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Kategorie: > Technik > Regen- / Brauchwassernutzung
Hauswasserautomat - Vermutung Luft in Druckleitung???
joerg2712
(Mailadresse bestätigt)

  23.07.2017

Hallo zusammen,
bin neu hier, mein Name ist Jörg. Ich hab ein wassertechnisches Problem würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen könntet. Vielen Dank im Voraus.

Anlage: Hauswasserautomat Metabo HWA 4000 saugt aus Zisterne, steht selbst im Keller des Hauses. 1"-Schlauch geht vom Keller in den Garten zur Entnahmestelle. Länge ca. 25-30 m, Höhendifferenz zwischen Pumpe und Entnahmestelle keine 2 m. Funktion bisher war ok.

Akutes Problem nach verschiedenen, laienhaften und mir unbekannten Montagearbeiten an der Anlage: Pumpe fördert perfekt in einen angeschlossenen Gartenschlauch, auch mehrere Meter Höhendifferenz. Alles gut, Volumenstrom gleichmäßig und mit dem erwarteten Druck. Somit wohl kein Problem auf der Saugseite.

Angeschlossen am Schlauch zur Entnahmestelle kommt dort nur ein kleines Rinnsal mit schwankendem Druck an.

Die Schlauchleitung (Bestandsanlage, Verlauf nicht bekannt und nicht zugänglich) verläuft ziemlich sicher über mehrere Hoch- und Tiefpunkte. Ich vermute deshalb Lufteinschlüsse. Mangels verfügbarer  Verschraubungen kann ich i.M. diese Schlauchleitung zum Garten nicht an das Hauswassernetz anschließen.

Hat mir jemand einen Tipp? Wie bekommt man die Luft aus dem langen Schlauch. Kann das überhaupt ein Problem sein?

Vielen Dank und viele Grüße
Jörg




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 9
Renrew
(Mailadresse bestätigt)

  25.07.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von joerg2712 vom 24.07.2017!  Zum Bezugstext

Hallo joerg2712,
wenn ich alles richtig verstanden habe, so bringt die Pumpe ausreichend Druck, der Durchfluss ist aber an der Entnahmestelle nicht ausreichend.
Da der Durchfluss (und der Druck bei gedrosseltem Durchfluss) direkt nach der Pumpe hoch genug ist, so kann der Fehler also nur an der Druckleitung liegen.

Ablagerungen, Knicke, Verstopfungen besonders vor verbauten  Verbindungen oder Ventilen können die Ursache sein. Auch kann es sein, dass das Ventil hängt und nicht mehr ausreichend öffnet. Lufteinschlüsse sollten bei genügend hohem Durchfluss ohne weiteres ausgetragen werden.
Gruß,
Renrew
joerg2712
(Mailadresse bestätigt)

  24.07.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 24.07.2017!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp und Brunnenbaumeister

danke für eure Antworten.

Sepp: Sorry, missverständlich geschrieben. Saugleitung ca. 5-6 m, Druckleitung ca. 25 m.  

Brunnenbaumeister: Relativ hoher Druck heißt, dass ich direkt am Leitungsabschluss ohne Hahn keine Chance hatte, das Wasser durch "Finger ins Loch" abzustellen. Am Ende war ich klatschnass und das Wasser spritzte gut 20 m weit. Da war schon relativ hoher Druck - Pumpe bringt ja bis 4 bar. Nur halt sehr wenig Durchflussmenge.

Wasserhahn demontiert.

>> Eigentlich geht das gar nicht was du da erzählst.<<

Deshalb versteh ich es auch nicht ;-) ;-)

>> muss sich der Druck schlagartig beim öffnen des Wasserhahns abbauen.<<

Tut es ja meistens nach einem etwas längeren Stillstand.

>> Wenn die Pumpe plötzlich weniger fördert, muss irgendwo was gedrosselt sein. Oder saugseitig haut was nicht hin.<<

Deshalb hab ich ja an Luft in der Leitung gedacht.
Da ja zeitweise und bei einem an der Pumpe direkt angeschlossenen Schlauch ein hoher Druck und Durchfluss und dann auch sehr konstanter Fluss zustande kommt, hab ich die Saugleitung mal auisgeschlossen. In der Zisterne ist genug Wasser, das Fußventil ist bei stehende Pumpe dicht, ich hab den gleichbleibenden Wasserspiegel im Schlauch geprüft. Da läuft nix zurück.

Danke und Gruß
Jörg



sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  24.07.2017

Hallo joerg2712"!
lange Saugleitungen sollte man möglichst vermeiden. bringen oft Probleme auch wen die Ansaughöhe gering ist.20 bis 25 mm sind schon lang.Oder menitest du doch die Druckleitung
mfg sepp
joerg2712
(Mailadresse bestätigt)

  23.07.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 23.07.2017!  Zum Bezugstext

Hallo Peter,
>>>> ... wird die problemlos rausbefördert, egal wie die Leitungsführung ist.<<<<

Das hatte ich auch gehofft. ;-)

Pumpe zeigt exakt das von Dir beschriebene Verhalten.

