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Kategorie: > Verordnungen / Richtlinien / Satzungen
Trinkwassermischen
Gast (Willi)
(Gast - Daten unbestätigt)

  29.06.2001

Darf es sein, daß ein Trinkwasserversorger der die Nitratwerte nicht einhalten kann, sein Wasser mit dem des benachbarten Versorgers mischt und dieses Wasser dann in beide Netze eingespeist wird?
Die Werte des Versorgers 1 liegen bei 19 mg/l, die des zweiten bei knapp 60.
Ist dies nicht ein illegales einbringen von Stoffen ins Trinkwasser?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Gast (Rainer Schmitz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  07.07.2001
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Willi vom 04.07.2001!  Zum Bezugstext

Hallo Willi,

ich fühle mich durchaus nicht angegriffen. Ich selbst habe nichts mit der Wasserversorgung zu tun. Ich wollte nur einmal verdeutlichen, dass die Wasserversorger nichts für den erhöhten Nitratgehalt im Wasser können.
Vielfach ist die Meinung zu hören, als ob die Wasserversorger mit einem großen Sack voller Nitratsalz das Wasser "vesauen".
Für die Wasserversorger ist das Mischen von Wässern meist die günstigste Alternative. Nitrat lässt sich nur mit Umkehrosmose oder biologischer Deentnitrifizierung aus dem Wasser entfernen. Der Wasserpreis müsste dann um fast 20-30% erhöht werden. Das kann dem Kunden aber nicht aufgebürdet werden.

Rainer  
Gast (Willi)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.07.2001

In der AVBWasserV steht unter §4 Absatz 3:
Das WVUnternehmen ist berechtigt, die Beschaffenheit und den Druck des Wassers im Rahmen der gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen sowie der anerkannten Regeln der Technik zu ändern, falls dies in besonderen Fällen aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen zwingend notwendig ist; dabei sind die Belange des Kunden möglichst zu berücksichtigen.

Lieber Herr Schmitz, ich wollte Sie bestimmt nicht angreifen aber können Sie mir bitte erklären wo die zwingenden wirtschaftlichen und technischen Gründe für Versorger 1 liegen und wer die Belange des Kunden berücksichtigt?
Fallen beim hin.- und herpumpen des Wassers keine Kosten an?
Graben sich die Wasserversorger mit solchen Praktiken nicht ihr eigenes Grab? (Zusammenschlüsse)
Gast (Rainer Schmitz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  30.06.2001

Hallo,

erst einmal zu den Wasserversorgern. Diese setzten wirklich alles daran die Grenzen der Trinkwassrverordnung einzuhalten. Viele Leute meinen, dass die Wasserversorger alle nur erdenklichen wassergefährdenen Stoffe ins Wasser schütten um die Kunden zu vergiften. Nicht die Stadtwerke, sondern die Menschen, wie du und ich, tragen zur Grundwasserverschlechterung bei. Die Wasserversorger sind nur die, denen es aufgebürdert wird, den Schaden wieder geadezubiegen.
Um Kosten zu reduzieren, ist die Mischung zweier Wässer zur Nitratreduzierung die günstigste Methode. Würde man teure Deentnitrifizierungsanlagen bauen, so kostet das Wasser vieleicht 1 Mark mehr pro Kubikmeter. Das Mischen zweier Wässer ist also kein Einbringen von Giftstoffen, sondern eine günstige Möglichkeit dem Kunden einwandfreies Wasser zu liefern.

Rainer Schmitz
http://www.der-brunnen.de  



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