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Kategorie: > Technik > Wasseraufbereitung
Desinfektion mit Ozon
Gast (Dieter Frenzel)
(Gast - Daten unbestätigt)

  29.04.2002

Um Wasser im Kreislauf verwenden zu können, müssen Bakterien,Pilze und Krankheitserreger abgetötet werden.Das Wasser soll zur Reinigung von Agrarprodukten verwendet werden. Eine mechanische Aufbereitung zur Abscheidung der Feststoffe ist unumgänglich.Nach der mechanschen Aufbereitung soll desinfiziert werden. Die UV-Desinfektion ist nicht ausreichend und auf eine Chlorzugabe wird verzichtet.Wer kann zur Ozonierung von Brauch- oder Kreislaufwasser Hilfe geben ?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 6
Gast (R.P.)
(Gast - Daten unbestätigt)

  01.06.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gerald Wurster vom 03.05.2002!  Zum Bezugstext

Wieviel darf das Verfahren kosten?
1 Euro /cbm
10 Euro/cbm
Wieviel Wasser wird gebraucht?
Welches Wasser kann eingestzt werden?
Wie kann das Abwasser entsorgt/aufgereinigt werden?

Ozon wird vermutlich eines der teuersten Verfahren sein und damit an der Wirtschaftlichkeit scheitern.
Wie keimmfrei muss das Wasser sein? Wie verschmutzt ist es?
Eine verhältnismäßig billige Variante ist in der Regel eine mechnanische ggf. gefolgt von einer biologischen Stufe, aber nur wenn die Mengen groß genug sind.

Bei Kleinmengen (bis 10 cbm/Tag) lohnt in der Regel keine weitere Überlegung.
Gast (Dr. T. Koeckritz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  22.05.2004

Hallo Herr Frenzel!

Nachtrag:

Eine geeignete Desinfektionslösung für Ihr Problem könnte in einer Säure/Base-Reaktion liegen, da extreme pH-Werte ebenfalls antibakteriell wirken. Man würde den pH-Wert erst extrem verstellen, um das Wasser anschließend zu neutralisieren. Die hierfür notwendige Messtechnik ist (ebenso wie das Gesamtsystem) sehr viel simpler  als bei einer Ozonanwendung.

Problem bei landwirtschaftlichen Abwässern ist der Stickstoff. Wenn Nitrat vorliegt, dann sollte zuerst ein basischer pH-Wert eingestellt werden, da sonst sogenannte Nitrosamine entstehen können. Liegt jedoch Ammonium vor, dann würde die Anhebung des pH-Wertes zu einer Ammoniakbildung (Gas) führen. Auch hier liegt der Teufel wieder im Detail, ist jedoch beherrschbar, wenn man sein Wasser kennt.

Dieses System wird z.B. in der Lebensmitteltechnologie eingesetzt. Vielleicht haben Sie einen großen milchverarbeitenden Betrieb in der Nähe. Die dürften einige Erfahrungen mit dieser Art der Desinfektion haben und Sie unabhängig von monetären Interessen beraten.


Alles Gute

TK
Gast (Dr. T. Koeckritz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  22.05.2004

Guten Tag Herr Frenzel,

die Idee einer Kreislaufführung ist gut, doch bei einer Ozonanwendung, welche als Idee einwandfrei ist, stehen Sie vor mehreren Problemen:

1. Die mechanische Vorreinigung muß sehr gründlich sein, da sich Ozon an allen Wasserinhaltsstoffen verbraucht und damit nicht mehr zur Desinfektion zur Verfügung steht. Jeder Cent, den Sie nicht in die Filtration stecken, benötigen Sie für das Ozon.

2. Die bereits beschriebenen Chloride und Bromide können in der Landwirtschaft in hohen Konzentrationen auftreten (z.B. in Urin). In Verbindung mit organischer Substanz im Wasser und Ozon bilden sie sogenannte halogenierte Kohlenwasserstoffe (AOX), welche reglementiert sind (krebserregend).
Die AOX Bildung ist bei der Anwendung von Ozon oder Wasserstoffperoxid immer ein Problem.

3. Woher wissen Sie, dass ihre Maßnahme von Erfolg ist gekrönt ist? Sie benötigen eine Erfolgskontrolle, Messtechnik und eventuell eine Zerstörung überflüssigen Ozons.

4. Wie verhindern Sie, dass Ihre Leitungen rosten?

Fazit

Sie benötigen eine Profianwendung, aus der Wasserkosten resultieren, welche den Preis für Leitungswasser wahrscheinlich weit übersteigen. Wenn Sie hier mit Firmenvertretern sprechen, dann kalkulieren Sie bitte nicht nur Anlage- und Energiekosten. Berechnen Sie auch die Leitungskosten, Verschleiss und Wartung. Seien Sie kritisch!

Alles Gute

TK
Gast (hartmut schultz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.05.2004
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gerald Wurster vom 03.05.2002!  Zum Bezugstext

ich lese diesen Text erst recht spaet und hoffe, der urspr. Absender liest ihn noch:

Ozon ist mittlerweile ein uebliches Desinfektionsmittel zur Trinkwasseraubereitung.  Praktisch alle Flaschenabfueller benutzen es zur "Haupt" - Desinfektion (meist wenige Gramm por Stunde).  Reaktionszeit ist meist im Bereich weniger Minuten.

In den USA ist Ozon gang und gaebe (oft hunderte KILO pro Stunde). Es wird zur Verbesserung der Flokulation eingesetzt, aber meist zur Reduzierung von Bakterien, Viren und Parasiten (die das Chlor nicht abtoetet) sowie zur Verbesserung des Geschmacks, der Farbe und des Geruchs (Chlor im Gegensatz verringert die Qualitaet des Wassers - aetzender Geruch durch Bildung von Tri Halogenmethanen, penetranter Geschmack - krebserregend!!).  Es ist viele Male potenter als Chlor und die Aufenthaltszeiten recht niedrig.  Es werden (mit der Ausnahme von Bromiden, wenn Brom vorhanden) keine krebserregenden Nebenprodukte (wie im Falle des Chlors) gebildet.  Die Herstellung von O3 findet in situ statt und ist vollautomatisch und ungefaehrlich.  O3 bildet nur ein kurzes "residual" und wird vor dem Einleiten in das Verteilernetz entfernt(Aktivkohle, UV). Wenn die Qualitaet des Wassers "gut" ist: UV tut es meist auch schon...   wenn Sie Zeit haben: mal die Seiten vonhttp://www.wedeco.de anschauen...





 
Gast (Maddes)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.02.2003

hallo herr frenzel ,
schauen sie doch mal unterhttp://www.casaprotect.de , hier ist eine alternative zu chlor oder uv und sie können auch informationen abrufen .
Gast (Gerald Wurster)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.05.2002

Ozon wird in der Trinkwasseraufbereitung in der Regel vor der Flockung/Filtration eingesetzt. Nach der Aufbereitung muß das Ozon vollständig aus dem Wasser entfernt sein. Ausserdem ist Ozon aufwändig herzustellen. Das Desinfektionsmittel (Chlor und Ozon) benötigt auch eine Reaktionszeit im Wasser, die je nach Konzentration mehrere Stunden betragen kann. Ozon ist nach der Trinkwasserverordnung im Trinkwasser nicht zulässig, im gegensatz zu Chlor. Ich würde deshalb, wenn überhaupt desinfiziert werden muß, zur Desinfektion eher zu Chlor raten, was aber in jedem Fall einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem gefährlichen Medium voraussetzt.



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