ABER: Hahn zu und innerhalb der Nachlaufzeit wieder auf = minimaler Durchfluss. Hahn zu, wesentlich länger als Nachlaufzeit (d.h. Pumpe steht eine Weile), dann kann es sein, dass wieder volle der volle Durchfluss entsteht.
 
Pumpe taktet nicht sondern schaltet exakt wie von Dir beschrieben abhängig vom Wasserbedarf. Nur kommt halt hinten nicht immer das an, was man erwartet.
Danke und Gruß
Jörg

PS: Wenn voller Durchfluss da ist, dann wird dieser minutenlang problemlos gehalten.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  23.07.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von joerg2712 vom 23.07.2017!  Zum Bezugstext

Was heißt relativ hoher Druck und wo gemessen?
Bist du dir sicher das der Wasserhahn richtig funktioniert?

Eigentlich geht das gar nicht was du da erzählst. Die Pumpe hat keine Drehzahlsteuerung, es muss immer alles gleichmäßig laufen. Da die Pumpe auch keinen Kessel besitzt muss sich der Druck schlagartig beim öffnen des Wasserhahns abbauen. Wenn die Pumpe plötzlich weniger fördert, muss irgendwo was gedrosselt sein. Oder saugseitig haut was nicht hin.
joerg2712
(Mailadresse bestätigt)

  23.07.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von joerg2712 vom 23.07.2017!  Zum Bezugstext

Hallo zusammen,
hab jetzt alles versucht und folgendes Verhalten:

Wasserhahn an der Entnahmestelle geschlossen, HWA eingeschaltet. --> Pumpe läuft an und schaltet nach einigen Sekunden aus --> Funktion ok.

Wasserhahn auf --> Pumpe schaltet sofort ein --> Wasser strömt aus, Druck und Durchflussmenge ok. Alles gut.

Wasserhahn schließen und nach 1-3s wieder öffnen --> Pumpe schaltet NICHT aus, da oberer Schaltpunkt erst nach mehr als 5 s erreicht wird --> PROBLEM: Relativ hoher Druck, aber sehr geringer Durchfluss.

Wasserhahn schließen und > 20 s geschlossen halten --> Pumpe schaltet nach ca. 5-10 s aus --> Funktion korrekt. In dieser Zeit wird gegen den geschlossenen Hahn gefördert.

Erneutes Öffnen --> Alles gut, hohe Fördermenge auch über Minuten, keinerlei Druckschwankungen.

Fast immer so reproduzierbar.

Was kann das sein?


 


 
Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  23.07.2017

In jeder Druckleitung ist, bevor die Pumpe gelaufen ist, erst mal Luft. Liefert sie Wasser und der letzte Verbraucher ist offen wird die problemlos rausbefördert, egal wie die Leitungsführung ist.

>>>>Angeschlossen am Schlauch zur Entnahmestelle kommt dort nur ein kleines Rinnsal mit schwankendem Druck an.<<<<

Dann sollte die Pumpe nicht durch laufen sondern takten.

Die Steuerung der Pumpe startet sie, wenn der Druck im System auf den Einschaltdruck gesunken ist. Ausgeschaltet wird sie, wenn die Fließgeschwindigkeit gegen null geht.

Wird der Verbraucher geöffnet und zwischen Pumpe und Verbraucher hat sich eine Engstelle ergeben (Rohr geknickt oder ein Absperrventil versehentlich nicht geöffnet sondern noch fast zu) wird die Pumpe gestartet. Es wird aber zu wenig Wasser abgenommen. Nach einer kurzen Nachlaufzeit wird sie gestoppt. Der Druck sinkt auf den Einschaltdruck, Pumpenstart, Nachlaufzeit, Stop usw.

Grüße
Peter
joerg2712
(Mailadresse bestätigt)

  23.07.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Lothar Gutjahr vom 23.07.2017!  Zum Bezugstext

Hallo Lothar,
dank Dir für die Antwort. Manometer hab ich hier keins zur Hand, bin wie die Jungfrau zum Kinde zu dem Job gekommen ;-) Außer eine Wasserpumpenzange ist nicht viel da.

Du hast empfohlen, den Auslauf zu drosseln. Ich dachte, die Chance dass Lufteinschlüsse ausgetragen werden, steigt mit höherer Strömungsgeschwindigkeit.
Bei gedrosseltem Auslauf würde sich diese ja verringern.

Ich denke, ich probier mal alle möglichen Varianten aus und hoffe auf Besserung. Kann ja an der Pumpe eh nichts regeln und nur am Hahn am Auslauf spielen.

Danke und Gruß
Jörg

Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  23.07.2017

Hallo Jörg,

wenn das mehrere solche Scheitelpunkte sind, hast du ein Problem, weil sich die einzelnen Wassersäulen aufadieren.

Mit etwas Glück kann man diese überwinden, wenn man mit hohem Druck von einer Seite durchspült. Dazu den Austritt stark drosseln. Ein Druckmanometer auf der Zugangsseite, zeigt den Anfangsdruck, der mit jeder überwundenen Hürde niedriger wird. Dann sollte das System wieder dicht vor erneutem Luftzutritt geschlossen werden.

Wünsche dir viel Erfolg dabei.

Lothar



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