Wasser.de
Lexikon
Shop
Wasser Forum
   mehr als 6300 Themen und 30800 Antworten
Zurück zur Übersicht! Datenschutz FAQ Hilfe Impressum



 

Kategorie: > Technik > Wasserverbrauch / Zähler / Rohrbruch
Wasserzähler misst zu viel?
Gast (Roman Gwildies)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.06.2004

Hallo!

In meiner Nebenkostenabrechnung von 2002 staunte ich über den extrem hohen Warmwasserverbrauch. Während ich 2001 und 2003 im Schnitt 1,2qm bzw. 1,4qm je Monat verbraucht habe, waren es 2002 48qm im Jahr (also 4 qm je Monat!). Ich bin nur etwa 150-200 Tage im Jahr in dieser Wohnung, deshalb der wahrscheinlich recht niedrige Verbrauch. Auch im Jahr 2004 liege ich momentan bei ca. 1,1 qm/Monat.

Nun hat man mir aber 1 Monat vor der Zustellung der eben angesprochenen Nebenkostenabrechnung den betreffenden Warmwasserzähler ausgebaut und ersetzt, so dass ich den nicht mehr überprüfen lassen kann, ob er korrekt misst. Die Glasabdeckung des Zählers war kaputt.

Ich habe mehrfach Widerspruch gegen die Abrechnung eingelegt wegen des zu hohen Warmwasserverbrauchs.
Mein Vermieter besteht allerdings auf der Nachzahlung mit der Begründung:

"Der Warmwasserzähler wurde getauscht, weil die Glasscheibe defekt war. Die Messfunktion des Zählers war dadurch nicht beeinträchtigt. Hätte eine derart starke Kraft auf das Gerät eingewirkt, dass neben dem Bruch der Glasscheibe auch das Rollenzählwerk beschädigt worden wäre, hätte der Zähler wegen eines mechanischen Defekts ausgetauscht werden müssen. In diesem Fall wären zu geringe Verbrauchswerte gemessen worden.
Unsere langjährige praktische Erfahrung zeigt, dass es praktisch nicht möglich ist, dass ein Wasserzähler zu hohe Verbrauchswerte anzeigt. Zwar kann es vorkommen, dass ein Wasserzähler aufgrund von Verkalkungen oder Schmutzablagerungen zu wenig zählt; der umgekehrte Fall ist jedoch nahezu ausgeschlossen."

Allerdings ist eine solche Steigerung des Verbauchs auf das 3fache ja absolut nicht normal. Ich war nicht öfter in der Wohnung als sonst und habe auch nicht meine Lebensgewohnheiten umgestellt. Es gab keine tropfenden Wasserhähne, kaputte Klospülungen o.ä. Und nach dem Wechseln des Zählers war ich ja auf einmal wieder ziemlich exakt bei meinem "alten" niedrigen Verbrauch.

Nun würde ich gerne wissen, ob es doch irgendwie sein kann, dass ein Zähler mehr anzeigt als wirklich verbraucht wird.

Vielen Dank!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
Gast (Roman Gwildies)
(Gast - Daten unbestätigt)

  08.06.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 07.06.2004!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Gutjahr,

auch wenn das bereits eine Weile her ist, glaube ich nicht, dass mir irgendein Pfeifen aufgefallen ist. Nungut, ich hab natürlich auch nicht darauf geachtet.

Was mich interessieren würde, wäre, wie reagiert so ein Wasserzähler auf Verkalkungen bzw. Verschmutzungen wirklich? Mit meinen bescheidenen physikalischen Grundkenntnissen hatte ich mir eigentlich überlegt, dass es bei einer Verengung des Durchflussrohres (durch Verschmutzungen) zu einer Beschleunigung des Wasserflusses und demzufolge zu einer Mehrmessung kommen müsste.

Ich habe dazu auch mal ein paar Eichämter angeschrieben. Eine (sehr ausführliche, da war ich positiv überrascht) Antwort habe ich schon. Dort heisst es unter anderem:
"Ein durch Ablagerungen verkleinertes Messgehäuse oder verunreinigte Siebe können zu steigenden Anzeigen führen, defekte Flügelräder zu fallenden Anzeigen, bei gleichen Volumina."

Dies würde ja der Begründung meines Vermieters vollkommen widersprechen.
Gast (Lothar Gutjahr)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.06.2004

Hallo herr Gwildies,

eine Möglichkeit, welche mir hier einfällt, wäre Dampf oder Luft in der Leitung. Zumindest gilt das für das normale Turbinenlaufwerk eines Kaltwasserzählers. Dampf scheidet eigentlich aus, da dieser nur bei einem stark kochenden Kessel ( Störfall ) vorkommen könnte und dieser auch sofort kondensiert, wenn er in kälteres Wasser kommt. Das hätte auch vorausgesetzt, dass sie diesen Dampf durch von ihnen geöffnete Leitungen abgelassen hätten ( fällt auf )

Also achten sie mal in Zukunft auf Zischgeräusche, welche von vagabundierenden Luftblasen herrühren. Diese Problem haben wir hier. Ich habe beobachtet, dass so ein Zischen von wenigen Sekunden den Wasserzähler um 0,05 cbm vortreibt. Da muss der wohl richtig aufheulen.

Bin auf weitere Meinungen gespannt

Gruss aus GR

L.Gutjahr




Werbung (3/3)
Laboruntersuchung für Ihr Brunnenwasser


Zurück zu Wasser.de
© 1999 - 2018 by Fa. A.Klaas