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Kategorie: > Verordnungen / Richtlinien / Satzungen
Schwierigkeiten Erschließung Wasseranschluss
MaxWasser
(Mailadresse bestätigt)

  10.06.2017

Hallo Zusammen,

ich habe mich hier angemeldet weil ich die Hoffnung habe evtl. den einen oder anderen Tipp zu bekommen, wie ich ein Grundstück erschlossen bekomme bei dem es Probleme mit dem Wasseranschluss gibt.

Das Grundstück ist am Rande eines Weilers auf einem Hügel/Berg (ca. 1000m Höhe). Es liegt ein positiver Bauvorbescheid vor und die sonstige Erschließung ist unproblematisch. Es gibt keine kommunale Wasserversorgung oder Kanäle, aber eine Wassergemeinschaft bestehend aus den angeschlossenen Teilnehmern. Das Wasser kommt aus einer gefassten Quelle in der Nähe. Es besteht die sorge das Wasser könne in Zukunft nicht mehr reichen, da bereits angeschlossene Teilnehmer Wohnraum in bereits bestehenden Gebäuden schaffen könnten. Daher wurde uns der Wasseranschluss abgelehnt.

Ich suche nun nach Möglichkeiten das Grundstück doch noch erschlossen zu bekommen.

• Anschluss an die Wassergemeinschaft durch Rechtsstreit
Hier ist das Problem dass die Wassergemeinschaft nicht als rechtliche Einheit organisiert ist. Ich müsste, so wie es aussieht gegen jeden einzelnen Teilnehmer klagen. Kostet Zeit und Geld.

• Brunnen bohren
Durch die Lage anscheinend nicht so einfach. Entweder ich treffe eine wasserführende Schicht in 20 – 50 Metern Tiefe oder ich muss noch weiter runter. Die Geologin einer Bohrfirma hatte sich das angesehen und eine 100m Bohrung empfohlen. Aber selbst dann ist nicht sicher dass Wasser in ausreichender Qualität und Menge zur Verfügung steht. Sie sieht es außerdem als Problematisch an eine wasserführende Schicht an zu zapfen, da nicht sicher ist wie lange dort Wasser fließt. Evtl. muss auch aufwändig aufbereitet werden.

• Regenwasseraufbereitung zu Trinkwasser
Sehr Exotisch, klingt aber aus meiner Sicht ganz interessant. Es gibt bereits Anbieter die so etwas als fertige Lösung anbieten. Siehe http://www.intewa.de/anwendungen/regen-und-grauwassernutzung/trinkwasser-aus-rw/. (Ich hoffe ich darf hier Links posten). Allerdings ist fraglich ob hier das Gesundheitsamt zustimmt. Habe gerade eine Anfrage laufen, aber es gibt sowas laut unserem Amt in Bayern noch nicht. Und der Ansprechpartner hat mir wenig Hoffnung gemacht, da Regenwasser laut DIN nicht als potentielles Trinkwasser gilt. Es gibt allerdings bereits zwei genehmigte Projekte in Aachen und im Schwarzwald die mit der Intewa Lösung arbeiten.

• Trinkwasser Reservoir
Wasserlieferung per Tankwagen. Könnte so etwas denkbar sein?

Vielleicht hat mir hier ja jemand noch einen hilfreichen Kommentar ;-)

Viele Grüße



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 7
BahnhofDieterode
(Mailadresse bestätigt)

  17.07.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 11.06.2017!  Zum Bezugstext

Sehe ich wie Brunnenbaumeister.

