfercarbonat (Malachit handelt. Es entsteht auf allen Kupferlegierungen in Zusammenwirkung mit der Karbonathärte. Wegen seiner ausserordentlichen Schwerlöslichkeit wird ein wirksamer Korrosionschutz (Deckschichtbildung) bei gleichzeitig kleiner Kupferabgabe erzielt. Der "grüne" Effekt ist daher durchaus positiv.
 
Gast (H2O)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.10.2004

Es wurde schon richtig erwähnt, dass es sich beim grünen Belag um basisches Kupfercarbonat (Malachit handelt. Es entsteht auf allen Kupferlegierungen in Zusammenwirkung mit der Karbonathärte. Wegen seiner ausserordentlichen Schwerlöslichkeit wird ein wirksamer Korrosionschutz (Deckschichtbildung) bei gleichzeitig kleiner Kupferabgabe erzielt. Der "grüne" Effekt ist daher durchaus positiv.
 
Gast (Robert)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.10.2004

Wir haben auch Warm-und Kaltwasseruhren zur Berechnung des ind. Verbrauch. Meine Warmwasseruhr ist nach 2 Jahren Gebrauch nun stillgestanden!!¨Beim Öffnen stellte sich heraus, dass alles grün und verschlammt war und so zum Versagen des Zählers geführt hat. Es scheint auch Grünspan zu sein!!!! Links und rechts des Zählers ist die Leitung sauber. Nur die Messingbereiche der Uhr sind grün.
Die Kaltwasseruhr funktioniert noch, warum? Kein Grünspan? Fördert Warmwasser die Entstehung von Grünspan?
Gast (dorfer alex)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.06.2004

Äh, schreibfehler. Meinte natürlich Rotguß.
Gast (dorfer alex)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.06.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gerd-W. Klaas vom 09.06.2004!  Zum Bezugstext

Hallo,

habe mich informiert bei zuständiger Firma und diese teilte mir mit, daß es Rohgusteile sind (kein Messing und mit DVGW-Prüfnummer)wie z.B. Der Wasserzähler.

Was mich verwundert ist, daß dort ebenfalls ein Grüner überzug vorhanden sein kann.
Wieso eigentlich?

mfg
Gast (Herbert Schremmer)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.06.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von dorfer alex vom 09.06.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Alex,
G-W. Klaas hat schon auf die Bestandteile von Messinglegierungen hingewiesen, die durchaus bei der Trinkwasserhausinstallation eingebaut werden dürfen.
Allerdings deutet ein grünlicher Belag eher auf "Patina, Edelrost" hin = basisches Kupfer-II-karbonat.
Grünspan wäre ein giftiges (!) Gemenge aus basischem Kupferacetat, das sich als Überzug bei Kupfer (Messing) durch Einwirkung von Essigsäure und Luft bildet.
Natürlich wären die Verfärbungen auch bei Rotguß möglich. Diese Kupferlegierung wird aber hauptsächlich als Lagermetall im Maschinenbau verwendet.
MfG    H. Schr.
Gast (Gerd-W. Klaas)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.06.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von dorfer alex vom 09.06.2004!  Zum Bezugstext

Siehe im Lexikon unter Messing
Sehr geehrter Herr Dorfer!
Messing ist eine Kupfer-Zink-Legierung
Bestandteile von Messinglegierungen sind z.B.
Kupfer ca 57-62%
Zink ca. 36-40%
Blei ca 2-3%
sowie Spuren anderer Elemente z.B. Arsen

Messing kann auch nach der neuen Trinkwasserverordnung z.B. in der Trinkwasserhausinstallation eingebaut werden, wenn die entsprechenden Gesetze und DIN-Vorschriften eingehalten werden.
Klaas 25.2.2004

Bei 60% Kupfer kann sich Grünspan ansetzen.

Mit freundlichen GRüßen

Gerd-W. Klaas

PS Wenn man eine Frage beantwortet haben möchte, wäre es nett, wenn auch die E-Mail- Adresse angegeben würde.





Gast (dorfer alex)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.06.2004

ist dieses bei Rohguß auch möglich?



Werbung (3/3)
Laboruntersuchung für Ihr Brunnenwasser


Zurück zu Wasser.de
© 1999 - 2018 by Fa. A.Klaas