Wir haben auch einen 12m Brunnen im Lehm, der "nur" 50-100 l/h bringt. Mehr geht da halt nicht. Für privates Wasser haben wir einen 3500l gemauerten SPeicher im Keller. Fürs Gewerbe einen 2000l Edelstahltank.
Eine kleine Solarpumpe speist alles je nach Bedarf mit 60 l/h.
Geht prima
pumpe
kolpinpumpenkundendienst.de
(Mailadresse bestätigt)

  19.06.2017

Hallo
wenn sie über eine Zisternen Variante für 30000€ nachdenken würde ich diese Investition in einen Brunnen investieren das wird auch nicht teurer bei uns in Berlin kann man dafür bis 300 Meter tief bohren man muss nur beim Bergamt nachfragen ob man darf
Gruß pumpe
Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  19.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von MaxWasser vom 12.06.2017!  Zum Bezugstext

>>>> Bei der Regenwasservariante müsste natürlich eine entsprechend große Zisterne eingeplant werden so um die 20m³ <<<<<<

Wenn da ein normales EFH angeschlossen werden sollte wäre das der falsche Weg. Nur für die Nutzung für WC und WaMa für 3-4 Leute wird, je nach Gegend, auf das Jahr gerechnet in etwa soviel Wasser entnommen wie zugeführt wird. Dafür reichen dann 4-5m^3

20m^3 werden niemals voll.
MaxWasser
(Mailadresse bestätigt)

  19.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 12.06.2017!  Zum Bezugstext

Ja ich finde es auch recht happig. Allerdings ist das eventuell die einzige Möglichkeit um zu einer Erschließung zu kommen. Da schaut man natürlich anders auf die Kosten.

Gruß
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  12.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von MaxWasser vom 12.06.2017!  Zum Bezugstext

Oha. 10-30000 ist ja schon ne Menge Geld für eine Hausversorgung. Aber da du anscheinend in Bayern wohnst ist das wohl normal. Festgestein lässt sich nunmal nicht so locker flockig bohren wie unser nordischer Sand und Ton.


Ich denke mal die ortskundigen Brunnenbauer werden mit dem Imlochhammer vorbohren. Mit diesem Verfahren sieht man genau wo und wieviel Wasser vorhanden ist. Von Preisen habe ich da keine Ahnung.
MaxWasser
(Mailadresse bestätigt)

  12.06.2017
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 11.06.2017!  Zum Bezugstext

Hallo und vielen Dank für deine Antwort!

Bei der Regenwasservariante müsste natürlich eine entsprechend große Zisterne eingeplant werden so um die 20m³. Ich rechne mir aber keine großen Chancen aus dass das Gesundheitsamt da zustimmen wird. Andererseits wird ja auch Trinkwasser aus Talsperren etc. entnommen. Ich denke da scheitert es aber wohl schon allein an der Bürokratie. Hilfreich wären sicherlich weitere Referenzen wo solch eine Lösung schon eingesetzt wird.

Der Brunner wäre von der Genehmigung sicher wesentlich einfacher. Allerdings muss man halt erstmal ordentlich Geld in die Hand nehmen um heraus zu finden ob es überhaupt funktioniert oder nicht.
Ich habe jetzt Kostenschätzungen für den voll ausgebauten Brunnen in einem Bereich zwischen 10 und 30.000€, je nach tiefe. Kann man abschätzen wie hoch der Anteil für eine Probebohrung an den Gesamtkosten ist? Ich würde jetzt schätzen die Bohrung an sich macht mindestens die Hälfte der Kosten aus - liege ich da richtig?

Gruß
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  11.06.2017

Eine Versorgung mit Regenwasser ist sehr riskant. In Hitze- und Kälteperioden bist du von einem großen Speicher abhängig und der muss auch erstmal gefüllt werden.

Die Idee mit dem Tankwagen würde zwar funktionieren, z.B. mit einer 10000l Zisterne für einen Monat. Aber mir ist nicht bekannt, dass es solche Dienstleister gibt.


Eventuell kannst du mit der Wassergemeinschaft vereinbaren, dass du nur Nachts Wasser pumpst und es zwischenspeicherst?

Ansonsten sehe ich einen Brunnen als beste Lösung. Ein kleiner Sandstreifen würde ja schon reichen. Ich kenne eine Familie deren Brunnen 50l/h bringt. Das sind 1200l am Tag und reicht völlig aus.

Man könnte auch Brunnen und Regenwasser kombinieren.



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